Dhyana
Dhyana (Sanskrit Sanskrit {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), Pali {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), deutsche Übersetzung sinngemäß ‚meditative Vertiefung‘<ref name="analayo:2025"/>) bezeichnet in der indischen Yoga-Philosophie die höheren Bewusstseinszustände der Meditation oder der Versenkung. Je nach Tradition lässt sich {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) als ein Erfahrungsakt der reinen Beobachtung beschreiben, bei der das menschliche Ego und seine Gedanken keine Rolle mehr spielen; der Zustand der Zeitlosigkeit und der kosmischen Verbundenheit wird erfahrbar.
Verwendung des Begriffes im Hinduismus[Bearbeiten]
Der Begriff ist in allen Werken zu finden, die sich mit Meditation beschäftigen, unter anderen in den Upanischaden, in der Bhagavad Gita und in den Yogasutras des Patanjali.
Dhyana ist die 7. Stufe des Raja Yoga und folgt auf Pratyahara und Dharana. Die achte und letzte Stufe wird als Samadhi bezeichnet. Patanjali erklärt in seinem im Yogasutra (3.1–2), dem Leitfaden für Yoga, den Unterschied: „Das Fixieren des Geistes an eine Stelle ist Dharana (Konzentration). Das beständige Fließen einer einzigen Vorstellung dorthin ist Dhyana.“
Verwendung des Begriffes im Buddhismus[Bearbeiten]
Im Buddhismus werden unter dem Begriff verschiedene Zustände bezeichnet, die durch ein Sammeln der Achtsamkeit (Pali: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value); Sanskrit: {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) erlangt werden können. In dieser Hinsicht werden die acht {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) wie unten angeführt weit verbreitet als Stufen der Konzentration angesehen, während welcher bestimmte geistige Fähigkeiten (wie z. B. die Tätigkeit der sechs Sinne) nicht mehr vorhanden sind. Nach Verbreitung des Buddhismus in China wurde daraus das chinesische {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), was dann später im Japanischen zu {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value), in Korea „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ und in Vietnam „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“ wurde. Auf Tibetisch heißt {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) „{{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)“.
Die acht Jhānas[Bearbeiten]
Im Pali-Kanon, etwa im Anupada Sutta werden die Elemente der acht Jhanas aufgezählt<ref name="Bhikkhu Mettiko"/>.
Die vier feinkörperlichen Jhānas ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) werden so genannt, weil sie im Körper lokalisierbar sind und Entsprechungen im Alltagserleben haben:
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – Hinwendung des Geistes
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – innere Beruhigung
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – Gleichmut
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – Reinheit der Achtsamkeit
Diese vier Jhānas werden in der Mahā-Assapura Sutta (Majjhima-Nikaya 39) in den Versen 15 bis 18 wie folgt beschrieben:
15. „Nachdem er diese fünf Hindernisse überwunden hat, die Unvollkommenheiten des Herzens, die die Weisheit schwächen, tritt er ganz abgeschieden von Sinnesvergnügen, abgeschieden von unheilsamen Geisteszuständen, in die erste Vertiefung ein, die von anfänglicher und anhaltender Hinwendung des Geistes begleitet ist, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Abgeschiedenheit entstanden sind.“
16. „Wiederum, ihr Bhikkhus, tritt ein Bhikkhu mit der Stillung der anfänglichen und anhaltenden Hinwendung des Geistes (zum Meditationsobjekt) in die zweite Vertiefung ein, die innere Beruhigung und Einheit des Herzens ohne anfängliche und anhaltende Hinwendung des Geistes enthält, und verweilt darin, mit Verzückung und Glückseligkeit, die aus der Konzentration entstanden sind.“
17. „Wiederum, ihr Bhikkhus, tritt ein Bhikkhu mit dem Verblassen der Verzückung, in Gleichmut verweilend, achtsam und wissensklar, voll körperlich erlebter Glückseligkeit, in die dritte Vertiefung ein, von der die Edlen sagen: 'Glückselig verweilt derjenige, der voll Gleichmut und Achtsamkeit ist', und verweilt darin.“
18. „Wiederum, ihr Bhikkhus, tritt ein Bhikkhu mit dem Überwinden von Glück und Schmerz und dem schon früheren Verschwinden von Freude und Trauer, in die vierte Vertiefung ein, die aufgrund von Gleichmut Weder-Schmerzhaftes-noch-Angenehmes und Reinheit der Achtsamkeit in sich hat, und verweilt darin.“
Arūpajhāna[Bearbeiten]
Die vier formlosen oder die Körperlichkeit überwindenden Jhānas sind die folgenden:
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – Raumunendlichkeit: Der Meditierende entdeckt, dass kein Objekt existiert, sondern nur leerer unbegrenzter Raum.
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – Bewusstseinsunendlichkeit: Raum hat keine Existenz. Es verbleibt die Wahrnehmung von unbegrenztem Bewusstsein.
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – Leerheit: Es existiert kein Bewusstsein, sondern nur Leerheit.
- {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value) – Es verbleibt Weder-Wahrnehmung-noch-Nichtwahrnehmung.
Nirodha Samāpatti[Bearbeiten]
Nach dem Überwinden des achten Jhānas gelangt man in den Zustand der Erlöschung von Wahrnehmung und Empfindung (pi. {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Im Majjhima-Nikaya steht hierzu:
„Wiederum, ihr Bhikkhus, mit dem völligen Überwinden des Gebiets von Weder-Wahrnehmung-Noch-Nichtwahrnehmung trat Sariputta in das Erlöschen von Wahrnehmung und Empfindung ein und verweilte darin. Und seine Triebe wurden aufgehoben, indem er mit Weisheit sah. Er trat achtsam aus jenem Erreichungszustand heraus. Nachdem er das getan hatte, betrachtete er die vergangenen Zustände, die aufgehört und sich verändert hatten, folgendermaßen: ‚Diese Zustände treten also tatsächlich in Erscheinung, nachdem sie vorher nicht vorhanden waren; nach ihrem Vorhandensein zerfallen sie‘. In Bezug auf jene Zustände verweilte er, ohne angezogen zu werden, ohne abgestoßen zu werden, unabhängig, ungebunden, frei, losgelöst, mit einem unbeschränkten Herzen. Er verstand: ‚Es gibt nichts mehr jenseits davon‘, und mit der Pflege jenes Erreichungszustands bestätigte er, daß es nichts mehr gibt.“<ref name="Bhikkhu Mettiko"/>
Dhyanamudra[Bearbeiten]
Zu den Handhaltungen (mudras) Buddhas gehört bereits in den frühesten Darstellungen seiner Person in der Gandhara-Kunst (1.–4. Jahrhundert) auch die Meditationshaltung (dhyanamudra), bei der die geöffneten und nach oben weisenden Handflächen im Schoß ineinandergelegt sind – die rechte Hand stets zuoberst. Diese Darstellungsweise wurde in der Jainistischen Kunst zur zentralen Ausdrucksform für die zumeist sitzenden Tirthankaras erhoben.
Siehe auch[Bearbeiten]
Literatur[Bearbeiten]
- Henepola Gunaratana: The Jhānas in Theravāda Buddhist Meditation. Buddhist Publication Society, Kandy, Sri Lanka 1988. ISBN 955-24-0035-X (Online)
- Henepola Gunaratana: A Critical Analysis of the Jhanas in Theravada Buddhist Meditation. (Dissertationsschrift) The American University Library, Washington D.C. 1980. (Online; PDF; 1,4 MB)
- Richard Shankman: The Experience of Samadhi: An In-depth Exploration of Buddhist Meditation. Shambhala Publications 2008. ISBN 978-1-59030-521-8.
- Ayya Khema: Die Kunst des Loslassens. Der Weg der meditativen Vertiefungen, Jhana-Verlag; Auflage: 2. (22. Dezember 2011). ISBN 978-3931274337
- The buddha on higher states of consiousness, Wheel Publivcation 189/190
- The Jhanas , Ajahn Brahmavamso, Buddhist Fellowship
Weblinks[Bearbeiten]
- Nyānatiloka Mahāthera: Buddhistisches Wörterbuch – Jhana, Nirodha samāpatti
- Buddhagosa – Visuddhi Magga X, Historischer Kommentar zu den formlosen Sammlungen
- Ajahn Brahm : The Jhanas
Einzelbelege[Bearbeiten]
<references>
<ref name="analayo:2025">Bhikkhu Anālayo: Satipaṭṭhāna-Meditation: Ein Praxisleitfaden. Edition Steinrich, Berlin 2025, ISBN 978-3-942085-84-7.</ref>
<ref name="Bhikkhu Mettiko">Die Lehrreden des Buddha aus der Mittleren Sammlung (Majjhima-Nikāya). 6. Auflage. Jhana Verlag im Buddha-Haus, 2026, ISBN 978-3-931274-13-9.</ref> </references>