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Edgar Trost

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Edgar Ludwig Trost (* 30. Juli 1940 in München; † 11. Januar 2023 ebenda)<ref>Traueranzeige Edgar Trost auf trauer.sueddeutsche.de vom 21. Januar 2023</ref> war ein Generalleutnant des Heeres der Bundeswehr und stellvertretender Inspekteur des Heeres.

Militärischer Werdegang[Bearbeiten]

Trost wurde u. a. an der Heeresoffizierschule III in München zum Offizier ausgebildet.<ref>Klaus Reinhardt: KFOR. Streitkräfte für den Frieden. Tagebuchaufzeichnungen als deutscher Kommandeur im Kosovo. Frankfurt am Main 2002, S. 440.</ref> Er absolvierte von 1971 bis 1973 den 14. Generalstabslehrgang Heer an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg,<ref>Hansgeorg Model, Jens Prause: Generalstab im Wandel: neue Wege bei der Generalstabsausbildung in der Bundeswehr. Bernard und Graefe, München 1982, ISBN 978-3-7637-5241-6, S. 219 (Anhang D: Namentliches Verzeichnis der Teilnehmer an den bisherigen 23 Generalstabslehrgängen des Heeres).</ref> wo er zum Offizier im Generalstabsdienst ausgebildet wurde.

Von 1982 bis 1984 war er Chef des Stabes der 4. Panzergrenadierdivision in Regensburg. Danach war er Referatsleiter in der Abteilung Personal im Bundesministerium der Verteidigung (BMVg) in Bonn. Von 1986 bis 1988 war er als Oberst Kommandeur der Panzerbrigade 36 in Bad Mergentheim.<ref>Panzerbrigade 36, Einleitung, BArch BH 9-36.</ref> Danach war der Brigadegeneral Leiter der Unterabteilung P III (Heer) im BMVg. Von 1990 bis 1993 war der Generalmajor stellvertretender Abteilungsleiter Personal im BMVg. Von 1993 bis 1996 war er Kommandierender General des II. (Deutsch-Amerikanischen) Korps in Ulm und von 1997 bis 2000 unter Generalleutnant Helmut Willmann stellvertretender Inspekteur des Heeres und Beauftragter für Reservistenangelegenheiten. Als Generalleutnant trat er außer Dienst.

Während seiner Amtszeit setzte er sich für die Namensbeibehaltung der Rommel-Kaserne in Dornstadt bei Ulm ein.<ref>Ulrich vom Hagen: Homo Militaris. Perspektiven einer kritischen Militärsoziologie (= Sozialtheorie). Transcript, Bielefeld 2012, ISBN 978-3-8376-1937-9, S. 184.</ref>

Clausewitz-Gesellschaft[Bearbeiten]

Von 2002 bis 2009 war er als Nachfolger von Brigadegeneral a. D. Georg Bautzmann Leiter des Regionalkreises Bayern der Clausewitz-Gesellschaft. Ihm folgte Brigadegeneral a. D. Robert Gareißen.<ref>Viktor Toyka, Rüdiger Kracht: Clausewitz-Gesellschaft. Chronik 1961–2011. Hrsg. durch die Clausewitz-Gesellschaft, Hamburg 2011, ISBN 978-3-9810794-6-3, S. 271</ref> 2006 erhielt Trost für seine Verdienste um die Leitung des Regionalkreises die Goldene Ehrennadel der Clausewitz-Gesellschaft.<ref>Viktor Toyka, Rüdiger Kracht: Clausewitz-Gesellschaft. Chronik 1961–2011. Hrsg. durch die Clausewitz-Gesellschaft, Hamburg 2011, ISBN 978-3-9810794-6-3, S. 139.</ref>

Mehrere Jahre komoderierte er die durch den Bundestagsabgeordneten Hildebrecht Braun (FDP) initiierte und durch die Thomas-Dehler-Stiftung, die Nürnberger Zeitung, den Deutschen Bundeswehrverband, den Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr, die Clausewitz-Gesellschaft, die Deutsche Atlantische Gesellschaft und die Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik in Kooperation mit dem Arbeitskreis Bundeswehr und Wirtschaft Bayern getragene Nürnberger Sicherheitstagung.<ref>Gisela Bock: @1@2Vorlage:Toter Link/www.freiheit.orgDeutsche Interessen in der Außen- und Sicherheitspolitik (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.). auf: freiheit.org, 31. Juli 2006.</ref><ref>Gisela Bock: @1@2Vorlage:Toter Link/www.freiheit.orgNürnberger Sicherheitstagung 2008 (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im Dezember 2023. Suche im Internet Archive) ( Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.). auf: freiheit.org, 2. Juli 2008.</ref>

Geschichtsstudium[Bearbeiten]

Trost studierte nach seiner Dienstzeit Geschichte und schloss sein Studium 2006 am Institut für Bayerische Geschichte in München mit dem magister artium ab. Die Arbeit Maximilian I. von Bayern und Tilly. Das Verhältnis von Politik und Militär im Dreißigjährigen Krieg wurde von Alois Schmid betreut.<ref>Verzeichnis der Absolventen am Institut für Bayerische Geschichte seit Gründung der GML, gml.userweb.mwn.de, abgerufen am 4. November 2015.</ref> In dieser Zeit wurde er Mitglied der katholischen Studentenverbindung KDStV Aenania München.

Mitgliedschaften[Bearbeiten]

Trost war Mitglied des Kuratoriums der Freunde des Bayerischen Armeemuseums e. V.<ref>Kuratorium, freundeskreis-armeemuseum.de, abgerufen am 3. November 2015.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Probleme der Personalauswahl. In: Dieter Farwick (Hrsg.): Ein Staat – eine Armee. Von der NVA zur Bundeswehr. Report-Verlag, Frankfurt am Main u. a. 1992, ISBN 3-9802828-2-1, S. 170 ff.

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred Sadlowski (Hrsg.): Handbuch der Bundeswehr und der Verteidigungsindustrie Jubiläumsausgabe 1999. Bernard & Graefe, Bonn 1999, ISBN 3-7637-5991-3, S. 140.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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