Zum Inhalt springen

Dietlind Preiss

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Datei:2014-03-20 Die Künstlerin Dietlind Preiss in ihrem Hinterhof-Garten in der Sedanstraße 34 in Hannover, Stadtteil Oststadt.jpg
Dietlind Preiss in ihrem Hinterhof-Garten in der Sedanstraße 34 in Hannover-Oststadt

Dietlind Preiss (* 21. Oktober 1940 in Sensburg im damaligen Ostpreußen; † 20. Juni 2021 in Hannover)<ref>Traueranzeige, in: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 10. Juli 2021.</ref> war eine deutsche Bildhauerin.<ref name="Skurriles ..., S. 28">Wolfgang Schepers (Red.), Annerose Bekuhrs: Dietlind Preiss ... (siehe Literatur), S. 28</ref> Die Autodidaktin gestaltete skurrile, oft mechanisch animierte Objekte mit Licht aus selbst gefertigten oder gefundenen Materialien.<ref name="HAZ Stoeber">Michael Stoeber: Ausstellung im Kestner Museum / Skurriler Publikumsrenner (siehe Literatur)</ref> Die Künstlerin lebte und arbeitete in Hannover in ihrem Atelier Lichtgestalten in der Sedanstraße 34 im Stadtteil Oststadt.<ref name="Commons">Vergleiche die Dokumentation bei Commons (siehe unter dem Abschnitt Weblinks)</ref>

Leben[Bearbeiten]

Datei:Dietlind Preiss, Licht gestalten, Sedanstraße 34, Hannover, grafikdesign blattwerk, Hinweis über der Hofzufahrt.jpg
Tafel über dem Durchgang zum Atelier Lichtgestalten in der Sedanstraße 34

In der Zeit von 1964 bis 1974 studierte Dietlind Preiss auf Lehramt Englisch und Geschichte. Fast zeitgleich bildete sie sich von 1970 bis 1974 zur Kinderpsychotherapeutin aus. Hierauf eröffnete sie eine Psychotherapiepraxis für Kinder in der Zeit von 1974 bis 1990. Von 1983 bis 1990 war die Wahlhannoveranerin aktiv im Kunstcafé Ateljee in Döhren. Im Jahre 1997 richtete sie ihre eigene Werkstatt in Hannover ein, welche sie 2002 dann in der Sedanstraße ausbaute, um sich weiter kreativ entfalten zu können. Dort eröffnete sie 2008 auch ihre eigene Hinterhofgalerie.<ref name="Skurriles ..., S. 28"/> Dietlind Preiss war Mitglied im Bundesverband Kunsthandwerk.<ref>Dietlind Preiss / Kunsthandwerkerin auf der Seite bundesverband-kunsthandwerk.de, zuletzt abgerufen am 10. März 2014</ref>

Ausstellungen[Bearbeiten]

Skurriles Bestiarium im Museum August Kestner[Bearbeiten]

Datei:2013-2014 Ausstellung Dietlind Preiss SKURRILES BESTIARIUM vom 5. Dezember 2013 bis 9. März 2014 im Museum August Kestner in Hannover, BUSSTOP von Massimo Iosa Ghini.jpg
Plakat am Museum August Kestner zur Ausstellung Skurriles Bestiarium, verlängert bis 22. April 2014

Für die Ausstellung Skurriles Bestiarium im Museum August Kestner in Hannover von 2013 bis zum 22. April 2014<ref>Flugblatt des Museum August Kestner mit handschriftlicher Ergänzung zur Verlängerung bis zum 22. April 2014</ref> stellte Dietlind Preiss Objekte mit gewollten Bezügen zu antiken Exponaten des Museums her, etwa zu barocken Porzellanfiguren, silbernen Trinkspielen des 17. und 18. Jahrhunderts oder auch zum mittelalterlichen Reliquienbehälter aus dem „Schatz der Goldenen Tafel<ref>Die goldene Tafel im Kontext | Nds. Landesmuseum Hannover. Archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 18. Mai 2018; abgerufen am 17. Mai 2018 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>“. Ihre Arbeiten stellen „zeitgenössische Kommentare, phantasievolle, kreative und hintergründige Anmerkungen“ zu den historischen Artefakten des Museums August Kestner her. Im Vorwort zum Ausstellungskatalog schrieb Museumsdirektor Wolfgang Schepers dazu:<ref name="Skurriles ..., S. 2f.">Wolfgang Schepers: Skurriles Bestiarium (Vorwort), in: Wolfgang Schepers (Red.), Annerose Bekuhrs: Dietlind Preiss ... (siehe Literatur), S. 2f.</ref>

„Dadaistisch kann man auch die Collagen eines Kurt Schwitters verstehen und hier knüpft die hannoversche Künstlerin an eine bedeutende Tradition an. Waren es bei Schwitters Fahrkarten und Programmzettel oder Zeitungsausschnitte als zweidimensionales Repertoire seiner Kunst, so sind es bei Dietlind Preiss dreidimensionale Versatzstücke wie zum Beispiel ein biedermeierliches Glas aus dem Kriegsschutt ihres Hauses.“<ref name="Skurriles ..., S. 2f."/><ref>Anmerkung: Im zitierten Original ist wohl versehentlich von „Ernst Schwitters“ die Rede.</ref>

„Selbstverständlich sollen die im ganzen Museum an entsprechende Orte verteilten Exponate auch zum Schmunzeln anregen, gleichwohl handelt es sich fast immer um gestaltete Kommentare zu den Themen aus Kunst und Geschichte.“<ref name="Skurriles ..., S. 2f."/>

Frühere Ausstellungen[Bearbeiten]

Von 1996 bis März 2014 waren Werke von Dietlind Preiss wie folgt zu sehen:<ref name="Skurriles ..., S. 28"/>

Literatur[Bearbeiten]

Fernsehauftritte[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Dietlind Preiss – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein