Dan Lucas
Dan Lucas (bürgerlich Lutz Salzwedel, * 28. März 1954 in Falkensee)<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Dan Lucas bei Helter Skelter ( des Vorlage:IconExternal vom 5. Oktober 2017 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.</ref> ist ein deutscher Rocksänger, Gitarrist, Songschreiber und Musical-Darsteller.
Leben[Bearbeiten]
Salzwedel wuchs in der DDR auf, erlernte das Gitarrenspielen als Autodidakt und trat als Jugendlicher mit verschiedenen Schülerbands auf.<ref name="Merkur">Als Rockstar aus der DDR geflohen. In: merkur.de, 4. Oktober 2015</ref> Nach dem Abitur studierte er zunächst Sprachwissenschaften an der Pädagogischen Hochschule Potsdam und arbeitete danach als Lehrer für Englisch und Russisch an einer Potsdamer Oberschule. Trotz gesellschaftlicher Widerstände gab Salzwedel die Lehrtätigkeit bald wieder auf und nahm ein Zweitstudium in Gitarre und Gesang auf, das er mit der staatlichen Musikerprüfung abschloss.<ref name="Merkur" />
Salzwedel erhielt die Spielerlaubnis und trat mit der Band Passion auf.<ref name="Merkur" /> In den frühen 1980er Jahren kam der Kontakt mit Karussell zustande und 1984 veröffentlichte die Gruppe das erste Album mit Salzwedel als Sänger.<ref name="Merkur" /> Bei einer Tournee der Band in der Bundesrepublik Deutschland nutzte Salzwedel zusammen mit einem Mitmusiker im Mai 1985 die Unaufmerksamkeit eines Bewachers vom Ministerium für Staatssicherheit zur Flucht und meldete sich bei einer Polizeistation in Wermelskirchen. Nach kurzer Zeit wechselte er seinen Wohnsitz nach West-Berlin. Seine Familie verblieb zunächst in der DDR, litt unter den Repressionen des dortigen Regimes und konnte erst 1987 ausreisen. Wegen „Verletzung der Meldepflicht“ wurde er ex situ nach DDR-Recht straffällig.<ref name="Merkur" /> 1988 war er mit der Band Karo<ref>Karo (Band)</ref> auf einer Europatournee als Support für Meat Loaf. Nachdem keine weitere Zusammenarbeit mit der Plattenfirma der Band zustande gekommen war, löste sich die Band 1989 auf und 1990 zog Salzwedel von West-Berlin nach München. Seine Karriere kam wieder in Fahrt und als er Auftritte in Nordamerika bekam, nahm er 1991 den Künstlernamen Dan Lucas an.<ref name="Merkur" />
Lucas stand als Solist bei Marlboro Music unter Vertrag, die zwei Alben von ihm veröffentlichten. Die Singleauskopplung Heart of America fand Verwendung in einer McDonald’s-Werbung. Im Juli 1993 gewann er in Istanbul den International Istanbul Music Contest mit dem Titel Canadian Dream aus dem Album Canada. Für das Folgealbum 2000!, das im Studio The Clubhouse in Burbank (Kalifornien) aufgenommen und produziert wurde, konnte er zahlreiche Gastmusiker wie Robin Beck, Lisa Dalbello, Kane Roberts, John Pierce, Reb Beach, Michael Thompson, Michael Landau verpflichten. Außerdem schrieb er zusammen mit Desmond Child den Song Close Your Eyes and Say Goodbye. Mitte der 1990er Jahre wechselte Lucas dann zu Arcade Music, wo er 1996 das Album News veröffentlichte.
Von 2000 bis 2019 war Dan Lucas bei den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) als Lehrer und Sozialpädagoge tätig und unterstützte Schüler an Mittelschulen im Landkreis Dachau bei der Berufswahl.<ref name="Merkur" /> Nebenbei war er bis 2019 als Sänger und Gitarrist in verschiedenen deutschen Bands tätig.
Im Januar 2019 wurde Lucas Sieger der ersten Staffel der Sat.1-Castingshow The Voice Senior.
Im Frühjahr 2019 nahm Lucas an der Tournee Rock Meets Classic teil, bei der auch Musiker wie Ian Gillan von Deep Purple, Anna Maria Kaufmann sowie die Frontmänner von Bands wie REO Speedwagon, Loverboy, The Sweet und Thin Lizzy mit Band und Orchester auftraten. 2019 wurde beim Plattenlabel Universal Deutschland seine Single Don’t Stop Believin’, eine Coverversion des gleichnamigen Songs der US-amerikanischen Band Journey, veröffentlicht. 2021 erschienen die Singles 1985 und In the Safe Harbor, die auch im nachfolgenden Album The Long Road enthalten sind.
2022 war Lucas hauptsächlich als Musical-Darsteller tätig, so spielt er u. a. im Musical Jack the Ripper von Frank Nimsgern und Reinhardt Friese, das am 17. September 2022 im Theater Hof Premiere hatte, den Ermittler Sergeant Hanks. Am 20. Oktober 2022 feierte das Musical `N Bisschen Frieden von Ralph Siegel und Ronald Kruschak im Theater am Marientor in Duisburg Premiere. Hier spielte Dan Lucas die ältere Rolle des ursprünglich aus der DDR stammenden und über die Ostsee geflüchteten Musikers Richard Steiner alias Rick Stone, der 30 Jahre später von seiner großen Liebe Elisabeth in Brighton aufgespürt wird. Die Produktion wurde im Mai 2023 im Festspielhaus Füssen fortgesetzt.<ref>Ralph Siegels Musical ist pleite. Stern, 9. November 2022, abgerufen am 16. Januar 2023</ref> Im Mai 2024 wurde das Musical im Deutschen Theater München aufgeführt.<ref>Theaterprogramm – Ein bisschen Frieden. In: deutsches-theater.de. 25. März 2025, abgerufen am 15. September 2025.</ref>
Im Juni 2025 spielte Dan Lucas die Rolle des Carl in der Rockoper Herilo, die in der Arena in Kaufbeuren aufgeführt wurde.<ref>„Herilo“ – die Rock-Oper: Vergangenheit trifft Rockmusik – eine gigantische Aufführung im Kaufbeurer Eisstadion. In: wir-sind-kaufbeuren.de. 28. Mai 2025, abgerufen am 15. September 2025.</ref> Herilo wurde im Sommer 2026 als Musical mit dem Titel Herilo – Das Rad dreht sich weiter in einem zweiten Teil fortgesetzt.
Am 19. Dezember 2025 erschien die erste Single Losing Myself aus dem neuen Album Age Is Just a Number, das am 27. März 2026 beim Label Pride & Joy Music veröffentlicht wurde.<ref>Mike Langer: DAN LUCAS - neue Single & Video „Losing Myself“. In: FFM-Rock. 20. Dezember 2025, abgerufen am 11. Januar 2026.</ref> Die zweite Single An Angel erschien am 6. Februar 2026.<ref>Massimiliano MaxAor Carli: Dan Lucas: disponibile l’audio ufficiale di An Angel. In: Melodic Rock. 8. Februar 2026, abgerufen am 6. März 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Seit 2024 tritt Dan Lucas regelmäßig als Solist mit der Neuen Philharmonie Frankfurt bei Crossover- und Symphonic-Rock-in-Concert-Veranstaltungen auf.<ref>Sarah Flohr: Neue Philharmonie Frankfurt – Dan Lucas. In: Neue Philharmonie Frankfurt. 2024, abgerufen am 13. September 2026 (deutsch).</ref> In diesem Rahmen wurde sein Song Losing Myself bereits zweimal in einem eigens von Matthias Debus erstellten Arrangement für Orchester und Band aufgeführt.<ref>Holger Weber-Stoppacher: Neue Philharmonie Frankfurt feiert Rock-Klassiker im Amphitheater. In: op-online.de. op-online, 17. August 2026, abgerufen am 18. September 2026 (deutsch).</ref>
Diskografie (Auswahl)[Bearbeiten]
Alben
- 1984: Was kann ich tun, mit Karussell
- 1988: Heavy Birthday, mit Karo<ref>Discogs DDR</ref>
- 1992: Canada
- 1994: 2000!, unter anderem mit Robin Beck, Lisa Dalbello und Michael Landau
- 1996: News<ref>Discogs Solo</ref>
- 2021: The Long Road
- 2026: Age Is Just a Number
Singles
- 1988: Sister Sister (Karo)
- 1991: Hold on Me (Album Canada)
- 1991: Hot Stuff (Album Canada)
- 1992: Someone’s Girl (Album Canada)
- 1993: Wild Wild Wild (Album Canada)
- 1994: It’s Only Money (Album 2000!)
- 1994: If You Need Me Tonite – mit Robin Beck (Album 2000!)
- 1994: Close Your Eyes and Say Goodbye (Album 2000!)
- 1996: Heart of America (Alben Canada und News)
- 2019: Don’t Stop Believin’
- 2021: 1985 (Album The Long Road)
- 2021: In the Safe Harbor (Album The Long Road)
- 2022: You Reap What You Sow – mit Frank Nimsgern (Album Jack the Ripper)
- 2023: Wings of Freedom (Ralph Siegel)
- 2025: Losing Myself (Album Age Is Just a Number)
- 2026: An Angel (Album Age Is Just a Number)
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lucas, Dan |
| ALTERNATIVNAMEN | Salzwedel, Lutz (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Rocksänger und -gitarrist |
| GEBURTSDATUM | 28. März 1954 |
| GEBURTSORT | Falkensee |
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