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Dominik Reding

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Datei:DominikReding,2010.jpg
Filmregisseur Dominik Reding als Gastredner auf der Contract-World, Messe-Hannover, Januar 2010

Dominik Reding (* 3. Januar 1969 in Dortmund<ref>Geburtsdatum und -ort laut filmportal.de.</ref>) ist ein deutscher Filmregisseur, Drehbuchautor, Filmproduzent und Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Abitur 1987 in Dortmund studierte Dominik Reding zunächst an der RWTH bei u. a. Prof. Volkwin Marg in Aachen Architektur.<ref>Der Hafenstadtteil Duisburg-Ruhrort, Hrsg. Lehrstuhl für Stadtbereichsplanung und Werklehre in Zusammenarbeit mit dem Planungsamt der Stadt Duisburg, Prof. Volkwin Marg, Seite 92–99, Aachen/Duisburg 1991.</ref> 1992 wechselte er an die Hochschule für bildende Künste Hamburg und studierte dort bis zu seinem Diplom 1999 Film im Studiengang Visuelle Kommunikation. Sein Diplomfilm Oi! Warning, den er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Benjamin Reding verwirklichte, kam 2000 in Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Kinos. Der Film lief u. a. auf dem von Robert Redford gegründeten Sundance Filmfestival<ref>Screen International, Ausgabe 14.-20. Jan. 2000., Seite 20, Artikel The snow and the fury</ref> und erhielt diverse Filmpreise, darunter den Talentpreis der Directors Guild of America und das Prädikat wertvoll der Filmbewertungsstelle Wiesbaden.<ref>Lexikon des internationalen Films, Hrsg. Katholisches Institut für Medieninformation, Seiten 29 und 280, Schüren-Verlag, Marburg, 2001, ISBN 3-89472-364-5.</ref> 2001 drehte er als Autor und Regisseur für den SWR den Tatort Fette Krieger mit Ulrike Folkerts als Kommissarin Lena Odenthal. 2006 dreht er als Autor, Regisseur und Produzent wieder zusammen mit seinem Zwillingsbruder Benjamin Reding den Kinofilm Für den unbekannten Hund, der 2007 bundesweit in die Kinos kam. Der Film, der sich mit der Lebenswirklichkeit von Wandergesellen (Wanderjahre) beschäftigt, erhielt u. a. den Hauptpreis Goldener Biber der Biberacher Filmfestspiele und das Prädikat Besonders wertvoll der Filmbewertungsstelle Wiesbaden. Der Rapper und Schauspieler Sascha Reimann spielte in Für den unbekannten Hund seine erste Filmhauptrolle.<ref>Lexikon des internationalen Films, Hrsg. Zeitschrift Film-Dienst und der Katholischen Filmkommission für Deutschland, Seite 175, Schüren-Verlag, Marburg, 2008, ISBN 978-3-89472-624-9.</ref> Neben seiner Filmtätigkeit arbeitete Dominik Reding als Buchautor (Oi! Warning, ein Film auf eigene Gefahr)<ref>Dominik Reding, Benjamin Reding: Oi! Warning, ein Film auf eigene Gefahr, Seite 198, Schüren-Verlag, Marburg, 2002, ISBN 3-89472-338-6</ref> und, im Wechsel mit seinem Bruder Benjamin Reding, als Kolumnist für das Architekturmagazin AIT.<ref>AIT 2/8-2012, Hrsg. Karl-Heinz Weinbrenner, Verlagsanstalt Alexander Koch, Leinfelden-Echterdingen, 2012.</ref> Für sein bisheriges Werk erhielt er 2003 zusammen mit seinem Bruder Benjamin Reding den Förderpreis Filmkunst der Akademie der Künste in Berlin. Seit 2008 ist Dominik Reding Mitglied der Deutschen Filmakademie.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Mitgliederliste der Deutschen Filmakademie (Memento des Vorlage:IconExternal vom 5. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.deutsche-filmakademie.de</ref>

Filmografie[Bearbeiten]

Datei:DREHARBEITEN ZU "FÜR DEN UNBEKANNTEN HUND".jpg
Dreharbeiten zu „Für den unbekannten Hund“ mit Lukas Steltner und Ferris MC, Okt. 2005
  • 1994: Adrians Montag (Kurzfilm, auch Drehbuch und Produktion)
  • 1995: Dreck (Kurzfilm, auch Drehbuch und Produktion)
  • 1996: Taste the sweat (Kurzfilm, auch Drehbuch und Produktion)
  • 1999: Der Mann des Zufalls (7 Kurzfilme für Theaterproduktion)
  • 2000: Oi! Warning (auch Drehbuch, Storyboard, Set-Design und Produktion)
  • 2001: Tatort, Fette Krieger, (Drehbuch und Regie)
  • 2001: Stay away from the good guys (Videoclip für die Band Terrorgruppe)
  • 2007: Für den unbekannten Hund (auch Drehbuch, Storyboard, Set-Design und Produktion)

Theater[Bearbeiten]

  • 2014: NSU for you/ Ein Abend mit Beate, Bühnenstück für die Kammerspiele des Deutschen Theaters, Berlin<ref>Wir leuchten eine Seele aus, in Spiegel Online, Interview von Tobias Becker mit Benjamin Reding und Dominik Reding unter der Überschrift Theater über Beate Zschäpe: Wir leuchten eine Seele aus. in Panorama vom 26. Januar 2014</ref><ref>[1], Der Spiegel (Spiegel Kultur), Ausgabe Februar 2014, Heft 2, Artikel Beate und wir, S. 13</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Ausstellungen[Bearbeiten]

Datei:Filmarchitektur, Ausstellung, 2011, Hamburg.jpg
Set-Design von Dominik Reding in der Ausstellung des AIT-Architektursalons Hamburg zu Für den unbekannten Hund, Jan. 2011
Datei:Ausstellung zu "Für den unbekannten Hund" im AIT-Architektursalon, Hamburg.jpg
Blick in die Ausstellung zu Für den unbekannten Hund im AIT-Architektursalon Hamburg, Dez. 2011

Literatur[Bearbeiten]

  • Dominik Reding, Benjamin Reding: Oi! WARNING, ein Film auf eigene Gefahr. Schüren-Verlag, Marburg 2002, ISBN 3-89472-338-6
  • Filmheft zum Kinofilm Oi! WARNING des Instituts für Kino und Filmkultur, im Auftrag der Bundeszentrale für politische Bildung, Text: Gudrun Baudisch, Bildmaterial: Benjamin Reding, IKF Köln 2001
  • René Filippek: Oi!WARNING, Ein Skinhead-Film im öffentlichen Diskurs, Hrsg.: Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, erschienen im Grin-Verlag GmbH, Norderstedt 2002, ISBN 978-3-638-88625-3
  • Dominik Reding, Benjamin Reding: ALLES OFFICE, achtzehn Bürogeschichten. Mit Fotografien von Benjamin Reding. Verlagsanstalt Alexander Koch, Stuttgart (Leinfelden-Echterdingen) 2016, ISBN 978-3-87422-000-2
  • Dominik Reding, Benjamin Reding: COMING HOME, neunzehn Essays zum Thema Wohnen. Mit Fotografien von Benjamin Reding. Verlagsanstalt Alexander Koch, Stuttgart (Leinfelden-Echterdingen) 2017, ISBN 978-3-87422-001-9
  • Dominik Reding, Benjamin Reding: PRETTY PUBLIC, zweiundzwanzig Essays zum Thema „Öffentlicher Raum“. Mit Fotografien von Benjamin Reding. Verlagsanstalt Alexander Koch, Stuttgart (Leinfelden-Echterdingen) 2018, ISBN 978-3-87422-004-0
  • Ausstellungskatalog des Germanischen Nationalmuseums zur Jahresausstellung HORIZONTE - Geschichten und Zukunft der Migration, mit einem Beitrag von Verena Suchy zum Ausstellungsstück Kluft & Haut von Benjamin und Dominik Reding, S. 76–79, Hrsg.: Heike Zech, Verlag des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg 2023, ISBN 978-3-946217-33-6
  • Dr. Grit Lemke: WIR WAREN HIER, WIR WAREN DORT - Zur Kulturgeschichte des modernen Gesellenwanderns, Kapitel: Anderschaft: Die Urenkel*innen - Ein Nachwort, S. 336-340, 2. durchgesehene und ergänzte Auflage, PapyRossa Verlags GmbH & Co KG, Köln 2025, ISBN 978-3-89438-862-1

Sonstiges[Bearbeiten]

  • Am Silvester-Abend 1996/97 hatte Dominik Reding zusammen mit seinem Bruder Benjamin nach eigener Aussage eine Begegnung mit dem später als NSU-Trio bekannt gewordenen Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe im Erfurter Hauptbahnhof, bei der auf die Reding-Brüder mehrfach geschossen wurde.<ref>[3], Artikel unter der Überschrift Weiteres Verfahren gegen Beate Zschäpe vom 28. April 2013</ref> Diese Schießerei wurde laut MDR und den Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft Erfurt und der Thüringer Generalstaatsanwaltschaft Jena von mehreren Zeugen übereinstimmend bestätigt.<ref>[4], Beitrag des MDR vom 13. Mai 2013</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references/>

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