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Duftstachelinge

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Duftstachelinge
Datei:2011-07-09 Phellodon niger 1 71274 cropped.jpg

Schwarzer Duftstacheling
(Phellodon niger)

Systematik
Unterabteilung: Agaricomycotina
Klasse: Agaricomycetes
Unterklasse: unsichere Stellung (incertae sedis)
Ordnung: Warzenpilzartige (Thelephorales)
Familie: Weißsporstachelingsverwandte (Bankeraceae)
Gattung: Duftstachelinge
Wissenschaftlicher Name
Phellodon
P. Karst.

Die Duftstachelinge (Phellodon) sind eine Pilzgattung aus der Familie der Weißsporstachelingsverwandten.

Die Typusart ist der Schwarze Duftstacheling (P. niger).<ref name="Fries1815"/><ref name="Karsten1881"/>

Merkmale[Bearbeiten]

Makroskopische Merkmale[Bearbeiten]

Die Duftstachelinge bilden am Boden oft zu Gruppen verwachsene, gestielte Fruchtkörper. Der Hut hat eine samtige bis schuppige Oberfläche und eine weißliche bis schwarzbraune Farbe. Die Unterseite ist mit pfriemförmigen und im Alter grau gefärbten Stacheln besetzt. Das Sporenpulver ist weiß. Das Fleisch ist entweder durchgehend zähfaserig-korkig-holzig oder besitzt außen eine schwammig-filzige und innen eine faserig-zähe bis holzige Konsistenz (Duplex-Struktur). Die Trama weist eine Zonierung auf und riecht markant nach Maggi bzw. Liebstöckel.<ref name="Krieglsteiner2000"/><ref name="Jülich1984"/>

Mikroskopische Merkmale[Bearbeiten]

Die Hyphenstruktur ist monomitisch. Die Septen haben keine Schnallen. Zystiden fehlen. Die schlankkeuligen Basidien sind 4-sporig und besitzen keine basalen Schnallen. Die fast kugeligen bis elliptischen Sporen sind farblos, stachelig ornamentiert und zeigen keine Jod-Farbreaktion.<ref name="Krieglsteiner2000"/><ref name="Jülich1984"/>

Ökologie[Bearbeiten]

Die Duftstachelinge gehen mit diversen Waldbäumen eine Mykorrhiza ein.<ref name="Krieglsteiner2000"/>

Arten[Bearbeiten]

In Europa kommen ein halbes Dutzend Arten vor bzw. sind dort zu erwarten:<ref name="Strittmatter2007" />

Duftstachelinge (Phellodon) in Europa
Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Autorenzitat
Phellodon atratus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.K.A. Harrison 1964
Starkriechender Duftstacheling Phellodon confluens Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Persoon 1825) Pouzar 1956
Schwarzweißer Duftstacheling Phellodon connatus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Schultz 1806 : Fries 1821) P. Karsten 1881
Schwarzer Duftstacheling Phellodon niger Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Fries 1815 : Fries 1821) P. Karsten 1881
Phellodon secretus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Niemelä & Kinnunen 2003
Becherförmiger Duftstacheling Phellodon tomentosus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Linnaeus 1753 : Fries 1821) Banker 1906

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="Fries1815">Elias Magnus Fries: Hydnum nigrum. In: Observationes mycologicae 1. 1815. S. 134–135.</ref>

<ref name="Jülich1984">Walter Jülich: Die Nichtblätterpilze. Gallertpilze und Bauchpilze. Kleine Kryptogamenflora, Bd. II b/1. VEB Gustav Fischer Verlag, Jena 1984. S. 262–263.</ref>

<ref name="Karsten1881">Petter Adolf Karsten: Enumeratio Boletinearum et Polyporearum Fennicarum, systemate novo dispositarum. In: Revue mycologique, Toulouse 3(9). 1881. S. 19.</ref>

<ref name="Krieglsteiner2000">German Josef Krieglsteiner (Hrsg.): Die Großpilze Baden-Württembergs. Band 1: Allgemeiner Teil. Ständerpilze: Gallert-, Rinden-, Stachel- und Porenpilze. Ulmer, Stuttgart 2000, ISBN 3-8001-3528-0, S. 388–389.</ref>

<ref name="Strittmatter2007">Eric Strittmatter: Die Gattung Sarcodon. Auf: fungiworld.com. Pilz-Taxa-Datenbank. 26. April 2007. Abgerufen am 11. Juli 2011.</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Phellodon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien