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Dingir

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Dingir, Diĝir (sumerisch DINGIR, DIĜIR, Datei:Cuneiform sumer dingir.svg Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:lang“ ist nicht vorhanden., emesal dim-me-er; akkadisch Datei:Assyrian cuneiform U1202D MesZL 10.svg) ist die sumerische Singular-Bezeichnung für göttliche Wesen, göttliche Gegenstände und göttliche Mystik. Im Plural wurde Dingir gedoppelt und als Dingir-Dingir verwendet. In der Keilschrift wird das Zeichen eines einzelnen Sterns für Dingir verwendet, das sowohl als Logogramm als auch als Determinativ vorkam.

Als Logogramm wurde das Zeichen eines einzelnen Sterns in der sumerischen Sprache für die Begriffe Himmel, Himmelsgott und Gott verwendet. Welcher Begriff gemeint war, ergab sich aus dem Kontext. Logogramme waren sprachunabhängig und je nach der Sprache des Schreibers unterschiedlich zu lesen. Das Zeichen des Sterns in der Bedeutung Gott wurde in einem sumerischen Text Dingir, in einem akkadischen Text Ilu und in einem hethitischen Text als šīuš gelesen. Die sumerischen Logogramme, die von anderen Sprachen übernommen wurden, werden Sumerogramme genannt.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar);Skriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.</ref> Sumerogramme waren bis zum 1. Jahrhundert v. Chr. in Gebrauch.

Als Determinativ vor den jeweiligen Begriffen wurde das Zeichen des Sterns zwar geschrieben und beim Lesen erfasst, aber nicht laut ausgesprochen. In der Umschrift von Keilschrifttexten werden Determinative wie Dingir hochgestellt oder durch einen Punkt abgegrenzt, um sie als solche zu kennzeichnen: DINGIR, D, d oder d.

Das Zeichen des Sterns wurde auch für AN verwendet, was Himmel bedeutet. Im Gegensatz zu Dingir ist AN nicht nur ein Logogramm, sondern dient auch als Phonogramm/Syllabogramm. Als Determinativ wird es in der Umschrift – da es sich um dasselbe Zeichen handelt – ebenso dargestellt wie Dingir.<ref name="Sumerisch-2013">Laurent Colonna d’Istria / Walther Sallaberger (Hrsg.): Sumerisch: Eine Einführung in Sprache, Schrift und Texte. Mit 50 Texten von Gudea von Lagaš bis Lipit-Eštar von Isin, Band I, II und III, 2023, hier Band II: Sumerische Texte in Keilschrift. Zeichenlisten. S. 189. OpenAccess</ref>

Tabellarische Zusammenstellung des sumerischen Zeichens des Sterns<ref name="Sumerisch-2013" />
Zeichen Wert
logographisch
(Logogramm)
phonographisch
(Phonogramm, Syllabogramm)
taxonomisch
(Determinativ)
Datei:Cuneiform sumer dingir.svg Dingir („Gott“),
AN („Himmel“)
AN d.

Genealogie[Bearbeiten]

Das Determinativ Dingir wurde nicht für Gottheiten verwendet, die mit AN beginnen, da AN als Logogramm allgemein für den Himmel verwendet wurde und den höchsten Gott An als Vater der Dingir-Dingir (Vater von allem Göttlichen) repräsentierte. Nach der sumerischen Mythologie war alles göttlich, was mit AN im Zusammenhang stand.

<templatestyles src="Stammbaum/styles.css" />

 
 
 
 
 
 
An
Gott von Allem
 
 
Me
Göttliche Kräfte
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Schöpfungsgötter
Söhne von An
 
Himmelsgötter
Söhne/Töchter
 
Erdgötter
Muttergottheiten
 
Gestirnsgötter
zugehörig zu Unterweltgöttern
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Getötete Götter
Unterweltgötter
 
 
 
 
Gefesselte Götter
Unterweltgötter
 
Omengötter
Unterweltgötter
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Mischwesen
Unterweltgötter
 
Himmelsboten
Unterweltgötter
 
Halbjahresgötter
zugehörig zu Vegetationsgöttern
 
Saisonale Götter
zugehörig zu Augenblicksgöttern
 
 

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />