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Douadic

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Douadic
Datei:Blason ville fr Douadic (Indre).svg
Douadic (Frankreich)
Douadic (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Centre-Val de Loire
Département (Nr.) Indre (36)
Arrondissement Le Blanc
Kanton Le Blanc
Gemeindeverband Brenne-Val de Creuse
Koordinaten 46° 42′ N, 1° 7′ OKoordinaten: 46° 42′ N, 1° 7′ O
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Höhe 80–150 m
Fläche –
Einwohner 478 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 36300
INSEE-Code 36066

Douadic ist eine französische Gemeinde mit 478 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2023) im Département Indre in der Region Centre-Val de Loire; sie gehört zum Arrondissement Le Blanc und zum Kanton Le Blanc. Die Einwohner werden Douadicais genannt.

Geographie[Bearbeiten]

Douadic liegt etwa 65 Kilometer ostnordöstlich von Poitiers am Suin. Umgeben wird Douadic von den Nachbargemeinden Lingé im Norden, Rosnay im Osten, Le Blanc im Süden und Südwesten, Pouligny-Saint-Pierre im Westen und Südwesten sowie Lureuil im Nordwesten.

Geschichte[Bearbeiten]

Internierungslager Douadic[Bearbeiten]

In Douadic bestand von 1939 bis November 1944 ein Internierungslager<ref name="AJPN-Dou">AJPN: Camp de Douadic</ref>, das im Laufe seiner Existenz für unterschiedliche Zwecke genutzt wurde. In den von mehreren Reihen Stacheldraht umgebenen etwa 20 Barcken (davon 15 aus Holz), die über eine Kapazität von 450 Plätzen verfügten<ref name="FDM-Dou">Fondation pour la Memoire de la Deprortation: Camp d'internement Douadic</ref>, wurden anfangs Deutsche als feindliche Ausländer interniert, bevor hier französische und ausländische Flüchtlinge aus der besetzten Zone unterkamen.<ref name="AJPN-Dou" />

Ab November 1940 wurde das Lager Douadic ein betreutes Wohnzentrum für von der Arbeitslosigkeit bedrohte Menschen.<ref name="AJPN-Dou" /> Nachdem im September 1941 das Vichy-Regime die Gründung von Centres d'accueil du Servive Social des Étrangers angeordnet hatte<ref name="C-Eggers">Christian Eggers: Unerwünschte Ausländer. Juden aus Deutschland und Mitteleuropa in französischen Internierungslagern 1940–1942, Metropol Verlag, Berlin 2002, ISBN 3-932482-62-X, S. 148</ref>, wurde Douadic zu einem Aufnahmezentrum für ausländische Flüchtlinge und beherbergte spanische, polnische und deutsche Flüchtlinge.<ref name="AJPN-Dou" /> Einer der ursprünglich polnischen Flüchtlinge, die in Douadic interniert wurden, war der inzwischen staatenlose Léon Kacenelenbogen (1921–2017). Sein Schicksal wird in dem am 1. April 2025 auf arte ausgestrahlten Dokumentarfilm ausführlich dargestellt.<ref>Fondation pour la Mémoire de la Shoah: Le cas Léon K. - Jérôme Prieur et Aude Vassallo. Der Film ist auch auf youtube abrufbar.</ref>

Während der vom Vichy-Regime organisierten Juden-Razzien wurde Douadic vom Spätsommer 1942 an zu einem Sammel- und Sortierzentrum für verhaftete Juden. Am 26. Oktober 1942 wurde Douadic zudem „Umgruppierungszentrum für Juden im Hinblick auf ihre Überstellung in die Besatzungszone“, was in den meisten Fällen die Verlegung ins Lager Lager Nexon als Vorstufe zur Deportation in die deutschen Konzentrationslager zur Folge hatte.<ref name="AJPN-Dou" />

Nach dem Oktober 1944 wurde das Lager Douadic für die Unterbringung deutscher Gefangener genutzt und schließlich auch für die Unterbringung französischer Kollaborateure. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die Baracken versteigert und das Lagergelände an seine ursprünglichen Besitzer zurückgegeben.<ref name="AJPN-Dou" />

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2018
Einwohner 753 675 566 518 486 440 421 443
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Kirche Saint-Ambroix
  • Schloss Salvert aus dem 15. Jahrhundert
Datei:Église Saint-Ambroix de Douadic.jpg
Kirche Saint-Ambroix

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Douadic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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