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Domenico David

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Domenico David (* in Venetien; † 30. Juni 1698 in Venedig) war ein italienischer Librettist.

Leben[Bearbeiten]

Über das Leben Davids ist nur wenig bekannt. Er war Doktor der Medizin und unter dem Namen Osiro Cedreatico eines der ersten Mitglieder der Accademia degli Animosi.<ref name="grove" /> Er zählt zusammen mit Apostolo Zeno, Silvio Stampiglia und Francesco Silvani zur ersten Generation der Reform-Librettisten, die bestrebt waren, den traditionellen Opernstil des 17. Jahrhunderts mit seinen unmoralischen Bestandteilen, Unwahrscheinlichkeiten, Wundern und Manierismen zu überwinden.<ref>Reinhard Strohm: Dramma Per Musica: Italian Opera Seria of the Eighteenth Century. Yale University Press, 1997, S. 122 f.</ref> David wurde von mehreren bedeutenden italienischen Familien unterstützt.<ref name="grove" />

Seine ersten Gedichte stammen aus den 1670er Jahren. Erst 1691 schrieb David mit L’amante eroe sein erstes Opernlibretto, das in der Vertonung von Marc’Antonio Ziani im venezianischen Teatro San Salvatore aufgeführt wurde. Diesen Text nutzte Pietro Metastasio 1729 als eine seiner Quellen für das Opernlibretto Alessandro nell’Indie.<ref>Winton Dean, John Merrill Knapp: Handel’s Operas 1726–1741. Boydell, Woodbridge 2006, ISBN 978-184383-268-3, S. 172.</ref>

Im folgenden Jahr 1692 wurde Davids zweites Libretto La forza della virtù in der Vertonung von Carlo Francesco Pollarolo am Teatro San Giovanni Crisostomo aufgeführt.<ref name="grove" /> Friedrich Christian Bressand übersetzte es für den Komponisten Reinhard Keiser ins Deutsche. Diese Fassung wurde 1700 unter dem Titel La forza della virtù oder Die Macht der Tugend in der Hamburger Oper am Gänsemarkt gegeben.<ref>Klaus Zelm: Die Opern Reinhard Keisers – Studien zur Chronologie, Überlieferung und Stilentwicklung (= Musikwissenschaftliche Schriften. Band 8). Musikverlag Emil Katzbichler, München–Salzburg 1975, ISBN 3-87397-107-0, S. 47.</ref><ref>La forza della virtù oder Die Macht der Tugend (Reinhard Keiser) im Corago-Informationssystem der Universität Bologna, abgerufen am 7. Juli 2016.</ref> 1712 erschien in Rom eine Vertonung von Giuseppe Maria Orlandini unter dem Titel Ataulfo re de’ Goti, ovvero La forza della virtù.<ref>Ataulfo re de’ Goti, ovvero La forza della virtù (Giuseppe Maria Orlandini) im Corago-Informationssystem der Universität Bologna, abgerufen am 7. Juli 2016.</ref> 1717 wurde in Venedig eine anonyme Vertonung unter dem Titel La virtù coronata gespielt.<ref>La virtù coronata (AA. VV.) im Corago-Informationssystem der Universität Bologna, abgerufen am 7. Juli 2016.</ref> Pietro Metastasio verwendete La forza della virtù als Vorlage für seinen eigenen ersten Operntext Siface re di Numidia, der 1723 in Neapel mit Musik von Francesco Feo aufgeführt wurde.<ref name="grove" /><ref>Siface (Francesco Feo) im Corago-Informationssystem der Universität Bologna, abgerufen am 7. Juli 2016.</ref>

Davids drittes Opernlibretto ist Amor e dover. Es wurde 1696 ebenfalls im Teatro San Giovanni Crisostomo in Venedig aufgeführt. Die Musik stammt wiederum von Carlo Francesco Pollarolo.<ref name="amor e dover" />

Werke[Bearbeiten]

Digitalisate[Bearbeiten]

<references group="Digitalisat" />

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="grove">Harris S. Saunders: David, Domenico. In: Grove Music Online (englisch; Abonnement erforderlich)..</ref> </references>

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