Dietmar Schott
Dietmar Schott (* 20. Juli 1937 in Köln; † 11. Mai 2026 in Linz am Rhein<ref name="linz">Quentin Bröhl: WDR-Legende Dietmar Schott ist im Alter von 88 Jahren gestorben. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 12. Mai 2026, abgerufen am 12. Mai 2026.</ref>) war ein deutscher Sportjournalist.
Beruflicher Werdegang[Bearbeiten]
Dietmar Schott, der in Hamburg aufwuchs, war zunächst freiberuflich als Journalist beim Norddeutschen Rundfunk tätig und gründete die Zeitschrift Der Jazzer. 1954 wurde er Mitglied beim Hamburger SV<ref>Hans-Eckart Jaeger: 90 Sekunden Leidenschaft am Mikrofon. In: abendblatt.de. 31. Januar 2000, abgerufen am 15. Oktober 2020.</ref> und spielte Basketball bei dem Verein. Im Jahr 1962 kehrte er nach Köln zurück, spielte Basketball bei ASV Köln<ref>Immer ruhig und kompetent: Dietmar Schott zum 80. Geburtstag. In: WDR. 20. Juli 2017, abgerufen am 29. Dezember 2018.</ref> und trat eine Tätigkeit als Sportredakteur beim Westdeutschen Rundfunk an. Im Juni 1977 wurde er beim BSC Saturn Köln<ref name=":0">Dietmar Schott: Elf Jahre wie im Rausch. In: Basketball Bundesliga GmbH (Hrsg.): 50 Jahre Basketball Bundesliga. Köln, ISBN 978-3-7307-0242-0, S. 90–92.</ref> rechte Hand von Mäzen Fritz Waffenschmidt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Heldendämmerung. Die Basketballlegende Ralph Klein starb im Alter von 77 Jahren auf j-zeit.de v. September 2008 ( vom 25. September 2008 im Internet Archive)</ref> In Schotts Amtszeit als Manager und „Mann für alle Fälle“<ref name=":02">Christoph Büker: Was macht eigentlich…Dietmar Schott? In: DBB-Journal 09, Juni 2009. Deutscher Basketball-Bund, abgerufen am 29. Dezember 2018.</ref> bei den Kölner Basketballern fielen die DBB-Pokalsiege 1980, 1981 und 1983 sowie die deutschen Meistertitel 1981, 1982, 1987 und 1988. Er war unter anderem für die Verpflichtung des israelischen Startrainers Ralph Klein im Jahr 1983 sowie von Tony DiLeo verantwortlich, den er trotz Skepsis im Umfeld vom Damen-Serienmeister Agon Düsseldorf nach Köln holte.<ref name=":0" /> „Ich war Manager, Pressesprecher, Teambetreuer usw. Ich habe dort alles zu hundert Prozent ehrenamtlich gemacht, und vor allem: gerne!“, sagte er 2012 mit Blick auf seine Tätigkeit bei Saturn Köln.<ref name=":02" />
Schotts berufliches Spezialgebiet war neben Basketball der Pferdesport. Als Hörfunkjournalist wurde er durch die samstägliche Radiosendung „Sport und Musik“ bekannt, und er war auch im Fernsehen tätig. Im Radio moderierte er über 2000 Sendungen. 1988 wurde Schott als WDR-Sportchef Nachfolger von Kurt Brumme. 1993 übertrug er das Endspiel der Basketball-Europameisterschaft direkt und in voller Länge in Rundfunk. „Das hatte es noch nie gegeben und war damals fast sensationell“, sagte Schott 2012 rückblickend.<ref name=":02" /> 2002 ging er in den Ruhestand. Nachfolgerin im Amt des WDR-Sportchefs wurde Sabine Töpperwien.
In seiner Laufbahn begleitete Schott eine große Anzahl von Sportereignissen als Kommentator. So übertrug er alleine 32-mal den Prix d’Amérique. Hinzu kamen elf Olympische Spiele und alle Pferde-Wettkämpfe der Olympischen Spiele 2000 in Sydney.
Im September 2025 stürzte Dietmar Schott und zog daraufhin in ein Pflegeheim in Aegidienberg. Er starb am 11. Mai 2026 in Linz am Rhein im Alter von 88 Jahren.<ref name="linz" />
Ehrungen und Ämter[Bearbeiten]
Für seine Reportagen wurde Schott 1990 mit dem Herbert-Zimmermann-Preis und in Neuseeland gegen 149 Konkurrenten mit dem Weltpreis ausgezeichnet. 2003 erhielt er den Journalistenpreis Das Silberne Pferd.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.journalistenpreise.de ( vom 25. Januar 2016 im Internet Archive)</ref>
Privates[Bearbeiten]
Gemeinsam mit seiner Frau züchtete Dietmar Schott im Gestüt Höhnchen in Lohmar seit 1974 Trabrennpferde; seine Pferde errangen über 300 Siege. Als Amateur-Trabrennfahrer brachte er es seit 1962 auch selbst auf internationale Einsätze.
Publikationen[Bearbeiten]
- „Ich danke Sie!“ Der Fußballer Willi „Ente“ Lippens. Klartext-Verlagsgesellschaft. Essen 2008. ISBN 978-3-89861-978-3
- „Ich danke Sie!“ Der Fußballer Willi „Ente“ Lippens. Hörbuch. Klartext-Verlagsgesellschaft 2012
- Traben leichtgemacht. – Handbuch für Trabrennsport und Traberzucht – ein Einstieg in eine faszinierende Sportart. 1992. Hrsg. vom Hauptverband für Traber-Zucht
Literatur[Bearbeiten]
- Manfred Erdenberger: 1938? Nein - Legende? Ja! Dietmar Schott zum 80. Geburtstag, in: WDR Print, Ausgabe Juni/Juli 2017, S. 50
Weblinks[Bearbeiten]
- „Ich danke Sie!“ Der Fußballer Willi „Ente“ Lippens auf Radio Hafenstrasse
- Christoph Büker: „Dietmar Schott“. In: DBB-Journal. Nr. 26, April 2012. S. 32–33 (PDF; 7,9 MB)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schott, Dietmar |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Sportjournalist |
| GEBURTSDATUM | 20. Juli 1937 |
| GEBURTSORT | Köln |
| STERBEDATUM | 11. Mai 2026 |
| STERBEORT | Linz am Rhein |
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