Zum Inhalt springen

Dieter Gieseler

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Dieter Gieseler (* 10. Januar 1941 in Münster; † 8. Februar 2008 in Amelunxen) war ein Radsportler aus der Bundesrepublik Deutschland. Er gewann bei den Olympischen Sommerspielen 1960 die Silbermedaille im Zeitfahren.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten]

Gieseler kam zum Radsport durch seinen Bruder Edi, der seit dem 1. Oktober 1954 Radprofi war und bei den Sechstagerennen antrat.<ref name="WN_2012-08-09">Westfälische Nachrichten: Sportliche Legenden: Dr. Reiner Klimke führt die Liste an: Münsters erfolgreichste Olympioniken, Münster, Michael Schulte, 9. August 2012</ref> Trainiert wurde Dieter Gieseler von Gustav Kilian. 1960 wurde er deutscher Meister im 1000-Meter-Zeitfahren. Bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom fuhr er mit 1:08,75 Minuten im Zeitfahren persönliche Bestzeit. Er gewann die Silbermedaille hinter dem Italiener Sante Gaiardoni, der in 1:07,27 min einen neuen Weltrekord aufstellte.<ref name="WN_2012-08-09" /> Für den Gewinn dieser Medaille erhielt er am 9. Dezember 1960 das Silberne Lorbeerblatt.<ref>Sportbericht der Bundesregierung vom 29. September 1973 an den Bundestag – Drucksache 7/1040 – Seite 69</ref>

Von 1962 bis 1967 war Gieseler Radprofi, seine besten Platzierungen waren zwei dritte Plätze bei der Deutschen Bahnradmeisterschaft 1965 und 1967. Zudem gewann er zahlreiche Zweier-Mannschaftsfahren gemeinsam mit Gustav „Gussi“ Kilian, dem Sohn des Bundestrainers.

Nach langer Krankheit starb Gieseler am 8. Februar 2008 und wurde in seinem Heimatort Amelunxen beigesetzt.

Berufliches[Bearbeiten]

Noch in seiner aktiven Zeit hatte er sich, gemeinsam mit seinem Bruder, eine berufliche Zukunft im Obstanbau aufgebaut.<ref>Bund Deutscher Radfahrer (Hrsg.): Radsport. Nr. 18/1962. Deutscher Sportverlag Kurt Stoof, Köln 1962, S. 15.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

  • Karl Lennartz und Walter Teutenberg: Olympiateilnehmer in Westfalen. Biographien Athen 1896 bis München 1972. Kassel 1993, ISBN 3-928562-58-4

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang

1960 Dieter Gieseler | 1961 Willi Fuggerer | 1962 Ehrenfried Rudolph | 1963, 1964 Lothar Claesges | 1965–1968 Herbert Honz | 1969 Karl Link | 1970 Gerhard Schöfer | 1971 Karl Köther | 1972, 1973, 1975, 1976, 1978 Hans Michalsky | 1974, 1977 Günther Schumacher | 1979 Gerhard Scheller | 1980–1984 Fredy Schmidtke | 1985 Sascha Wallscheid | 1986, 1988 Robert Lechner | 1987 Michael Kötter | 1989, 1990 Markus Nagel | 1991, 1992 Jens Glücklich

Folgende Ergebnisse unter Deutsche Meister im Zeitfahren (Elite).

Vorlage:Klappleiste/Ende