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Die Migrantigen

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Produktionsland Österreich
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 95 Minuten
Altersfreigabe

</ref>

Stab
Regie Arman T. Riahi
Drehbuch Arman T. Riahi,
Aleksandar Petrović,
Faris Endris Rahoma
Produktion Arash T. Riahi,
Karin C. Berger
Musik Karwan Marouf
Kamera Mario Minichmayr
Schnitt Cordula Werner,
Arman T. Riahi
Besetzung

Die Migrantigen ist eine österreichische Filmkomödie aus dem Jahr 2017 von Arman T. Riahi. Die Premiere erfolgte am 26. Jänner 2017 beim Filmfestival Max Ophüls Preis, wo die Komödie im Spielfilmwettbewerb gezeigt und mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Unser Spielfilm-Wettbewerb steht fest | Filmfestival Max-Ophüls-Preis (Memento vom 28. Dezember 2016 im Internet Archive). Artikel vom 16. Dezember 2016, abgerufen am 28. Dezember 2016.</ref><ref>Kleine Zeitung: Drei österreichische Filme im Wettbewerb um den Ophüls-Preis. Artikel vom 16. Dezember 2016, abgerufen am 28. Dezember 2016.</ref><ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Filmfestival Max-Ophüls-Preis: Die Preisträger 2017 (Memento vom 27. März 2018 im Internet Archive). Abgerufen am 29. Jänner 2017.</ref><ref name="tt12552658-91">Tiroler Tageszeitung: Max-Ophüls-Preis für österreichischen Film „Siebzehn“. Artikel vom 28. Jänner 2017, abgerufen am 29. Jänner 2017.</ref> In Österreich wurde der Film am 31. März 2017 auf der Diagonale aufgeführt.<ref>Diagonale: Die Migrantigen. Abgerufen am 18. März 2017.</ref> Der Kinostart erfolgte in Österreich am 9. Juni 2017.<ref name="filminstitut"/> In Deutschland kam der Film am 7. September 2017 in die Kinos.<ref>filmstarts.de: Die Migrantigen. Artikel vom 5. Juni 2017, abgerufen am 6. Juni 2017.</ref>

Handlung[Bearbeiten]

Der Film spielt im fiktiven Wiener Grätzl Rudolfsgrund und handelt von den zwei im Grunde perfekt integrierten Freunden Benny und Marko. Die beiden Wiener mit Migrationshintergrund führen das Leben von Bobos und haben kaum noch Bezug zu der Kultur und Herkunft ihrer Eltern. Benny leidet aber darunter, dass man ihm seine ägyptischen Wurzeln ansieht und er als Schauspieler immer nur als Ausländer gecastet wird. Eines Tages werden die beiden von einem Fernsehteam angesprochen, das eine Dokumentations-Serie über den sozialen Brennpunkt Rudolfsgrund drehen möchte.

Die sensationsheischende TV-Dokumentaristin Marlene Weizenhuber möchte damit hauptsächlich ein möglichst großes Publikum erreichen. Benny und Marko geben also – in der Hoffnung auf Geld, Bekanntheit und neue Chancen – vor, arbeitslose Kleinkriminelle zu sein, und stürzen sich in zahlreiche Klischees. Eines Tages erfährt Marlene Weizenhuber zufällig beim Sichten des gefilmten Materials, dass Benny und Marko das Ganze für sie nur inszeniert haben. Sie spielt das Spiel aber trotzdem weiter.

Benny und Marko kommen mehr und mehr zu dem Schluss, dass es Zeit ist auszusteigen, unter anderem weil sie den Jugendlichen ein falsches Vorbild geben. Bei einer Versammlung präsentieren die beiden den Einwohnern des Grätzels einen gemeinsamen Plan. In der Folge dringen sie mit Unterstützung einiger anderer in das Funkhaus ein und bringen eigenes Material auf Sendung. In dieser Einspielung erzählen sie den Zusehern ihre wahre Geschichte und klären über tatsächliche Probleme im Viertel auf.

Produktion und Hintergrund[Bearbeiten]

Die Dreharbeiten fanden von April bis Juni 2016 in Wien statt. Der Hannovermarkt im 20. Wiener Gemeindebezirk Brigittenau wurde zum fiktiven Grätzl Rudolfsgrund. Weitere Drehorte waren unter anderem der Schwendermarkt und der Volkertmarkt.<ref>Der Film "Die Migrantigen" wird am Hannovermarkt gedreht. Artikel vom 9. Juni 2016, abgerufen am 28. Dezember 2016.</ref> Gedreht wurde auch im Umfeld des österreichischen Film- und Fernsehpreises Romy im Rahmen der Romyverleihung 2016.<ref name="kurier2016"/>

Unterstützt wurde die Produktion vom Österreichischen Filminstitut und dem Filmfonds Wien, beteiligt war der Österreichische Rundfunk. Produziert wurde der Film von Golden Girls Filmproduktion. Für den Ton zeichnete Atanas Tcholakov verantwortlich, für das Kostümbild Monika Buttinger und für das Szenenbild Martin Reiter.<ref name="filminstitut">Österreichisches Filminstitut. Abgerufen am 28. Dezember 2016.</ref><ref>Filmfonds Wien: Die Migrantigen. Abgerufen am 28. Dezember 2016.</ref>

Für Regisseur Arman T. Riahi, der gemeinsam mit den beiden Hauptdarstellern das Drehbuch entwickelte, war dies sein erster Spielfilm.<ref name="kurier2016">Kurier: Die ROMY-Gala als Filmset. Artikel vom 21. April 2016, abgerufen am 28. Dezember 2016.</ref> Ursprünglich war der Stoff als zwölfteilige Serie Neue Wiener geplant, nach einer Insolvenz der Produktionsfirma Neue Sentimental Film wurde dieser als Kinofilm umgesetzt.<ref name="orf">orf.at: Eine „Anti-Integrationskomödie“. Artikel vom 8. Juni 2016, abgerufen am 28. Dezember 2016.</ref>

Der Film wurde 2019 im Rahmen der Edition österreichischer Film von Hoanzl und dem Standard auf DVD veröffentlicht.

Auszeichnungen und Nominierungen[Bearbeiten]

Rezeption[Bearbeiten]

Die Tageszeitung Die Presse schrieb, dass der Film so manches Klischee, das landläufig mit dem Begriff Migrationshintergrund verbunden wird, lustvoll präsentiere und auseinandernehme. Das Ergebnis sei ein „beschwingter, bisweilen köstlich komischer Film“. Der Film feiere „nicht nur das Chaos ab, das durch das immer höher werdende Lügengerüst entsteht,“ und spiele „dabei genüsslich mit Stereotypen“, sondern befasse „sich auch mit Identitätsfragen und der Praxis, Herkunft und Nationalität zum bestimmenden Charakteristikum eines Menschen zu erklären.“<ref>diepresse.com: „Die Migrantigen“: Wie wird man ein echter Ausländer?. Artikel vom 7. Juni 2017, abgerufen am 7. Juni 2017.</ref>

Die Wiener Zeitung bezeichnete den Film als „griffige, intelligente Sozialkomödie“ und Riahis Humor als „hart und direkt, dann und wann subtil, oft schwarz und vor allem pointiert im Umgang mit hartnäckigen Klischees.“ Die Sozialkritik habe Riahi mit seinem Humor eingewickelt und daneben auch noch eine treffende Mediensatire gedreht.<ref>Wiener Zeitung: Filmkritik – Wie geht Ausländisch?. Artikel vom 7. Juni 2017, abgerufen am 8. Juni 2017.</ref>

Mit 69.577 Besuchern war der Film laut Film Austria nach Wilde Maus und Die beste aller Welten der dritterfolgreichste Film des österreichischen Kinojahres 2017.<ref>Vorarlberger Nachrichten: Die heimischen Kassensieger. Artikel vom 30. Dezember 2017, abgerufen am 30. Dezember 2017.</ref>

Bühnenadaption[Bearbeiten]

Im Juli 2017 wurde bekannt, dass Regisseur Arman T. Riahi gemeinsam mit den beiden Hauptdarstellern und Co-Drehbuchautoren Faris Rahoma und Aleksandar Petrović auf Initiative von Michael Niavarani eine Bühnenfassung erarbeiten.<ref>diepresse.com: Niavarani will "Die Migrantigen" auf die Bühne bringen. Artikel vom 21. Juli 2017, abgerufen am 21. Juli 2017.</ref>

Am 7. September 2019 erfolgte die Uraufführung der Bühnenfassung von Die Migrantigen in den Wiener Kammerspielen des Theaters in der Josefstadt. Das Stück eröffnete dort die Spielzeit 2019/20.<ref>Wiener Zeitung: Die Josefstadt lädt zu Nestroy und Peymann. Artikel vom 15. Mai 2019, abgerufen am 28. Mai 2019.</ref> In der Uraufführung verkörperte Jakob Elsenwenger die Rolle des Marko Bilic/Tito und Luka Vlatković die des Benny Lorenz/Omar. Doris Schretzmayer übernahm wie im Film die Rolle der Marlene Weizenhuber.<ref>Kammerspiele der Josefstadt: Arman T. Riahi, Aleksandar Petrović und Faris Rahoma: Die Migrantigen: Uraufführung. Abgerufen am 28. Mai 2019.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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Vorlage:Filmdaten