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Droege Group

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Droege Group GmbH

colspan="2" class="notheme" style="background:#Vorlage:Standardfarbe; color:#Vorlage:Standardfarbe; padding:1em 0;" | Droege International Group Logo.svg
Rechtsform GmbH
Gründung 1988<ref name="Lex">Droege Group. In: Florian Langenscheidt, Peter May (Hrsg.): Lexikon der deutschen Familienunternehmen, Springer Gabler, Wiesbaden 2020, ISBN 978-3-658-31846-8, S. 193.</ref>
Sitz Düsseldorf, Deutschland Deutschland
Leitung Ernest-W. Droege (Vorsitz der Geschäftsführung)<ref name="Modell">Geschäftsmodell. In: droege-group.com. Droege Group AG, abgerufen am 21. August 2026.</ref>
Mitarbeiterzahl Circa 10.000 (2025)<ref name="500Groesste">Die Rangliste der deutschen Wirtschaft. In: Die Welt, 27. Juli 2026.</ref>
Umsatz 15,8 Mrd. Euro (2025)<ref name="500Groesste" />
Branche Beteiligungsbranche
Website www.droege-group.com

Die Droege Group GmbH ist ein 1988 von Walter P. J. Droege gegründetes Investmentunternehmen mit Sitz in Düsseldorf, das sich vollständig in Familienbesitz befindet. Das Geschäftsmodell umfasst Eigenkapitalinvestitionen in mittelständische Unternehmen sowie in unternehmerische Sondersituationen („Special Opportunities“).<ref name="Modell" />

Beteiligungen[Bearbeiten]

Das Unternehmen verfolgt das sogenannte Family-Equity-Geschäftsmodell.<ref>Siehe Im Gespräch: Ernest-W. Droege und Christian Sailer. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18. Oktober 2019.</ref> Ähnlich wie bei einem Private-Equity-Fonds beteiligt sich die Droege Group an Unternehmen, investiert jedoch ausschließlich eigenes Kapital.<ref>Gärtner Pötschke gehört nun auch zur Dröge Gruppe. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. August 2019.</ref>

Zu den Beteiligungen gehören, Stand 2026, unter anderem:

Die Droege Group ist mit ihren Unternehmen in rund 30 Ländern aktiv.<ref name="Lex" />

Geschichte[Bearbeiten]

Walter P. J. Droege gründete das Unternehmen 1988<ref name="Lex" /> mit der Firma „Droege & Comp. Internationale Unternehmer-Beratung“.<ref>Walter P. J. Droege, Kay Segler: Möbelindustrie. Klare Strategie erforderlich. Konzentrationsbewegung wird sich beschleunigen. In: Handelsblatt, 20. Januar 1988.</ref> Im Jahr 2000 wandelte er das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft um<ref name="Credit">Droege Group AG in der Datenbank von Creditreform, Stand: 25. August 2026.</ref> und teilte mit, es werde zukünftig nicht nur beraten, sondern auch Beteiligungen anstreben. Ausgangspunkt dafür war die zuvor erfolgte Beteiligung und Sanierung des Naturarzneimittelherstellers Madaus.<ref name="BG">Dirk Hinrich Heilmann: Beraterfirma Droege erwägt Börsengang. In: Handelsblatt, 16. Juni 2000.</ref> Zu den frühen Beteiligungen Droeges zählten beispielsweise auch Kettner und Klöckner & Co<ref>Droege ist Inhaber von Beteiligungsgesellschaft. In: Handelsblatt, 23. Mai 2002.</ref>. Das Pharmageschäft der Madaus-Gruppe ging 2007 an das italienische Pharmaunternehmen Rottapharm,<ref>Corinna Wnuck: Madaus Pharma wird verkauft. In: Finance. 13. Juni 2007, abgerufen am 28. August 2026.</ref> andere Unternehmensbereiche verblieben bei Madaus, beispielsweise die 2002 erworbene HAL Allergy,<ref>Brigitte Ueffing: Madaus: Marktführer in der Naturheilnische. In: Rheinische Post, 12. April 2002.</ref> aus der später Halix hervorging, ein Biotech-Unternehmen, das als Auftragsproduzent von Pharma- und weiteren Biotechunternehmen tätig ist.<ref>Thomas Werres: Ernest Droege, der das Konglomerat seines Vaters ausbauen soll. In: Manager Magazin, Nr. 7, 22. Juni 2018.</ref>

2009 erwarb Droege den Informations- und Kommunikationstechnologie-Anbieter Actebis,<ref>Regina Böckle: Verkauf der Actebis-Gruppe an Droege ist in trockenen Tüchern. In: IT-Business. 16. September 2009, abgerufen am 28. August 2026.</ref> 2011 wurden Actebis und Also Holding (Schweiz) zur Also-Actebis Holding AG mit Sitz in der Schweiz verschmolzen.<ref> Matthias Parbel: Fusion von Also und Actebis unter Dach und Fach. In: heise online. 12. Januar 2011, abgerufen am 28. August 2026.</ref> Seitdem hält die Droege Group als Eigentümer der ehemaligen Actebis 51,3 Prozent der Anteile an der in der Schweiz börsennotierten ALSO Holding AG.<ref>Also Holding AG. In: de.marketscreener.com. Abgerufen am 28. August 2026.</ref> 2011 folgte zudem eine Mehrheitsbeteiligung am Personaldienstleister Trenkwalder.<ref name="ZA">Droege kauft großen Anbieter von Zeitarbeit. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. April 2011.</ref> Beim Automatenhersteller Höft & Wessel übernahm Droege 2013 die Aktienmehrheit,<ref>Droege fängt Höft & Wessel auf. In: Börsen-Zeitung, 19. Juli 2013.</ref> verkaufte das Unternehmen aber bereits 2016 wieder.<ref>Metric mobility solutions AG: Abschluss eines Kauf- und Übertragungsvertrages zwischen Metric mobility solutions AG und Almex GmbH sowie Tri Star Security Pte. Ltd; Konzernergebnis 1. Halbjahr 2016 unter Plan. In: DGAP. 13. September 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 30. September 2016; abgerufen am 28. August 2026.</ref> Die Mehrheit an Weltbild übernahm Droege im Sommer 2014,<ref>Finanzinvestor Droege steigt bei Weltbild ein. In: Süddeutsche Zeitung. 16. Juli 2014, abgerufen am 28. August 2026.</ref> drei Jahre später war die vollständige Übernahme der Verlagsgruppe abgeschlossen.<ref>Michael Pohlgeers: Vollständige Übernahme: Weltbild gehört jetzt der Droege Group. In: onlinehaendler-news.de. 20. Juni 2017, abgerufen am 28. August 2026.</ref> Im Jahr 2024 musste die Weltbild Gruppe Insolvenz anmelden, da die Droege Group in den Verhandlungen mit der Bank keine Lösung finden konnte.<ref>dpa Bayern: Nach Weltbild-Insolvenz weitere Firmen im Konzern betroffen. In: Die Zeit. 16. Juli 2024, abgerufen am 28. August 2026.</ref>

In den folgenden Jahren setzte die Droege Group ihre Strategie des Buy & Build (kaufen und ausbauen) fort. Zum Beispiel übernahm die Beteiligung ALSO Holding zum 1. März 2025 die Aktivitäten des britischen IT-Distributors Westcoast Ltd. in Großbritannien, Irland und Frankreich.<ref>Sylvia Lösel: Also, Westcoast und Komsa: Distribution im Umbruch. In: IT-Business. 26. Juli 2024, abgerufen am 28. August 2026.</ref>

2018 wurde der Generationenwechsel eingeleitet. Ernest-W. Droege, Sohn des Unternehmensgründers, übernahm den Vorstandsvorsitz der Droege Group AG.<ref>Bei Droege folgt der Sohn auf den Vater. In: Börsen-Zeitung, 18. April 2018.</ref> 2026 wurde das Unternehmen in eine GmbH umfirmiert.<ref>Droege Group GmbH: Handelsregister-Bekanntmachungen vom 14. Juli 2026.</ref>

Rezeption[Bearbeiten]

2000 wurde an der Droege Group Kritik laut: Durch die Verbindung von Beratungs- und Beteiligungsgeschäft entstünden Interessenkonflikte; es sei möglich, durch Lenkung von Beratungsaufträgen an das eigene Unternehmen größeren Einfluss auf fremde Unternehmen auszuüben als andere Gesellschafter. Als Beispiel diente Klöckner & Co.<ref name="Getrennt">Thomas Werres: Getrennte Geschäfte. Manager Magazin, 19. November 2003, abgerufen am 1. März 2013.</ref><ref>Matthias Kaufmann: Wir sind froh, dass Droege weg ist. Manager Magazin, 30. Juni 2003, abgerufen am 1. März 2013.</ref> Im Anschluss an diese Kritik trennte das Unternehmen klar zwischen Beratung und Beteiligung.<ref name="Getrennt" /><ref>Welche Rolle spielen Droege & Co. im Bistum? Öffentlichkeitsscheuer Vorstand spricht Klartext: Verquickung von Anteilsbesitz und Beratung abgestellt. In: Aachener Nachrichten, 30. Juli 2004.</ref>

Nach der Insolvenz des Buchhändlers Weltbild kritisierte ein Betriebsrat, dass Droege ohne Strategie viele artfremde Beteiligungen aufgekauft hätte. Auch wurde kritisiert, dass seit der Übernahme 2014 keine Umstrukturierung erfolgte.<ref>Dieter Sürig: Weltbild ist nicht mehr zu retten. In: sueddeutsche.de. 22. August 2024, abgerufen am 22. August 2024.</ref> 2018 gaben die Tageszeitungen Die Welt, die Berliner Zeitung und andere jedoch eine DPA-Meldung wieder, die von erheblichen Restrukturierungsmaßnahmen berichtete, unter anderem von Konsolidierungen, Filialschließungen und Stellenstreichungen.<ref>dpa: Händler Weltbild sieht sich nach Insolvenz auf gutem Weg. In: Die Welt. 17. November 2018, abgerufen am 24. September 2026. Weltbild sieht sich nach Insolvenz auf gutem Weg. In: Berliner Zeitung, 19. November 2018, S. 6. Weltbild sieht sich auf gutem Weg. In: Wolfsburger Allgemeine Zeitung, 19. November 2018, S. 6.</ref>

Firmensitz[Bearbeiten]

Der Firmensitz befindet sich im Düsseldorfer David-Hansemann-Haus. Dieses Gebäude wurde 1954 als Zentrum für die betriebliche Fortbildung der Rheinisch-Westfälischen Bank, eine der damaligen drei Nachfolgebanken der zerschlagenen Deutschen Bank, eröffnet und von der Deutschen Bank bis Mitte der 1990er Jahre betrieben.<ref>Vor fünfzig Jahren: Das David Hansemann Haus in Düsseldorf. In: Historische Gesellschaft der Deutschen Bank e.V. (Hrsg.): Bank und Geschichte. Historische Rundschau. Nr. 5, Juli 2004, S. 5 f. (Archivierte Online-Ausgabe [PDF]).</ref> Anschließend übernahm es die Droege Group. Namensgeber des Gebäudes, das von Heinrich Rosskotten konzipiert wurde,<ref>Jürgen Wiener (Hrsg.): Die Gesolei und die Düsseldorfer Architektur der 20er Jahre. Bachem, Köln 2001, ISBN 978-3-7616-1445-7, S. 180 (Teildigitalisat bei Google Books).</ref> ist der Unternehmer, Bankier und Politiker David Hansemann (1790–1864).

Kunst[Bearbeiten]

Die Droege Group hat eine große private Sammlung der Gegenwartskunst in Deutschland aufgebaut.<ref>Bertram Müller: Bei Droege fließt alles aus der Kunst. In: Rheinische Post, 24. August 2012.</ref><ref>Brigitte Koch: Die Kunst-Netzwerkerin. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Oktober 2015.</ref><ref>Besuch der Droege Group. BEGEGNUNG. Thomas Schütte. Exkursion nach Düsseldorf. In: kunstfreunde.koeln. Freunde des Wallraf-Richartz-Museum und des Museum Ludwig e.V., 23. September 2025, abgerufen am 28. August 2026.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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