Zum Inhalt springen

Edgar Heim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Edgar Heim (* 9. Juli 1930 in Thun; heimatberechtigt ebenda)<ref name="UZH">Die Universität Zürich: 1933–1983. Festschrift zur 150-Jahr-Feier der Universität Zürich. Universität Zürich, Zürich 1983, ISBN 3-85823-086-3, S. 702.</ref> ist ein Schweizer Psychiater und Psychotherapeut.

Leben[Bearbeiten]

Heim studierte Medizin an den Universitäten Bern, Wien und Paris. Von 1957 bis 1963 liess sich an der Universität Bern zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ausbilden.<ref name="Klee">Kurzbiographie in: Hans Suter: Paul Klee und seine Krankheit. Stämpfli, Bern 2006, ISBN 3-7272-1106-7, S. 248.</ref> Seine Lehrer Max Müller und Ernst Blum standen der Psychoanalyse nahe.<ref name="self" /> Von 1963 bis 1965<ref name="Klee" /> war er «Research Trainee and Instructor» in Boston, wo er weitere Therapieformen kennenlernte.<ref name="self" /> Er leitete von 1968 bis 1977 die Psychiatrische Klinik Schlössli in Oetwil am See.<ref name="Klee" /> Heim wurde 1970 an der Universität Bern und im Sommersemester 1972 an der Universität Zürich habilitiert. Ab dem Sommersemester 1976 war er Titularprofessor der Universität Zürich.<ref name="UZH" /> Ab dem Wintersemester 1977<ref name="UZH" /> war er ordentlicher Professor für poliklinische Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Bern sowie Direktor der Psychiatrischen Poliklinik der Universität Bern.<ref name="Klee" /> Er baute das Fach Psychosoziale Medizin auf und forschte im Bereich Psychosomatik.<ref name="self">Eigendarstellung in: Edgar Heim: Die Welt der Psychotherapie. Klett-Cotta, Stuttgart 2009, S. 13 f (online).</ref> 1994 wurde er emeritiert.<ref name="bz" />

Heim unterrichtete am Psychoanalytischen Institut Zürich und am C.G. Jung Institut in Zürich und war mehrere Jahre Präsident der International Federation for Psychotherapy. Er wohnt in Thun.<ref name="bz">«Unsere Psyche ist sehr komplex». In: Berner Zeitung Online/Newsnet. Aktualisiert am 25. März 2009, abgerufen am 23. April 2012.</ref>

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Das Elektrokardiogramm des Langstreckenläufers (untersucht an 100 olympischen Skilangläufern). In: Schweizerische Zeitschrift für Sportmedizin. Jg. 6 (1958) (= Dissertation, Universität Bern, 1958).
  • Krankheit als Krise und Chance. Kreuz, Stuttgart 1980, ISBN 3-7831-0600-1.
  • Praxis der Milieutherapie. Springer, Berlin 1985, ISBN 3-540-13571-5.
  • (mit Jürg Willi) Psychosoziale Medizin: Gesundheit und Krankheit in bio-psycho-sozialer Sicht. 2 Bände. Springer, Berlin 1986, ISBN 3-540-16229-1, ISBN 3-540-16121-X.
  • Krankheit als Krise und Chance: Warum wir krank werden. Was wir daraus lernen für uns und im Umgang mit anderen. MVG, München 1989, ISBN 3-478-08405-9.
  • Die Welt der Psychotherapie: Entwicklungen und Persönlichkeiten. Klett-Cotta, Stuttgart 2009, ISBN 978-3-608-94549-2.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

Vorlage:Hinweisbaustein