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Edraianthus

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Edraianthus
Datei:Edraianthus graminifolius 3.JPG

Grasartige Büschelglocke (Edraianthus graminifolius)

Systematik
Asteriden
Euasteriden II
Ordnung: Asternartige (Asterales)
Familie: Glockenblumengewächse (Campanulaceae)
Unterfamilie: Campanuloideae
Gattung: Edraianthus
Wissenschaftlicher Name
Edraianthus
A.DC.

Die Pflanzengattung Edraianthus, deutsche Trivialnamen sind Büschelglocke oder Becherglocke, gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae). Die etwa 20 Arten gedeihen in den Gebirgen Südosteuropas und in Italien.

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Atlas der Alpenflora (10192459666).jpg
Illustration der Grasartigen Büschelglocke (Edraianthus graminifolius)
Datei:Edraianthus graminifolius PID1418-7.jpg
Radiärsymmetrische, fünfzählige Blüten im Detail, gut zu erkennen sind die zwei Griffeläste

Erscheinungsbild und Blätter[Bearbeiten]

Edraianthus-Arten wachsen als ausdauernde krautige Pflanzen. Sie besitzen oft einen verholzten „Wurzelstock“. Sie sind niedrig und ihr Stängel je nach Art von nur 1 Zentimeter bis maximal 20 bis 25 Zentimeter lang. Die Laubblätter sind wechselständig am Stängel verteilt angeordnet. Die unteren Blätter sind meist gestielt, die oberen sitzend. Die Blattspreiten sind meist lineal, lineal-lanzettlich oder eilänglich und ganzrandig oder unregelmäßig gekerbt.

Blüten und Früchte[Bearbeiten]

Die Blüten stehen einzeln oder zu mehreren kopfig gehäuft und dann meist sitzend in der Achsel von Deckblättern, die etwa so lang oder kürzer als die Blüten sind. Die zwittrigen Blüten sind fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Kelch ist fünfzipflig, die Kelchzähne sind dreieckig-lanzettlich bis lineal-lanzettlich. Die Blütenkrone ist fünfzipflig und zylindrisch bis glockig, meist blauviolett; sie hat je nach Art eine Länge von 8 bis 35 Millimetern. Die fünf Staubblätter sind frei, ihre Basis ist meist etwa verbreitert. Der Fruchtknoten ist behaart oder kahl.

Der Unterschied zu den Glockenblumen-Arten (Campanula) besteht hauptsächlich darin, dass die Kapselfrüchte bei Edraianthus-Arten unregelmäßig an der Spitze aufspringen, während sie bei den Campanula-Arten mit Löchern oder Klappen aufspringen.

Datei:Edraianthus horvatii.jpg
Edraianthus horvatii
Datei:Edraianthus pumilio 2.JPG
Edraianthus pumilio
Datei:Edraianthus serbicus 1.jpg
Edraianthus serbicus
Datei:Edraianthus serpyllifolius leg P. Cikovac Opuvani do 1600 m Bijela gora - Mt Orjen Montenegro.jpg
Polsterfömiger gedrungener Wuchs und dickes tief reichendes Rhizom bei Edraianthus serpyllifolius, am Naturstandort auf der Bijela gora, Opuvani do
Datei:Edraianthus tenuifolius (Jardin des Plantes de Paris).jpg
Edraianthus tenuifolius

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Edraianthus wurde 1839 von Alphonse Pyrame de Candolle im Werk von Carl Meissner: Plantarum vascularium genera ..., Seite 149 aufgestellt. Der wissenschaftliche Gattungsname Edraianthus setzt sich aus den griechischen Wörtern hedraios für sitzend und anthos für Blüte zusammen; bedeutet also „mit sitzenden Blüten“. Synonyme für Edraianthus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.A.DC. sind Hedranthus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Rupr. sowie Hedraeanthus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Griseb.

Edraianthus-Arten gedeihen auf kalkhaltigen Böden in felsigem Untergrund in den Gebirgen Südosteuropas, vor allem der Balkanhalbinsel, aber auch von Italien einschließlich Sizilien.

Es gibt etwa 20 Edraianthus-Arten:<ref name="WCSP" />

Nicht mehr zur Gattung Edraianthus wird bei Lammers 2007 gerechnet :<ref name="WCSP" />

Literatur[Bearbeiten]

  • B. Kuzmanov: Edraianthus A.DC. In:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="WCSP">Vorlage:WCSP</ref> </references>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Edraianthus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Phylogenie der Gattung Edraianthus auf der Homepage von Boštjan Surina am Naturkundemuseum Rijeka [1]
  • Evolution der Gattung Edraianthus und Heliosperma auf der Balkanhalbinsel, Abgeschlossenes Projekt der Europäischen Kommission, Leitung Harald Niklfeld [2]

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