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Domenico Gargiulo

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Datei:Domenico Gargiulo, also known as Micco Spadaro - The Landing of the Infanta Marìa at Naples - Google Art Project.jpg
Landung der Infantin Maria in Neapel (1649)

Domenico Gargiulo (auch Micco Spadaro genannt, * 1609/1610<ref>In den Taufbüchern treten zwei identische Namensträger auf, von denen der eine am 16. April 1609 und der andere am 1. April 1610 geboren wurde.</ref><ref name="thb">Bernd Curt Kreplin: Gargiulo, Domenico. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 13: Gaab–Gibus. E. A. Seemann, Leipzig 1920, S. Vorlage:VonBis (Textarchiv – Internet Archive).</ref> in Neapel; † ca. 1675 in Neapel) war ein italienischer Maler des Barock aus der Schule von Neapel. Er malte vor allem Landschafts- und Historienbilder.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Über Gargiulos Leben ist nur wenig bekannt. Er war angeblich der Sohn eines Schwertfegers, weshalb er auch unter dem Namen Micco Spadaro auftrat. Er war ein Schüler von Aniello Falcone, der auch Andrea di Leone und Salvator Rosa unterrichtete. Das Aktzeichnen lernte er von Antonio Vaccaro.<ref name="thb" />

Gargiulo gilt in Neapel als Hauptvertreter des Staffagebildes im großen Format. Für seine Ereignisbilder wählte er Stoffe, bei denen er große Menschenmassen in einen landschaftlichen oder architektonischen Rahmen setzen konnte,<ref name="thb" /> wie z. B. beim Aufstand des Masaniello (1647),<ref>Katia Marano: Domenico Gargiulo. Der Masaniello Aufstand in Neapel. In: 1648 – Krieg und Frieden in Europa. Textband II Kunst und Kultur. Münster 1998, ISBN 3-7654-3409-4, S. 533–538 (Digitalisat).</ref> der Straßen und Plätze Neapels topographisch genau wiedergibt. Daneben entstanden Schlachtenbilder, Volksbelustigungen und andere Massenszenen. Seine frühen Werke wurden von Paul Bril und Filippo Napoletano beeinflusst. Als sein Hauptwerk gelten die Fresken der Certosa di San Martino in Neapel (1638–1656), die Darstellungen aus der Geschichte des Kartäuserordens zeigen.<ref name="külex">Wolf Stadler u. a.: Lexikon der Kunst 5. Gal – Herr. Karl Müller Verlag, Erlangen 1994, ISBN 3-86070-452-4, S. 12–13.</ref>

Obwohl Gargiulo als Künstler sehr produktiv war, sind heute nur wenige seiner Werke in öffentlichen Sammlungen zu finden. Weil er viel für private Auftraggeber arbeitete, befinden sich die meisten seiner Bilder immer noch in Privatbesitz.<ref name="thb" />

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Domenico Gargiulo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten]

<references />


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