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Demeter

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Datei:Demeter MKL Bd. 4 1890 (132198961).jpg
Demeter (Wandgemälde in Pompeji)
Datei:Eleusinian hydria Antikensammlung Berlin 1984.46 n2.jpg
Demeter segnet Metaneira (Detail einer rotfigurigen Hydria, ca. 340 v. Chr.)
Datei:Demeter Altemps Inv8596.jpg
Demeter (römische Kopie eines griechischen Originals des 4. Jh. v. Chr.)

Demeter (Vorlage:GrcS) ist in der griechischen Mythologie eine Muttergöttin aus dem griechisch-kleinasiatischen Raum. Sie gehört zu den zwölf olympischen Gottheiten, den Olympioi, und ist zuständig für die Fruchtbarkeit der Erde, des Ackerbaus, der Ernte, des Getreides und der Saat. Demeters römischer Göttername ist Ceres.

Etymologie und Beinamen[Bearbeiten]

Die Herleitung des Namens Demeter oder Damater (auch Dōmater) ist nicht gesichert. Während der zweite Namensbestandteil Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., problemlos hergeleitet werden kann, erlaubt das erste Glied De- verschiedene Ansätze. Am weitesten verbreitet ist die Herleitung aus dem griechischen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., wobei Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. dem nachgewiesenen dorischen Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden.<ref>Henry George Liddell, Robert Scott: A Greek-English Lexicon. Clarendon Press, Oxford 1940, s. v. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. (online).</ref> entsprechen und eine lautliche Variante darstellen würde. Eine andere Etymologie führt den Namen auf eine Form *Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden. (von indogermanisch *dṃs-, dem Genitiv zu *dem- „Haus“) „Mutter des Hauses“ zurück.<ref>Hjalmar Frisk: Griechisches etymologisches Wörterbuch. Band 1. Carl Winter, Heidelberg 1960, S. 379 f. (Digitalisat).</ref> Eine weitere, spätantik belegte Deutung bezieht sich auf ein Wort für Getreide im ersten Wortteil (kretisch dēaí, „Gerste“).<ref>Zu diesem Punkt der Etymologie siehe Fritz Graf: Demeter. In: (= Der Neue Pauly. Supplemente. Band Skriptfehler: Ein solches Modul „Str“ ist nicht vorhanden.). Metzler, Stuttgart/Weimar 1997, ISBN 3-476-01473-8, Sp. 420.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref>

Weitere Namen und Titel von Demeter waren „Despoina“ (Gebieterin), „Daeira“ (Göttin), „Chloe“ (Die Grünende), „Gerstenmutter“, „Weise der Erde“, „Weise des Meeres“ und „Überfluss“.

Mythos[Bearbeiten]

Abstammung und Nachkommen[Bearbeiten]

Demeter ist die Tochter der Titanen Kronos und Rhea und damit die Schwester von Hestia, Poseidon, Zeus, Hera und Hades.<ref name=":0">Hesiod, Theogonie 453; Bibliotheke des Apollodor 1,4; Hyginus, Fabulae Praefatio</ref> Mit Zeus hatte sie die Tochter Persephone,<ref>Hesiod, Theogonie 912; Homerischer Hymnos an Demeter 2; Bibliotheke des Apollodor 1,29; Ovid, Metamorphosen 5,501</ref> mit ihrem Geliebten Iasion den Sohn Plutos, die Personifizierung des Reichtums.<ref>Hesiod, Theogonie 969</ref><ref name="dio">Diodor 5,48,2</ref> Hyginus nennt Philomelos als Zwilling des Plutos,<ref>Hyginus, De astronomia 2,4</ref> und Diodor erwähnt neben Plutos noch Korybas<ref name="dio" /> und Eubouleus.<ref>Diodor 5,76,3</ref> Mit Poseidon ist sie in der Bibliotheke des Apollodor Mutter des Arion,<ref>Bibliotheke des Apollodor 3,77</ref> bei Kallimachos Mutter der Despoina<ref>Kallimachos Fragment 652</ref> und bei Pausanias Mutter von beiden.<ref>Pausanias 8,25,5</ref>

Demeter soll den Heros Triptolemos von Eleusis in die Welt geschickt haben, damit er die Kunst des Ackerbaus verbreitet.

Raub der Persephone[Bearbeiten]

Datei:Demeter and Persephone MKL Bd. 4 1890 (132198961).jpg
Demeter und Persephone, den jungen Triptolemos weihend (Relief von Eleusis, Athen)

Hades wünschte sich eine Frau. Als Demeters Tochter Persephone, die Göttin des Frühlings und der Fruchtbarkeit, draußen auf einer Wiese Narzissen pflückte, tauchte Hades aus dem Boden auf und entführte sie in die Unterwelt. Demeter trauerte um ihre Tochter und suchte sie überall, konnte sie jedoch nirgends finden. Sie war so traurig, dass sie den Pflanzen zu wachsen verbot, den Bäumen, Früchte zu tragen, und den Tieren, sich zu vermehren. Als die Menschen anfingen zu sterben, befahl der Göttervater Zeus seinem Sohn Hermes, dem Götterboten, Hades zu zwingen, Persephone freizulassen. Persephone jedoch hatte schon in der Unterwelt einen Teil von einem Granatapfel gegessen, deshalb musste sie nach dem Gesetz in der Unterwelt bleiben. Da Demeter ihre Tochter aber unbedingt zurückwollte, entschied Hermes: In dem Granatapfel waren 12 Kerne, Persephone aß 4 davon. Also sollte sie 4 Monate jeden Jahres in der Unterwelt als Königin über die Toten herrschen und die restliche Zeit mit ihrer Mutter auf der Erde verbringen.<ref name=":0" />

Darstellungen[Bearbeiten]

Demeters Hauptattribute sind die Weizenähre und der Mohn. Sie wurde auch zusammen mit Blumen, Früchten und Samen dargestellt, oft mit einer Mohnblume. Ihre Tiere sind das Schwein und der Delphin, auf denen sie reitet. Auch die Biene war Demeter zugeordnet.

Das älteste bisher gefundene Standbild der Demeter stammt aus der Schwarzen Höhle (Mavrospelya) in Phigalia (Arkadien). Sie wird dort mit einem schwarzen Mantel und einem Pferdekopf dargestellt, gorgonische Schlangen umwinden den Kopf. Die Göttin wird von einem Delphin und einer Taube begleitet. In Mykene war der Demeter-Kult bereits im 13. Jahrhundert v. Chr. bekannt.

In der Kunst sieht man, dass Demeter eng mit ihrer Tochter Persephone und deren Gatten Hades (der Demeters Bruder ist) verbunden ist. Alle drei Gottheiten stehen für Fruchtbarkeit und werden dementsprechend oft mit Getreideähren dargestellt. Reliefs und Vasen zeigen häufig die Rückkehr der Persephone aus der Unterwelt oder wiederum deren Abstieg.

Ein bekanntes Relief ist das eleusinische Weihrelief, das Demeter und Persephone mit einem jungen Mysten zeigt.

Auch auf den Rückseiten römischer Münzen wurde Demeter häufig abgebildet. Dies gilt insbesondere für Tetradrachmen aus Alexandria, von wo ein Großteil der Getreideexporte nach Rom organisiert wurde.

Datei:Alexandria KG 32.721 Rv Demeter.JPG
Demeter auf alexandrinischer Tetradrachme des Hadrian

Kult[Bearbeiten]

Datei:Maestro dell'agosto o gherardo da vicenza.jpg
Fresko von Cosmè Tura (1430–1495)

Die wichtigste Kultstätte der Demeter befand sich in Eleusis, wo auch ein Eingang zur Unterwelt (dem Hades) angenommen wurde. Die eleusinischen Mysterien fanden alljährlich zu Ehren Demeters statt. Mit der Verbreitung des Christentums verlor der Kult von Eleusis an Ansehen. Nach dem Versuch des Kaisers Iulianus Apostata, die Mysterien wiederzubeleben, ließ Kaiser Theodosius I. den Tempel 392 schließen. Vier Jahre später wurde der Tempel von Eleusis durch die Westgoten unter Alarich I. zerstört.

Auf dem Gelände des Demeterheiligtums in Patras wurde später eine Kirche errichtet.

Über ganz Griechenland gab es ein drei Tage dauerndes Fest zu Ehren der Demeter, die Thesmophorien.

Rezeption[Bearbeiten]

Demeter gilt als besonders deutliche Ausprägung des Mutterarchetyps im Sinne der Analytischen Psychologie Carl Gustav Jungs.

Demeter als Namensgeberin[Bearbeiten]

Demeter ist die Namensgeberin

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Pamela Berger: The Goddess Obscured. Transformations of the Grain Protectress from Goddess to Saint. Beacon Press, Boston 1985, ISBN 0-8070-6722-9.
  • Luigi Beschi: Demeter. In: Lexicon Iconographicum Mythologiae Classicae (LIMC). Band Skriptfehler: Ein solches Modul „FormatNum“ ist nicht vorhanden., Zürich/München 1988, S. 844–892.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.
  • Leo Bloch: Kora und Demeter. In: Wilhelm Heinrich Roscher (Hrsg.): Ausführliches Lexikon der griechischen und römischen Mythologie. Band 2,1, Leipzig 1894, Sp. 1284–1379 (Digitalisat).Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.
  • Allaire Chandor Brumfield: The Attic festivals of Demeter and their relation to the agricultural year. Arno Press, New York 1981, ISBN 0-405-14031-2.
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
  • Valentia Hinz: Der Kult von Demeter und Kore auf Sizilien und in der Magna Graecia. Reichert, Wiesbaden 1998, ISBN 3-89500-052-3.
  • Aynur-Michèle-Sara Karatas: The sanctuaries and cults of Demeter in Asia Minor and the islands off its western coast. Archaeopress, Oxford 2026, ISBN 9781805832690.
  • Christian Moser: Demeter. In: Maria Moog-Grünewald (Hrsg.): Mythenrezeption. Die antike Mythologie in Literatur, Musik und Kunst von den Anfängen bis zur Gegenwart (= Der Neue Pauly. Supplemente. Band Skriptfehler: Ein solches Modul „Str“ ist nicht vorhanden.). Metzler, Stuttgart/Weimar 2008, ISBN 978-3-476-02032-1, S. 212–215.Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Demeter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Wiktionary: Demeter – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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Aphrodite | Apollon | Ares | Artemis | Athene | Demeter | Hephaistos | Hera | Hermes | Hestia | Poseidon | Zeus

Später dazugehörige: Dionysos | Hebe | Herakles

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