Duale Karriere
Eine Duale Karriere ist eine aus zwei Einheiten bestehende Karriere.
Die Bezeichnung Duale Karriere wird häufig im Zusammenhang mit dem Spitzensport verwendet, da hier die sportliche Laufbahn nur in den seltensten Fällen als eine Versorgungschance angesehen wird<ref>Harald Fischer: Sport und Geschäft. Professionalisierung im Sport. Berlin: Bartels & Wernitz, 1986. ISBN 3-87039-077-8 unterscheidet im Spitzensport die Erwerbschance (= man kann davon leben, aber nichts bis wenig zurücklegen), und Versorgungschance (= am Ende der Laufbahn hat man ausgesorgt und könnte in Rente gehen)</ref> und die Aktiven nach Ende ihrer Laufbahn einen anderen Beruf ergreifen müssen, für den sie in den meisten Fällen sehr lange nichts oder wenig getan haben.
Der Deutsche Olympische Sportbund bemüht sich mit Förderprogrammen eine duale Karriere der Kaderangehörigen zu begünstigen.<ref>Zehn-Punkte-Programm zur dualen Karriere beschlossen; Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Archivierte Kopie ( vom 5. Mai 2015 im Internet Archive)</ref> Dies gelingt jedoch nur in wenigen Fällen, so dass ein Abbruch der nicht ausgeschöpften spitzensportlichen Laufbahn zu Gunsten der beruflichen Laufbahn noch immer den häufigsten Abbruchgrund für Spitzensportler darstellt.<ref> Duale Karriere im Spitzensport; https://www.bundestag.de/presse/hib/2015_02/-/362744</ref> Die Verbindung von Spitzensport und beruflicher Karriere gelingt nicht in allen Staaten in gleicher Weise,<ref> Arnd Krüger: Olympische Spiele als Mittel der Politik. www.researchgate.net/.../00b7d5308f10c0ef55000000.pdf</ref> vor allem Russland und die Staaten des früheren Ostblocks erschweren durch eine frühzeitige Spezialisierung auf ausschließlich Spitzensport eine solche duale Karriere.<ref>Arnd Krüger: Duale Karriere. Leistungssport 45 (2015), 3, 37-38.</ref>
Die zunehmende Anzahl der Studierenden unter den Olympiateilnehmern setzt eine enge Kooperation zwischen dem Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband, Deutschen Olympischen Sportbund und den Athleten voraus.<ref>https://ediss.uni-goettingen.de/handle/11858/00-1735-0000-0022-5F46-B</ref> Um eine solche Duale Karriere sicherzustellen, schließen immer mehr Olympiastützpunkte unmittelbar Kooperationsverträge mit einzelnen auch privaten Hochschulen ab.<ref>Damit der Spitzensport keine Sackgasse wird / Olympiastützpunkt Hessen kooperiert mit der Hochschule Fresenius</ref>
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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