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Dear Esther

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Entwickler Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich The Chinese Room
Publisher Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich The Chinese Room
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Curve Digital (Konsole)
Leitende Entwickler Robert Briscoe, Dan Pinchbeck
Komponist Jessica Curry
Veröffentlichung Windows:
14. Februar 2012
macOS:
15. Mai 2012
Xbox One, PlayStation 4:
20. September 2016
iOS:
3. Oktober 2019
Plattform Microsoft Windows, macOS, PlayStation 4, Xbox One, iOS
Spiel-Engine Source
Unity (Landmark Edition)
Genre Adventure
Medium Download, Blu-ray Disc
Sprache Englisch, Deutsch u. a.
Altersfreigabe
PEGI
PEGI ab 12 Jahren empfohlen
PEGI ab 12 Jahren empfohlen
PEGI-Inhalts­bewertung Schimpfwörter

Dear Esther ist ein First-Person-Adventure, das von dem britischen Indie-Studio The Chinese Room entwickelt wurde. Aufgrund des experimentellen Gameplays, das kaum vorhandene Interaktionsmöglichkeiten aufweist, gilt das Spiel als Begründer des als Walking Simulator bezeichneten Spielgenres.

Dear Esther erschien im Jahr 2012 für Microsoft Windows und macOS. 2016 folgte die Neuauflage Dear Esther: Landmark Edition für Xbox One und PlayStation 4. Geistiger Nachfolger ist das Spiel Everybody’s Gone to the Rapture vom selben Entwickler.

Handlung und Gameplay[Bearbeiten]

Das Spiel beginnt an der Küste einer einsamen Hebrideninsel. Der Spieler als lost man folgt dem Pfad entlang der Küste vorbei an einem Leuchtturm, Stacs, einem Steinkreis, Schiffswracks und verfallenen Bothies, bis er durch ein mystisch anmutendes Höhlensystem mit biolumineszenten Pilzen schließlich den Weg hinauf zu einem Antennenturm antritt. Während des Laufens über die Insel liest der lost man Brieffragmente vor, die an eine Esther gerichtet sind. Die Informationsstücke und die überall am Wegesrand zu findenden Hinweise (verbeulte Autotüren und Achsen, blutiges Operationsbesteck und Defibrillator) lassen auf einen Autounfall schließen, bei dem Esther gestorben ist. Das Spiel endet schließlich mit dem Sprung des lost man von dem Turm. Kurz vor Auftreffen auf dem Boden verwandelt sich der Spieler in einen Vogel, der über die Küste und die im Wasser schwimmenden, als Papierboote gefalteten Briefe hinwegschwebt.

Im Spiel selbst gibt es kaum Interaktionsmöglichkeiten. Der Spieler kann lediglich laufen, sich umschauen und an für ihn interessante Objekte heranzoomen. Alle weiteren Interaktionsmöglichkeiten, die sonst in der First-Person-Perspektive üblich sind (Rennen, Springen, Schwimmen etc.) sind nicht möglich. Es ist jedoch möglich, durch Ertrinken oder Fallen von der Klippe zu sterben. Die Briefe werden an bestimmten Stellen des Weges vorgelesen, können aber jeweils bis zu vier verschiedene Textvarianten aufweisen. Die Auswahl erfolgt zufällig, genau wie die Platzierung einiger Objekte entlang des Weges. Dadurch hat der Spieler für jeden Spieldurchlauf einen anderen Interpretationsraum für die Hintergrundgeschichte (z. B. kann der Spieler in einer verlassenen Bothy eine Sonografie finden, die die Interpretation zulässt, dass Esther während des Unfalls schwanger war).

Entwicklung[Bearbeiten]

Die Entwicklung von Dear Esther begann 2008 als Half-Life-2-Mod in der Source-Engine.<ref>Dear Esther (Dear Esther (HL2-Mod)). In: 4Players. 14. Februar 2012, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2021; abgerufen am 27. September 2025.</ref><ref>Dear Esther mod for Half-Life 2. In: ModDB. 15. Februar 2011, abgerufen am 27. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach großem Erfolg der Mod begann die Neu-Entwicklung wiederum in der Source-Engine und die anschließende kommerzielle Veröffentlichung als selbständiges Spiel. Der Erzähler im Spiel ist Nigel Carrington.<ref>Dear Esther – erzählerisches Meisterwerk als Videospiel. In: Literaturcafe.de. Abgerufen am 9. April 2024.</ref>

Aufgrund von Lizenzproblemen und technischen Schwierigkeiten mit der Source-Engine wurde diese später durch die Unity Engine ersetzt.<ref>Dave Tach: Why Dear Esther is being rebuilt in Unity. In: Polygon. Vox Media, 17. Februar 2017, abgerufen am 22. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Eine überarbeitete Neuauflage des Spiels wurde im September 2016 unter dem Titel Dear Esther: Landmark Edition für Xbox One und PlayStation 4 veröffentlicht, im Februar 2017 erschien sie auch für Windows und macOS.<ref>Alice O'Connor: Dear Esther’s Landmark Edition wandering out Tuesday. In: Rock Paper Shotgun. Rock Paper Shotgun Ltd., 13. Februar 2017, abgerufen am 22. März 2017 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Zeitweilig war Dear Esther: Landmark Edition für iOS erhältlich.

Rezeption[Bearbeiten]

Metawertungen
DatenbankWertung
Metacritic75/100<ref name="MC" />

Dear Esther erhielt gemischte bis positive Bewertungen. Die Rezensionsdatenbank Metacritic aggregiert 37 Rezensionen zu einem Mittelwert von 75.<ref name="MC">Dear Esther. In: Metacritic. Abgerufen am 9. April 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

In der Presse wurde vor allem die innovative Spielmechanik und der Soundtrack von Jessica Curry gewürdigt.<ref>Jochen Gebauer: Dear Esther im Test - Poetisches Storytelling-Experiment. In: GameStar. 18. Februar 2012, abgerufen am 27. September 2025.</ref><ref>Luke Plunkett: Dear Esther: The Kotaku Review. In: Kotaku. 13. Februar 2012, abgerufen am 27. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Alec Meer: Have You Played... Dear Esther? In: Rock Paper Shotgun. 1. November 2014, abgerufen am 27. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref name="Kogel">Dennis Kogel: Indie Games: "Dear Esther" – ein Experiment aus der Shooter-Perspektive. In: Zeit Online. 14. Februar 2012, abgerufen am 10. Juni 2018.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Press Collection (Memento vom 28. März 2016 im Internet Archive) In: dear-esther.com. (englisch)</ref>

A beautiful and thought-provoking piece of work. It is oil painting, poetry, eulogy and video game all at once. And it’s never less than fascinating.

„Ein schönes und zum Nachdenken anregendes Werk. Es ist Ölgemälde, Poesie, Lobrede und Videospiel auf einmal. Und es ist nie weniger als faszinierend.“

– Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Tom Hoggins: The Daily Telegraph<ref>Tom Hoggins: Dear Esther review. In: The Daily Telegraph. 5. März 2012, abgerufen am 27. September 2025 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

„Das Meisterwerk ‚Dear Esther’ ist kein Spiel mehr, sondern vielmehr ein Storytelling-Experiment – und Aushängeschild für eine professionalisierte Indie-Games-Szene.“

– Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dennis Kogel: Die Zeit<ref name="Kogel" />

Nur eine Woche nach dem Release wurden bereits über 50.000 Exemplare über die Online-Plattform Steam verkauft.<ref>Craig Chapple: Dear Esther surpasses 50,000 sales. In: MCV. Future Publishing Limited, 27. Februar 2012, abgerufen am 26. März 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Dear Esther wurde 2013 in den Kategorien Debut Game,<ref>awards.bafta.org</ref> British Game,<ref>awards.bafta.org</ref> Artistic Achievement,<ref>awards.bafta.org</ref> Performer<ref>awards.bafta.org</ref> und Audio Achievement<ref>awards.bafta.org</ref> für die BAFTA Video Games Awards nominiert.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />