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Dillich

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Dillich
Stadt Borken
Koordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(427)&title=%3Cstrong+class%3D%22error%22%3E%3Cspan+class%3D%22scribunto-error+mw-scribunto-error-8db28562%22%3ESkriptfehler%3A+Ein+solches+Modul+%E2%80%9ECoordinates%2Fkml%E2%80%9C+ist+nicht+vorhanden.%3C%2Fspan%3E%3C%2Fstrong%3E 51° 0′ N, 9° 17′ OKoordinaten: Vorlage:Deutsches Bundesland/Code_type:city(427) 50° 59′ 53″ N, 9° 17′ 8″ O
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dim=10000 globe= name=Skriptfehler: Ein solches Modul „Coordinates/kml“ ist nicht vorhanden. region=DE-Vorlage:Deutsches Bundesland/Code type=city
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Höhe: 203 m ü. NHN
Fläche: 5,14 km²<ref name="lagis" />
Einwohner: 427 (Nov. 2025)<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Stadt Borken, abgerufen am 19. Februar 2026.</ref>
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner/km²
Eingemeindung: 31. Dezember 1971
Postleitzahl: 34582
Vorwahl: 06693

Das Dorf Dillich ist seit 1971 ein Stadtteil von Borken im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis. Die Gemarkung des Orts liegt im Südosten des Olmesgrunds und hat eine Größe von 514 Hektar; in ihr liegen die Wüstungen Hemmerode und Niedernhain. Am nordwestlichen Ortsrand steht das Schloss Dillich.

Geschichte[Bearbeiten]

Datei:Kirche-Dillich.jpg
Ev. Dorfkirche von Dillich

Bei der Erwähnung von 1008 als Thielleich im Mainzer Urkundenbuch ist die Zuordnung zu Dillich ungesichert. Die älteste gesicherte schriftliche Erwähnung von Dillich erfolgte unter dem Namen Dielichen im Jahr 1197. Weitere Erwähnungen erfolgten unter den Ortsnamen (in Klammern das Jahr der Erwähnung): Dielich (1209), Dilech (1245), Dieleich (um 1250), Thiliche (1305), Tieleche (1318), Delike (1321), Dylche (1335), Thilche (1356), Dilche (1370), Delche (1425), Dyelche (1490), Dillich (1492), Dilwig (1503), Tilch (1517), Dielicke (1521), Dilch (1535), Dielchenn (1546), Dilig (1568), Dillig (1594), Tillick (1607), Dielch (1609) und Dilck (1674).<ref name="lagis" /> Durch Funde konnte eine Besiedlung jedoch schon im Zeitraum der älteren Bronzezeit (1.300 v. Chr. bis 800 v. Chr.) belegt werden.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Falls die Zuordnung von 1008 zutrifft, war Dillich Sitz des „Gerichts in den Hainen“ (bestehend aus den Dörfern Neuenhain, Stolzenbach und dem heute wüsten Niedernhain), das König Heinrich II. in diesem Jahr dem Stift St. Stephan in Mainz zu Lehen gab.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Die Landgrafen von Hessen verlehnten Dillich im 14. Jahrhundert an die Herren von Dalwigk. Die landgräfliche Verwaltung des „Gerichts in den Hainen“ und des Besitzes rund um Dillich wurde ab 1570 durch das Amt Borken vollzogen.

Ab Mitte des 18. Jahrhunderts sind auch Juden als in Dillich wohnhaft nachweisbar. 1835 zählte man 27, 1905 waren es 34, aber 1933 war die kleine Gemeinde bereits in Auflösung. Die Synagoge und das Gemeindehaus, beide in dichter Nachbarschaft zur Kirche (Am Kirchring 20) vermutlich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Fachwerkbauten errichtet, stehen nach Verkauf vor 1938 und kleineren Veränderungen noch heute.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>

Im Zuge der Gebietsreform in Hessen wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Dillich zum 1. Dezember 1971 mit sieben weiteren Gemeinden auf freiwilliger Basis in die Stadt Borken (Bezirk Kassel) eingegliedert.<ref name="DEZ71">Vorlage:HessAmtsBL</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref> Für alle durch die Gebietsreform eingegliederten Stadtteile wurde Ortsbezirke mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher eingerichtet.<ref name="HS">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (DOC; 35 kB) § 5Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Stadt Borken, abgerufen im April 2023.</ref>

Bevölkerung[Bearbeiten]

Einwohnerstruktur 2011

Nach den Erhebungen des Zensus 2011 lebten am Stichtag, dem 9. Mai 2011, in Dillich 471 Einwohner. Darunter waren 9 (1,9 %) Ausländer. Nach dem Lebensalter waren 69 Einwohner unter 18 Jahren, 189 zwischen 18 und 49, 108 zwischen 50 und 64 und 105 Einwohner waren älter.<ref name="Z2011E" /> Die Einwohner lebten in 210 Haushalten. Davon waren 60 Singlehaushalte, 72 Paare ohne Kinder und 54 Paare mit Kindern, sowie 21 Alleinerziehende und 6 Wohngemeinschaften. In 51 Haushalten lebten ausschließlich Senioren und in 135 Haushaltungen lebten keine Senioren.<ref name="Z2011E" />

Einwohnerentwicklung

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• um 1570 47 Hausgesesse
• 1575/85: 47 Hausgesesse
• 1742: 47 Häuser
• 1747: 46 Hausgesesse
Dillich: Einwohnerzahlen von 1775 bis 2025
Jahr  Einwohner
1775
  
345
1800
  
?
1834
  
545
1840
  
566
1846
  
580
1852
  
601
1858
  
591
1864
  
568
1871
  
524
1875
  
546
1885
  
537
1895
  
487
1905
  
509
1910
  
548
1925
  
527
1939
  
513
1946
  
822
1950
  
770
1956
  
682
1961
  
628
1967
  
607
1970
  
573
1980
  
?
1990
  
?
2000
  
?
2011
  
471
2020
  
440
2025
  
427
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: LAGIS<ref name="lagis" />; Stadt Borken (Hessen)<ref name="DF">[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] Stadt Borken (Hessen), archiviert vom Vorlage:Referrer; abgerufen am 14. Februar 2023.</ref>, Zensus 2011<ref name="Z2011E" />

Historische Religionszugehörigkeit

Quelle: Historisches Ortslexikon<ref name="lagis" />
• 1861: 560 evangelisch-reformierte, drei katholische, 39 jüdische Einwohner
• 1885: 488 evangelische (= 90,88 %), ein katholischer (= 0,19 %), 48 jüdische (= 8,94 %) Einwohner
• 1961: 554 evangelische (= 88,22 %), 67 katholische (= 10,67 %) Einwohner

Historische Erwerbstätigkeit

• 1961 Erwerbspersonen: 127 Land- und Forstwirtschaft, 139 Produzierendes Gewerbe, 14 Handel und Verkehr, 34 Dienstleistungen und Sonstiges

Politik[Bearbeiten]

Für Dillich besteht ein Ortsbezirk (Gebiete der ehemaligen Gemeinde Dillich) mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung. Der Ortsbeirat besteht aus neun Mitgliedern.<ref name="HS" /> Bei den Kommunalwahlen in Hessen 2021 betrug die Wahlbeteiligung zum Ortsbeirat Dillich 70,99 %. Alle Kandidaten gehörten der „Einheitsliste Dillich“ an.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Kommunales Gebietsrechenzentrum, abgerufen im April 2023.</ref> Der Ortsbeirat wählte Peter Rose zum Ortsvorsteher.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Stadt Borken (Hessen), abgerufen im April 2023.</ref>

Schloss Dillich[Bearbeiten]

Datei:Schloss Dillich, Parkseite, Ansicht von Nordwesten.jpg
Schloss Dillich, Parkseite (2016)
Datei:Schloss Dillich, view from southeast.jpg
Schloss Dillich (2016)

Am nordwestlichen Ortsrand steht das Schloss Dillich, ein 1361 erbautes, 1575 bis 1591 grunderneuertes, 1648 im Dreißigjährigen Krieg schwer beschädigtes, 1680 bis 1730 wieder aufgebautes und in der ersten Dekade des 20. Jahrhunderts im Stil historisierender Weserrenaissance völlig umgestaltetes und erweitertes Schloss. Es war bis 1858 im Besitz der Herren von Dalwigk, danach bis 1959/60 der Herren Rieß von Scheurnschloß und dann des Unternehmers Franz Rudolph. Das Schloss mit seinen 35 Zimmern und einer Wohnfläche von insgesamt etwa 1.650 m2 stand ab 2015 zum Verkauf. Schloss und Park stehen in ihrer Sachgesamtheit als Kulturdenkmal unter Denkmalschutz.

Anfang 2017 kauften buddhistische Mönche aus Thailand das Schloss für eine Million Euro, welche größtenteils aus Spenden aufgebracht wurden. Sie zogen im Frühjahr 2017 ein und benutzen es seitdem als Wohn-, Arbeits- und Seminarstätte für ihre Anhänger.<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Buddhistische Mönche ziehen ins Schloss Dillich (Memento vom 23. Juni 2017 im Internet Archive) In: Hessenschau.de </ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. HNA, 28. Juli 2018, abgerufen im September 2019.</ref>

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Ludwig Kempf (1813–1879), Bürgermeister und Mitglied der kurhessischen Ständeversammlung

Literatur[Bearbeiten]

  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
  • Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.
  • Vorlage:HessBib

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Dillich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="lagis"> [[[:Vorlage:LAGIS/WeblinksZ]] Dillich, Schwalm-Eder-Kreis.] Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 21. Mai 2014). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS). </ref> <ref name="Z2011E"> [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] (PDF; 1,0 MB) In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Hessisches Statistisches Landesamt, S. 30 und 86, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 27. Oktober 2020;. </ref> </references>

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