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Dolerit

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Datei:Le site de Quelfennec à Plussulien - Carrière de pierre néolithique - Côte d'Armor (22) - Juillet 2011 - Photo 02.jpg
Anstehender Dolerit im neolithischen Steinbruch von Quelfennec, Bretagne (siehe auch Verwendung)

Dolerit (griech. δολερός (dolerós): listig, trügerisch) ist ein subvulkanisches Ganggestein, das chemisch und mineralogisch dem vulkanischen Basalt bzw. dem plutonischen Gabbro entspricht.

International wird Dolerit auch als diabase bezeichnet.<ref>Le Maitre. R.W., Bateman, P., Dudek, A., Keller, J., Lameyre, J. Le Bas, M.J., Sabine, P.A., Schmid, R., Sorensen, H., Streckeisen, A., Woolley, A.R. & Zanettin, B., 1989. A Classification of Igneous Rocks and Glossary of terms: Recommendations of the International Union of Geological Sciences Subcommission on the Systematics of Igneous Rocks. Blackwell Scientific Publications, Oxford, U.K.</ref> Weil im deutschen Sprachraum der Name Diabas in älterer Literatur oft einen geologisch alten, alterierten (d. h. im Mineralbestand abgewandelten) Basalt bezeichnet,<ref name="Murawski" /> ist die Verwendung dieses Namens problematisch.

Erscheinungsbild und Zusammensetzung[Bearbeiten]

Datei:Doleritfelsen.jpg
„Spielplatz der Riesen“, Doleritfelsen nahe der Farm Gariganus, Namibia

Dolerit ist eine dunkel graubraune Form des Basalt. Er ist feinkörniger als ein Gabbro in einem Pluton und grobkörniger als ein Basalt.<ref name="Murawski">Der BibISBN-Eintrag [[Vorlage:BibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden.]] ist nicht vorhanden. Bitte prüfe die ISBN und lege ggf. einen [[[:Vorlage:Neuer Abschnitt/URL]] <span title="Vorlage:bibISBN/Skriptfehler: Ein solches Modul „URIutil“ ist nicht vorhanden. (Seite nicht vorhanden)">neuen Eintrag] an.</ref> Meistens haben Dolerite eine ophitische, subophitische oder intergranulare Struktur.

Hauptsächliche Bestandteile bilden die Minerale Pyroxen (mit bis zu 60 %), Plagioklas (50 %), Olivin (25 %) und Alkalifeldspat (25 %), in weniger stark ausgeprägten Anteilen auch Magnetit und Klinopyroxen (als Einsprenglinge, bis 15 %).

Vorkommen[Bearbeiten]

Datei:Doleritverwitterung hogsback.jpg
Angewitterter Dolerit in Hogsback
Datei:Doleritfelsen und Köcherbäume.jpg
Doleritfelsen und Köcherbäume bei Keetmanshoop

Dolerite treten relativ oberflächennah als intrusive Lagergänge, Stöcke und Gänge in zahlreichen Gesteinseinheiten auf. Ihr Vorkommen ist besonders häufig in Gebieten, wo die Erdkruste einer Dehnung unterworfen war. Doleritgänge treten häufig in Gangschwärmen auf, in denen viele, manchmal hunderte von Gängen ungefähr parallel ausgerichtet sind oder radial von einem vulkanischen Zentrum ausgehen.

  • Verbreitet sind Doleritgänge im Rhenoherzynikum Mitteleuropas und Englands. In Deutschland sind sie im Verein mit den zugehörigen Ergussgesteinen (Diabasen) weit verbreitet im Devon und Karbon der Schiefergebirge.<ref name="Thews">Thews, J.-D.: Erläuterungen zur Geologischen Übersichtskarte von Hessen 1:300.000. Geol. Abhandlungen Hessen Band 96, Hessisches Landesamt für Bodenforschung, Wiesbaden 1996, ISBN 3-89531-800-0, S. 189 ff.</ref>
  • Der 200 km lange doleritische Dyke des Norseman–Wiluna-Gürtels gehört zum Goldschürfgebiet Norseman und Kalgoorlie, in dem sich die größte australische Goldmine befindet, der Tagebau Fimiston.<ref>R. E. T. Hill u. a.: Physical volcanology of komatiites; A field guide to the komatiites of the Norseman-Wiluna Greenstone Belt, Eastern Goldfields Province, Yilgarn Block, Western Australia. Geological Society of Australia, 1990, ISBN 0-909869-55-3.</ref><ref>O'Connor-Parsons, Tansy; Stanley, Clifford R. (2007): Downhole lithogeochemical patterns relating to chemostratigraphy and igneous fractionation processes in the Golden Mile dolerite, Western Australia. Geochemistry: Exploration, Environment, Analysis 7/2, S. 109–127. Geological Society Publishing House, London (Abstract).</ref>
  • Die größte Verbreitung haben Dolerite in den südlichen Teilen von Afrika, Südamerika und in Antarktika, die ehemals zusammenhingen und beim Zerbrechen von Gondwana einen heftigen Magmenaufstieg und Vulkanismus erlebten. Die Dolerite der Karoo-Basalte in Südafrika, der Ferrar-Gruppe am Rossmeer in Antarktika, der vulkanischen Chon Aike-Provinz in Patagonien und die Dolerite von Tasmanien sind Teil eines der größten magmatischen Ereignisse in der Erdgeschichte.<ref> <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden..</ref><ref>Teal R. Riley, Philip T. Leat: Large volume silicic volcanism along the proto-Pacific margin of Gondwana: lithological and stratigraphical investigations from the Antarctic Peninsula. Geological Magazine 136/1, 1999, S. 1–16 Abstract.</ref> Die Doleritvorkommen in Tasmanien sind die heute größten bekannten zusammenhängenden Doleritvorkommen, hier drangen innerhalb geologisch kurzer Zeit auf einer Fläche von etwa 40.000 km² doleritische Magmen auf. Dolerit nimmt heute etwa ein Drittel der Oberfläche von Tasmanien ein<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Vorlage:Webarchiv/WaybackSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplatePar“ ist nicht vorhanden.Vorlage:Webarchiv/Wartung/URLSkriptfehler: Ein solches Modul „TemplUtl“ ist nicht vorhanden..</ref> und bestimmt dort das Landschaftsbild. Aufgrund der Ausdehnung und der geologisch vergleichsweise raschen Entstehung sind diese ehemals zusammenhängenden Doleritvorkommen ein herausragendes Beispiel einer magmatischen Großprovinz.

Verwendung[Bearbeiten]

Datei:13th century Ramappa temple, Rudresvara, Palampet Telangana India - 89.jpg
Stützpfeiler und Türrahmung am Ramappa-Tempel in Telangana, Indien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Literatur[Bearbeiten]

  • Le Maitre (Hrsg.): Igneous Rocks, A Classification and Glossary of Terms. Cambridge 2004, ISBN 0-521-61948-3.
  • Roland Vinx: Gesteinsbestimmung im Gelände. München (Elsevier) 2005, ISBN 3-8274-1513-6.
  • Wolfhard Wimmenauer: Petrographie der magmatischen und metamorphen Gesteine. Stuttgart (Enke) 1985, ISBN 3-432-94671-6.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Dolerit – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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