Destiny Plus
| Destiny Plus | |
|---|---|
| Missionsziel | Asteroid (3200) Phaethon |
| Betreiber | Datei:Jaxa logo.svg JAXA / |
| Trägerrakete | Epsilon |
| Instrumente | |
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Staubmessgerät, zwei Kameras
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| Verlauf der Mission | |
| Startdatum | 2028–2029 (geplant) |
| Startrampe | Uchinoura Space Center |
Destiny Plus (Demonstration and Experiment of Space Technology for INterplanetary voYage Phaethon fLyby dUSt science; stilisiert DESTINY+) ist eine geplante Raumfahrtmission der japanischen Raumfahrtagentur JAXA in Zusammenarbeit mit der deutschen Raumfahrtagentur DLR. Primäres Ziel ist die erneute Erprobung eines Ionenantriebs auf einer interplanetaren Mission. Es werden aber auch wissenschaftliche Ziele angestrebt. So soll auf der Mission kosmischer Staub analysiert werden und ein Vorbeiflug am Asteroiden (3200) Phaethon, dem vermutlichen Ursprungskörper des Meteorstroms der Geminiden, durchgeführt werden. Der Start von Destiny Plus wurde zunächst für 2024 angekündigt,<ref>DESTINY+ – Germany and Japan begin new asteroid mission. DLR-Pressemeldung vom 12. November 2020.</ref> dann aber wegen Verzögerungen bei der Fertigstellung der Trägerrakete Epsilon-S auf 2025 verschoben.<ref>探査機デスティニー打ち上げ延期 小型固体燃料ロケット開発遅れで. 47news, 27. Oktober 2023.</ref> Im Oktober 2024 wurde eine weitere Verschiebung des Starts auf das Fiskaljahr 2028 bekannt gegeben. Grund hierfür ist ein Wechsel der Trägerrakete zu einer H3.<ref>宇宙科学・探査ミッションの進捗状況について. (PDF) In: ISAS. CAO, 9. Oktober 2024, S. 11, abgerufen am 8. Dezember 2024 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Nach vier Jahren soll die Sonde (3200) Phaethon mit 500 km Abstand passieren.<ref>Ausbau der deutsch-japanischen Zusammenarbeit im All: Gemeinsame Projekte zu Kosmischem Staub und Verbrennungsmotoren. DLR, 2. November 2017, abgerufen am 30. April 2019.</ref><ref>DESTINY+: Deep Space Exploration Technology Demonstrator and Explorer to Asteroid 3200 Phaethon. (PDF) August 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. September 2017; abgerufen am 30. April 2019.</ref>
Missionsüberblick[Bearbeiten]
Destiny Plus soll vom Uchinoura Space Center mit einer Epsilon-Rakete in einen niedrigen Erdorbit starten. In den folgenden Monaten soll der Orbit mit Hilfe der Ionentriebwerke immer weiter ausgeweitet werden.<ref name="lcpm12">Hiroyuki Toyota, Kazutaka Nishiyama, Yasuhiro Kawakatsu: DESTINY+: Deep Space Exploration Technology Demonstrator and Explorer to Asteroid 3200 Phaethon. (PDF) Low-Cost Planetary Missions Conference, 15. August 2017, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 14. September 2017; abgerufen am 21. September 2017.</ref> Ein Vorbeiflug am Mond soll die Sonde anschließend in einen interplanetaren Orbit beschleunigen. Auf dem weiteren Flug hofft man, interplanetaren und kosmischen Staub analysieren zu können. Außerdem sind Vorbeiflüge an einigen erdnahen Objekten, vor allem dem Asteroiden (3200) Phaethon, geplant.<ref name="J-STAGE 2016">Studies on Solar System Explorations using DESTINY: the Demonstration and Experiment of Space Technology for Interplanetary Voyage. (PDF) Takahiro Iwata, Yasuhiro Kawakatsu, Go Murakami, Yuichiro Ezoe, Shingo Kameda, Kunihiro Keika, Tomoko Arai, Shuji Matsuura, Takanao Saiki, Takeshi Imamura, Kazunori Ogohara, Akira Oyama, Toshinori Ikenaga. ISTS Special Issue: Selected papers from the 30th International Symposium on Space Technology and Science. Vol. 14 (2016), No. ists30; doi:10.2322/tastj.14.Pk_111</ref>
Danach haben die Ionentriebwerke noch Treibstoff für Kursänderungen, um eventuell weitere Ziele anzufliegen.<ref name="2012 concept">DESTINY Mission Overview. (PDF; 347 kB) Yasuhiro KAWAKATSU. JAXA</ref>
Ziele[Bearbeiten]
Destiny Plus soll die Tauglichkeit von Ionentriebwerken für Weltraummissionen demonstrieren. Der wissenschaftliche Aspekt der Mission ist, die Natur und Herkunft von kosmischem Staub zu untersuchen, der als wichtige Quelle organischer Stoffe auf der Erde gilt. Außerdem soll sie den Asteroiden (3200) Phaethon und den von ihm ausgehenden Staub, sowie seine Oberfläche mit einer Kamera untersuchen, um den Mechanismus der Staubemission zu verstehen.<ref name="lcpm12" />
Sonde[Bearbeiten]
Destiny Plus wird mit Dünnschichtsolarzellen und modernen Sensoren zur Temperaturkontrolle ausgerüstet sein. Ihr Lagekontrollsystem ist auf eine möglichst kompakte Bauweise ausgelegt. Das Raumfahrzeug wird mit einem Schutzschild aus Aluminium abgeschirmt, so dass es einer Strahlenbelastung bis zu 30 krad standhält.<ref name="lcpm12" />
Antrieb[Bearbeiten]
Die Raumsonde soll von vier solar elektrischen Ionentriebwerken des Typs μ10 angetrieben werden,<ref name="lcpm12" /> wie sie bereits in den Sonden Hayabusa und Hayabusa 2 zum Einsatz kamen. Wobei DESTINY+ im Gegensatz zu ihren Vorgängern erstmals alle vier Triebwerke gleichzeitig nutzen wird.<ref name="jaxadlrjointsatement">DESTINY+: Technology Demonstration and Exploration of Asteroid 3200 Phaethon. (PDF) ISAS/JAXA, 20. September 2017, abgerufen am 22. September 2017.</ref> Die Triebwerke liefern bei einer Leistung von 1670 Watt einen Gesamtschub von 40 mN, was die Sonde um 83 μm/s2 beschleunigt.<ref name="lcpm12" /> Die Masse der Triebwerke (ohne Stützmasse Xenon) beträgt 59 kg.<ref name="lcpm12" />
Instrumente[Bearbeiten]
Destiny Plus wird drei wissenschaftliche Instrumente an Bord haben:<ref name="J-STAGE 2016" />
- Destiny Dust Analyzer (DDA) – ein 12 kg schweres Messgerät zur Untersuchung von kosmischem Staub und Mikrometeoriten, insbesondere von deren chemischer Zusammensetzung. Der Destiny Dust Analyzer wird von der DLR beigesteuert und von der Universität Stuttgart gebaut.<ref>Neuer Staubbeschleuniger macht Staubsensoren fit für den Weg ins All. Universität Stuttgart, 30. März 2022.</ref><ref>DLR-JAXA Joint Statement concerning the bilateral cooperation. JAXA, abgerufen am 16. September 2020.</ref>
- Telescopic Camera for Phaethon (TCAP) – die Kamera hat eine Masse von 15,8 kg.<ref name="lcpm12" />
- Multiband Camera for Phaethon (MCAP) – Die spektroskopische Kamera wiegt 3,5 kg und untersucht Licht in den Wellenlängen 390 nm, 550 nm, 700 nm und 850 nm.<ref name="lcpm12" />
Siehe auch[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
- Projektseite der JAXA zu Destiny
- Deutschland und Japan starten neue Asteroidenmission 14. November 2020 raumfahrer.net
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
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| Gestartete Missionen: |
ISEE-3/ICE (1978) •
Vega (1984) •
Sakigake (1985) •
Giotto (1985) •
Suisei (1985) •
Galileo (1989) •
Clementine (1994) •
NEAR (1996) •
Deep Space 1 (1998) •
Stardust (1999) •
Contour (2002) •
Hayabusa (2003) •
Rosetta (2004) •
Deep Impact (2005) •
New Horizons (2006) •
Dawn (2007) •
Chang’e 2 (2010) •
Hayabusa 2 (2014) •
Osiris-Rex (2016) •
Lucy (2021) •
DART (2021) •
Near-Earth Asteroid Scout (2022) •
Psyche (2023) •
Hera (2024) •
Tianwen-2 (2025) Kursiv geschriebene Missionen sind aktiv. |
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| Geplante Missionen: |
Chinesische Mission zu 2016 WP8 (2027) • Ramses (2028) • Destiny Plus (2028–2029) • Comet Interceptor (2029) |