Denotat
Denotat ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value) „das genannte“) bezeichnet in der Semiotik, Linguistik und Sprachphilosophie entweder den begrifflichen Inhalt eines Zeichens (Gegenbegriff: Konnotat) oder den durch ein Zeichen bezeichneten Gegenstand der außersprachlichen Wirklichkeit. Der Ausdruck ist bedeutungsähnlich mit dem ebenfalls mehrdeutigen Denotation.
Denotat als begrifflicher Inhalt eines Zeichens[Bearbeiten]
„Denotat“ bedeutet zum einen der begriffliche Inhalt eines Zeichens<ref>Duden, Deutsches Universalwörterbuch, ISBN 3-411-05505-7, 5. Aufl. (2003) / Denotat; Ulrich, Linguistische Grundbegriffe, 5. Aufl. (2002)/Denotat; ähnlich Homberger, Sachwörterbuch zur Sprachwissenschaft (2000) / Denotat: „die Bedeutung eines Zeichens“.</ref> und bezeichnet dann einen Gegenbegriff zum Begriff Konnotat, d. h. zur affektiven, assoziierten oder emotionalen Nebenbedeutung. Der Gegensatz Denotat – Konnotat entspricht dem Gegensatz Denotation – Konnotation.<ref>Kessel/Reimann, Basiswissen Deutsche Gegenwartssprache, Tübingen (Fink), 2005, ISBN 3-8252-2704-9, S. 162</ref>
Teilweise wird Denotat nur in dieser Bedeutung verwendet,<ref>Kessel/Reimann, Basiswissen Deutsche Gegenwartssprache, Tübingen (Fink), 2005, ISBN 3-8252-2704-9, S. 162</ref> teilweise wird diese Bedeutung überhaupt nicht genannt.<ref>z. B. Bußmann, Lexikon der Sprachwissenschaft, 3. Aufl. (2002)/Denotat</ref>
Denotat als der bezeichnete Gegenstand[Bearbeiten]
Verbreitet wird der Ausdruck Denotat zum anderen auch<ref> Duden, Universalwörterbuch/Denotat</ref> oder nur<ref>Bußmann, Lexikon der Sprachwissenschaft, 3. Aufl. (2002)/Denotat</ref> für den von einem Zeichen<ref>sprachlichen Ausdruck (Wort)/von einem Sprecher (letztlich/mittelbar)</ref> bezeichneten (außersprachlichen) Gegenstand verwendet.
Der Ausdruck Denotat wird dann als bedeutungsgleich (als synonym) zu Referent<ref>Kürschner, Grammatisches Kompendium, 4. Aufl. (2003), ISBN 3-8252-1526-1, S. 20</ref> und zu Extension<ref>Meibauer, Einführung in die germanistische Linguistik, 2. Aufl. (2007), S. 178</ref> angesehen. Gegenstand ist dabei in einem weiten Sinn zu verstehen und steht für Dinge, Verhältnisse, Eigenschaften oder Sachverhalte.<ref>Kürschner, Grammatisches Kompendium, 4. Aufl. (2003), ISBN 3-8252-1526-1, S. 20</ref>
Abhängig von der zugrunde gelegten Semantiktheorie kann der Terminus Denotat in seiner Bedeutung noch weiter variiert und spezifiziert werden:
- In einem Modell im Sinne der modelltheoretischen Semantik ist Denotat „das (mengentheoretische) Objekt, das dem Ausdruck in diesem Modell zugeordnet ist.“<ref>Bußmann, Lexikon der Sprachwissenschaft, 3. Aufl. (2002)/Denotat</ref> (Nur) wenn das Modell ein Ausschnitt der wirklichen Welt ist, ist das Denotat der Referent in der Welt.
- Wird zwischen Denotat und Designat unterschieden, so bezeichnet der Ausdruck Designat die durch einen sprachlichen Ausdruck bezeichnete Klasse und Denotat die einzelnen Elemente der Klasse. So Morris: „Die Denotate sind die Elemente der Klasse (scilicet: des Designats).“<ref>Morris, Grundlagen der Zeichentheorie (1988), S. 22</ref>
- In behavioristischer Engführung kann mitunter mit Denotat nur ein „beobachtbarer Referent“<ref>Trabant, Semiotik (1996), S. 67</ref> gemeint sein.
Weblinks[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Helmut Rehbock: Denotat. In: Helmut Glück, Michael Rödel (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. Metzler Verlag, Stuttgart 2016, ISBN 978-3-476-02641-5, S. 136
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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