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Deafheaven

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Deafheaven
Datei:Deafheaven - Live 2013.jpg
Deafheaven live im August 2013, links Sänger George Clarke, rechts Gitarrist Kerry McCoy, Mitte hinten Schlagzeuger Daniel Tracy

Deafheaven live im August 2013, links Sänger George Clarke, rechts Gitarrist Kerry McCoy, Mitte hinten Schlagzeuger Daniel Tracy

Allgemeine Informationen
Herkunft San Francisco, Vereinigte Staaten
Genre(s) Blackgaze, Post-Black-Metal
Aktive Jahre
Gründung 2010
Auflösung
Website www.deafheaven.com
Gründungsmitglieder
George Clarke
Kerry McCoy
Aktuelle Besetzung
Gesang
George Clarke
Gitarre
Kerry McCoy
Daniel Tracy (seit 2012)
Gitarre
Shiv Mehra (seit 2013)
Chris Johnson (seit 2018)
Ehemalige Mitglieder
Stephen Lee Clark (2013–2017)

Deafheaven ist eine US-amerikanische Blackgaze-Band, die 2010 in San Francisco gegründet wurde.

Bandgeschichte[Bearbeiten]

Gründung und Demo (2010)[Bearbeiten]

Deafheaven formierten sich im Februar 2010 in San Francisco als Duo, bestehend aus dem Sänger George Clarke und dem Gitarristen Kerry McCoy. Beide hatten zuvor in der Grindcore-Band Rise of Caligula gespielt. Der Bandname entstand spontan, George Clarke hält es aber für möglich, dass er sich unbewusst an eine Stelle in William Shakespeares 29. Sonnet („And trouble deaf heaven with my bootless cries...“) erinnerte.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.ON THE RECORD with Deafheaven (Memento vom 8. Mai 2013 im Internet Archive) Abgerufen am 14. August 2014</ref>

Clarke und McCoy nahmen im April 2010 mit dem Produzenten Jack Shirley in den Atomic Garden Studios<ref>http://www.thefader.com/2013/06/10/gen-f-deafheaven/ Abgerufen am 19. Juli 2014</ref> ein Demo auf, dessen Produktionskosten über 500 Dollar er selbst vorfinanzieren musste, da Clarke und McCoy beinahe mittellos in einer 16-köpfigen Wohngemeinschaft lebten. Da keiner der Musiker derzeit eine E-Gitarre besaß, wurden die Lieder auf einer billigen akustischen Gitarre komponiert und dann auf Leihinstrumenten des Studios eingespielt. Das aus vier Songs bestehende Demo verband Elemente des Screamo mit stilistischen Elementen des Black Metal und Post-Rock. Nachdem das Demo von einigen Musik-Bloggern positiv besprochen wurde, entschlossen sich Clarke und McCoy mit zusätzlichen Musikern im Juni 2010 live aufzutreten. Deafheaven wurde durch den Zugang des Bassisten Derek Prine, des Gitarristen Nick Bassett und des Schlagzeugers Trevor Deschryver zu einem Quintett.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Deafheaven's "Violently Depressing" Sound Helps SF Act Build Momentum (Memento vom 28. September 2012 im Internet Archive) Abgerufen am 14. August 2014</ref>

Plattenvertrag und Roads to Judah (2010–2012)[Bearbeiten]

Deafheaven unterzeichneten im Dezember 2010 einen Plattenvertrag mit Deathwish Inc. Die erste Veröffentlichung war eine 7" Vinyl-Single mit den Stücken Libertine Dissolves and Daedalus vom Demo.<ref>http://www.punknews.org/article/40965/deathwish-inc-signs-deafheaven Abgerufen am 14. August 2014</ref>

Datei:Deafheaven - George Clarke.jpg
George Clarke (2012)

Das Debütalbum Roads to Judah wurde am 26. April 2011 veröffentlicht. Der Titel bezieht sich auf den Namen einer Straßenbahnlinie („N Judah“) in Deafheavens Heimatstadt San Francisco. Die Texte beschäftigen sich mit Clarkes Drogenabhängigkeit und ausschweifendem Lebenswandel.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 6. Oktober 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.brooklynvegan.com Abgerufen am 14. August 2014</ref> Roads to Judah erhielt positive Kritiken und fand auch in Jahresbestenlisten Erwähnung.<ref>Lars Gotrich: The Best Metal Of 2011 : All Songs Considered : NPR. In: npr.org. 30. November 2011, abgerufen am 29. Februar 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>http://pitchfork.com/features/show-no-mercy/8717-best-albums-of-2011/ Abgerufen am 14. August 2014</ref>

Um Roads to Judah zu bewerben, tourten Deafheaven mit der kanadischen Noise-Rock-Band KENmode und später mit Russian Circles durch die USA. Sie traten in Austin, Texas auf dem South-by-Southwest-Festival, dem Sound and Fury Festival in Kalifornien und dem Northside Festival in New York auf. 2012 tourten Deafheaven durch Europa und spielten unter anderem sieben Shows in Deutschland und drei in Österreich.<ref>http://www.setlist.fm/search?query=deafheaven Abgerufen am 14. August 2014</ref>

Als Teil einer Serie kostenloser Live-Alben von Künstlern des Plattenlabels Deathwish Inc., wurde 2011 Live at The Blacktop veröffentlicht, ein Konzertmitschnitt vom 15. Januar 2011 aus Bell Gardens, Kalifornien. Im Oktober 2012 steuerten Deafheaven zwei Mogwai Cover-Songs (Punk Rock und Cody vom 1999er Album Come On Die Young) zu einer Split-Single mit Bosse-de-Nage bei.

Sunbather, kritischer Erfolg (2013–2014)[Bearbeiten]

Im September 2011 erklärte Deafheaven, dass man an neuem Material für ein zweites Album arbeite. Zu dieser Zeit beschrieb McCoy das neue Material als „schneller, dunkler, viel heavier und sehr viel experimenteller“ als Roads to Judah.<ref>http://www.punknews.org/article/44413/interviews-kerry-mccoy-deafheaven Abgerufen am 14. August 2014</ref> Im Dezember 2012 erklärte Clarke jedoch, das neue Material sei „weniger melancholisch und nicht so Black Metal zentriert, sondern eher opulent, rockig, manchmal sogar poppig.“<ref>http://www.punknews.org/article/49965/deafheaven-to-record-in-january Abgerufen am 14. August 2014</ref> Zum Ende des Jahres 2012 stieß Daniel Tracy als neuer Schlagzeuger zur Band und beteiligte sich aktiv am Songwriting, das bis dahin Clarke und McCoy allein bewältigt hatten: „Sein Beitrag als Schlagzeuger ist groß – er hat die Platte in großem Maße mitgeprägt“, kommentierte Clarke. „Er fügte seinen Stil als Schlagzeuger zu den bereits existierenden Song-Strukturen hinzu“.<ref>http://nationalunderground.org/2013/03/11/interview-deafheaven/ Abgerufen am 14. August 2014</ref>

Datei:Kerry McCoy performing with Deafheaven in 2013.jpg
Kerry McCoy (2013)

Im Januar 2013 wurde das zweite Album mit Produzent Jack Shirley innerhalb von fünf Tagen im Atomic Garden Studio in Palo Alto, Kalifornien aufgenommen und am 11. Juni 2013 unter dem Titel Sunbather veröffentlicht.<ref>http://exclaim.ca/News/deafheaven_unveil_sunbather Abgerufen am 14. August 2014</ref> Clarke erklärt den Albumtitel so: "Schlussendlich habe ich das Album Sunbather („Sonnenbader“) genannt, weil es das Gefühl beschreibt, welches mir das Album gibt. Es drückt die Traurigkeit, Frustration und Wut aus, die das Streben nach Perfektion begleiten. Man träumt von Wärme und Liebe, trotz der Schmerzen des Idealismus".<ref>http://nationalunderground.org/2013/03/11/interview-deafheaven/</ref>

Das Albumcover wurde von Nick Steinhardt, dem Gitarristen der Band Touché Amoré, entworfen, der auch schon das Cover zu Roads to Judah gestaltete. Die pink-orangen Farbschattierungen und der halb-überblendete Schriftzug sollen den Seheindruck vermitteln, der entsteht, wenn man mit geschlossenen Augen direkt in die Sonne blickt.

Sunbather wurde international hoch gelobt und schaffte es in die Jahresbestenlisten zahlreicher Musikkritiker.<ref>Sunbather by Deafheaven Reviews and Tracks - Metacritic. In: metacritic.com. Abgerufen am 10. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>http://www.stereogum.com/1561822/the-50-best-metal-albums-of-2013/list/attachment/deafheaven-4/</ref><ref>http://www.visions.de/news/19957/Albumcover-2013-Deafheaven-und-Black-Flag Abgerufen am 14. August 2014</ref>: Auf Metacritic erreicht das Album 92/100 und wurde zum bestbewerteten Album des Jahres 2013 erklärt.<ref>The Best Albums of 2013. In: Metacritic. 19. Dezember 2013, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 13. November 2016; abgerufen am 3. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Es erreichte Platz 130 in den Billboard 200-Charts.<ref>http://www.allmusic.com/album/sunbather-mw0002537857/awards Abgerufen am 14. August 2014</ref>

In Ergänzung zu Schlagzeuger Daniel Tracy, der bereits bei den Aufnahmen zu Sunbather dabei war, stießen 2013 Bassist Stephen Clark und Gitarrist Shiv Mehra zur Band.<ref>http://www.thefader.com/2013/06/10/gen-f-deafheaven/ Abgerufen am 14. August 2014</ref> Die Gründungsmitglieder Clarke und McCoy erklärten, die vorherigen Mitglieder hätten wegen des harten Tourlebens und der unbefriedigenden Finanzsituation die Band verlassen. 2013/2014 spielte Deafheaven zahlreiche Headliner-Shows und Festivalauftritte in den USA, Europa und Asien.<ref>http://www.songkick.com/artists/3357961-deafheaven Abgerufen am 9. Juli 2014</ref>

Am 25. August 2014 wurde der neue Song From the Kettle onto the Coil auf der Webseite des TV-Senders Adult Swim als kostenloser Download veröffentlicht.<ref>Deafheaven share new song ‘From the Kettle Onto the Coil’. In: Nothing but Hope and Passion. 22. August 2014, abgerufen am 3. September 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

New Bermuda (2015–2017)[Bearbeiten]

Am 23. Oktober 2014 kündigte die Band durch einen kurzen Twitter-Tweet („LP3 2015“) die Veröffentlichung ihres dritten Albums für das Jahr 2015 an. Im Juli 2015 wurde der Albumtitel New Bermuda bekannt gegeben und ein kurzes Promo-Video veröffentlicht, das Album erschien am 2. Oktober 2015. Es enthält fünf Songs und verzichtet auf die eigenständigen Akustik-Intermezzi seiner Vorgänger. Mit einer Laufzeit von 46:35 Minuten ist es deutlich kürzer als Sunbather (59:58), jedoch länger als Roads to Judah (38:22).

New Bermuda erhielt überwiegend sehr positive Kritiken, erreichte auf Metacritic.com einen Wert von 85 und platzierte sich damit auf Platz 42 aller im Jahr 2015 erschienenen Alben. Es fand sich auf zahlreichen Album-des-Jahres-Listen sehr weit oben, so z. B. Platz 10 in den besten Metal-Alben des Jahres bei stereogum.com.<ref>New Bermuda by Deafheaven Reviews and Tracks - Metacritic. In: metacritic.com. Abgerufen am 10. März 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>albumoftheyear.org: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.The Highest Rated Albums of 2015 (Memento vom 23. Januar 2016 im Internet Archive) (englisch)</ref> In den Billboard-200-Charts erreichte es die Position 63.

Das Album galt einigen Kritikern jedoch als Beleg dafür, dass Deafheaven von der allgemeinen Musikpresse überschätzt sei und es sich um eine abzulehnende „Hipster-Band“ handele.<ref name="musikexpress">Review: Deafheaven – Ordinary Corrupt Human Love auf Musikexpress, abgerufen am 10. September 2026.</ref> Dass New Bermuda, anders als die beiden Vorgängeralben, nicht nur Stilelemente aus dem Black Metal und Shoegaze enthält, sondern auch eher traditionelle Metal-Riffs im Stile von Pantera, wurde der Band von einigen Kritikern als Anbiederung an die Metal-Community ausgelegt. Der Metal-Blog „Angry Metal Guy“ veröffentlichte sogar zwei Kritiken, eine positive (4 von 5 Punkten) und eine negative (2,5 von 5 Punkten).<ref>http://www.metal.de/black-metal/review/deafheaven/62543-new-bermuda// Abgerufen am 16. Januar 2016</ref><ref>http://www.angrymetalguy.com/?s=deafheaven/ Abgerufen am 16. Januar 2016</ref>

Die musikalische Annäherung Deafheavens an das breitere Spektrum des Metal jenseits des Black-Metal zeigte sich auch im Line-Up der am 15. Januar 2016 gestarteten Nordamerika-Tournee, mit den Headlinern Lamb of God und Anthrax. Ab März 2016 fand eine Europatour mit 23 Auftritten statt. Als Support war die in Metal-Kreisen nicht unumstrittenen Musikerin Amalie Bruun mit dabei, die als Myrkur Black Metal mit weiblichem Choral-Gesang neu interpretiert.

Ordinary Corrupt Human Love (2018–2020)[Bearbeiten]

Am 13. Juli 2018 erschien das vierte Studioalbum Ordinary Corrupt Human Love erstmals bei ANTI-Records, Produzent war dabei erneut Jack Shirley.<ref name="anti">Deafheaven – Ordinary Corrupt Human Love auf Anti.com, abgerufen am 10. September 2026.</ref><ref name="metalhammer.humanlove" /> Das Album wurde am 18. April 2018 gemeinsam mit der Veröffentlichung der ersten Single „Honeycomb“ offiziell angekündigt.<ref name="metalhammer.humanlove">Deafheaven kündigen neues Album an auf Metal Hammer, abgerufen am 10. September 2026.</ref> Am 12. Juni 2018 erschien die zweite Singleauskopplung Canary Yellow. Der Titel des Albums ist an die britische Novelle ‘The End Of The Affair’ von Graham Greenes angelehnt.<ref name="metalhammer.humanlove" /> Diese erschien 1951 und spielt während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Das Motiv der dunstig sehnsüchtigen Romantik zieht sich durch das ganze Album.<ref name="metalhammer.humanlove" /> Deafheaven vertonen die Geschichte, indem sie eine klangliche Mischung aus Sehnsucht, Verzweiflung und Hass erschaffen, schreibt das Musikmagazin Metal Hammer.<ref name="metalhammer.humanlove" />

Im Vergleich zum Vorgängerwerk der Kalifornier kommt das Album mit einer etwas positiveren Grundatmosphäre daher.<ref name="metal.de.humanlove">Review: Deafheaven – Ordinary Corrupt Human Love auf Metal.de, abgerufen am 10. September 2026.</ref> Die brachialen, für Black Metal typischen Blastbeat-Attacken sind spärlicher gestreut, dafür gibt es das opernartige, an Radiohead und These New Puritans erinnernde, „Night People“, auf dem die Goth-Musikerin Chelsea Wolfe und deren musikalischer Partner Ben Chisholm im Duett singen.<ref name="musikexpress" /> Das Album wird von Metal Hammer mit 6 von insgesamt 7 Punkten sehr gut bewertet und erhält auch von Musikexpress 4.5 von 6 Sternen.<ref name="musikexpress" /><ref name="metalhammer.humanlove" /> Anton Kostudis schreibt auf Metal.de, dass sich auf dem Album zwischendurch auch einige Hänger einschleichen und vergibt deshalb 7 von 10 möglichen Punkten.<ref name="metal.de.humanlove" />

Am 7. Dezember wurde bekannt gegeben, dass die Single „Honeycomb“ für einen Grammy Award in der Kategorie „Best Metal Performance“ nominiert wurde.<ref name="grammy.2019">2019 Grammy Awards: Complete Nominees And Winners List auf Grammy.com, abgerufen am 18. September 2026. (englisch)</ref> Am 27. Februar 2019 veröffentlichte die Band eine B-Seite mit dem Titel „Black Brick“, der als Outtake während der Aufnahme-Sessions zu ihrem Album „Ordinary Corrupt Human Love“ entstand. Am 4. Dezember 2020 wurde eine Live-im-Studio-Aufnahme zum 10-jährigen Jubiläum von Deafheaven mit dem Titel „10 Years Gone“ veröffentlicht.

Im September und Oktober 2018 waren Deafheaven auf einer Headline-Tour in Europa unterwegs.<ref name="time4metal">Deafheaven: Headline-Tour im Herbst auf Time for Metal, abgerufen am 10. September 2026.</ref> Insgesamt wurden 26 Konzerte gespielt, sechs davon in Deutschland und Österreich.<ref name="time4metal" /> Als Support war Inter Arma dabei.<ref name="time4metal" />

Infinite Granite (2021–2024)[Bearbeiten]

Am 20. August 2021 veröffentlichte die Band ihr fünftes Studioalbum Infinite Granite bei Sargent House. Zuvor erschienen im monatlichen Abstand drei Singleauskopplungen. Am 9. Juni 2021 wurde die erste Single Great Mass of Color, am 8. Juli 2021 die zweite Single The Gnashing und am 4. August 2021 die dritte Single In Blur veröffentlicht.

Anders als auf den bisherigen Veröffentlichungen der Band folgt Great Mass of Color einem Shoegaze-Sound und verzichtet fast vollständig auf Elemente des Black Metals.<ref>Rodney Fuchs: Deafheaven mit neuem, ungewohnten Sound und Albumankündigung. In: Impericon Magazine. 10. Juni 2021, abgerufen am 28. Juni 2021.</ref> Das Musikmagazin Laut.de titelte sogar „Verloren in der Slowdive-Hommage“ und der Musikexpress schrieb „Die Ex-Black-Metaller sind jetzt eine Dream-Pop/Shoegaze-Band. Ein Triumph!“.<ref name="laut.de">Review: Deafheaven – Infinite Granite auf Laut.de, abgerufen am 18. September 2026.</ref><ref name="musikexpress.infinite">Review: Deafheaven – Infinite Granite auf Musikexpress, abgerufen am 18. September 2026.</ref>

Der Metal Hammer schrieb über das Album:

„Deafheaven mögen damit vielleicht an Alleinstellungsmerkmalen eingebüßt haben, allerdings ist die Band 2021 auf dem Höhepunkt ihres Könnens angelangt und präsentiert ein unheimlich dynamisches und dichtes Album, das keinen harten Cut mit ihrer musikalischen Vergangenheit, sondern einen handwerklichen Reifeprozess markiert.“

– Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Konstantin Michaely: <ref name="metalhammer.infinite" />

Das Album erhielt geteilte Kritiken. Der Musikexpress vergab die volle Punktzahl (6 Sterne) und der Metal Hammer bewertete ebenfalls sehr gut (6/7 Punkten).<ref name="musikexpress.infinite" /><ref name="metalhammer.infinite">Review: Deafheaven – Infinite Granite auf Metal Hammer, abgerufen am 18. September 2026.</ref> Der Metal-Blog „Angry Metal Guy“ dagegen bewertete mit 2.0 von 5.0 möglichen Punkten.<ref name="angrymetalguy.infinite">Review: Deafheaven – Infinite Granite auf Angry Metal Guy, abgerufen am 18. September 2026. (englisch)</ref>

Am 7. Februar 2024 veröffentlichte die Band ein Teaser-Video auf ihrem Social-Media-Account, um ihren Plattenvertrag mit Roadrunner Records bekannt zu geben.<ref>Deafheaven sign to Roadrunner Records auf Lambgoat.com, abgerufen am 18. September 2026. (englisch)</ref>

Lonely People with Power (2025 bis heute)[Bearbeiten]

Am 28. März 2025 erschien ihr sechstes Studioalbum Lonely People with Power bei Roadrunner Records. Zuvor wurde im Abstand eines Monats jeweils eine Single veröffentlicht, am 27. Januar Magnolia und am 25. Februar Heathen und am Tag der Album-Veröffentlichung Winona. Zu den einzelnen Singles erschien jeweils auch ein Musikvideo.

Mit der Veröffentlichung ihres sechsten Studioalbums besinnen sich die US-Amerikaner wieder auf ihre düstere Seite.<ref name="metalhammer.review.lpwp">Review: Deafheaven – Lonely People with Power von Annika Eichstädt, auf Metal-Hammer.de, abgerufen am 17. Juli 2025.</ref> Sie haben wieder deutlich an schwarzmetallischer Härte zugelegt und klingen verzweifelt, traurig, dunkel und wütend.<ref name="metal.de.lpwp">Review: Deafheaven – Lonely People with Power von Markus Endres, auf Metal.de, abgerufen am 17. Juli 2025.</ref> Der Rolling Stone bezeichnet das Album als das beste ihrer bisherigen Bandkarriere.<ref name="rollingstone.lpwp">Review: Deafheaven – Lonely People with Power von Brenna Ehrlich, auf Rollingstone.com, abgerufen am 17. Juli 2025.</ref> Auch die einschlägigen Musikmagazine bewerteten das Album durchweg sehr gut, darunter der Metal Hammer (6/7 Punkte) und Metal.de (9/10 Punkte).<ref name=metalhammer.review.lpwp /><ref name="metal.de.lpwp" /> Das Album belegte in der ersten Woche den Platz 67 der deutschen Albumcharts.<ref>Chartplatzierung in Deutschland auf offiziellecharts.de, abgerufen am 17. Juli 2025.</ref> In Schottland konnte sogar Platz 28 erreicht werden.<ref>Chartplatzierung in Schottland auf offiziellecharts.com, abgerufen am 17. Juli 2025.</ref>

Am 9. September 2026 kündigten Deafheaven eine neue EP an, auf der sie ihr bisher härtestes Material veröffentlichen wollen.<ref name="prp">Deafheaven Are Preparing To Release Their Heaviest Material Yet On An Upcoming EP auf ThePRP.com, abgerufen am 10. September 2026. (englisch)</ref> Kerry McCoy sagte in einem Interview über die neue EP, „Sie kommt dem Black Metal definitiv so nahe wie nichts, was wir bisher gemacht haben.“<ref name="prp" /> Die Veröffentlichung ist für das Jahresende geplant.<ref name="prp" />

Stil[Bearbeiten]

Deafheavens musikalischer Stil bezieht seine Einflüsse aus dem Black Metal, Shoegazing und Post-Rock, die Band wird daher dem Blackgaze zugerechnet. McCoy hat verschiedene weitere Einflüsse auf den Sound der Band genannt, darunter Alternative Rock und frühen Thrash Metal, und erklärt, dass sie sich selbst nicht als Black-Metal-Band betrachten, da sie zwar von diesem Genre beeinflusst seien, aber weder „das Ethos noch die Ästhetik noch wirklich den Sound einer solchen Band“ hätten.<ref>Deafheaven's Kerry McCoy on black metal auf Musicradar.com, abgerufen am 18. September 2026. (englisch)</ref> George Clarke nannte als musikalische Einflüsse unter anderem die Bands Burzum, ColdWorld, Leviathan, Iron Maiden, Metallica, Slayer, Morbid Angel, Pantera, Weakling, Yaphet Kotto, Funeral Diner, Thursday, the Nerve Agents, AFI, the Smiths, My Bloody Valentine, the Stone Roses, the Cure und Happy Mondays.<ref>Deafheaven's George Clarke: My 10 favorite metal albums auf Rolling Stone, abgerufen am 18. September 2026. (englisch)</ref><ref>Hey, this is George from Deafheaven. Ask Me Anything auf Reddit, abgerufen am 18. September 2026. (englisch)</ref><ref>Total guitar Interview with Kerry McCoy auf Sargent House, abgerufen am 18. September 2026. (englisch)</ref>

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

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Live-Alben[Bearbeiten]

  • 2011: Live at The Blacktop
  • 2020 10 Years Gone

Demo und EPs[Bearbeiten]

  • 2010: Demo
  • 2012: Punk Rock/Cody (Split-EP)
  • 2020: Glint (Live) (EP)
  • 2026: Deafheaven/Bosse-de-Nage (2026 Mix) (Split-EP)

Singles[Bearbeiten]

  • 2011: Libertine Dissolves/Daedalus
  • 2014: From the Kettle onto the Coil
  • 2015: Brought to the Water
  • 2018: Honeycomb
  • 2018: Canary Yellow
  • 2019: Black Brick
  • 2020: Daedalus (Live)
  • 2021: Great Mass of Color
  • 2021: The Gnashing
  • 2021: In Blur
  • 2025: Magnolia
  • 2025: Heathen

Musikvideos[Bearbeiten]

  • 2018: Honeycomb (Regie/Produktion: Sean Stout)
  • 2018: Canary Yellow (Visuals) (Regie/Produktion: Ben Chisolm)
  • 2021: In Blur (Regie/Produktion: John Bradburn / Sean Stout)
  • 2025: Winona (Short Film) (Regie/Produktion: Nick Steinhardt / Pulse Films)
  • 2025: Heathen (Regie/Produktion: Muted Widows, Michael E Linn, Nedda Afsari, Michael Zumaya)
  • 2025: Magnolia (Regie/Produktion: Nick Steinhardt / Sean Stout & Chelsea Jade)
  • 2026: Punk Rock / Cody (Regie/Produktion: Alana Wool)

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Deafheaven – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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