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Drancy

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Drancy
Drancy (Frankreich)
Drancy (Frankreich)
Staat Frankreich Frankreich
Region Île-de-France
Département (Nr.) Seine-Saint-Denis (93)
Arrondissement Le Raincy
Kanton Drancy, Le Blanc-Mesnil
Gemeindeverband Métropole du Grand Paris und
Paris Terres d’Envol
Koordinaten 48° 55′ N, 2° 27′ OKoordinaten: 48° 55′ N, 2° 27′ O
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Höhe 39–Vorlage:Höhe/Fmt m
Fläche –
Einwohner 72.390 (1. Januar 2023)
Bevölkerungsdichte – Einw./km²
Postleitzahl 93700
INSEE-Code 93029

Hôtel de Ville (Rathaus) von Drancy

Die französische Gemeinde Drancy <templatestyles src="IPA/styles.css" />[dʁɑ̃si] <phonos file="LL-Q150 (fra)-Harmonia Amanda-Drancy.wav"></phonos> ist eine Stadt mit 72.390 Einwohnern (Stand 1. Januar 2023) nordöstlich von Paris, etwa zehn Kilometer vom Pariser Stadtzentrum entfernt. Sie gehört zum Département Seine-Saint-Denis. Die Bewohner nennen sich Drancéens.

Dort befand sich von 1941 bis 1944 das Sammellager Drancy, von dem die Mehrheit der französischen Juden, Roma und andere in die Vernichtungslager, hauptsächlich nach Auschwitz, deportiert wurden.

Geographie[Bearbeiten]

Die Stadt Drancy dehnt sich über eine Fläche von 776 ha im Nordosten des Départements Seine-Saint-Denis aus. Im Osten grenzt sie an La Courneuve, im Norden an Le Bourget, im Westen an Aulnay-sous-Bois und im Süden an Bobigny.

Name[Bearbeiten]

Der Name Drancy stammt aus dem mittellateinischen Derenciacum, zuvor Terentiacum, Staat des Terentius, eines gallo-römischen Landbesitzers.

Geschichte[Bearbeiten]

Gedenkwaggon; am Rande die nahezu unveränderten Wohnblöcke

Im 17. Jahrhundert war Drancy in zwei Orte geteilt: Drancy le Grand und Petit Drancy. Das heutige Viertel Village Parisien steht auf dem ehemaligen Weiler von Groslay, der vom Wald von Bondy umgeben war. In den 1930er Jahren entstanden dort die ersten Wohnhochhäuser in Europa, die Cité de la Muette, als Zeichen der architektonischen Moderne, die unmittelbar nach ihrer Fertigstellung als Sammellager Drancy unrühmliche Bekanntheit fanden. Heute befinden sich dort, wie ursprünglich vorgesehen, Sozialwohnungen (HLM), gleichzeitig ist es auch ein Erinnerungsort an die Deportation geworden: 1976 wurde dort ein Denkmal des Bildhauers Shlomo Selinger errichtet, das an die französischen Juden erinnern soll, die von diesem Sammellager aus nach Osten deportiert wurden. Teil des Denkmals ist der 1988 eröffnete Gedenkwaggon (wagon témoin).

Sehenswürdigkeiten und Denkmäler[Bearbeiten]

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Park und Mausoleum von Ladoucette

Drancy besitzt einige Sehenswürdigkeiten, wie das Schloss von Ladoucette, in dessen Park das Mausoleum der Duchesse von Ladoucette steht, sowie das Denkmal zur Erinnerung an die deportierten Juden.

Verkehr[Bearbeiten]

Datei:Gare de Drancy (Lunon).jpg
Bahnhof

Drancy hat einen Bahnhof an einem 1868 durch die Compagnie des chemins de fer du Nord eröffneten Abschnitt der Bahnstrecke La Plaine–Hirson. Das heutige Empfangsgebäude stammt aus dem Jahr 1936, aktuell halten dort die Züge der Linie B des Schnellbahnnetzes Réseau express régional d’Île-de-France (RER).

Sport[Bearbeiten]

Die Fußballer des 1903 gegründeten Vereins Jeanne d'Arc de Drancy, die ihre Spielstätte im Stade Charles Sage (Kapazität: 2500 Plätze) haben, sind zwischen 2003 und 2009 aus der zehnthöchsten bis in die vierte Liga, den Championnat de France Amateur, aufgestiegen. Zudem gelang es ihnen, im landesweiten Pokalwettbewerb um die Coupe de France 2010/11 bis in die Runde der besten 16 Mannschaften vorzudringen.<ref>Artikel bei <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />France Football (Memento des Vorlage:Referrer vom 28. März 2021 im Internet Archive)Vorlage:Webarchiv/archiv-bot</ref>

Die Schachspieler des Klubs Cavalier Bleu de Drancy gehörten bis 2010 sogar für viele Jahre den Top 16, der obersten französischen Spielklasse, an; 2016 spielten sie erneut in der höchsten Spielklasse, der Top 12. Der zweifache französische Meister Nicolas Giffard war Mitglied des Vereins.<ref>Giffard bei chessgames.com</ref>

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

In Drancy geboren:

Andere Persönlichkeiten:

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes de la Seine-Saint-Denis. Flohic Éditions, 2. Auflage, Paris 2002, ISBN 2-84234-133-3, S. 133–141.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Drancy – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Klappleiste/Anfang Aulnay-sous-Bois | Clichy-sous-Bois | Coubron | Drancy | Dugny | Gagny | Gournay-sur-Marne | Le Blanc-Mesnil | Le Bourget | Le Raincy | Les Pavillons-sous-Bois | Livry-Gargan | Montfermeil | Neuilly-Plaisance | Neuilly-sur-Marne | Noisy-le-Grand | Rosny-sous-Bois | Sevran | Tremblay-en-France | Vaujours | Villemomble | Villepinte Vorlage:Klappleiste/Ende Vorlage:HinweisbausteinVorlage:Wikidata-Registrierung