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Dimethyloldihydroxyethylenharnstoff

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Strukturformel
Strukturformel von Dimethyloldihydroxyethylenharnstoff
Allgemeines
Name Dimethyloldihydroxyethylenharnstoff
Andere Namen
  • 1,3-Bis(hydroxymethyl)-4,5-dihydroxyimidazolidin-2-on
  • 4,5-Dihydroxy-1,3-bis(hydroxymethyl)-2-imidazolidinon
  • DMDHEU
Summenformel C5H10N2O5
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff<ref name="GESTIS">Eintrag zu 1,3-Bis(hydroxymethyl)-4,5-dihydroxyimidazolidin-2-on in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFAVorlage:Abrufdatum (JavaScript erforderlich)</ref>

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer Vorlage:CASRN
EG-Nummer 217-451-6
ECHA-InfoCard 100.015.865
PubChem 15824
ChemSpider 15045
Wikidata [[:d:Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)|Lua-Fehler in Modul:Wikidata, Zeile 1492: attempt to index field 'wikibase' (a nil value)]]
Eigenschaften
Molare Masse 178,17 g·mol−1
Aggregatzustand

fest<ref name="GESTIS" />

Dichte

1,36 g·cm−3<ref name="GESTIS" />

Schmelzpunkt

−35 °C<ref name="GESTIS" />

Siedepunkt

106 °C<ref name="GESTIS" />

Dampfdruck

26 hPa (20 °C)<ref name="GESTIS" />

Löslichkeit

mischbar mit Wasser<ref name="GESTIS" />

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung<ref name="GESTIS" />
Gefahrensymbol

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319
P: ?
Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen (0 °C, 1000 hPa).

Dimethyloldihydroxyethylenharnstoff ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbonsäureamide.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Dimethyloldihydroxyethylenharnstoff kann aus Harnstoff, Glyoxal und Formaldehyd gewonnen werden.<ref name="BG Chemie">Toxikologische Bewertung von Dimethyloldihydroxyethylenharnstoff (PDF) bei der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI)Vorlage:Abrufdatum</ref>

Eigenschaften[Bearbeiten]

Dimethyloldihydroxyethylenharnstoff ist ein kristalliner weißer Feststoff, der mischbar mit Wasser ist.<ref name="GESTIS" />

Verwendung[Bearbeiten]

Dimethyloldihydroxyethylenharnstoff wird zur Pflegeleicht- und Knitterfreibehandlung von Baumwoll- und Baumwollpolyestergeweben eingesetzt. Hierbei findet eine Vernetzung zwischen den Hydroxygruppen der Zellulose und des Dimethyloldihydroxyethylenharnstoffes statt.<ref name="BG Chemie" />

DMDHEU wird auch zur Verbesserung der Witterungsbeständigkeit und Dimensionsstabilität von Holz eingesetzt (siehe Holzmodifikation). Beim von der BASF entwickelten Belmadur-Prozess wird das Holz zunächst mit einer wässrigen Lösung mithilfe eines Vakuums druckimprägniert. Beim anschließenden Trocknen bei einer Temperatur von über 100 °C vernetzt sich das DMDHEU mit Bestandteilen des Holzes in der Art eines Kunstharzes.<ref>Philippe Gérardin: New alternatives for wood preservation based on thermal and chemical modification of wood- a review. In: Annals of Forest Science. Bd. 73, Nr. 3, 2016, S. 559–570. doi:10.1007/s13595-015-0531-4, S. 561f. </ref>

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Aus Dimethyloldihydroxyethylenhamstoff kann neben Formaldehyd auch das ebenfalls sensibilisierende Glyoxal freigesetzt werden.<ref name="MAK">Dimethyloldihydroxyethylenharnstoff (MAK Value Documentation in German language, 2001), doi:10.1002/3527600418.mb185426d0032</ref> Formaldehyd konnte sowohl in Dimethyloldihydroxyethylenharnstoff-Lösungen als auch in damit behandelten Geweben nachgewiesen werden. Ursächlich für die Formaldehyd-Verunreinigung sind bei der Dimethyloldihydroxyethylenharnstoff-Herstellung nicht umgesetztes Formaldehyd sowie Formaldehyd, der nach der Gewebebehandlung durch Hydrolyse freier N-CH~OH-Gruppen des Dimethyloldihydroxyethylenharnstoffes entsteht. Die Formaldehyd-Freisetzung kann zwischen 35 und 570 µg/m2 Gewebe/Tag betragen. Die Formaldehyd-Freisetzung ist pH-abhängig. Die geringste Freisetzung wurde bei einem pH-Wert zwischen 3 und 7 beobachtet.<ref name="BG Chemie" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />