eCall
eCall (Kurzform für emergency call<ref>Europäische Kommission: eCall: Time saved = lives saved</ref>) ist ein von der Europäischen Union vorgeschriebenes automatisches Notrufsystem für Kraftfahrzeuge, das die Hersteller seit dem 31. März 2018<ref name=":0">Vorlage:CELEX über Anforderungen für die Typgenehmigung zur Einführung des auf dem 112-Notruf basierenden bordeigenen eCall-Systems in Fahrzeugen und zur Änderung der Richtlinie 2007/46/EG</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 28. April 2015 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> in alle neuen Modelle von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen einbauen müssen.<ref>eCall: Automatischer Notruf für Verkehrsunfälle ab 2015 Pflicht in Autos</ref> Im Fahrzeug montierte Geräte melden einen Verkehrsunfall automatisch an die einheitliche europäische Notrufnummer 112 und sollen durch die rascher initiierten Rettungsmaßnahmen die Zahl der Verkehrstoten senken. eCall ist ein wichtiges Projekt der eSafety-Initiative der Europäischen Kommission.
Geschichte[Bearbeiten]
Im Jahr 1982 testete die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) in der Bundesrepublik Deutschland ein ähnliches Notrufsystem für Kraftfahrzeuge, auch Auto-Notruf-System genannt. Dabei handelte es sich um ein kleines Notfunkgerät für Kraftfahrzeuge, das bei Unfällen die Rettungszeit verkürzen und damit auch zu verminderten Unfallfolgen und zur Rettung von Menschen beitragen sollte. Das Unternehmen AEG-Telefunken entwickelte beispielsweise mit AutoNotfunk ein Notfunkgerät, das im Armaturenbrett von Kraftfahrzeugen integriert werden konnte, und bei einem Unfall wurde per Funk die jeweilige zuständige Rettungsleitstelle informiert. Das Funksignal sollte dabei von einer Relaisstation empfangen und der Standort des Kraftfahrzeugs mittels Peilmasten ermittelt werden. Die Kosten der hierfür notwendigen Einrichtung eines bundesweiten Netzes von Peilmasten und der Ausrüstung der Rettungsleitstellen wurden auf eine Milliarde DM geschätzt. Mit dem Auto-Notruf-System sollten dabei die herkömmlichen Notrufsäulen ergänzt werden, und im Jahr 1984 sollte die Antenne inklusive Montage rund 500 DM je Fahrzeug kosten. Das System konnte sich aber nicht durchsetzen.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
Im Jahr 2000 initiierte das Medizinforschungsinstitut ISM (Institute of Applied Science in Medicine) Salzburg mit 11 Partnern aus Forschung und Industrie ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt für die Förderprogramme der Europäischen Union: Mit Projekt AIDER sollten an das Call-Center nicht nur Ort und Schwere eines Unfalls über multiple Sensoren und 360°-TV-Kamera per Funk übertragen werden, sondern auch Vitalparameter verletzter Insassen über berührungsfreie bzw. nicht-invasive Sensoren. Die erhobenen Daten sollten mit Hilfe eines im Projektrahmen entwickelten medizinischen Triage-Software Systems ausgewertet und an Notärzte im anfliegenden oder anfahrenden Rettungswesen übertragen werden. Zusätzlich war eine Audio- und Video-Verbindung zum verunfallten Auto herzustellen. Das Triagesystem sollte auch bei Verletzten in mehreren am Unfall beteiligten Fahrzeugen Hinweise auf die Schwere der Verletzungen geben und eine Reihung vorschlagen. Das von ISM bei Mercedes-Daimler vorgeschlagene Projekt wurde von dort an FIAT-Turin weitergereicht und schließlich unter Führung von FIAT von der EU bewilligt und zwischen 2001 und 2004 mit einem Fördervolumen von ca. € 5 Mio. durchgeführt.<ref>Accident Information and Driver Emergency Rescue, Accident Information and Driver Emergency Rescue | AIDER | Project | Fact Sheet | FP5 | CORDIS | European Commission, https://cordis.europa.eu/project/id/IST-2000-28058</ref> Der gesamte Projektumfang wurde bislang nicht wirtschaftlich umgesetzt.<ref>EU-Projekt AIDER Accident Information and Driver Emergency Rescue System (€4,883,146) 5th framework, IST, no.28058, https://ludwig-m-auer.eu/en/list-of-projects/ , https://ludwig-m-auer.eu/en/presentation-project-aider/</ref>
Im Jahr 2001 wurde das Projekt im Rahmen des deutschen Jugend-forscht-Wettbewerbs als europäisches Notrufsystem erstmals vorgestellt.<ref>mittels GSM-technik/6.html GSM-Schutzengel (Automatische Notrufsystem zu lokalisieren Unfallopfer GSM-Technologie) (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2018. Suche im Internet Archive), Jugend forscht, 2001. Abgerufen am 4. Juli 2012.</ref><ref>GSM-Schutzengel (GSM Guardian Angel) Notrufdienst, GSM-Schutzengel 2001. 4. Juli 2012 abgerufen werden.</ref> Daraufhin wurde das Projekt verzögert, bis es schließlich im Jahr 2011 erneut durch die Europäische Kommission aufgegriffen wurde.<ref>EU Automobil verabschiedet Notrufe Dienst eCall, Telecom Papier, 8. September 2011. Abgerufen am 16. November 2011.</ref> Da sich der Start des Systems immer wieder verzögerte, setzen einige Automobilhersteller wie Volvo, BMW und Peugeot auf eigene, kostenpflichtige (Teil-)Lösungen.<ref>BR-online – Bayern 2: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Wie „eCall“ Leben retten soll ( vom 25. September 2010 im Internet Archive), 14. September 2010.</ref> Im März 2016 wurde der Unfallmeldedienst (UMD) vorgestellt, der von der Versicherungswirtschaft, IBM und Bosch entwickelt wurde. Dieses System besteht aus einem Stecker, der an den Zigarettenanzünder angeschlossen wird, und einer Smartphone-App. Bei einem Unfall erkennt der Stecker mit Hilfe von Sensoren den Aufprall und sendet diese Information an das Smartphone. Über die dort installierte App wird anschließend eine Notrufzentrale alarmiert. Die Unfallmeldung kann bei Bedarf auch manuell ausgelöst werden, etwa bei einer Panne.<ref name="www.gdv.de">Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref>
In Österreich bestanden im Jahr 2012 zwei verschiedene Notrufpartner, der ÖAMTC sowie eine Versicherungsgesellschaft. Zum Zeitpunkt waren etwa 50.000 Fahrzeuge allein beim ÖAMTC angeschlossen.<ref>Neuer Anlauf für Rettungssystem eCall in den Salzburger Nachrichten abgerufen am 6. Oktober 2012.</ref>
Die Europäische Kommission beschloss am 8. September 2011 die Einführung für alle Neuwagen ab Januar 2015. In der Empfehlung der Kommission werden die Mitgliedstaaten aufgefordert, dafür zu sorgen, dass die Mobilfunkbetreiber die eCall-Anrufe vorrangig weiterleiten und keine Gebühren erheben.<ref>Pressemeldung Europäische Kommission: Lebensrettende Notrufsysteme in Pkw bis 2015</ref> Die Europäische Kommission hat im Jahr 2013 einen konkreten Vorschlag zur Einführung und Ausgestaltung vorgelegt.<ref>Vorschlag für einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über die Einführung des interoperablen EU-weiten eCall-Dienstes COM(2013) 315 final – 2013/0166 (COD) vom 13. Juni 2013, online.</ref> Das Europäische Parlament hat darüber beraten und einen Vorschlag am 15. April 2014 im Plenum des Europäischen Parlaments angenommen.<ref>Bericht über den Vorschlag für einen Beschluss des Europäischen Parlaments und des Rates über die Einführung des interoperablen EU-weiten eCall-Dienstes (COM(2013)0315 – C7-0173/2013 – 2013/0166(COD)), Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr, Berichterstatter: Philippe De Backer A7-0482/2013.</ref> Am 8. Mai 2014 hat auch der Rat den mit dem Europäischen Parlament erarbeiteten Beschluss angenommen.<ref>Pressemitteilung 9353/14 vom 8. Mai 2014 (englisch).</ref>
Aufgrund der weiterhin bestehenden datenschutzrechtlichen Bedenken hatte sich die Annahme weiter verzögert. Der Rat hat am 10. Dezember 2014 einen Vorschlag angenommen<ref>angenommener Vorschlag vom 17. Dezember 2014.</ref> für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über Anforderungen für die Typgenehmigung zur Einführung des bordeigenen eCall-Systems in Fahrzeuge und zur Änderung der Richtlinie 2007/46/EG. Nach dieser Einigung zwischen Rat und Europäischem Parlament wurden die Autohersteller ab dem 31. März 2018 verpflichtet, alle neuen Modelle (Typenzulassungen) mit dem eCall-System auszustatten. Das eCall-System wählt kostenfrei unionsweit die einheitliche Notfallnummer 112 und alarmiert automatisch die Rettungskräfte bei einem schweren Verkehrsunfall. Im Hinblick auf den kontrovers diskutierten Datenschutz ist vereinbart, dass die durch eCall verwendeten Daten zu keinerlei anderen Zwecken verwendet werden dürfen. Daher müssen die Hersteller sicherstellen, dass die Daten im internen Speicher automatisch und kontinuierlich gelöscht werden.<ref name=":0" />
In Vorarlberg sind von 2021 auf 2025 die eCalls von 428 auf 1093 angestiegen. Der Großteil sind versehentliche Auslösungen. Um straffrei zu bleiben, muss der Rückruf am Fahrzeugtelefon angenommen und der Fehlalarm erklärt werden. Sollte eine eCall-Auslösung ohne tatsächlichen Notfall erfolgen und kein Rückruf-Kontakt herstellbar sein, kann nach dem Sicherheitsgebührengesetz eine Gebühr vorgeschrieben werden.<ref>Angela Ganthaler: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 4. Februar 2026 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Funktion und Technik von eCall[Bearbeiten]
Bei einem Unfall wird ein Notruf (eCall) an die Euronotrufnummer 112 ausgelöst, der einen Minimaldatensatz direkt an eine Notrufzentrale (PSAP – Public Safety Answering Point) absetzt, und gleichzeitig eine Sprachverbindung für den Fall aufbaut, dass ein Insasse des Unfallautos noch sprechen kann. eCall ist automatisch und manuell auslösbar. An einem Knopf im Auto könnten auch Zeugen eines schweren Unfalls den Notruf auslösen.
Der Minimaldatensatz (Minimum Set of Data, msd) enthält in der seit dem Jahr 2020 aktuellen dritten Version folgende Basisdaten:<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Literatur“ ist nicht vorhanden.</ref>
- msd-Version
- Nachrichtenkennung (Nummer der Übertragungswiederholung)
- automatische oder manuelle Aktivierung oder Testanruf
- Positionsvertrauenswürdigkeit (Genauigkeit zu 95 % ± 150 m)
- Fahrzeugtyp
- Fahrzeugkennung (FIN)
- Fahrzeugenergiespeicherart
- Unfallzeitpunkt
- Fahrzeugposition
- Fahrtrichtung (wichtig auf Autobahnen und in Tunneln)
- zwei Fahrzeugpositionen der letzten 15 Sekunden (es dürfen dabei keine Rückschlüsse auf die Fahrzeuggeschwindigkeit möglich sein)
- optional: Anzahl der Fahrzeuginsassen
- optional: weitere fahrzeugrelevante Daten (z. B. Anzahl der Überschläge, Batterietemperatur bei Elektrofahrzeugen, externe Referenz zu Datenblättern etc.)
Die eCall-Infrastruktur musste seit dem 1. Oktober 2017 bereitstehen. Der neue Service steht kostenfrei zur Verfügung. Alle in der EU neu zugelassenen Automodelle müssen seit April 2018 mit eCall ausgerüstet sein.
Hersteller[Bearbeiten]
Zu den Herstellern von eCall-Systemen gehören u. a. LEAR Corporation, Bosch,<ref>Robert Bosch GmbH: [Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Bosch Media Service, 17. Juni 2013, archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 4. August 2016.</ref> die Continental AG,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />European eCall Clears the Next Hurdle ( vom 4. Februar 2016 im Internet Archive), Pressemitteilung auf continental-corporation.com</ref> Magneti Marelli,<ref><templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />E Call Platform ( vom 8. Januar 2020 im Internet Archive), Pressemitteilung auf magnetimarelli.com</ref> Valeo,<ref>peiker.de: Pressemitteilung vom 4. Oktober 2011: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Automatisches Notrufsystem fürs Fahrzeug: peiker bietet übergreifende UMTS-Lösung für Europa und Russland ( vom 3. Februar 2014 im Internet Archive)</ref> Harman und novero.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Sonstige Aspekte[Bearbeiten]
Die Einführung von eCall bedingt unter anderem die Ausstattung von Fahrzeugen mit einem Galileo-<ref>heise.de: EU-Rat verabschiedet letzte Eckpunkte für Auto-Notruf eCall, abgerufen am 2. März 2015</ref> und GSM-Modul, einer Antenne sowie einem zusätzlichen Steuergerät, in dem die eCall-Funktion implementiert ist. Deshalb wird eCall auch als Wegbereiter für die Verkehrstelematik bei privaten Verbrauchern gesehen, da viele der für eCall nötigen Einbauten die gleichen sind, die auch für andere telematische Anwendungen benötigt werden. Mit dem eCall könnte somit zugleich in jedem Fahrzeug eine technische Plattform für Zusatzdienstleistungen etabliert werden. Denn die Verordnung sieht vor, dass parallel oder aufbauend auf dem bordeigenen eCall-System umfangreiche Zusatzdienste angeboten werden können.<ref name="Lüdemann-S177-182">Volker Lüdemann, Christin Sengstacken: Lebensretter eCall: Türöffner für neue Telematik-Dienstleistungen In: RDV 4/2014, S. 177–182</ref> Auch für Mobilfunkanbieter ergeben sich hier neue Geschäftsfelder, da die für eCall nötige SIM-Karte optional auch kostenpflichtige Telematikdienste ermöglichen könnte. Die Einwahl in ein Mobilfunknetz im europaweit geplanten eCall-System erfolgt erst unmittelbar nach dem Unfall, so dass keine Bewegungsprofile von Fahrzeugen anfallen, die ggf. auf Basis der Telekommunikations-Überwachungsverordnung gespeichert würden.
Anwendung im Motorrad[Bearbeiten]
Seit dem Jahr 2017 ist eCall<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. BMW ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> auch bei BMW Motorrad im Einsatz; es kann generell auch nachgerüstet werden.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 14. Juni 2016 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref><ref>Dina Ludmann: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 27. September 2022 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref> Die Systemanforderungen unterscheiden sich zum Pkw, weil Superbikes Schräglagen bis zu 60° fahren und Geländemotorräder hohen Vertikal- und Längsbeschleunigungen unterliegen. Außerdem sind im Motorrad weniger Sensoren verbaut, die einen Unfall sicher detektieren. Das Motorrad besitzt am Lenker einen vor Fehlbedienung geschützten Schalter<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 7. Januar 2022 (Skriptfehler: Ein solches Modul „Multilingual“ ist nicht vorhanden.).Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.</ref> mit Simkarte, Lautsprecher und Mikrofon und eine im Fahrzeug integrierte 6–Kanal Sensorbox von Bosch. Eine gesetzliche Anforderung zur Ausrüstung von eCall bei Motorrädern besteht nicht. Neben dem ab Werk verfügbaren System von BMW existieren auch nachrüstbare Notrufsysteme für Motorräder anderer Anbieter.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 23. April 2024 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
GSM-Abschaltung[Bearbeiten]
Mit der anstehenden Abschaltung des G2-Netzes verlieren eCall-Systeme mit 2G-Technologie ihre Funktion.<ref name="az2g">Adele Moser: Notrufsystem eCall erklärt: TÜV-Probleme durch 2G-Abschaltung, autozeitung.de, 26. Januar 2026</ref> Da eCall als wesentliches System gilt, das bei der Hauptuntersuchung geprüft wird, kann das Abschalten des 2G-Netzes zu Problemen führen.<ref name="az2g" />
NG eCall[Bearbeiten]
NG - Next Generation eCall
Die EU-Richtlinie Regulation EU 2024/1180 regelt den Übergang zum NG eCall (Next Generation eCall) basierend auf dem Mobilfunknetz der vierten Generation 4G LTE - Long Term Evoluntion und dem Mobilfunknetz der fünften Generation 5G.<ref>2024/1180 | Delegierte Verordnung (EU) 2024/1180 der Kommission vom 14. Februar 2024 zur Änderung der Verordnung (EU) 2015/758 des Europäischen Parlaments und des Rates hinsichtlich der Normen für eCall (Text von Bedeutung für den EWR), auf eur-lex.europa.eu</ref>
- NG eCall darf seit 1. Januar 2025 verbaut werden
- Neue Typengenehmigungen müssen ab 1. Januar 2026 NG eCall haben
- Ab 1. Januar 2027 dürfen keine Fahrzeuge mehr mit dem alten legacy e-Call neu in den Markt gebracht (zugelassen) werden. Nur noch mit NG eCall.
Neuer Auto-Notruf: NG eCall ersetzt alte Technik
Das bisherige legacy eCall basierend auf Leitungsvermittelten 2G, 3G Mobilfunknetzen hat zuerst eine Telefonverbindung aufgebaut. Darüber wurde dann per Modem/Fax Tönen das Minimum Set of Data übertragen. Nach der Übertragung wird erst die Freisprecheinrichtung durchgeschaltet.
NG eCall basiert auf Paketvermittelten 4G (5G) Mobilfunknetzen, schon beim Rufaufbau via SIP - Session Initiation Protocol wird das Minimum Set of Data übertragen.<ref>Ralf Weber: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 10. März 2021 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Datenschutz[Bearbeiten]
Das eCall-System steht in der Kritik, trotz angeblich guter Intentionen möglicherweise die technische Grundlage für eine EU-weite Überwachungsinfrastruktur zu schaffen.<ref>Markus Rohwetter: Geheimfunk im Notruf In: Die Zeit Nr. 29, 2014, S. 25.</ref><ref> autobild.de: eCall: Datenschutz fraglich, 8. Februar 2012</ref><ref>datenschutzzentrum.de: <templatestyles src="Webarchiv/styles.css" />Podiumsdiskussion „Mit dem eCall ins Herstellermonopol? Wettbewerbspolitische Verwerfungen durch Missbrauch einer Notfalleinrichtung“ ( vom 18. Februar 2014 im Internet Archive), 26. Januar 2012</ref> Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass Fahrzeughersteller die verpflichtend vorhandene Technik auch für kommerzielle Zusatzdienste nutzen werden, die möglicherweise zusätzliche Datenschutzprobleme erzeugen (beispielsweise „Pay-As-You-Drive“-Versicherungsverträge, Mauterfassung).<ref>E-Safety-Initiative der Europäischen Kommission: ec.europa.eu: eCall FAQ (PDF; 28 kB), 18. Dezember 2009</ref>
In den Zusatzdiensten liegt die eigentliche Gefahr für die informationelle Selbstbestimmung, denn die strengen Datenschutzbestimmungen der Verordnung gelten ausschließlich für den eCall-Notruf in seiner Basisfunktion, die Zusatzdienste werden hiervon nicht erfasst. Insbesondere die privaten eCall-Systeme sind vor diesem Hintergrund bedenklich. Eingebettet in die modernen Bordsysteme ist bei entsprechender Gestaltung praktisch die gesamte automobile Wertschöpfungskette in der Lage, unbegrenzt Daten über das Fahrzeug und das Fahrverhalten zu gewinnen.<ref name="Lüdemann-S177-182" />
Der europaweite Versichererverband Insurance Europe hatte im Jahr 2014 offiziell Interesse daran geäußert, dass Versicherungsunternehmen Zugriff auf eCall-Daten ihrer Kunden erhalten,<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2. Februar 2014.</ref><ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2. Februar 2014.</ref> was theoretisch der Erstellung spezifischer Risikoprofil dienen könnte.<ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref> Aufgrund der Intransparenz der eCall-Technologie (das Ausmaß der Datenaufzeichnung wird seitens der Hersteller nicht publik gemacht) sahen zu diesem Zeitpunkt Experten die Freiheit des Autofahrers gefährdet.<ref>financescout24.de: Auto-Elektronik sammelt Daten: Fluch oder Segen?, abgerufen am 11. April 2014</ref> Verschiedene Stimmen forderten, dass die eCall-Funktion ausschaltbar sein solle und die Autofahrer selbst über die Datenübermittlung entscheiden können sollte. Mehrere Verbände, darunter der ADAC, der Verbraucherzentrale Bundesverband und der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft, haben sich dafür ausgesprochen, die Autohersteller zum Einbau einer offenen Schnittstelle für den Datentransfer zu verpflichten. Damit könnten Autofahrer frei entscheiden, an wen sie ihre Fahrzeugdaten übermitteln.<ref>[Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden.] Europäisches Auto-NotrufsystemSkriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV), archiviert vom Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar) am 2. Februar 2017.</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 23. April 2024 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)</ref><ref>Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. 1. März 2025 ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar). (Seite nicht mehr abrufbar. Suche im Internet Archive)</ref>
Beim privatwirtschaftlichen System des Unfallmeldediensts (UMD) werden ausschließlich Daten bei der Registrierung und bei einem Unfall oder einer Panne übermittelt und anhand dieser Daten können Rettungskräfte zum Unfallort geschickt werden. Rückschlüsse auf die Fahrweise oder Bewegungsprofile können – laut GDV – mit Hilfe des Unfallmeldedienstes nicht erstellt werden.<ref name="www.gdv.de" />
Siehe auch[Bearbeiten]
- ERA GLONASS (vergleichbares russisches System)
Weblinks[Bearbeiten]
Vorlage:Wikidata-Registrierung
- Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. (PDF; 3,3 MB) Forschungsauftrag VSS 2007/903Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. In: Skriptfehler: Ein solches Modul „Vorlage:Internetquelle“ ist nicht vorhanden. Rapp AG ehemals im Vorlage:Referrer (nicht mehr online verfügbar)
Einzelnachweise[Bearbeiten]
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