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Delano Williams

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Delano Williams Vorlage:SportPicto
Nation Turksinseln und CaicosinselnDatei:Flag of the Turks and Caicos Islands.svg Turks- und Caicosinseln
Vereinigtes Konigreich Vereinigtes Königreich
Geburtstag 23. Dezember 1993 (32 Jahre)
Karriere
Disziplin Sprint
Bestleistung 10,28 s (100 m)
20,27 s (200 m)
45,42 s (400 m)
Trainer Neil Harrison
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Europameisterschaften 0 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Junioren-WM 1 × Goldmedaille 0 × Silbermedaille 0 × Bronzemedaille
Logo der World Athletics
 Weltmeisterschaften
Bronze Peking 2015 4 × 400 m
Logo der EAA
 Europameisterschaften
Bronze Amsterdam 2016 4 × 400 m
Logo der World Athletics
 U20-Weltmeisterschaften
Gold Barcelona 2012 200 m
letzte Änderung: 31. August 2015

Delano Williams (* 23. Dezember 1993) ist ein Sprinter der Turks- und Caicosinseln.

Leben[Bearbeiten]

Delano Williams wuchs auf Grand Turk Island als Sohn eines von der Insel Stammenden und einer Haitianerin auf. 2008 zog er nach Jamaika – wobei er seine Mutter und Schwester zurückließ – nachdem der Hurrikan Ike seine Schule zerstört hatte und ihm somit Bildungschancen fehlten.<ref>dailymail.co.uk: Williams: I slept through Hurricane Ike so I won't be troubled by a storm over my passport; 7. April 2012</ref> Er begann nun das Munro College im Saint Elizabeth Parish zu besuchen und unter seinem Lehrer Neil Harrison für die Sprintdistanzen zu trainieren. 2010 nahm er an den Juniorenweltmeisterschaften in Moncton teil, wo er sowohl über die 100-Meter-Distanz als auch über die 200-Meter-Distanz ins Halbfinale kam. 2011 stellte er jeweils bei den CARIFTA Junior Games in Montego Bay seine neuen Bestleistungen von 10,51 s über 100 Meter und 20,73 s über 200 Meter auf. Über letztere Strecke gewann er die Goldmedaille.

Weltweite Aufmerksamkeit erregte er dann im Jahr 2012. Erst konnte er sich Anfang des Jahres auf 10,34 s und 20,53 s steigern, ehe er dann bei den Juniorenweltmeisterschaften in Barcelona Gold über 200 Meter holte.<ref>iaaf.org: Williams the wanderer creates a bit of wonder at the World Juniors; 14. Juli 2012</ref> Währenddessen strebte er an, bei den Olympischen Spielen in London teilzunehmen. Da er als Vertreter der Turks- und Caicosinseln jedoch nicht zugelassen wäre, da seine Heimat nicht vom IOC anerkannt ist, beantragte er einen britischen Pass, den er als Bürger eines Britischen Überseegebietes auch erhielt.<ref>telegraph.co.uk: London 2012 Olympics: Turks and Caicos sprint sensation Delano Williams becomes latest Team GB recruit; 3. April 2012</ref> Bei den Olympic Trials kam er dann nur als Siebter ins Ziel<ref>britishathletics.org.uk: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Olympic Trials 2012: 200 Meter Finale (Memento vom 1. Juli 2016 im Internet Archive)</ref> und konnte sich somit nicht für Olympia qualifizieren.

Als er im Februar 2013 bei den Gibson Relays in die Saison startete, wurde für seinen Lauf in der 4-mal-400-Meter-Staffel eine Zeit von 44,80 s gemessen. Am 16. März stellte er in Kingston mit 20,27 s sogar die vorläufige Weltjahresbestleistung auf.<ref>jamaicaobserver.com: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Munro’s Delano Williams clock’s world leading 20.27 in 200m (Memento vom 18. März 2013 im Internet Archive); 16. März 2013</ref> Am Tag darauf verbesserte er sich auch über 100 Meter mit nun 10,28 s. Bei den britischen Meisterschaften im Juli wurde er mit 20,58 s Dritter über 200 Meter. Am 26. Juli startete er in London zum ersten Mal bei einem Diamond-League-Meeting. Nach 20,74 s kam er als Neunter ins Ziel.<ref>jamaicaobserver.com: Weir wins London Diamond League 200m in 19.89; 27. Juli 2013 (abgerufen am 29. Juli 2013)</ref> Bei den Weltmeisterschaften in Moskau startete er erneut für Großbritannien und schaffte es ins Halbfinale, wo er mit 20,61 s ausschied. 2015 gewann er bei den Weltmeisterschaften in Peking mit der 4-mal-400-Meter-Staffel seines Landes die Bronzemedaille, wie auch bei den Europameisterschaften 2016 in Amsterdam.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />