Dserschinsk
Stadt
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Dserschinsk ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), nicht zu verwechseln mit diversen gleichnamigen Städten in Belarus und der Ukraine) ist eine Großstadt in Russland am Fluss Oka in der Oblast Nischni Nowgorod. Sie hat 213.000 Einwohner (Stand: 2025).<ref>Russland: Föderationskreise und Großstädte. In: citypopulation.de. Abgerufen am 3. August 2026.</ref>
Geschichte[Bearbeiten]
Die Stadt wurde 1920 gegründet und hieß zunächst Rastjapino (russisch {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), 1929 wurde sie nach dem Bolschewiken und Gründer der Tscheka, Felix Dserschinski, in Dserschinsk umbenannt. 1930 gab die sowjetische Führung im Zuge der Industrialisierung der Sowjetunion den Befehl, am Ort der Siedlung Rastjapino eine große Industriestadt anzulegen. Dserschinsk entwickelte sich zu einem der wichtigsten Chemie-Industriestandorte in der Sowjetunion, was mit enormen Umweltbelastungen verbunden war.
In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager 469 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.<ref>Maschke, Erich (Hrsg.): Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges. Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962–1977.</ref>
Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1939 | 103.407 |
| 1959 | 164.337 |
| 1970 | 221.291 |
| 1979 | 257.119 |
| 1989 | 285.071 |
| 2002 | 261.334 |
| 2010 | 240.742 |
| 2017 | 231.797 |
Anmerkung: Volkszählungsdaten
Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
Heute gibt es in Dserschinsk ein Puppentheater, ein Dramentheater und außerdem ein seit 1932 bestehendes Heimatkundemuseum. Des Weiteren gibt es in der Nähe der Stadt die architektonisch interessanten NIGRES-Stromleitungsmasten.
-
Der „Kulturpalast der Chemiker“ in Dserschinsk
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NIGRES-Stromleitungsmast an der Oka in der Nähe von Dserschinsk
Wirtschaft[Bearbeiten]
In Dserschinsk sind die Chemiebetriebe Sawod im. Ja. M. Swerdlowa, Orgsteklo, Awijabor, Sintes Oka (mit Chimsorbent) und Sawod sintanolow (Norkem) sowie die Plastikproduzenten DPO Plastik, Biochimplast und Nischpolimerupak ansässig.
Außerdem haben die ausländischen Konzerne Wella, Knauf Gips, Lanxess,<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Baubeginn für erstes LANXESS-Werk in Russland ( vom 4. März 2016 im Internet Archive)</ref> Liebherr,<ref>Liebherr in Russia</ref> TK Uhde<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.www.uhde.ru ( vom 13. Oktober 2016 im Internet Archive)</ref> und Danieli<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Danieli has taxied to Dzerzhinsk ( vom 7. Mai 2022 im Internet Archive)</ref> hier Standorte aufgebaut.
Sonstiges[Bearbeiten]
Die Stadt wurde im Oktober 2006 von der Umweltorganisation Blacksmith Institute zu einem der am stärksten verseuchten Orte der Welt gewählt. Diese „Nominierung“ wurde 2007 und 2013 jeweils erneuert, da die Sanierung auf sich warten lässt. In Dserschinsk hätten Männer demnach eine Lebenserwartung von 42 Jahren und Frauen von 47 Jahren. Nach Angaben der Stadtverwaltung vom Juni 2011 beträgt dagegen die mittlere Lebenserwartung der Einwohner mit 64 Jahren lediglich 1,5 Jahre weniger als im gesamtrussischen Durchschnitt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Pressemitteilung der Stadtverwaltung vom 10. Juni 2011 (auf Russisch) ( vom 1. Februar 2014 im Internet Archive)</ref>
Die Stadt war zur Zeit des Kalten Krieges ein Zentrum für die Herstellung der sowjetischen Chemiewaffen, darunter Sarin und Senfgas. Die dabei verwendeten Chemikalien wurden in einer Wasser führenden Bodenschicht abgelagert, die auch die Stadt mit Trinkwasser versorgt.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Studie des Blacksmith Institute (englisch) ( vom 11. März 2010 im Internet Archive) und Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Tagesschau Aktuell ( vom 11. März 2010 im Internet Archive)</ref><ref>Top Ten Threats 2013.pdf des Blacksmith Institutes</ref>
Dazu stellt der Umweltgiftreport 2013 – herausgegeben vom Blacksmith Institute und der Stiftung Internationales Grünes Kreuz – fest, dass der Industriestandort Dserschinsk als hochgradig verseucht zu betrachten ist, da neben Leckagen und anderen Unfällen in den Jahren 1930 bis 1998 etwa 300.000 Tonnen chemischer Abfälle unsachgemäß entsorgt wurden.<ref>http://www.greencross.ch/uploads/media/pollution_report_2013_top_ten_wwpp.pdf</ref>
Am 1. Juni 2019 ereignete sich eine schwere Explosion in der Stadt, nach offiziellen Angaben in einer Sprengstofffabrik. Über der Stadt war anschließend eine Hunderte Meter hohe Pilzwolke zu sehen. Nach Berichten der Behörden gab es 79 Verletzte.<ref>Dzerzhinsk explosion: Blast at Russian explosives factory injures 79. BBC News, 1. Juni 2019, abgerufen am 1. Juni 2019 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>
Städtepartnerschaften[Bearbeiten]
Dserschinsk listet folgende Partnerstädte auf:
Druskininkai, Litauen, seit 2009
Hrodna, Belarus, seit 2005
Bitterfeld-Wolfen, Deutschland, seit 1996 (zunächst Partnerstadt von Bitterfeld, nach der Fusion mit Wolfen nun von Bitterfeld-Wolfen).<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Bitterfeld-Wolfen.de ( vom 5. Dezember 2010 im Internet Archive)</ref>
Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]
- Gennadi Woronin (1934–2004), Eisschnellläufer<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Gennady Voronin ( vom 18. April 2020 im Internet Archive) in der Datenbank von Sports-Reference (englisch)</ref>
- Waleri Plotnikow (* 1940), Boxer<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Valery Plotnikov ( vom 15. Dezember 2012 im Internet Archive) in der Datenbank von Sports-Reference (englisch)</ref>
- Eduard Limonow (1943–2020), Schriftsteller und Politiker
- Jewgeni Scharonow (* 1958), Wasserballspieler und Olympiasieger<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Yevgeny Sharonov ( vom 17. November 2012 im Internet Archive) in der Datenbank von Sports-Reference (englisch)</ref>
- Michail Seslawinski (* 1964), Politiker und Bibliophiler
- Oleg Deripaska (* 1968), Unternehmer
- Sergei Sorokin (* 1969), Eishockeyspieler
- Natali (* 1974), Sängerin
- Yana Tyulkova (* 1977), US-amerikanisch-russische Pianistin, Komponistin, Jazz-Sängerin und Musikwissenschaftlerin
- Tetjana Lasarewa (* 1981), ukrainische Ringerin
- Natalja Pantelejewa (* 1983), Mittelstreckenläuferin
- Olga Kotschnewa (* 1988), Degenfechterin
- Wioletta Kolobowa (* 1991), Degenfechterin
- Nikita Kriwzow (* 2002), Fußballspieler
- Artjom Schmykow (* 2002), Fußballspieler
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Seite der Stadt (russisch)
- Eintrag auf mojgorod.ru (russisch)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
Die Seite Vorlage:BoxenVerschmelzen/styles.css hat keinen Inhalt.
Stadtkreise: Arsamas | Bor | Dserschinsk | Nischni Nowgorod | Perwomaisk | Sarow | Schachunja | Semjonowski | Wyksa
Rajons: Ardatowski | Arsamasski | Balachninski | Bogorodski | Bolscheboldinski | Bolschemuraschkinski | Buturlinski | Dalnekonstantinowski | Diwejewski | Gaginski | Gorodezki | Knjagininski | Kowerninski | Krasnobakowski | Krasnooktjabrski | Kstowski | Kulebakski | Lukojanowski | Lyskowski | Nawaschinski | Pawlowski | Perewosski | Pilninski | Potschinkowski | Scharangski | Schatkowski | Sergatschski | Setschenowski | Sokolski | Sosnowski | Spasski | Tonkinski | Tonschajewski | Tschkalowski | Urenski | Wadski | Warnawinski | Watschski | Wetluschski | Wolodarski | Worotynski | Woskressenski | Wosnessenski
