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Dinidoridae

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Dinidoridae
Datei:Megymenum affine from CSIRO.jpg

Illustration von Megymenum affine

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schnabelkerfe (Hemiptera)
Unterordnung: Wanzen (Heteroptera)
Teilordnung: Pentatomomorpha
Überfamilie: Pentatomoidea
Familie: Dinidoridae
Wissenschaftlicher Name
Dinidoridae
Stål, 1867

Die Dinidoridae sind eine Familie der Wanzen (Heteroptera) innerhalb der Teilordnung Pentatomomorpha. Von ihnen sind 65 Arten in 16 Gattungen bekannt.<ref name="abrs"/>

Merkmale[Bearbeiten]

Die großen bis sehr großen Wanzen werden 9 bis 27 Millimeter lang und haben einen eiförmig-elliptischen, kräftig gebauten Körper. Der Kopf ist seitlich gekielt, das Schildchen (Scutellum) ist kurz.<ref name="Schuh/Slater"/>

Die Fühler sind vier- oder fünfgliedrig. Zumindest das letzte und vorletzte Segment sind abgeflacht. Die kurzen Bucculae an den Labia sind erhöht, lappenförmig und hinten geschlossen. Das Labium ist kurz und reicht hinten nicht hinter die Hüften (Coxen) der Vorderbeine. Das dreieckige Schildchen (Scutellum) ist mittelmäßig groß und hat einen stumpfen oder abgerundeten Apex, der etwa bis zur Hälfte des Hinterleibs reicht. Es überdeckt das Corium nicht. Die Vorderflügel sind häufig netzförmig geadert. Die Tarsen sind zwei- oder dreigliedrig. Die Stigmen am zweiten Hinterleibssegment sind entweder vollständig sichtbar, befinden sich nicht am Vorderrand der Metapleura oder sind durch diesen Vorderrand vollständig verdeckt. Die Trichobothria am Hinterleib sind in der Regel paarweise am dritten bis siebten Sternum angeordnet (nur die Gattung Eumenotes besitzt nur ein Trichobothrium pro Segment) und schräg am großen Callus, mesad der Stigmen angeordnet. Das neunte Paratergit ist stark vergrößert.<ref name="Schuh/Slater"/> Flügelpolymorphismus ist selten, es gibt jedoch Arten mit brachypteren Individuen, deren Flügel stark reduziert sind.<ref name="abrs"/>

Die Nymphen haben ihre dorsalen abdominalen Duftdrüsen nur zwischen dem vierten und sechsten Tergum, wobei zwischen dem dritten und vierten eine Kerbe erkennbar ist.<ref name="Schuh/Slater"/>

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Familie ist vor allem in der Orientalis und Afrotropis<ref name="Schuh/Slater"/> und dort insbesondere in den Tropen verbreitet.<ref name="abrs"/> Die Gattung Dinidor ist jedoch neotropisch verbreitet und die Verbreitung einer Art der Gattung Megymenum reicht bis nach Australien.<ref name="Schuh/Slater"/>

Lebensweise[Bearbeiten]

Alle bisher bekannten Arten ernähren sich phytophag. Zumindest von neun Pflanzenfamilien sind die Tiere bekannt, meistens dürfte es sich dabei jedoch um bloße Nachweise der Tiere auf den Pflanzen handeln. Das Saugen ist zumindest an Kürbisgewächsen (Cucurbitaceae) und Hülsenfrüchtler (Fabaceae) bekannt und es dürfte sich bei diesen zwei Familien um die eigentlichen Wirte handeln. Eumenotes obscura ist auch in totem Pflanzenmaterial und an Treibgut an Flüssen nachgewiesen.<ref name="Schuh/Slater"/>

Taxonomie und Systematik[Bearbeiten]

Die Gruppe wurde erstmals 1870 von Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Carl Stål als Unterfamilie „Dinodorida“ der Baumwanzen (Pentatomidae) beschrieben. Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Lethierry & Severin (1893–1896) nannten das Taxon Dinidoridae, wobei unklar blieb, ob als Unterfamilie oder Familie, da die Namensendungen uneinheitlich verwendet wurden. Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Dennis Leston behandelte die Gruppe 1955 erstmals als Familie, gefolgt von einer Reihe von Autoren nach ihm.<ref name="Schuh/Slater"/>

Die Familie wird in folgende Unterfamilien, Tribus und Gattungen unterteilt:<ref name="Catalog"/>

Belege[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="abrs">Family Dinidoridae. Australian Biological Resources Study. Australian Faunal Directory, abgerufen am 27. Dezember 2013.</ref> <ref name="Catalog">L. H. Rolston, D. A. Rider, M. J. Murray & R. L. Aalbu: Catalog of the Dinidoridae of the World. Papua New Guinea Journal of Agriculture, Forestry & Fisheries 1996, Vol. 39, Nr. 1. (online: PDF)</ref> <ref name="Schuh/Slater">R.T. Schuh, J. A. Slater: True Bugs of the World (Hemiptera: Heteroptera). Classification and Natural History. Cornell University Press, Ithaca, New York 1995, S. 225ff.</ref> </references>

Literatur[Bearbeiten]

  • R.T. Schuh, J. A. Slater: True Bugs of the World (Hemiptera: Heteroptera). Classification and Natural History. Cornell University Press, Ithaca, New York 1995.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Dinidoridae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien