Doreen Brasch
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| Datei:Polizeiruf 110 Logo.svg Doreen Brasch | |
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| Felix Vörtler, Claudia Michelsen und Matthias Matschke
Felix Vörtler, Claudia Michelsen und Matthias Matschke | |
| Sender | Datei:MDR Logo 2017.svg |
| Aktiv | seit 2013 |
| Ort | Magdeburg |
| Fälle | 22 |
| Vorgänger | Schmücke und Schneider |
| Team | |
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Doreen Brasch (Kriminalhauptkommissarin)
Uwe Lemp (Kriminalrat) Jochen Drexler (Kriminalhauptkommissar) Dirk Köhler (Kriminalhauptkommissar) Mautz (Kriminalobermeister) Manfred Muser (Rechtsmediziner) Günther Marquez (Kriminalobermeister) seit 2013
seit 2013 2013–2015 2016–2019 2013–2016 seit 2019 2020–2025 | |
Die Kriminalhauptkommissarin Doreen Brasch, gespielt von Claudia Michelsen, ist eine in Magdeburg ermittelnde, fiktive Person aus der ARD-Krimireihe Polizeiruf 110. In ihren ersten fünf Fällen stand ihr der von Sylvester Groth gespielte Kriminalhauptkommissar Jochen Drexler zur Seite, in den folgenden sechs Fällen der von Matthias Matschke dargestellte Kriminalhauptkommissar Dirk Köhler. Von 2020 bis 2025 war Kriminalobermeister Günther Marquez, gespielt von Pablo Grant, ihr Mitarbeiter.
Hintergrund[Bearbeiten]
Michelsen und Groth traten 2013 die Nachfolge der MDR-Ermittler Schmücke und Schneider an, gespielt von Jaecki Schwarz und Wolfgang Winkler. Sylvester Groth verließ 2015 nach fünf Folgen die Reihe. Sein Nachfolger wurde Matthias Matschke als Hauptkommissar Dirk Köhler, der 2019, nach seinem sechsten Fall, wieder aufhörte.
Ermittlungs- und Drehorte der für den MDR produzierten Filme sind Magdeburg und Umgebung.
Figuren[Bearbeiten]
Doreen Brasch[Bearbeiten]
Doreen Brasch ist Kriminalhauptkommissarin beim Landeskriminalamt. Zu ihren größten Stärken zählt ihre herausragende emotionale Intelligenz, durch welche sie ein außerordentliches Gespür für andere Menschen hat. Diese Stärke ist zugleich ihre größte Schwäche, da sie in ihrer intuitiven Art manchmal dazu neigt, sich zu verrennen und sich in die falsche Person zu verbeißen.
Über Braschs eigene Vergangenheit ist nicht allzu viel bekannt, nur dass sie vor ihrem Dienst beim LKA beim SEK war, was in mehreren Folgen angeschnitten wird. Brasch wuchs in einem Kinderheim in Ost-Berlin auf, ihre Eltern lernte sie niemals kennen. Sie hat einen Sohn namens Andi, zu dem sie jedoch ein äußerst schlechtes Verhältnis hat und der auch schon etliche Jugendstrafen hinter sich hat.
Im Kontrast zu ihrer Fähigkeit, ein außerordentliches Gespür für andere Menschen zu haben, ist sie sowohl als Ermittlerin als auch in ihrem Privatleben als notorische Einzelgängerin bekannt, da sie mit ihren Kollegen nicht immer gut klarkommt und hin und wieder mal Alleingänge durchzieht, welche oftmals von Erfolg gekrönt sind.
Jochen Drexler[Bearbeiten]
Jochen Drexler ist in den ersten fünf Folgen Kriminalhauptkommissar beim Landeskriminalamt und dabei Braschs Partner in den Ermittlungen gewesen. Das Magdeburger Original studierte an der Humboldt-Universität in Ost-Berlin. Er gilt als äußerst unterkühlte Persönlichkeit, welche sich vorrangig darin auszeichnet, dass er nicht abgeneigt ist, Dinge auch mal auszuprobieren und akribisch im Heuhaufen nach der Nadel zu suchen, seien es Widersprüche bei Zeugenaussagen oder Tatortfotos bis auf kleinste Details unter die Lupe zu nehmen.
Die Figur von Drexler ist neben der von Robert Karow aus dem Berliner Tatort die einzige, die von den Machern als offen homosexuell konzipiert wurde. Drexler hatte während der Wende ein intimes wie sexuelles Verhältnis zu Ferdinand Frey, welcher ihm in dem Fall eines großangelegten Transferrubelbetrugs zur Seite gestellt wurde.
Dirk Köhler[Bearbeiten]
Dirk Köhler, ebenfalls Kriminalhauptkommissar beim Landeskriminalamt, ist in den darauffolgenden sechs Folgen der Nachfolger Drexlers als Partner an der Seite von Brasch. Köhler ist das absolute Gegenteil seines Vorgängers. So hat er ähnlich wie Brasch ein außerordentliches Gespür für andere Menschen. Im Gegensatz zu ihr besitzt Köhler eine ausgeprägte Sozialkompetenz, die ihn in dieser Hinsicht zu einem ausgezeichneten Ermittler macht.
In seinem Privatleben ist er ein Familienmensch mit Frau und Kindern an seiner Seite. Auch in dieser Hinsicht stellt er sowohl das Gegenteil zu seiner Kollegin Brasch als auch zu seinem Vorgänger Drexler dar.
Uwe Lemp[Bearbeiten]
Uwe Lemp ist Kriminalrat beim Landeskriminalamt. Er steht Brasch stets mit Rat und Tat zur Seite und gehört zu den wenigen Leuten, zu denen Brasch ein innigeres Verhältnis hat.
Zum 30-jährigen Dienstjubiläum wollte Lemp eine Stelle an der Polizeischule Aschersleben übernehmen, nahm allerdings von diesem Vorhaben Abstand, nachdem er seinen alten Freund Ulf Meier, sein eigener Vorgänger beim Landeskriminalamt, in Notwehr erschossen hatte.
Günther Marquez[Bearbeiten]
Günther Marquez ist Kriminalobermeister beim Landeskriminalamt und übernahm die Stelle von Mautz. Er hält sich während der Ermittlungen weitestgehend im Hintergrund, ist aber innerhalb des Kriminalamts eine wichtige Stütze, da er, wie sein Vorgänger Mautz, für die Recherchen zuständig ist, welche die Ermittler oftmals auf eine Spur bringen. Auch abseits vom Beruf pflegt Marquez ein solides Verhältnis zu Brasch und Lemp.
Andreas (Andi) Wegener[Bearbeiten]
Andreas Wegener ist Doreen Braschs Sohn. Nach ihm, dem „verlorenen Sohn“, ist die erste Folge von Polizeiruf 110 benannt, in der seine Mutter mitwirkt. Andi ist als Kind und Jugendlicher ihrem Einfluss entglitten. In der 339. Polizeiruf-110-Folge (2013) tritt er, zu diesem Zeitpunkt etwa 20 Jahre alt, als gewaltbereiter Nazi auf. Die Prognose Doreens, dass er in große Schwierigkeiten geraten werde, erweist sich in Folge 343 (2014) als richtig: Die Mutter besucht ihren Sohn im Gefängnis. Das letzte Mal hat sie physischen Kontakt zu ihrem Sohn in der Folge 357 (2016). Doreen Brasch empfängt Andi zu dessen Haftentlassung am Gefängnistor, wird von ihm aber brüsk zurückgewiesen.
Über Jahre erfährt der Zuschauer der Polizeiruf-Serie nichts über die Mutter-Sohn-Beziehung. Erst in der Folge 424 (2025) wird die gescheiterte Mutter-Sohn-Beziehung wieder zum Thema. Ein aktiver Angehöriger der Lebensrechtsbewegung fragt Doreen Michels: „Haben Sie Kinder?“ und schließt an seine Frage die These an, wonach jede Frau, die sich dazu entscheide, ihr Kind auszutragen, mit „Mutterglück“ belohnt werde. Eine indirekte Stellungnahme zu dieser These stellt die Aussage der Kommissarin dar, sie habe seit über zehn Jahren mit ihrem Sohn keinen Kontakt mehr und wisse noch nicht einmal, ob er noch lebe.
Christian Buß interpretiert Doreen Braschs anschließendes „Verstummen“ damit, dass sie sich vermutlich die „grausame“ Frage stelle: „Würde es mir und der Welt besser gehen, wenn ich meinen Sohn abgetrieben hätte?“<ref>Christoph Buß: »Polizeiruf« über Abtreibungsgegner: Sein Wille geschehe, ihr Körper gebäre. spiegel.de, 6. März 2026, abgerufen am 10. März 2026.</ref>
Fälle[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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