Das Neue Blatt
| Das Neue Blatt
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|---|---|
| Das Neue Blatt Logo | |
| Beschreibung | Frauenzeitschrift |
| Sprache | Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value) |
| Verlag | Bauer Media Group (Deutschland) |
| Hauptsitz | Hamburg |
| Erstausgabe | 1950 |
| Erscheinungsweise | wöchentlich |
| Verkaufte Auflage | 160.925 Exemplare |
| (IVW Q2/2026) | |
| Verbreitete Auflage | 161.076 Exemplare |
| (IVW 2/2026) | |
| Reichweite | 0,74 Mio. Leser |
| (MA 2026 II) | |
| Chefredakteur | Eike Lange |
| Weblink | dasneueblatt.de |
| ISSN (Print) | 0939-8538 |
Das Neue Blatt ist eine wöchentlich erscheinende deutsche Frauenzeitschrift der Bauer Media Group. Sie erscheint seit 1950 und gehörte von 1953 bis zu ihrem Verkauf an den Heinrich-Bauer-Verlag im Jahr 1968 zum Medienunternehmen Axel Springer. Inhaltlich zählt sie zur Regenbogenpresse und berichtet vor allem über Prominente und europäische Adelshäuser sowie über Ratgeber- und Servicethemen.
Geschichte[Bearbeiten]
WELT- und Springer-Zeit 1950–1968[Bearbeiten]
Das Neue Blatt erschien erstmals 1950 und entstand im Hause des damals britisch kontrollierten WELT-Verlags. Der WELT-Verlag baute die Illustrierte in dieser Zeit als eines seiner neuen Produkte auf.<ref>Sven Felix Kellerhoff WELT: Vom Werden der "Welt" - WELT. Abgerufen am 27. August 2026.</ref> Dabei erschien sie anfangs noch mit einem Titelbild, das in Schwarz-Weiß gehalten war.<ref>DAS NEUE BLATT feiert 55-jähriges Jubiläum. 28. September 2005, abgerufen am 27. August 2026.</ref>
Im September 1953 erwarb Axel Springer von den britischen Eigentümern 75 Prozent der Verlagsgesellschaft DIE WELT, zu deren Publikationen neben Die Welt und Welt am Sonntag auch Das Neue Blatt gehörte.<ref>Zähigkeit und Charme als Startkapital - WELT. Abgerufen am 27. August 2026.</ref> Die übrigen 25 Prozent hielt zunächst die Stiftung DIE WELT.<ref>Axel Springer Stiftung - Geschichte. Abgerufen am 27. August 2026.</ref> Die Zeitschrift gehörte damit fortan zur Springer-Verlagsgruppe.<ref>Stiftung Deutsches Historisches Museum, Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland: Gerade auf LeMO gesehen: LeMO Biografie: Axel Cäsar Springer. Abgerufen am 27. August 2026.</ref>
Im Dezember 1966 kaufte die Verlagsgesellschaft des Neuen Blatts die ebenfalls wöchentlich erscheinende Zeitschrift Das Grüne Blatt. Eine 1968 veröffentlichte Untersuchung zur Pressekonzentration nennt für Das Grüne Blatt zu diesem Zeitpunkt eine durchschnittliche gedruckte Auflage von 415.063 und eine verkaufte Auflage von 340.044 Exemplaren.<ref>Bericht zur Lage der Presse, Tabelle „Publikumszeitschriften, Zusammenschlüsse“. In: Drucksache V/3122, Deutscher Bundestag, 5. Wahlperiode. Deutscher Bundestag, abgerufen am 27. August 2026 (S. 218).</ref>
Im ersten Quartal 1967 betrug die verkaufte Auflage des Neuen Blatts nach Angaben der IVW 1.061.743 Exemplare. Die Zeitschrift erschien damals bei der zur Springer-Gruppe gehörenden Das Neue Blatt Verlags-GmbH in Hamburg. In derselben Verlagsgesellschaft wurde zu dieser Zeit auch Das Grüne Blatt geführt.<ref>Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage betreffend Pressekonzentration. In: Deutscher Bundestag, Drucksache V/1884, 5. Wahlperiode. Abgerufen am 27. August 2026 (PDF-Seite 5, Abschnitt „II. Publikumszeitschriften“).</ref>
Ab September 1967 wurde Das Grüne Blatt mit dem Neuen Blatt zusammengeführt.<ref>Arbeitsgemeinschaft Media-Analyse: Schriftenreihe, Band 5.2. Abgerufen am 27. August 2026 (PDF-Seite 66).</ref>
Bauer-Zeit seit 1968[Bearbeiten]
Im Juni 1968 verkaufte Axel Springer Das Neue Blatt mit einer wöchentlichen Auflage von 1,14 Millionen Exemplaren an den Hamburger Heinrich-Bauer-Verlag.<ref>DIE ZEIT (Archiv): Entflechtung bei Springer. In: Die Zeit. 28. Juni 1968, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 27. August 2026]).</ref>
Bis zum Verkauf war Alfons Wronek Verlagsleiter des Neuen Blatts.<ref>Alfons Wronek, bisher Verlagsleiter des „Neuen Blattes“ im Haus Springer, ist nach dem Verkauf des Blattes ausgeschieden. In: kressreport. Abgerufen am 26. August 2026.</ref> Zuvor hatte er bereits bei der WELT für Anzeigen verantwortlich gezeichnet.<ref>Philip Cassier WELT: 1954: „Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen!“ Und Rahn schoss - WELT. Abgerufen am 26. August 2026 (Mit Abbildung der Titelseite der WELT vom 5. Juli 1954; dort „Verantwortlich für Anzeigen: Alfons Wronek“.).</ref><ref>Sven-Felix Kellerhoff WELT: 1955: „Einen 18-jährigen General nimmt mir die Nato nicht ab“ - WELT. Abgerufen am 26. August 2026 (Mit Abbildung der Titelseite der WELT vom 15. Oktober 1955; im Verlagsvermerk: „Verantwortl. für Anzeigen: Alfons Wronek“.).</ref><ref>Sven-Felix Kellerhoff WELT: 1956: Als Budapest sich „in einen Hexenkessel verwandelte“ – Volksaufstand in Ungarn - WELT. Abgerufen am 26. August 2026 (Mit Abbildung der Titelseite der WELT vom 25. Oktober 1956; dort „Verantw. für Anzeigen: Alfons Wronek“.).</ref> Im Zuge der Übernahme schied er aus dem Verlag aus.
Mit dem Eigentümerwechsel ging auch die damalige redaktionelle Leitung an den Heinrich-Bauer-Verlag über. Der kressreport erinnerte 1982 rückblickend daran, dass Bauer Das Neue Blatt im Juni 1968 von Springer „einschließlich Chefredakteur Kleinjung“ übernommen habe.<ref>Archivmeldung vom 2. September 1982. In: kressreport. 2. September 1982, abgerufen am 27. August 2026 (Zur Übernahme von Das Neue Blatt 1968 einschließlich Chefredakteur Lothar Kleinjung).</ref> Lothar Kleinjung leitete die Zeitschrift später gemeinsam mit Klaus Rhenius.<ref>Archivmeldung vom 28. Oktober 1976. In: kressreport. 28. Oktober 1976, abgerufen am 27. August 2026 (Lothar Kleinjung und Klaus Rhenius als bisherige gemeinsame Chefredakteure; Rhenius anschließend Alleinchef).</ref>
1976 wechselte Kleinjung zur Neuen Revue. Klaus Rhenius wurde daraufhin alleiniger Chefredakteur des Neuen Blatts.<ref>Archivmeldung vom 28. Oktober 1976. In: kressreport. 28. Oktober 1976, abgerufen am 27. August 2026 (Lothar Kleinjung wechselt zur Neuen Revue; Klaus Rhenius wird Alleinchef von Das Neue Blatt).</ref> 1989 schied Rhenius nach Angaben des kressreport nach 21 Jahren als Chefredakteur aus; Ralf J. Schoppe übernahm die Chefredaktion.<ref>Archivmeldung vom 2. Februar 1989. In: kressreport. 2. Februar 1989, abgerufen am 27. August 2026 (Zum Ausscheiden von Klaus Rhenius und zur Übernahme der Chefredaktion durch Ralf J. Schoppe).</ref>
Zum 1. August 2007 übernahm Petra Hansen-Blank die Chefredaktion von Kai Winckler.<ref>Henning Kornfeld: Hoffmann wird Chefin von Bauers „das neue“. In: kress.de. 31. Mai 2007, abgerufen am 27. August 2026.</ref><ref>Jochen Voß: Alles, was neu ist: Personalkarussel bei Bauer. In: DWDL.de. 31. Mai 2007, abgerufen am 7. Juni 2023.</ref> 2015 erweiterte Bauer die Marke um die quartalsweise erscheinende Sonderheftreihe RETRO – Unsere Stars gestern und heute. Bauer bezeichnete sie ausdrücklich als Verlängerung der regelmäßigen Rubrik „Weißt du noch…“ aus dem Neuen Blatt.<ref>BAUER MEDIA GROUP: DAS NEUE BLATT launcht neue Sonderheftreihe „RETRO – Unsere Stars gestern und heute“ Herzgeschichten und Schicksale der Promis der vergangenen 50 Jahre ab dem 7. Oktober quartalsweise im Handel. Abgerufen am 27. August 2026.</ref>
Nach 14 Jahren als Chefredakteurin übergab Hansen-Blank die Leitung zum 1. Januar 2022 an Eike Lange. Gleichzeitig wurden die Redaktionen des Neuen Blatts und der Neuen Post organisatorisch zusammengelegt; beide Zeitschriften blieben eigenständige Titel.<ref>BAUER MEDIA GROUP: Das Neue Blatt: Petra Hansen-Blank übergibt Chefredaktion an Eike Lange. Abgerufen am 27. August 2026.</ref>
Ausrichtung[Bearbeiten]
Bereits während der Springer-Zeit lag ein Schwerpunkt des Neuen Blatts auf der Gesellschaftsberichterstattung. Das Bundesverfassungsgericht beschrieb die damals unter dem Titel Das Neue Blatt mit Gerichtswoche erscheinende Zeitschrift im Zusammenhang mit der Berichterstattung der Jahre 1961 und 1962 als bundesweit verbreitetes Wochenblatt, das insbesondere die Unterhaltung seiner Leser durch „sensationell aufgemachte Gesellschaftsberichterstattung“ pflegte.<ref name="BVerfG-Soraya">Bundesverfassungsgericht, Beschluss des Ersten Senats vom 14. Februar 1973 – 1 BvR 112/65 –, BVerfGE 34, 269–293, insbesondere S. 276–277, deutscher Volltext.</ref>
Auch unmittelbar vor dem Verkauf an den Heinrich-Bauer-Verlag war die Berichterstattung über Monarchen und Adelshäuser bereits charakteristisch. Die Zeit beschrieb Das Neue Blatt im Juni 1968 als Zeitschrift mit Geschichten über das Leben des Schahs von Iran und anderer noch verbliebener „gekrönter Häupter“.<ref>DIE ZEIT (Archiv): Wirbel auf dem Pressemarkt. In: Die Zeit. 28. Juni 1968, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 27. August 2026]).</ref>
Die Positionierung der Zeitschrift war bereits unter Springer Gegenstand von Marktforschung. 1967/68 führte die ASK Gesellschaft für Sozial- und Konsumforschung im Auftrag der Abteilung Marktforschung und -planung des Verlagshauses Axel Springer & Sohn die Untersuchung Das Neue Blatt. Eine psychologische Standortbestimmung durch. Nach dem Verkauf an Bauer folgte 1969 im Auftrag des Heinrich-Bauer-Verlags eine vergleichende Inhaltsanalyse von Das Neue Blatt, Jasmin, Wochenend, Neue Post und Frau im Spiegel.<ref name="Kaupp1974">Peter Kaupp: Lebenshilfe in Illustrierten und Regenbogenpresse? Nummer B 6/1974. In: Aus Politik und Zeitgeschichte. Bundeszentrale für politische Bildung, 9. Februar 1974, abgerufen am 27. August 2026 (Zur Marktforschung siehe Fußnote 9; zur Leserstruktur Tabelle „Leserschaft ausgewählter aktueller Illustrierter und unterhaltender Wochenzeitschriften (pro Ausgabe, in Prozent)“, S. 26; Quelle der Tabelle: Media-Analyse 1973).</ref>
Der Publizistikwissenschaftler Peter Kaupp ordnete Das Neue Blatt 1974 den auflagenstarken unterhaltenden Wochenzeitschriften der sogenannten Regenbogen- beziehungsweise Soraya-Presse zu. Im Vergleich dieser Titel stellte er fest, dass beim Neuen Blatt insbesondere der „alte Adel“ in Text und Bild im Vordergrund stand.<ref name="Kaupp1974" /> Die von Kaupp herangezogene Media-Analyse 1973 zeigte für Das Neue Blatt eine überwiegend weibliche Leserschaft: 65 Prozent der Leser waren Frauen, 56 Prozent wurden als Hausfrauen ausgewiesen.<ref name="Kaupp1974" />
Anfang der 2000er Jahre vermarktete Bauer Das Neue Blatt gemeinsam mit der Neuen Post insbesondere an die Zielgruppe der sogenannten „Best Ager“, Frauen im Alter von 40 bis 59 Jahren.<ref>Bauer Media KG präsentiert neue Studie zur Zielgruppe der Best Ager:BEST WIFE - BEST MOTHER - BEST CONSULTANT. 27. Juni 2002, abgerufen am 27. August 2026.</ref><ref>Consumer Combination aus Neue Post und Das neue Blatt präsentiertneue Fachkampagne. 15. Januar 2003, abgerufen am 27. August 2026.</ref>
2009 baute Bauer den Ratgeber- und Serviceteil der Zeitschrift im Rahmen eines Relaunches aus und erhöhte den Heftumfang von 64 auf 72 Seiten. Neben der weiterhin bestehenden Prominentenberichterstattung aus Showbusiness und Adel erhielten insbesondere Medizin, Reisen, Haushalt und Lebenshilfe mehr Raum. Bauer positionierte die Zeitschrift dabei als „Premium-Yellow“ beziehungsweise „Service-Yellow“.<ref>BAUER MEDIA GROUP: DAS NEUE BLATT erscheint mit noch mehr Seiten und neuen Inhalten. Abgerufen am 27. August 2026.</ref>
Heute wird Das Neue Blatt als wöchentliches Unterhaltungs- und Ratgebermagazin vermarktet. Im Mittelpunkt stehen Berichte über deutsche Prominente und europäische Adelshäuser sowie ein umfangreicher Ratgeberteil unter anderem zu Rechts- und Alltagsfragen, Medizin, Psychologie, Haushalt sowie Kochen und Backen.<ref>DAS NEUE BLATT. Abgerufen am 27. August 2026.</ref>
Nach der Media-Analyse 2026 II erreicht Das Neue Blatt 0,74 Millionen Leser; 81 Prozent der ausgewiesenen Leserschaft sind Frauen. Die verkaufte Auflage betrug im zweiten Quartal 2026 nach IVW 160.925 Exemplare.<ref>Auflage/Reichweite. Abgerufen am 27. August 2026.</ref>
Kontroversen und Gerichtsprozesse[Bearbeiten]
Soraya-Urteil[Bearbeiten]
Am 29. April 1961 veröffentlichte Das Neue Blatt unter der Überschrift „Soraya: Der Schah schrieb mir nicht mehr“ ein angebliches Exklusivinterview mit Prinzessin Soraya Esfandiary-Bakhtiary. Das Gespräch hatte tatsächlich nicht stattgefunden; es war von einer freien Mitarbeiterin erfunden und der Zeitschrift verkauft worden. In der Ausgabe vom 1. Juli 1961 veröffentlichte das Neue Blatt eine kurze Gegendarstellung Sorayas.<ref name="BVerfG-Soraya" />
Soraya klagte wegen Verletzung ihres Persönlichkeitsrechts. Das Landgericht Mannheim sprach ihr 15.000 DM Geldentschädigung zu. Die Berufung zum Oberlandesgericht Karlsruhe und die Revision zum Bundesgerichtshof blieben ohne Erfolg. Die Verlags-Gesellschaft mbH „Die Welt“ und der damalige geschäftsführende Redakteur des Neuen Blatts erhoben daraufhin Verfassungsbeschwerde. Das Bundesverfassungsgericht wies diese am 14. Februar 1973 zurück und erklärte die zivilgerichtliche Rechtsprechung für mit dem Grundgesetz vereinbar, nach der bei schweren Verletzungen des allgemeinen Persönlichkeitsrechts auch für immaterielle Schäden eine Geldentschädigung zugesprochen werden kann.<ref name="BVerfG-Soraya" />
Caroline-von-Monaco-Urteil I[Bearbeiten]
1993 berichtete Das Neue Blatt auf seiner Titelseite in Heft 38/93 vom 15. September über eine angeblich bevorstehende Hochzeit von Caroline von Monaco mit Vincent Lindon. Caroline verlangte eine Gegendarstellung, die ebenfalls auf der Titelseite veröffentlicht werden sollte. Das Bundesverfassungsgericht entschied 1998 im sogenannten Caroline-von-Monaco-Urteil I, dass die Verpflichtung zum Abdruck einer Gegendarstellung auf der Titelseite die Pressefreiheit nicht verletzte, und wies die Verfassungsbeschwerde des Heinrich-Bauer-Verlags zurück.<ref>Beschluss vom 14. Januar 1998 – 1 BvR 1861/93 u. a. Bundesverfassungsgericht, abgerufen am 27. August 2026 (BVerfGE 97, 125–151; zum Neuen Blatt insbesondere Rn. 2–12).</ref>
Weitere Kontroversen[Bearbeiten]
Anfang 2004 veröffentlichte Das Neue Blatt einen umfangreichen Widerruf zu mehreren im Jahr 2003 erschienenen Berichten über Königin Silvia und König Carl XVI. Gustaf von Schweden. Darin nahm die Zeitschrift unter anderem Behauptungen über eine angebliche Ehekrise, Untreue und Scheidungsabsichten zurück und erklärte mehrere zuvor verwendete Bilder für Fotomontagen. Die Welt am Sonntag berichtete am 1. Februar 2004 über diesen Widerruf und die Entschuldigung des Verlages.<ref>Volker Corsten WELT: Das Leiden an der Oberfläche - WELT. Abgerufen am 27. August 2026.</ref>
Rügen des Presserats[Bearbeiten]
2007 erhielt die Zeitschrift eine Rüge, weil Anzeigen nicht ausreichend als Werbung gekennzeichnet waren; der Presserat sah darin einen Verstoß gegen Richtlinie 7.1 des Pressekodex zur Trennung von Werbung und Redaktion.<ref>7 mal Ziffer 7 – Trennungsgrundsatz erneut im Brennpunkt - Presserat. Abgerufen am 27. August 2026.</ref>
2009 wurde Das Neue Blatt öffentlich gerügt, nachdem es eine detaillierte Darstellung über die angeblich schwer demenzkranke Schauspielerin Doris Day ohne eigene Recherche und ohne Quellenangabe aus anderen Veröffentlichungen übernommen hatte. Der Presserat wertete dies als schweren Verstoß gegen die journalistische Sorgfaltspflicht nach Ziffer 2 des Pressekodex.<ref>Sterben ohne Publikum - Presserat. Abgerufen am 27. August 2026.</ref>
2013 folgte eine weitere Rüge wegen einer irreführenden Titelseite über das aus der Fernsehsendung Bauer sucht Frau bekannte Paar Josef und Narumol. Mit „Scheidungsschock“ wurde der Eindruck einer Trennung dieses Paares erweckt; erst im Heftinneren wurde deutlich, dass sich die Meldung auf ein anderes Paar bezog. Der Presserat stellte Verstöße gegen Ziffer 1 und Ziffer 2 fest.<ref>Schlagzeilen über Prominente: Viel heiße Luft - Presserat. Abgerufen am 27. August 2026.</ref>
2015 rügte der Presserat Das Neue Blatt wegen einer bewusst irreführenden Berichterstattung über Helene Fischer. Die Titelseite kündigte „Helene Fischer Lebensgefahr“ an, obwohl der im Artikel geschilderte Unfall eine nicht mit Fischer verbundene Varieté-Artistin betraf. Auch hier sah der Presserat Verstöße gegen Wahrhaftigkeit und journalistische Sorgfalt.<ref>Irreführung bei "Enthüllungen" aus der Promi-Welt - Presserat. Abgerufen am 27. August 2026.</ref>
2026 erhielt die Zeitschrift erneut eine Rüge. Sie hatte im November 2025 unter anderem mit „Blitz-Scheidung noch in diesem Jahr“ über ein angebliches Ehe-Aus von Prinz Harry und Meghan berichtet. Nach Angaben des Presserats gab es für die dargestellten Einzelheiten keinerlei Anhaltspunkte oder genannte Quellen; gerügt wurden Verstöße gegen Ziffer 1 und Ziffer 2 des Pressekodex.<ref>Rügen für Falschberichterstattung und Schleichwerbung - Presserat. Abgerufen am 27. August 2026.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- Homepage Das Neue Blatt
- Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Schwedens Königshaus verklagt Klatschblätter ( vom 9. März 2005 im Internet Archive)
- Im Schatten der Krone
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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