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Daniel Dahm

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Datei:Daniel Dahm 2022.jpg
World Future Council, Annual Assembly 2022, Pontresina

Johannes Daniel Dahm (auch J. Daniel Dahm; * 1969 in Köln) ist ein deutscher Wissenschaftler, Aktivist und Unternehmer.

Ausbildung[Bearbeiten]

Daniel Dahm studierte an der Universität zu Köln Geographie, Biologie und Ethnologie mit dem Schwerpunkt der Ökologie der Tropen, Klimawandel und Desertifikation mit Bezug zu Entwicklungszusammenarbeit zum Diplom-Geograph und promovierte bei Bernd Wiese<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Vita: Bernd Wiese, Dr. rer. nat., Dr. phil. (Memento vom 8. Februar 2015 im Internet Archive) Bernd Wiese.</ref><ref>Zukunftsfähige Lebensstile – Städtische Subsistenz für mehr Lebensqualität. PhD thesis. Universität zu Köln, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 18. Juli 2011; abgerufen am 4. März 2012.</ref> zum Dr. rer. nat.

Arbeit[Bearbeiten]

Von 1997 bis 2005 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter (später Projektleiter) am Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, u. a. in enger Zusammenarbeit mit Wolfgang Sachs und Gerhard Scherhorn. Von 2001 bis 2004 leitete Dahm am Institut für Haushalts- und Konsumökonomik der Universität Hohenheim das BMBF-Forschungsprojekt Urbane Subsistenz als Infrastruktur der Stadt.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.uni-hohenheim.deUrbane Subsistenz als Infrastruktur der Stadt. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive) Universität Hohenheim.</ref> 2003 prägte er den Begriff der urbanen Subsistenz, der in der Diskussion um Commons und gemeinwohlorientierte Ökonomie und in der wachstumskritischen Debatte eine relevante Rolle spielt. Anlässlich des Einsteinjahres 2005 und auf Anstoß des Einstein Forums, verfassten Hans-Peter Dürr, Daniel Dahm und Rudolf zur Lippe das Potsdam Manifest und dessen »Mutter« die Potsdam Denkschrift. Diese wurden von vielen Wissenschaftlern aus der ganzen Welt unterzeichnet, u. a. von über 20 Trägern des Right Livelihood Awards (Alternativer Nobelpreis). 2005 wurden diese erstmals von der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler VDW publiziert.<ref>Daniel Dahm, Hans-Peter Dürr, Rudolf zur Lippe: Potsdam Denkschrift. oekom verlag, München 2021, ISBN 978-3-96238-334-3, doi:10.14512/9783962388652.</ref> In der Folge war er an verschiedenen wissenschaftlichen Institutionen, u. a. wurde er 2006 an das Natural History Museum (London) als Research Fellow for Science in Innovation der Darwin Initiative im UK Biodiversity Program der Royal Society of Science berufen, wo er zu Diversity of Life forschte.

Seit 2009 konzentrierte er sich auf die Zusammenhänge zwischen regenerativer Ökonomie, insbesondere zum Verhältnis von Finanzwirtschaft und Ökologie, um den Aufbau natürlicher und sozialer und kultureller Gemeingüter zu ermöglichen. Ein weiterer Schwerpunkt bildete der Fokus auf die ordnungspolitischen Rahmenbedingungen einer nachhaltigen Wettbewerbsordnung, wozu er sich u. a. in der wissenschaftlichen Projektleitung der Forschungsgruppe Ethisch-Ökologisches Rating der Goethe-Universität Frankfurt a. M. engagierte.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Projektgruppe Ethisch-Ökologisches Rating mit neuem Geschäftsführer. (Memento vom 26. August 2015 im Internet Archive) Solarify, 29. April 2013.</ref> Bis 2018 war er Vize Direktor des European Center for Sustainability Research ECS<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.zu.deEuropean Center for Sustainability Research ECS, Zeppelin University (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2026. Suche im Internet Archive)</ref> der Zeppelin Universität, sowie bis 2019 Senior Fellow des Institute for Advanced Sustainability Studies. Unterstützt durch das World Future Council und Umwelt- und ökologische Landwirtschaftsverbände trug er den Terminus der regenerativen Landwirtschaft in die Breite des wissenschaftlichen Diskurses.

Als Vortragender<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Redner Trends Juli 2013. (Memento vom 13. Februar 2014 im Internet Archive) Ramsauer Redner-Management.</ref><ref>Dr. Daniel Dahm. Speakers Academy.</ref> hat er mit Keynotes, Impuls- und Fachvorträgen auf Konferenzen, Tagungen und Veranstaltungen in wissenschaftlichen und universitären Einrichtungen sowie in Politik und Zivilgesellschaft international beigetragen.<ref>Lectures (Selection).</ref> Weiterhin initiierte er Tagungsveranstaltungen zu Themen um nachhaltige Entwicklung.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/www.postwachstum.deTransformation zu einer ethisch-ökologischen Ökonomie. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive) (PDF)</ref><ref>Politik in der Wachstumsfalle. Evangelische Akademie Loccum, 2010, archiviert vom Vorlage:IconExternal am 23. Oktober 2017; abgerufen am 2. April 2024.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Die Erde, die uns trägt. Bedingungen einer aufbauenden Agrarkultur. (Memento vom 22. Oktober 2017 im Internet Archive)</ref>

Von 2013 bis 2017 arbeitete er als Sänger und Songwriter mit dem Musiker und Produzenten Nhoah im Rahmen des Musikprojektes Tangowerk zusammen u. a. mit dem Technobeat-Titel Alone With Ourselves.<ref>@1@2Vorlage:Toter Link/soundcloud.comAlone With Ourselves. (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Februar 2026. Suche im Internet Archive)</ref> Am Deutschen Schauspielhaus Hamburg stellte er in der Inszenierung von Christian Tschirner und Ron Zimmering des Hamburger Menetekel. Ein Futurologischer Kongress in der Figur Daniel Dahm den Prophet Daniel dar und rief zum Aufstand für eine lebensdienliche Welt auf.<ref>Hamburger Menetekel.</ref>

Dahm ist

(Co-)Gründungen[Bearbeiten]

Dahm ist Gründer und Mitgründer mehrerer zivilgesellschaftlicher Organisationen, Stiftungen und Unternehmen.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Imagine: A Life-Serving Future. In: Vandana Shiva; Alexandra Wandel; Ernst Ulrich von Weizsäcker (Ed.) (2024): Visions for our Future – Jakob von Uexküll and the World Future Council. Europaeische Verlagsanstalt. 2024.
  • Regenerative economy: the embedding of circularity. In: Hinske, C.; Lehmann, H. et al. (Ed.) (2022): The Impossibilities of the Circular Economy. Routledge. 2022.
  • mit Gerhard Scherhorn: Urbane Subsistenz. Die zweite Quelle des Wohlstands. Oekom, München (Erstaufl. 2008). 2. Auflage. 2021.
  • mit Günter Koch: Precursors of an Economics for the Anthropocene. In: Carrillo, F. J. u. Koch, G. (2021): Knowledge for the Anthropocene. A WCI strategic focus report. Mexico City. 2021.
  • The Sustainability Zeroline – a severe standard for a truly sustainable, a regenerative economy. In: Goydke, Tim u. Koch, Günter (2021): Economy for the Common Good. A Common Standard for a Pluralistic World? Studies in International Management, Politics and Economies No. 1. HSB. Bremen. 2021.
  • Den Neuanfang wagen – Vom Aufbruch in eine lebensdienliche Ökonomie. In: Lesen ohne Atomstrom (Hrsg.) (2021): Act Now! Reflexionen in existentiellen Zeiten. Hamburg.
  • Benchmark Nachhaltigkeit. Sustainability Zeroline. Das Maß für eine zukunftsfähige Ökonomie. Transcript, Bielefeld 2019.
  • Corporate Sustainable Restructuring CSR. Springer, München / Berlin 2015.
  • mit S. Bannas: The decline of the Fossil Age is the rise of distributive justice. In: International Development Policy Series. Graduate Institute of International Development Studies. Genf 2011.
  • Evolution von Digitalem Empowerment und virtuellen Netzwerken. Infrastrukturen einer zukunftsfähigen Ökonomie. In: H. Burda et al.: 2020 – Gedanken zur Zukunft des Internets. Essen 2010.
  • Prinzipien einer ökologisch sozialen Marktwirtschaft. Basispapier zu einer zukunftsfähigen Wirtschaftsordnung. Berlin 2009.
  • Daniel Dahm Declaration. Towards Sustainable Business Cultures. BMW Stiftung Herbert Quandt. Berlin 2009.
  • mit H.-P. Dürr, R. zur Lippe: Global Justice, Equality and World Domestic Policy – The Potsdam Manifesto. In: Global Marshall Plan Initiative: Towards a World in Balance. Hamburg 2007.
  • Zivile Keimzellen der Halbtagsgesellschaft – Potentiale Bürgerschaftlicher Einrichtungen. In: C. Stahmer, S. Hartard, A. Schaffer: Die Halbtagsgesellschaft. Nomos. Baden-Baden 2006.
  • Einfach leben in Lebendigkeit und Vielfalt – Grundlagen zukunftsfähiger Lebensstile. Pittenhardt 2006.
  • mit Hans-Peter Dürr, Rudolf zur Lippe: Potsdamer Manifest 2005 “We have to learn to think in a new way” & Potsdamer Denkschrift 2005. Oekom, Berlin / München 2005.
  • Ökonomie der Zivilgesellschaft. In: Zukünfte. Nr. 47. Berlin 2004.
  • Motivation & Engagement. In: Zukünfte. Nr. 48. Berlin 2004.
  • Gerechter Agrarhandel braucht einen gerechten und intelligenten Weltmarkt. In: Perspektiven für einen gerechten Agrarhandel – Konzepte, Konflikte, Kooperationen. Rehburg-Loccum 2003.
  • Zukunftsfähige Lebensstile – Städtische Subsistenz für mehr Lebensqualität. Dissertationsschrift. Köln 2003.
  • mit K. Merkle: Feiern und Fördern. In: H. J. Clement (Hrsg.): Szene Berlin. Ein Kulturlesebuch. Berlin 2003.
  • mit R. Fretschner, J. Hilbert, G. Scherhorn: Gemeinschaftsarbeit im Wohlfahrtsmix der Zukunft: unverzichtbar. In: G. Bosch et al. (Hrsg.): Zukunft der Dienstleistungsgesellschaft. Campus. Frankfurt a. M. 2002.
  • Westliche Werte in Afrika oder afrikanische Werte im Westen? In: Jenseits des Wachstums, Politische Ökologie. Nr. 66. München 2000.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Daniel Dahm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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