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Drypetis

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Drypetis (* zwischen 350 und 345 v. Chr.; † 323 v. Chr.) war eine der Dynastie der Achämeniden entstammende persische Prinzessin und die Gattin von Hephaistion, eines sehr engen Freunds Alexanders des Großen.

Leben[Bearbeiten]

Drypetis war eine Tochter der Stateira und des persischen Großkönigs Dareios III. Sie hatte eine ältere Schwester, die wie ihre Mutter Stateira hieß, sowie einen Bruder namens Ochos.<ref>Arrian, Anabasis 7, 4, 5; Curtius Rufus, Historiae Alexandri Magni 3, 11, 25; 4, 10, 19 ff.; u. a.</ref> Nach der Schlacht bei Issos (November 333 v. Chr.) fiel Dareios’ gesamte Familie, darunter auch Drypetis, in die Hand Alexanders des Großen.<ref>Arrian, Anabasis 2, 11, 9; Curtius Rufus, Historiae Alexandri Magni 3, 11, 25; Diodor, Bibliothḗkē historikḗ 17, 36, 2; Plutarch, Alexander 21, 1; Iustinus, Epitoma historiarum Philippicarum Pompei Trogi 11, 9, 12.</ref> Der siegreiche Makedonenkönig kam zusammen mit seinem Gefährten Hephaistion persönlich ins Zelt der gefangenen persischen Königsfamilie und versprach ihr eine ehrenvolle Behandlung.<ref>Arrian, Anabasis 2, 12, 6 ff.; Curtius Rufus, Historiae Alexandri Magni 3, 12, 15 ff.; Diodor, Bibliothḗkē historikḗ 17, 37, 4 ff.</ref> Ferner sicherte Alexander sowohl Drypetis als auch ihrer Schwester Stateira die Bereitstellung einer größeren Mitgift für ihre künftigen Heiraten zu, als Dareios III. für sie vorgesehen hatte.<ref>Diodor, Bibliothḗkē historikḗ 17, 38, 1.</ref>

Laut dem Alexanderhistoriker Quintus Curtius Rufus sei Dareios’ Gemahlin Stateira um 331 v. Chr. in den Armen ihrer Tochter Drypetis gestorben; daraufhin habe Drypetis ihre Großmutter Sisygambis getröstet.<ref>Curtius Rufus, Historiae Alexandri Magni 4, 10, 19 ff.</ref> Als das Heer des Makedonenkönigs Ende 331 v. Chr. die Stadt Susa erreicht hatte, wurde Drypetis hier zusammen mit ihrer Schwester und Großmutter zurückgelassen. Sie erhielt Unterricht zum Erlernen der griechischen Sprache.<ref>Curtius Rufus, Historiae Alexandri Magni 5, 2, 17 ff.; Diodor, Bibliothḗkē historikḗ 17, 67, 1.</ref> Im Juli 330 v. Chr. wurde Dareios III. von einer Adelsgruppe um den Satrapen Bessos ermordet, und Alexander trat seine Nachfolge als König des Perserreichs an.

Um verwandtschaftliche Bande mit den Achämeniden zu knüpfen, heiratete Alexander 324 v. Chr. auf der Massenhochzeit von Susa u. a. Drypetis’ Schwester Stateira.<ref>Arrian, Anabasis 7, 4, 4; Diodor, Bibliothéke historiké 17, 107, 6; u. a.</ref> Seinem Freund Hephaistion, mit dem er sich verschwägern wollte, gab er Drypetis zur Gemahlin.<ref>Arrian, Anabasis 7, 4, 5; Diodor, Bibliothéke historiké 17, 107, 6.</ref> Allerdings starb Hephaistion bereits im Winter 324/323 v. Chr. Nicht lange danach, im Juni 323 v. Chr., verschied auch der große Makedonenkönig in Babylon. Drypetis beklagte seinen Tod.<ref>Curtius Rufus, Historia Alexandri Magni 10, 5, 20.</ref> Roxane, die erste Gattin Alexanders, ließ nun aus Eifersucht Stateira und – wie sich der antike Alexander-Biograph Plutarch ausdrückt – deren Schwester, bei der es sich um Drypetis handeln muss, ermorden und die Leichname beider Schwestern in einen Brunnen werfen, der dann zugeschüttet wurde.<ref>Plutarch, Alexander 77, 6.</ref>

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

  • Drypetis, daughter of Darius and wife of Hephaestion bei Pothos.org

Anmerkungen[Bearbeiten]

<references />