Zum Inhalt springen

Debdou

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
colspan="2" style="border-bottom:3px solid #Vorlage:Standardfarbe; font-size:120%;"| Debdou
{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)
Datei:Coats of arms of None.svg
Hilfe zu Wappen
Basisdaten
Staat: Marokko Marokko
Region: Oriental
Provinz: Taourirt
Koordinaten Vorlage:Infobox Ort in Marokko/Region, Präfektur, Provinz zu ISO-Code_type:city(4447)&title=Debdou 33° 59′ N, 3° 2′ WKoordinaten: Vorlage:Infobox Ort in Marokko/Region, Präfektur, Provinz zu ISO-Code_type:city(4447) 33° 59′ N, 3° 2′ W
 {{#coordinates:33,986388888889|−3,04|primary
dim=25000 globe= name=Debdou region=Vorlage:Infobox Ort in Marokko/Region, Präfektur, Provinz zu ISO-Code type=city
  }}
Einwohner: 4.447 (2024)
Fläche: 6,5 km²
Bevölkerungsdichte: 684 Einwohner je km²
Höhe: 990 m
[[Hilfe:Cache|Fehler beim Thumbnail-Erstellen]]:
Debdou – Ortsansicht
Debdou – Ortsansicht
Datei:Kasbasch de Debdou 12721.jpg
Friedhof bei der Kasbah-Ruine

Debdou ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)) ist eine Stadt mit etwa 4500 Einwohnern in der Provinz Taourirt in der Region Oriental im Osten von Marokko.

Lage und Klima[Bearbeiten]

Debdou liegt in halbwüstenartiger Umgebung in einer Höhe von ca. 990 m ungefähr 160 km (Fahrtstrecke) südlich der Mittelmeer-Küstenstadt Nador. Das Klima ist steppenartig und nicht selten kühl; Regen (ca. 270 mm/Jahr) fällt nahezu ausschließlich im Winterhalbjahr.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Jahr 1994 2004 2014 2024
Einwohner 4477 4596 4960 4447<ref>Debdou – Bevölkerungsentwicklung etc.</ref>

Die Bevölkerung der Stadt ist im Wesentlichen eine Mischung aus Berbern und Arabern; man spricht Berberdialekte und Marokkanisches Arabisch.

Wirtschaft[Bearbeiten]

In den Tallagen ist Feldwirtschaft möglich; in den umliegenden Bergen werden Schaf- und Ziegenherden geweidet. In der Umgebung gibt es mehrere ehemalige Erzminen, die heute als Fundstellen von Mineralien fungieren.<ref>Debdou – Mineralien</ref>

Geschichte[Bearbeiten]

Im 13. und 14. Jahrhundert hatte Debdou unter Übergriffen der in Tlemcen residierenden Abdalwadiden zu leiden, die sich mit den im Marokko regierenden Meriniden um die Grenze stritten. Die Stadt wurde im 15. Jahrhundert von sefardischen Juden quasi neugegründet und bildete bis ins 16. Jahrhundert hinein das Zentrum eines unabhängigen Fürstentums, welches sich bis nach Taza erstreckte.

Debdou war bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein wichtiges jüdisches Zentrum. 1910 hatte die Stadt eine zu über 50 %<ref name=":0">Georges Bensoussan: Juifs en pays arabes – Le grand déracinement, 1850–1975. In: Denis Maraval (Hrsg.): Collection Texto. 2. Auflage. Éditions Tallandier, Paris 2021, ISBN 979-1-02105090-7, S. 83, 124, 126, 348.</ref> jüdische Bevölkerung, nämlich ca. 1.300 Juden im Vergleich zu etwa 1.200 Muslimen. Als die französische Kolonialarmee 1911 kurz vor der Einnahme der Stadt Oujda<ref name=":0" /> stand, rächten sich arabische Bewohner in Debdou mit Übergriffen und Plünderungen an mit Frankreich sympathisierenden Juden. Zu ihrem Schutz stellte die jüdische Gemeinde arabische Söldner an, diese bemächtigten sich jedoch der Wertsachen ihrer Auftraggeber. Dass der Rabbiner David Cohen Scali<ref name=":0" /> 1912 an einer Zeremonie zur Begrüßung der französischen Truppen teilnahm belastete aber das weitere Zusammenleben.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Das alte Ortszentrum mit seinen verwinkelten Gassen ist durchaus sehenswert.
  • Die alte Lehmfestung (kasbah) liegt weitgehend in Ruinen.

Literatur[Bearbeiten]

Zeitdokumente[Bearbeiten]

Nahum Schlousch: Les Juifs de Debdou. In: Revue du monde musulman, Band 22, Nr. 2, Paris 1913, S. 211–269.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Debdou – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />