Zum Inhalt springen

Deep Henderson

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Deep Henderson ist eine Instrumentalkomposition von Fred Rose,<ref>ISWC T0700386931, ASCAP Work-ID 340024431, GEMA-Werk-Nr. 763291-001</ref> die 1926 erstmals veröffentlicht wurde. Sie entwickelte sich zu einem Jazzstandard.

Erste Aufnahmen und spätere Coverversionen[Bearbeiten]

Nachdem der junge Pianist und Bandleader Harold Arlen, der damals noch unter seinem eigentlichen Namen Harold Arluck arbeitete, mit seinem Ensemble, den Buffalodians, von Buffalo zunächst nach Pittsburgh und schließlich 1926 nach New York gekommen war, begegnete er Fletcher Henderson und begann für ihn zu arrangieren (Dynamite) und zu komponieren. Aus seiner großen Verehrung für Henderson spielte Harold Arlen den Jazztitel Deep Henderson, eine schwungvolle Foxtrott-Nummer, mit seiner Band am 24. Mai 1926 für Columbia ein. Es war die erste Aufnahmesession der Buffalodians,<ref name="Jablonski">Edward Jablonski: Harold Arlen: Rhythm, Rainbows, and Blues. Northeastern University Press, Boston 1998, ISBN 1-55553-263-2, S. 16 (eingeschränkte Vorschau in der Google-BuchsucheSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:GoogleBook“ ist nicht vorhanden.).</ref> die aus Henry Krompart, Frank Davis (Trompete), Norman Booth (Posaune), Bill Wullen, Ivan Beaty (Klarinette, Alt- und Sopransaxophon) Jules Pillar (Tenorsaxophon), Dick George (Piano), Jack McLaughlin (Geige), Charles Panico (Banjo, Gitarre), Hal Raub (Banjo) und Harold Tapson (Schlagzeug) bestand.<ref name="lord" /> Arlens Biograph Edward Jablonski schreibt auch die Komposition des Titels fälschlich Arlen zu,<ref name="Jablonski" /> doch ist das Plattenlabel der Buffalodians-Aufnahme klar mit der Autorenangabe „Rose“ gekennzeichnet.<ref>Rose – Deep Henderson – The Buffalodians auf YouTube</ref>

Noch vor Arlen und den Buffalodians spielten ab März 1926 das Coon-Sanders Original Nighthawk Orchestra (Victor),<ref>Deep Henderson – Coon Sanders Original Nighthawk Orchestra auf YouTube</ref> King Oliver and His Dixie Syncopators (Vocalion),<ref>Deep Henderson – Savannah Syncopators (King Oliver’s Dixie Syncopators) auf YouTube</ref> Julie Wintz & George Zimmers Jersey Collegians (Pathé) und die Original Indiana Five (Harmony)<ref>Deep Henderson – Original Indiana Five auf YouTube</ref> Rose’ Komposition ein. Weitere Musiker, die den Titel bereits 1926 coverten, waren Sam Lanin, Charley Straight, Mike Markel (Okeh),<ref>Deep Henderson – Mike Markel and his Orchestra auf YouTube</ref> Joe Candullo (Banner)<ref>Deep Henderson – Joe Candullo Orchestra 1926 auf YouTube</ref> und Charlie Skeete (Edison); in Berlin wurden Anfang 1927 Versionen von Julian Fuhs (Electrola)<ref>Deep Henderson – Julian Fuhs und sein Orchester auf YouTube</ref> und Dajos Béla (Odeon)<ref>Deep Henderson – Dajos Béla auf YouTube</ref> aufgenommen und veröffentlicht.<ref name="lord" /> Der Diskograf Tom Lord listet im Bereich des Jazz insgesamt 74 (Stand 2016) Coverversionen, in späteren Jahren auch von Bert Ambrose, Ralph Sutton, Yank Lawson, Bob Scobey, Rod Mason, Bob Schulz, Allan Vaché, John Gill/Jon-Erik Kellso und zahlreichen Dixielandbands.<ref name="lord">Tom Lord: @1@2Vorlage:Toter Link/ww2.lordisco.comThe Jazz Discography (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive)</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />