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Editha Koffer-Ullrich

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Editha Koffer-Ullrich (* 1904; † 1990) war eine österreichische Geigerin und Musiktherapeutin.

Leben[Bearbeiten]

Koffer-Ulrich gilt als erste klinische Musiktherapeutin Wiens. Sie wurde in Medizin promoviert und wurde Psychiaterin.<ref>„Cured with music: a young austrian psychiatrist, Dr. Editha Koffer-Ullrich, believes that music heals illness better than any ‚medicine‘“ In: The Age, 6. Juni 1958, S. 12.</ref> In ihr und dem Präsidenten der Wiener Musikakademie Hans Sittner weckte sich „das Interesse an amerikanischen Erfahrungen in M., welche dort an Kriegsveteranen und auch im zivilen Sektor angewandt wurde“.<ref name="musiklexikon">Eintrag „Musiktherapie“ im Musiklexikon.</ref> 1956 bildete sie sich in den Vereinigten Staaten, „in Boston und an mehreren Kliniken“,<ref name="musiklexikon" /> zur Musiktherapeutin aus. Sie kehrte nach Österreich zurück, wo sie als Musiktherapeutin an einer pädiatrischen Klinik unter der Leitung von Andreas Rett sowie an einer von Hans Hoff geleiteten psychiatrischen Klinik.<ref name="emtc-eu" />

„Editha Koffer-Ullrich, die ganz am Anfang steht, hält ihre Geige in den Krankenhausalltag – und hat noch eine Hand frei für den Mythos, dass Klänge das Gleichgewicht disharmonisch gewordener Menschen wieder herstellen können.“<ref name="fuchs" />

1958 gründete Koffer-Ullrich die Österreichische Gesellschaft zur Förderung der Musikheilkunde; 1959 ein musiktherapeutisches Trainingsprogramm wurde in Zusammenarbeit mit der Wiener Musikakademie unter der Direktion von Hans Sittner organisiert, und Koffer-Ullrich wurde Leiterin des neuen Kurses, die eine Generation von Wiener Musiktherapeuten bildete:<ref name="emtc-eu">Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Music Therapy In Austria – EMTC. (Memento vom 5. Juni 2014 im Internet Archive)</ref> Die „Wiener Schule der Musiktherapie“<ref>Elena Fitzthum: „Wiener Schule der Musiktherapie“. In: Hans-Helmut Decker-Voigt, Eckhard Weymann (Hrsg.): Lexikon Musiktherapie. Hogrefe Verlag, 2009, S. 558–561. ISBN 978-3-8409-2162-9</ref>

In den 1960er Jahren bildeten sich international zwei Konzepte der Musiktherapie heraus: eine eher geisteswissenschaftliche, weniger praxisbezogene Schule einerseits, und eine andere eher naturwissenschaftliche, „klinische“ Tradition, der Koffer-Ullrich angehörte.<ref>Koffer-Ullrich sah, wie Karl-Friedrich Blanke, Christa Kohler-Hoppe, Hans-Georg Jaedicke, Christoph Schwabe, Berthold Stokvis, Martin Sutermeister, Hildebrand Richard Teirich und Harro Wendt, die Musiktherapie als „Methode der klinisch orientierten Psychotherapie“. Quelle: Zeitschrift für Psychotherapie und medizinische Psychologie. 1967, Band 17, S. 81.</ref>

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

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