Diether Stolze
Diether Stolze (* 5. Februar 1929 in Starnberg; † 24. Oktober 1990 in Bellinzona, Schweiz) war ein deutscher Journalist, Publizist, Regierungssprecher und Medienmanager. Stolze war u. a. Verleger und Mitherausgeber der Wochenzeitung Die Zeit.
Leben[Bearbeiten]
Stolze wurde als Sohn eines Journalisten geboren. Nach der Schule begann er ein Studium der Physik und durchlief eine journalistische Ausbildung. Er wurde Mitarbeiter der Abendzeitung aus München und verfasste Artikel für die Deutsche Illustrierte.
1963 ging er zur Wochenzeitung Die Zeit, wo er Leiter der Wirtschaftsredaktion wurde. Darüber hinaus war er stellvertretender Chefredakteur. Beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) moderierte er das Wirtschaftsmagazin Plusminus 1975 und 1976.<ref>Diese Woche im Fernsehen In: Der Spiegel. Nr. 50 (1976).</ref> 1977 wurde er Verleger und ab 1979 Mitherausgeber (gemeinsam mit Marion Gräfin Dönhoff und Theo Sommer) der Zeit. Er galt politisch als CDU-nah.
Von 1982 bis 1983 war er Regierungssprecher und Chef des Presse- und Informationsamtes der Bundesregierung. Ab 1984 war er Medienberater der Niedersächsischen Landesregierung unter Ernst Albrecht (CDU). Darüber hinaus war er Mitarbeiter des Beirats für neue Medienfragen und ab 1983 wirtschaftspolitischer Berater von Helmut Kohl (CDU).
1986 wurde er geschäftsführender Gesellschafter der AV Euromedia GmbH (Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck). Er war Aufsichtsratsmitglied der SAT 1 SatellitenFernsehen GmbH, der Saarbrücker Zeitung und des Otto-Maier-Verlages.
Er war Autor zahlreicher Bücher. Eine Zeitlang trat er unter dem Pseudonym Mercator auf.
Stolze war verheiratet. Er starb 1990 bei einem Autounfall im Kanton Tessin.
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 1972: Theodor-Wolff-Preis
- 1977: Ludwig-Erhard-Preis für Wirtschaftspublizistik
- 1983: Kommandeur der Ehrenlegion
Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]
- Den Göttern gleich. Unser Leben von morgen. Desch, München u. a. 1959.
- Mach mehr aus deinem Geld. Wie man aus wenig viel und aus viel noch mehr machen kann. Nannen, Hamburg 1961.
- Die dritte Weltmacht. Industrie und Wirtschaft bauen ein neues Europa. Desch, München u. a. 1962.
- Inflation? Furcht und Wirklichkeit. Desch, München u. a. 1963.
- Bleiben wir reich? Die neuen Aufgaben der Wirtschaftspolitik nach dem Ende des Wunders. Desch, München u. a. 1963.
- (Hrsg. mit Michael Jungblut): Der Kapitalismus. Von Manchester bis Wall Street. Texte, Bilder und Dokumente. Desch, München 1969.
- An der Inflation verdienen. Ratgeber für kluge Rechner. Herbig, München 1973,
- Die Zukunft wartet nicht. Aufbruch in die neunziger Jahre. Droemer Knaur, München 1984, ISBN 3-426-26146-4.
- Das Wunder lässt sich wiederholen. Argumente zu aktuellen Fragen der Wirtschaftspolitik. Droemer Knaur, München 1984, ISBN 3-426-03751-3.
Literatur[Bearbeiten]
- Vera Derschum et al.: Die deutschsprachige Presse: Ein biographisch-bibliographisches Handbuch. K. G. Saur Verlag, München 2005, ISBN 3-598-11710-8, S. 1043.
- Diether Stolze in Internationales Biographisches Archiv 48/1990 vom 19. November 1990, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Diether Stolze im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Werke von und über Diether Stolze in der Deutschen Digitalen Bibliothek
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Die Seite Vorlage:BoxenVerschmelzen/styles.css hat keinen Inhalt.
Heinrich Böx | Paul Bourdin | Heinrich Brand | Fritz von Twardowski | Felix von Eckardt | Edmund Forschbach | Felix von Eckardt | Karl-Günther von Hase | Günter Diehl | Conrad Ahlers | Rüdiger von Wechmar | Klaus Bölling | Kurt Becker | Klaus Bölling | Diether Stolze | Peter Boenisch | Friedhelm Ost | Hans Klein | Dieter Vogel | Peter Hausmann | Friedrich Bohl | Otto Hauser | Uwe-Karsten Heye | Béla Anda | Ulrich Wilhelm | Steffen Seibert | Steffen Hebestreit | Stefan Kornelius
Vorlage:Klappleiste/EndeVorlage:Klappleiste/Anfang
Marion Gräfin Dönhoff (1973–2002) | Theo Sommer (1979–1982, 1992–2000) | Diether Stolze (1979–1982)[1] | Helmut Schmidt (1983–2015)[2] | Josef Joffe (seit 2000)[3] | Michael Naumann (2001–2010)[3]
2) Am 1. Oktober 1985 zog sich Gerd Bucerius, der Eigentümer des Zeitverlags aus dem Tagesgeschäft zurück. Die publizistische Verlagsarbeit übernahm Helmut Schmidt, die kaufmännische Führung Bucerius’ Lebensgefährtin Hilde von Lang.
3) Joffe und Naumann waren von Januar 2001 bis August 2004 in Personalunion gemeinsam als Chefredakteure der Zeit tätig.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Stolze, Diether |
| ALTERNATIVNAMEN | Mercator (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Journalist, Publizist und Medienmanager |
| GEBURTSDATUM | 5. Februar 1929 |
| GEBURTSORT | Starnberg |
| STERBEDATUM | 24. Oktober 1990 |
| STERBEORT | Bellinzona, Schweiz |
- Seiten mit TemplateStyles-Fehlern
- Wikipedia:Seite mit Skriptfehlern
- Publizist
- Wirtschaftsjournalist
- Zeitungsjournalist
- Journalist (Deutschland)
- Herausgeber
- Verleger (20. Jahrhundert)
- Person (Die Zeit)
- Politischer Berater
- Manager (Deutschland)
- Fernsehmoderator (Deutschland)
- Chef des Presse- und Informationsamts der Bundesregierung
- Mitglied der Ehrenlegion (Kommandeur)
- Träger des Theodor-Wolff-Preises
- Deutscher
- Geboren 1929
- Gestorben 1990
- Mann
- Träger des Ludwig-Erhard-Preises
- Person (Sat.1)
- Medienmanager
- Sachbuchautor
- Sachliteratur (Wirtschaft)
- Unfallopfer (Straßenverkehr)