DoNotPay
| Sprachen | Englisch |
|---|---|
| Gründer | Joshua Browder |
| Betreiber | Joshua Browder |
| Registrierung | ja |
| Online | seit 2015 |
| https://www.donotpay.com/ | |
DoNotPay (auch: Roboter-Anwalt<ref name="derstandard.at-2000039986675">Roboter-Anwalt annullierte 160.000 Strafzettel, Der Standard, 28. Juni 2016, zuletzt abgefragt am 16. Februar 2018.</ref><ref name="theverge.com">Shannon Liao: ‘World’s first robot lawyer’ now available in all 50 states, The Verge, 12. Juli 2017, zuletzt abgefragt am 17. Februar 2018.</ref> oder Robo-Anwalt<ref name="spiegel.de">Richard Meusers: Mit dem Robo-Anwalt gegen Knöllchen, Der Spiegel Online vom 24. Februar 2016, zuletzt abgerufen am 17. Februar 2018.</ref>) ist ein Soziales Netzwerk, das überwiegend von Rechtssuchenden bei einfachen Rechtsfragen genutzt wird. DoNotPay ermöglichte ursprünglich ihren Nutzern, verschiedene Rechtsfragen anhand von voreingestellten Fragen/Antworten zu konkretisieren und festzustellen, ob ein Einspruch z. B. gegen ein Strafmandat wegen Falschparken erfolgreich ist oder nicht und einen Einspruch zu verfassen<ref name="derstandard.at-2000039986675" /> und wurde zwischenzeitlich erheblich ausgebaut.<ref name="wired.de">Benedikt Plass-Fleßenkämper: Ein Chatbot hilft bei Klagen gegen den Finanzdienstleister Equifax, wired.de, 12. September 2017, zuletzt abgerufen am 17. Februar 2018.</ref>
Die Programmiersprachen hinter der Anwendung sind O.js, jobscript, PHP, verbunden mit IBM Watson.<ref>Christian Schebitz: https://www.rechtsanwalt.com/anwaltsblog/interview-mit-joshua-browder-wird-aus-donotpay/ Rechtsanwalt.com, 25. August 2017, zuletzt abgerufen am 17. Februar 2018.</ref><ref>Markus Hartung, Micha-Manuel Bues, Gernot Halbleib (Hrsg.), Legal Tech: Die Digitalisierung des Rechtsmarkts, München 2018, C.H. Beck Verlag, ISBN 978-3-406-71349-1, Rz. 262 f.</ref>
Motivation und Grundversion[Bearbeiten]
Der Gründer von DoNotPay, Joshua Browder, habe sich mehrfach selbst über Strafmandate für Falschparken geärgert. Die Menschen würden von der Stadtverwaltung als Einkommensquelle missbraucht.<ref>Roboter-Anwalt ficht Strafzettel an, heute.at vom 30. Juni 2016, zuletzt abgerufen am 17. Februar 2018.</ref><ref>Carsten Drees: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Falschparken: Roboter-Anwalt annulliert Tausende Knöllchen ( vom 18. Februar 2018 im Internet Archive), Mobile Geeks, 29. Juni 2016, zuletzt abgerufen am 17. Februar 2018.</ref> Mit Strafen für Falschparken und andere Verkehrssünden habe alleine New York 2015 rund 1,9 Milliarden US-Dollar eingenommen (in Deutschland sollen die Kommunen durch Strafzettel allein 2013 rund 850 Millionen Euro eingenommen haben<ref name="spiegel.de" />).
Die Erfolgsquote für Einsprüche gegen Strafmandate durch DoNotPay liege zwischen 47 und 64 Prozent.<ref name="venturebeat.com">Khari Johnson, The DoNotPay bot has beaten 160,000 traffic tickets — and counting, 27. Juni 2016, zuletzt abgerufen am 16. Februar 2018.</ref><ref name="spiegel.de" /><ref>Andreas Weck: Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Falschparker, aufgepasst! Dieser Chatbot geht für euch gegen Strafzettel vor ( vom 10. Dezember 2017 im Internet Archive), t3n.de, 29. Juni 2016, zuletzt abgerufen am 17. Februar 2018.</ref> Die App ist seit 2015 in London und seit März 2016 in New York anwendbar. Insgesamt wurden bis etwa Mitte 2016 rund 250.000 Tickets beeinsprucht, 160.000 davon erfolgreich.<ref name="venturebeat.com" /><ref name="derstandard.at-2000039986675" /> Bis Mitte 2017 seien bereits 375.000 Strafmandate für Falschparken mit DoNotPay beeinsprucht worden und wurde der Service auf alle 50 Bundesstaaten der USA ausgedehnt.<ref name="theverge.com" />
Ausbau der App[Bearbeiten]
In weiterer Folge wurde das Programm erweitert und soll nun auch z. B. Flüchtlingen dabei helfen, Asyl zu bekommen (Asylverfahren in den USA, in Kanada und im Vereinigten Königreich)<ref>Chatbot-Anwalt hilft Flüchtlingen dabei, Asyl zu bekommen, futurezone.at, 7. März 2017, zuletzt abgerufen am 16. Februar 2018.</ref><ref>Florian Christof: https://futurezone.at/digital-life/chatbot-anwalt-hilft-fluechtlingen-dabei-asyl-zu-bekommen/250.400.361 futurezone, 7. März 2017, zuletzt abgerufen am 17. Februar 2018.</ref> bei einfachen Klagen, Geltendmachung von Ansprüchen bei Flugverspätungen<ref>Der Roboter-Anwalt „DoNotPay“ hilft kostenlos bei Knöllchen, Flugverspätungen und mehr, best-practice-business.de, 21. Juli 2016, zuletzt abgerufen am 17. Februar 2018.</ref> etc.<ref>Ein Roboter-Anwalt hilft Flüchtlingen bei Asylanträgen, jetzt.de, 9. März 2017, zuletzt abgerufen am 17. Februar 2018.</ref><ref name="wired.de" />
Anonymität[Bearbeiten]
Die Daten, die im App eingegeben werden, werden laut Joshua Browder nur solange gespeichert, als unbedingt notwendig und danach gelöscht.<ref>Chatbot-Anwalt hilft Flüchtlingen dabei, Asyl zu bekommen Chatbot-Anwalt hilft Flüchtlingen dabei, Asyl zu bekommen, futurezone.at, 7. März 2017, zuletzt abgerufen am 16. Februar 2018.</ref>
Die Website selbst entspricht nicht den verpflichtenden gesetzlichen Vorgaben des Vereinigten Königreichs oder einem anderen Unionsmitgliedstaat der Europäischen Union im Hinblick auf die Bekanntgabe des Betreibers und der verantwortlichen Person.<ref>Stand 17. Februar 2018.</ref> Die Domain donotpay.co.uk ist auf Joshua Browder registriert. Die Domain donotpay.com, auf welche weitergeleitet wird, ist nur auf den Webhosting-Dienstleister (Namecheap Inc.) in Panama ohne Angabe der Person registriert.<ref>Domnainabfragen Whois am 17. Februar 2018.</ref>
Weblinks[Bearbeiten]
- DoNotPay-Website (englisch)
- Video-Beispiel der Funktion von DoNotPay, Webseite von Daily Mail (englisch).
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />