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Danndorf (Mainleus)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Danndorf
Markt Mainleus
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(327)&title=Danndorf 50° 8′ N, 11° 22′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(327) 50° 8′ 28″ N, 11° 22′ 13″ O
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Höhe: 330–390 m ü. NHN
Einwohner: 327 (25. Mai 1987)<ref>Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, OCLC 231287364, S. 314 (Digitalisat).</ref>
Eingemeindung: 1. Januar 1978
Postleitzahl: 95336
Vorwahl: 09229
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Danndorf (oberfränkisch: Danndoaf<ref>E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 199. Dort nach den Regeln des HONB folgendermaßen transkribiert: „danndoʳf“.</ref>) ist ein Gemeindeteil des Marktes Mainleus im oberfränkischen Landkreis Kulmbach.<ref>Vorlage:BayernPortal Ortsteile</ref> Die Gemarkung Danndorf hat eine Fläche von 4,311 km² und ist in 442 Flurstücke aufgeteilt.<ref>Gemarkung Danndorf (091732). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 20. Dezember 2024.</ref> In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Schwarzholz.<ref>Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen – Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 20. Dezember 2024.</ref>

Geografische Lage[Bearbeiten]

Das Dorf liegt am Zentbach und am Sonderungsbach, der innerorts als rechter Zufluss in den Zentbach mündet. Die Kreisstraße KU 12 führt nach Schimmendorf (1,7 km nordwestlich) bzw. nach Schmeilsdorf (3,2 km südlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen zur Kreisstraße LIF 15 (1,3 km westlich) und nach Oberdornlach (1,8 km östlich).<ref>Ortskarte 1:10.000. Darstellung mit Schummerung. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 27. August 2023 (Entfernungsangaben entsprechen gemessener Luftlinie).</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Der Ort wurde 1381 als „Tanndorf“ erstmals urkundlich erwähnt. Das Bestimmungswort des Ortsnamens ist der Personenname Danno.<ref name="G170">E. F. v. Guttenberg: Land- und Stadtkreis Kulmbach, S. 19f.</ref> 1682 wurde das Schlossgut der Freiherren v. Künßberg erbaut und war seitdem ein Teil des Fürstentums Bayreuth. Im 18. Jahrhundert wurden zwei Ziehbrunnen errichtet.<ref>Denkmalliste für Mainleus (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege</ref>

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Danndorf 49 Anwesen und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Stadtvogteiamt Kulmbach (östlich des Zentbachs) und das bambergische Centamt Weismain aus (westlich des Zentbachs). Die Dorf- und Gemeindeherrschaft hatte das Rittergut Danndorf. Grundherren waren

  • das Rittergut Danndorf (1 Schloss mit Ökonomie, 1 Mahlmühle, 1 Wirtshaus, 2 Höfe, 5 Güter, 1 Gut mit Schmiede, 6 Gütlein, 1 Gütlein mit Schmiede und Schenkstatt, 3 Sölden, 11 Häuser, 4 Halbhäuser, 1 Häuslein, 3 Behausungen),
  • das Seniorat von Künßberg (1 Hof, 2 Güter, 2 Gütlein, 1 Tropfhaus),
  • das Rittergut Kirchleus des Seniorats von Guttenberg (1 Gut, 1 Tropfhaus),
  • das Rittergut Küps (1 Gut),
  • das bambergische Dompropsteiamt Maineck (1 Gütlein).<ref name="B587">Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis. S. 587f.</ref>

Von 1797 bis 1810 unterstand Danndorf dem Justiz- und Kammeramt Kulmbach. 1810 kam der Ort zum Königreich Bayern. Mit dem Gemeindeedikt wurde Danndorf dem 1811 gebildeten Steuerdistrikt Schmeilsdorf zugewiesen. 1812 entstand die Ruralgemeinde Danndorf, zu der Ködnitzerberg, Prötschenbach, Ruffenhaus, Schmeilsdorf, Schwarzholz, Veitlahm, Wachholder und Wernstein gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt von 1818 gehörte nur noch Schwarzholz zur Gemeinde. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Herrschaftsgericht Thurnau (ab 1852 Landgericht Thurnau) zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Thurnau (1919 in Finanzamt Thurnau umbenannt). In der freiwilligen Gerichtsbarkeit unterstanden die Anwesen unterschiedlichen Patrimonialgerichten. Ab 1862 gehörte Danndorf zum Bezirksamt Kulmbach (1939 in Landkreis Kulmbach umbenannt). Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Thurnau (1879 in das Amtsgericht Thurnau umgewandelt), von 1929 bis 1972 war das Amtsgericht Bayreuth zuständig, seitdem ist es das Amtsgericht Kulmbach. 1930 wurde die Finanzverwaltung vom Finanzamt Bayreuth übernommen, seit 1973 ist das Finanzamt Kulmbach zuständig.<ref name="B751">Rüdiger Barth: Kulmbach: Stadt und Altlandkreis, S. 751.</ref> Die Gemeinde hatte eine Fläche von 4,324 km².<ref name="OV 1961">Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, DNB 453660959, OCLC 230947413, Abschnitt II, Sp. 697 (Digitalisat).</ref> Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde am 1. Januar 1978 in den Markt Mainleus eingegliedert.<ref> </ref><ref>Mainleus > Politische Einteilung. In: wiki.genealogy.net. Verein für Computergenealogie, abgerufen am 23. Dezember 2024.</ref>

Baudenkmäler[Bearbeiten]

  • Danndorf 52: Ziehbrunnen
  • Danndorf 73: Wohnstallhaus
  • Danndorf 147: Wohnstallhaus
  • Gut 1: Schlossgut der Freiherren von Künsberg
  • Ziehbrunnen und Felsenkeller

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Freizeitaktivitäten[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

Danndorf ist seit der Reformation gemischt konfessionell. Die Einwohner östlich des Zentbachs waren evangelisch-lutherisch und teils nach St. Veit (Veitlahm), teils nach St. Maria, St. Petrus und Paulus (Gärtenroth) gepfarrt. Die Einwohner westlich des Zentbachs waren katholisch und nach St. Michael (Mainroth) gepfarrt.<ref name="B587" /><ref name="OV 1961" />

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Udo Müller (1864–1923), Forstwissenschaftler und Hochschullehrer

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Danndorf (Mainleus) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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