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Drisht

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Drisht
Drishti

Koordinaten: 42° 7′ N, 19° 36′ O

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Basisdaten
Staat: Albanien Albanien
Qark: Shkodra
Gemeinde: Shkodra
Höhe: 72 m ü. A.
Am Fluss Kir mit dem Burghügel über dem Dorf in der Bildmitte
Am Fluss Kir mit dem Burghügel über dem Dorf in der Bildmitte
Am Fluss Kir mit dem Burghügel über dem Dorf in der Bildmitte

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Drisht (albanisch auch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) ist ein Ort in der Bashkia Shkodra in Nordalbanien. Er besteht aus zwei Teilen: dem heutigen Dorf Drisht am südlichen Flussufer des Kir und dem Burghügel Kalaja östlich davon. Kalaja (albanisch für „Burg“, „Festung“) beherbergt den alten Ortskern sowie darüber die Ruinen der Stadt Drivasto (im Mittelalter auch Drivastum genannt). Es handelt sich um eine perfekte Höhenbefestigung, da der steile Burghügel auch vom Fluss und im Süden von einem Bach umgeben ist.<ref name=":0">Gjerak Karaiskaj: Die spätantiken und mittelalterlichen Wehranlagen in Albanien. Städte, Burgen, Festungen und Kastelle. Hrsg.: Markus W. E. Peters (= Ex Architectura. Band 7). Dr. Kovač, Hamburg 2010, ISBN 978-3-8300-5082-7, S. 179 ff.</ref>

Drisht liegt etwa zwölf Kilometer östlich von Shkodra am Eingang zum Bergland Dukagjin. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts verlief durch den Ort dem Kir entlang die Handelsroute Shkodra–Kosovo.

Geschichte[Bearbeiten]

Die frühesten Spuren der Befestigungen gehen in die Jungsteinzeit zurück. Auch Römer siedelten dort.

Im 10. Jahrhundert war die Burg Teil der Befestigungsanlagen des Königreichs Diokletien in der Diözese Bar. Die Ruinen einer Dreikonchenkirche werden ins 11. oder 12. Jahrhundert datiert. 1184 wurde die Stadt von Stefan Nemanja erobert.<ref name=":0" />

Die Festungsanlagen wurden im 10. Jahrhundert während der Byzantinischen Herrschaft gebaut und wohl im 13. und 14. Jahrhundert verstärkt. Die Stadtmauer hatte zwei Tore und mehrere Türme. An der höchsten Stelle befand sich eine Burg. Im 14. Jahrhundert, nach dem Zerfall des Zarenreichs der Nemanjić, wurde Drivastum von Shkodra unabhängig, als die Stadt in ihrer Blüte stand.

Drivasto war ein kulturelles Zentrum mit zahlreichen Kirchen und einer Lateinschule, wo viele katholische Priester ausgebildet wurden. Die Geistlichen hatten in der Stadt großen Einfluss und besetzten wichtige Posten. Gebildete Bürger und Priester waren in katholischen Städten Dalmatiens und im serbischen Reich unterwegs und verdienten dort ihr Geld. Patrizierhäuser und der Palast des venezianischen Statthalters zeugten von Wohlstand.<ref name=":1">Oliver Jens Schmitt: Eine Priesterkommune im Hochland Nordalbaniens. In: Der Standard. 26. Februar 2026, abgerufen am 30. März 2026.</ref>

„Die katholische Priesterschaft sah sich ausdrücklich als Vorposten der katholischen Kirche gegenüber der orthodoxen Welt des Balkans. […] Die Geistlichen spielten auch im politischen und wirtschaftlichen Leben der Stadt eine große Rolle, so dass, etwas übertrieben, von einer Priesterkommune gesprochen wurde.“

– Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Oliver Jens Schmitt: Der Standard<ref name=":1" />

1396 übergaben die Balšić die Stadt der Republik Venedig, die sie aber nicht dauerhaft halten konnten.<ref name=":0" /> Die erhaltenen Mauern und Türme datieren auf die Jahre 1396 bis 1478 während der venezianischen Ära. 1442 haben venezianische Einheiten die Burg dem serbischen Despoten Đurađ Branković entrissen. Bald übernahm Skanderbeg die Herrschaft. Schließlich fiel Drivasto an die Osmanen während der heftigen Schlacht von Shkodra im Jahre 1478.

Die Osmanen haben die Festung geschleift.<ref name=":1" /> Sie war in der Folge bedeutungslos, Drivasto zu einem kleinen Dorf verkommen.<ref name=":0" />

Bevölkerung[Bearbeiten]

Aktuell stehen noch elf Häuser innerhalb der Burgmauern.<ref name="adg">Castles and Forts. In: Shqiperia.com. Archiviert vom Vorlage:IconExternal am 4. Mai 2014; abgerufen am 20. Juni 2015 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref> Der Ort wird Kala (Burg) genannt. Es gibt eine über 400 Jahre alte Moschee aus osmanischer Zeit. Es werden Gebete abgehalten, allerdings fehlt der Moschee ein Imam. Sämtliche Häuser des Ortes sind von ethnischen Türken muslimischen Glaubens bevölkert, allerdings sprechen die Jüngeren im Gegensatz zu den Älteren kein Türkisch mehr.<ref name="Arnaut">Arnavutluk Müslümanları. Abgerufen am 16. Juni 2015.</ref>

Religion[Bearbeiten]

Nach Drisht ist das Titularbistum Drivastum benannt. Der Vatikan arbeitet gemeinsam mit der katholischen Kirche in Albanien an Plänen, die historische osmanische Moschee durch eine Kirche zu ersetzen. Als Begründung wird angegeben, dass die Moschee vor 600 Jahren auf Fundamenten einer früheren Kirche errichtet worden sei, allerdings liegen dafür keine Beweise vor.<ref name="Arnaut" />

Literatur[Bearbeiten]

  • A Regional, Historical Case Study: The City of Drisht in the Middle Ages. In: Michael L. Galaty, Lorenc Bejko (Hrsg.): Archaeological Investigations in a Northern Albanian Province: Survey and Excavation Results (= Memoirs. Nr. 64). Volume One: Survey and Excavation Results. University of Michigan Museum of Anthropological Archaeology, Ann Arbor 2023, ISBN 978-1-95153873-6, S. 81–85, doi:10.3998/mpub.12201317.
  • Oliver Jens Schmitt: Das venezianische Albanien (1392–1479). In: Südosteuropäische Arbeiten. Band 110. München 2001, ISBN 3-486-56569-9.
  • Theodor Ippen: Stari spomenici u Albaniji. In: Zemaljska štamparija (Hrsg.): Glasnik Zemaljskog muzeja u Bosni i Hercegovini. Band 12. Sarajevo, Österreich-Ungarn 1900, S. 511–531.

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Drisht – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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