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Dendrocnide

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Dendrocnide
Datei:Dendrocnide stimulans (Urticaceae) (8169458545).jpg

Dendrocnide stimulans

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Rosenartige (Rosales)
Familie: Brennnesselgewächse (Urticaceae)
Gattung: Dendrocnide
Wissenschaftlicher Name
Dendrocnide
Miq.

Dendrocnide ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae). Die 36<ref name="FoC" /> bis etwa 70<ref name="NSWFO" /> Arten sind in den Tropen hauptsächlich von Südostasien bis Malesien verbreitet. Die Dendrocnide-Arten besitzen Brennhaare.

Beschreibung[Bearbeiten]

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Bei Dendrocnide-Arten handelt es sich um immergrüne Sträucher oder Bäume. Das Holz ist weich.<ref name="NSWFO" /> Die Verzweigung erfolgt sympodial. Die Dendrocnide-Arten besitzen stark hautreizende, steife<ref name="NSWFO" /> Brennhaare.<ref name="FoC" />

Die wechselständig, spiralig und oft im oberen Bereich der Zweige gedrängt angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die Laubblätter sind stets mit Brennhaaren besetzt (bewehrt). Die Cystolithen sind punktförmig. Die einfache, ledrige oder papierartige Blattspreite ist fiedernervig, selten drei- bis fünfnervig. Der Blattrand kann glatt, gewellt oder gekerbt sein.<ref name="FoC" /> Die ledrigen, meist großen Nebenblätter besitzen ein glattes oberes Ende, sind vollständig untereinander verwachsen und fallen früh ab,<ref name="FoC" /> dabei hinterlassen sie deutliche kreisförmige Narben. Die Keimblätter (Kotyledonen) sind breit.<ref name="FoC" />

Blütenstände und Blüten[Bearbeiten]

Dendrocnide-Arten sind zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch).<ref name="NSWFO" /> Die einzelnen, seitenständig,<ref name="NSWFO" /> auf Blütenstandsschäften stehenden, zymös-rispigen oder traubigen Blütenständen enthalten immer nur Blüten eines Geschlechtes. Die Blüten stehen einzeln oder zu mehreren zusammen.<ref name="NSWFO" /> Die weiblichen Blütenknäuel besitzen oft verdickte, fleischig fächerförmige Blütenachsen (Receptaculum). Tragblätter sind vorhanden.<ref name="FoC" />

Die männlichen Blüten sind vier- oder fünfzählig. Die Staubfäden sind in der Blütenknospe nach innen gebogen. Es ist ein deutlicher rudimentärer Fruchtknoten in den männlichen Blüten vorhanden. Bei den weiblichen Blüten sind die vier fast gleichen Blütenhüllblätter an ihrer Basis verwachsen, wobei die beiden seitlichen Perianthzipfel etwas größer sind als die beiden anderen. Es sind keine Staminodien in den weiblichen Blüten vorhanden. In den weiblichen Blüten ist der Fruchtknoten aufrecht sowie eiförmig und die Narbe fadenförmig oder zungenförmig mit Papillen auf einer Seite. Die Samenanlagen sind orthotrop.<ref name="FoC" />

Früchte und Samen[Bearbeiten]

Die meist zurückgebogenen<ref name="NSWFO" /> Fruchtstiele sind zylindrisch und können verdickt sein;<ref name="FoC" /> wenn mehrere zusammenstehen, dann bilden sie eine glänzende Masse.<ref name="NSWFO" /> Die leicht schräge und oft abgeflachte Achänen besitzt eine warzige Oberfläche. Der haltbare Griffel ist zurückgekrümmt. Die Samen enthalten höchstens ein dünnes Endosperm.<ref name="FoC" />

Datei:Alocasia brisbanensis.JPG
Stamm von Dendrocnide excelsa
Datei:Dendrocnide photinophylla habit.jpg
Habitus von Dendrocnide photiniiphylla

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Dendrocnide wurde 1851 durch Friedrich Anton Wilhelm Miquel in Plantae Junghuhnianae, 1, Seite 29 aufgestellt. Als Lectotypus wurde 1965 Dendrocnide costata Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Miq. durch Wee-Lek Chew in Gard. Bull. Singapore, Volume 21, Issue 2, Seite 202 festgelegt.<ref name="Tropicos" />

Die Gattung Dendrocnide ist mit 36<ref name="FoC" /> bis etwa 70<ref name="NSWFO" /> Arten in den Tropen und Subtropen Asiens und Australiens (mit sechs Arten in Queensland und New South Wales) sowie auf den pazifischen Inseln verbreitet.<ref name="NSWFO" /> Sechs Arten kommen in China vor, eine davon nur dort.<ref name="FoC" />

Es gibt 36<ref name="FoC" /> bis etwa 70<ref name="NSWFO" /> Dendrocnide-Arten:

Nutzung[Bearbeiten]

Die Fasern aus den Stämmen werden dazu verwendet, Seile herzustellen<ref name="FoC" />.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Tropicos"> Dendrocnide bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. LouisVorlage:Abrufdatum </ref> <ref name="FoC"> Chen Jiarui, Ib Friis C. Melanie Wilmot-Dear: In: Wu Zhengyi, Peter H. Raven & Deyuan Hong (Hrsg.): Flora of China, Volume 5 - Ulmaceae through Basellaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 2003. ISBN 1-930723-27-X. Dendrocnide, S. 88 - textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="NSWFO"> G. J. Harden: Dendrocnide - Eintrag in der New South Wales Flora Online. </ref> <ref name="POWO"> Datenblatt Dendrocnide bei POWO = Plants of the World Online von Board of Trustees of the Royal Botanic Gardens, Kew: Kew Science. </ref> </references>

Ergänzende Literatur[Bearbeiten]

  • M. Hurley: Growth dynamics and leaf quality of the stinging trees Dendrocnide moroides and Dendrocnide cordifolia (Family Urticaceae) in Australian tropical rainforest: implications for herbivores, In: Australian Journal of Botany, Volume 48, Issue 2, 2000 S. 191–201. doi:10.1071/BT98006

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Dendrocnide – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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