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Edward Dwurnik

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Datei:Edward Dwurnik.jpg
Edward Dwurnik (Oktober 2000)

Edward Dwurnik (* 19. April 1943 in Radzymin; † 28. Oktober 2018 in Warschau) war ein polnischer Maler und Grafiker.<ref>Katalog: documenta 7 Kassel; Bd. 1: (Visuelle Biographien der Künstler); Bd. 2: (Aktuelle Arbeiten der Künstler); S. 252, Kassel 1982, ISBN 3-920453-02-6</ref>

Leben[Bearbeiten]

Edward Dwurnik wurde am 19. April 1943 in Radzymin bei Warschau geboren. Sein Vater Władysław war Besitzer einer Metallkurzwarenwerkstatt, während seine Mutter Władysława (geb. Kaszuba) sich um den Haushalt kümmerte und in ihrer Freizeit stickte. Neben Edward hatte das Paar noch drei weitere Kinder: Elżbieta (geb. 1939), Zofia (geb. 1947) und den jüngsten Józef (geb. 1949)<ref name=":0">Edward Dwurnik. Od grudnia do czerwca, red. M. Sitkowska, Ausstellungskatalog, Leon Wyczółkowski Regionalmuseum in Bydgoszcz, Niederschlesisches Museum in Bytom, Bydgoszcz 1997, S. 150, ISBN 83-86580-80-1</ref>.

1958 begann Edward Dwurnik seine Ausbildung am Staatlichen Gymnasium für Bildende Künste in der Łazienkowska-Straße in Warschau, dem heutigen Sitz des Paderewski-Museums. 1961 wurde er, wie er selbst zugab, wegen „Schlägereien und Zigarettenrauchen“ von der Schule verwiesen<ref name=":0" />. Er setzte seine Ausbildung am Staatlichen Allgemeinbildenden Gymnasium für Berufstätige in Otwock fort, wo er am 8. Juni 1963 sein Abitur ablegte. Während dieser Zeit perfektionierte Dwurnik neben der Arbeit in der Werkstatt seines Vaters seine künstlerischen Fähigkeiten durch die Teilnahme an Kunstkursen im Jugendkulturhaus und durch Privatunterricht in Malerei bei Czesław Wdowiszewski und seiner Frau Nina.<ref name=":0" />

1963 begann er sein Studium an der Fakultät für Malerei der Akademie der Bildenden Künste in Warschau. In den Jahren 1966–1967 studierte er an der Fakultät für Bildhauerei, wo er Teresa Gierzyńska, seine spätere Partnerin, kennenlernte. Nach sieben Jahren, im Jahr 1970, schloss er das Studium ab und erhielt sein Diplom im Malatelier von Professor Eugeniusz Eibisch. Edward Dwurniks Diplomarbeit bestand aus einer Gemälde-Reihe mit dem Titel „Dyplom“ („Diplom“) (1969–1970) und einer Seminararbeit mit dem Titel „Rozumienie dzieła sztuki“ („Das Verständnis des Kunstwerks“), die er unter der Leitung von Professor Ksawery Piwocki verfasste.<ref>Kuryłek D., Biografia artystyczna Edwarda Dwurnika, [w:] Edward Dwurnik. Obłęd / Madness, Ausstellungskatalog, Nationalmuseum in Krakau, Krakau 2013, S. 183, ISBN 978-83-7581-113-1</ref>

Werk[Bearbeiten]

Dwurniks Werk gliedert sich in umfangreiche Gemäldeserien, von denen sich einige über die Jahre hinweg überschneiden und parallel entstanden sind. Er war ein äußerst produktiver Künstler: Im Laufe seiner langjährigen künstlerischen Karriere schuf er über 8000 Gemälde auf Leinwand und über 20000 Arbeiten auf Papier, die er alle akribisch beschrieb und in seinem Register dokumentierte.<ref>Edward Dwurnik Biografie, abgerufen am 2. Februar 2026</ref>

1965 kam er zum ersten Mal mit dem Werk des Autodidakten Nikifor Krynicki in Berührung, dessen Einfluss Dwurniks künstlerischen Stil prägte und der sich durch synthetische Konturzeichnungen und erzählerische Elemente auszeichnet. Ab diesem Zeitpunkt erhielt Dwurniks Schaffen neue Impulse, und „Zeichnung Nr. 1“<ref>Zeichnung Nr. 1 im Catalogue Raisonné online abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>, die auf den 13. Juni 1965 datiert ist, bildete den Beginn seiner außerakademischen Arbeit. In einem Interview aus dem Jahr 1996 erwähnte Dwurnik die Ausstellung von Krynicki als grundlegend für seine künstlerische Entwicklung: „Er war mein größter Meister, eigentlich mein einziger. Nie habe ich größere Emotionen erlebt als die, die seine Bilder in mir hervorgerufen haben, als ich sie gesehen habe“.<ref>O Nikiforze (z Edwardem Dwurnikiem), „Odra“ 1996 Nr. 4, ISSN 0472-5182</ref> Im selben Jahr begann der Künstler an der Serie „Podróże autostopem“ („Reisen per Anhalter“) zu arbeiten, der ältesten und umfangreichsten Serie in seinem Schaffen. Laut dem Online-Katalog der Werke des Künstlers, der von der Edward-Dwurnik-Stiftung geführt wird, umfasst diese Serie über 2.500 Werke.<ref>Edward Dwurnik - Catalogue Raisonné, abgerufen am 2. Februar 2026.</ref> Das Thema der Darstellungen war die Stadtlandschaft aus der Vogelperspektive, mit einer charakteristischen Anhäufung von Motiven, die sowohl Menschen als auch architektonische Elemente umfasste. Inspiriert von Krynickis Malerei übernahm Dwurnik die Methode der Veduten-Darstellung, die auf vereinfachten Zeichnungen und der Verwendung von Farbflecken mit dunklen Konturen basiert, und perfektionierte sie. In den ersten Werken der Serie lassen sich deutliche stilistische Ähnlichkeiten mit Nikifors Kompositionen feststellen. In den Folgejahren fügte Dwurnik nach und nach weitere Komponenten hinzu, verlieh den Gebäuden Dreidimensionalität und führte ein Repertoire an Motiven ein, das in den Werken des Zeichners aus Krynica nicht vorkam. In den 1990er Jahren entstanden im Rahmen der Serie auch zwei inoffizielle Unterserien: „Diagonale Städte“ und „Blaue Städte“.<ref>Die Serie „Podróże autostopem“ („Reisen per Anhalter“) im Catalogue Raisonné online, abgerufen am: 2. Februar 2026</ref> Die Serie „Podróże autostopem“ („Reisen per Anhalter“) trägt die Nummer neun und umfasst keine Darstellungen von Warschau, dessen Landschaften eine separate Serie mit der Nummer elf und dem Titel „Warszawa“ („Warschau“) gewidmet ist.

Die erste Soloausstellung von Edward Dwurnik fand 1971 in der Galeria Współczesna in Warschau statt. Damals präsentierte er Bilder aus den Reihen „Dyplom“ („Diplom“) (1969–1970), „Gipsowy plener“ („Freilichtmalerei aus Gips“) (1970–1971), „Droga“ („Der Weg“) (1970–1971), „Różne błękity“ („Verschiedene Blautöne“) (1971) sowie Zeichnungen aus der Serie „Namiętności“ („Leidenschaften“) (1969)<ref>Edward Dwurnik. Od grudnia do czerwca, red. M. Sitkowska, Ausstellungskatalog, Leon Wyczółkowski Regionalmuseum in Bydgoszcz, Niederschlesisches Museum in Bytom, Bydgoszcz 1997, S. 157, ISBN 83-86580-80-1</ref>. Dwurnik war bereits zu dem Zeitpunkt ein etablierter Künstler, geschätzt für seine „rebellische Haltung“<ref>Krauze W., „Życie Warszawy“ 1971 Nr. 251, ISSN 0137-9437</ref> und für seine „Schlussfolgerungen aus den unterschiedlichsten Strömungen der jugendlichen Anti-Kunst“<ref>Skrodzki W., „Współczesność“ 1971 Nr. 23, ISSN 0510-9744</ref>. 1967, während seiner ersten Auslandsreise nach Paris, begegnete er dem Werk von Bernard Buffet, das seinen expressiven Malstil maßgeblich beeinflusste<ref>Deptuła N., Do czego Polakom potrzebny jest Edward Dwurnik, [w:] Edward Dwurnik Malarstwo. Próba retrospektywy, Ausstellungskatalog, Nationale Kunstgalerie Zachęta, Warschau 2001, S. 20, ISBN 978-83-87587-83-3</ref>.

1972 begann er mit der Arbeit an der Serie „Sportowcy“ („Sportler“), die 1974 in der Krakauer Galerie Arkady erstmals ausgestellt wurde. Der Name der Serie bezog sich auf die während der kommunistischen Ära weit verbreitete Zigarettenmarke „Sport“. In seinen Werken konzentrierte sich der Künstler darauf, ganz normale Menschen und ihre alltäglichen Probleme zu zeigen, die für das Leben in der Volksrepublik Polen typisch waren. Diese Serie gilt als eines der wertvollsten Bilder, die den Alltag im kommunistischen Polen dokumentieren. In fast 20 Jahren Arbeit an dieser Reihe schuf Edward Dwurnik 274 Leinwandbilder.

Datei:1 maj 1986 (Radiacja), Edward Dwurnik.jpg
1. Mai 1986 (Strahlung)

In den Jahren 1975–1991 arbeitete der Künstler an einer Gemäldeserie mit dem Titel „Robotnicy“ („Arbeiter“). Die 1980er Jahre waren für ihn eine turbulente Zeit, und die politischen Ereignisse im Land hatten einen wesentlichen Einfluss auf die Themen seiner Malerei. Die bahnbrechenden Ereignisse – Arbeiterstreiks, die Entstehung der Gewerkschaftsbewegung „Solidarność“, die Realität des Kriegsrechts sowie die ersten freien Wahlen und der Systemwechsel – brachten den Künstler dazu, eine Serie von 260 Gemälden sowie mehrere hundert Zeichnungen, Collagen und Grafiken zu schaffen. Die Bilder aus der Serie „Robotnicy“ („Arbeiter“) sind mit dynamischen Pinselstrichen gemalt und in dunklen Farbtönen gehalten. 1972 engagierte sich Dwurnik in der Künstlerbewegung „O poprawę“ („Für eine Verbesserung“). Bis 1977 war er Mitglied dieser Bewegung.<ref name=":1">Edward Dwurnik. Robotnicy, Hrsg. von P. Dwurnik, Edwarda-Dwurnik-Stiftung, Warschau, 2023, S. 76, ISBN 978-83-967626-0-3</ref>

1981 schuf Edward Dwurnik im Rahmen der Gemäldeserie „Warschau“ eine prophetische Vision des Kriegsrechts, das am 13. Dezember desselben Jahres verhängt wurde. In der winterlichen Kulisse der Hauptstadt platzierte er Krähen im Schnee, Stacheldrahtzäune und Panzer auf leeren Straßen, was eine eindrucksvolle Metapher für die bevorstehenden Ereignisse darstellte.<ref>Edward Dwurnik, Culture.pl abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>

Trotz der politischen Turbulenzen in Polen, war die Wende der 1970er und 1980er Jahre für Edward Dwurnik eine Zeit zahlreicher Erfolge, sowohl beruflich als auch privat. 1978 fand seine erste Soloausstellung im Ausland statt, präsentiert in der Galerie Georg van Almsick in Gronau-Epe<ref>Edward Dwurnik. Od grudnia do czerwca, ebenda, S. 170, ISBN 83-86580-80-1</ref>. Ein Jahr später kam die Tochter des Künstlers, Apolonia Dwurnik, zur Welt. Zur gleichen Zeit begann er mit der Arbeit an der Serie „Krzyż“ („Kreuz“) (1979–1991), die sich mit der Ikonografie der Kreuzigung befasste. 1982 nahm er als einziger Pole an der renommierten Ausstellung „documenta 7“ in Kassel teil, wo er die Gelegenheit hatte, Joseph Beuys kennenzulernen.<ref>Kuryłek D., Biografia artystyczna Edwarda Dwurnika, ebenda, S. 187, ISBN 978-83-7581-113-1</ref> Fünf Jahre später, 1987, fand die erste Museumsausstellung mit Werken von Dwurnik im Nationalmuseum in Wrocław statt.<ref>Kuryłek D., Biografia artystyczna Edwarda Dwurnika, ebenda, S. 188, ISBN 978-83-7581-113-1</ref>

Der Beginn der 1990er Jahre ist geprägt von politisch engagierten Gemäldezyklen wie „Droga na wschód“ („Der Weg nach Osten“) (1989–1991), der den Opfern des stalinistischen Regimes gewidmet ist, und „Od grudnia do czerwca“ („Von Dezember bis Juni“) (1990–1993), eine Hommage an die 96 Menschen, die während des Kriegszustandes ermordet wurden und in dem Bericht der Sonderkommission des Sejms zur Untersuchung der Aktivitäten des Innenministeriums aufgeführt sind. In den Jahren 1991–1994 arbeitete er an der Serie „Niech żyje wojna!“ („Es lebe der Krieg!“), die die tragischen Ereignisse im ehemaligen Jugoslawien kommentierte und kritisierte. Zur gleichen Zeit entstanden die von Meeresansichten inspirierten Leinwände aus der Serie „Błękitny“ („Hellblau“) (1992–2018) und die humorvollen Bilder aus der Serie „Wyliczanka“ („Abzählreim“) (1996–1999).<ref>Arbeitet auf Leinwand, dwurnik.pl abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>

In den Jahren 2000–2018 schuf er im Rahmen der Serie „XXV“ abstrakte Bilder im Stil des Action Painting, die unter dem Titel „Edward Dwurnik. Thanks Jackson“ in der Krakauer Kunstgalerie Bunkier Sztuki ausgestellt wurden. Zur gleichen Zeit entstanden auch großformatige Bilder, die in einen Dialog mit dem Werk von Jan Matejko treten, wie beispielsweise „Bitwa pod Grundwaldem“ („Die Schlacht bei Tannenberg“) aus dem Jahr 2010, gemalt zum 600. Jahrestag des historischen Sieges.<ref>Edward Dwurnik - „Die Schlacht bei Tannenberg“, dwutygodnik.com,, abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>

Privatleben[Bearbeiten]

1968 heiratete er die Fotografin Teresa Gierzyńska, mit der er bis 2003 zusammen war<ref>Zofia Krawiec: Miłosny performans, Tarnów 2016, S. 94, ISBN 978-83-6511-204-0</ref>. Ihre Tochter Pola (Apolonia) Dwurnik wurde 1979 geboren<ref>Edward Dwurnik. Od grudnia do czerwca, ebenda, S. 171, ISBN 83-86580-80-1</ref> und beschäftigt sich mit Malerei und Grafik<ref>Contemporarylynx, Ein Besuch im Atelier von Pola Dwurnik in Terpentindämpfen, abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>. Seit 1983 lebten sie im Warschauer Stadtteil Sadyba<ref>Edward Dwurnik. Od grudnia do czerwca, ebenda, S. 181, ISBN 83-86580-80-1</ref>, wo sich heute der Sitz der Edward-Dwurnik-Stiftung befindet, die von der Familie des Künstlers geführt wird.<ref>Eröffnung der Edward-Dwurnik-Stiftung, Vogue.pl, abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

Einzelausstellungen[Bearbeiten]

(Quelle: <ref>Einzelausstellungen dwurnik.pl, abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>)

  • 2025 Edward Dwurnik. Portret z natury Edward-Dwurnik-Stiftung, Warschau
  • 2022 Sosny, Galeria Raster Warschau
  • 2021 Edward Dwurnik. Polska, Znaki Czasu. Centrum Sztuki Współczesnej w Toruniu, Thorn
  • 2019 Edward Dwurnik (1943-2018) Mazowieckie Centrum Sztuki Współczesnej Elektrownia, Radom
  • 2019 Zbiórka na placu Galeria Raster, Warschau
  • 2018 75 x 75, retrospektywa Staatliche Kunstgalerie in Sopot
  • 2013 Edward Dwurnik. Obłęd, retrospektywa Nationalmuseum, Krakau
  • 2006 Edward Dwurnik. Malerei Galerie k9 aktuelle Kunst, Hannover
  • 2004 Zyklus XXV Haus Martfeld, Schwelm
  • 2004 Reisen per Anhalter Katholisches Stadthaus, Wuppertal
  • 1998 Edward Dwurnik Museum Villa Haiss, Zell am Harmersbach
  • 1994 Edward Dwurnik. Retrospektive Württembergischer Kunstverein Stuttgart
  • 1986 Edward Dwurnik. Zeichnungen Kunstverein Lingen
  • 1985 Edward Dwurnik. Schilderijen, tekeningen en beelden Van Abbemuseum, Eindhoven

Gruppenausstellungen[Bearbeiten]

(Quelle: <ref>Gruppenausstellungen dwurnik.pl, abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>)

Werke in Sammlungen[Bearbeiten]

Die Werke von Edward Dwurnik befinden sich in zahlreichen öffentlichen und privaten Sammlungen in Polen und im Ausland, darunter in der Wiener Albertina<ref>Albertina Collections abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>, im Museum Ludwig in Köln, im Van Abbemuseum in Eindhoven<ref>Van Abbemuseum Collection abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>, Museum of Modern Art in New York<ref>Museum of Modern Art Collection abgerufen am 2. Februar 2026.</ref> sowie im Museum für Moderne Kunst in Warschau<ref>Museum für Moderne Kunst in Warschau Collection abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>, der Nationalen Kunstgalerie Zachęta in Warschau<ref>Nationalen Kunstgalerie Zachęta in Warschau Collection abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>, den Nationalmuseen in Warschau, Krakau, Danzig, Posen, Breslau, Łódź, Olsztyn und Stettin. Dwurniks Werke sind auch in institutionellen Sammlungen vertreten, darunter in der ING-Stiftung für polnische Kunst und der Polnischen Bank Bank Polski PKO.

Die Edward-Dwurnik-Stiftung[Bearbeiten]

Die Edward-Dwurnik-Stiftung<ref>Edward-Dwurnik-Stiftung abgerufen am 2. Februar 2026.</ref> wurde 2019 auf Initiative der Tochter des Künstlers, Apolonia Dwurnik, gegründet. Die Stiftung verfolgt zahlreiche Aktivitäten, die darauf abzielen, das künstlerische Erbe von Edward Dwurnik umfassend zu bewahren und sein Werk für eine breite Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zu den Hauptzielen der Stiftung gehören:

Forschung zum Schaffen des Künstlers: Die Stiftung führt Forschungsprojekte zum Leben und Vermächtnis von Edward Dwurnik durch, um sein reichhaltiges und vielfältiges Werk zu erforschen. Sie stellt einen umfassenden Online-Katalog zur Verfügung, der letztendlich alle Arbeiten des Künstlers enthalten soll und somit einem breiten Publikum auf der ganzen Welt Zugang zu seinen Werken ermöglicht.

Bildungsarbeit im Bereich Kunst: Die Stiftung organisiert Workshops, Vorträge und Vorlesungen, um das Leben und das Œuvre von Edward Dwurnik nahezubringen.

Verlagstätigkeit: Die Stiftung erstellt Publikationen und Kataloge über das Schaffen des Künstlers, was zur Vermittlung von Wissen über Dwurniks Werk und seinen grundlegenden Einfluss auf die polnische Gegenwartskunst beiträgt. Die erste Veröffentlichung der Stiftung ist ein monografischer Bildband über die Gemäldeserie „Robotnicy“ („Arbeiter“)<ref name=":1" />, der im November 2023 erschienen ist.

Ausstellungsaktivitäten: Die Stiftung organisiert zweimal jährlich Ausstellungen in ihrem Sitz in der Nałęczowska-Straße 25 in Warschau. Im Frühjahr 2025 fand die Ausstellung „Edward Dwurnik, Portret z natury“ („Edward Dwurnik, Porträt aus der Natur“) statt, die an die Zusammenarbeit von Dwurnik mit dem Filmregisseur Andrzej Szczygieł erinnerte.<ref>Ausstellung „Edward Dwurnik: Porträt aus der Natur“ abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>

Sammlung der Kunstwerke von Edward Dwurnik<ref>Sammlung der Kunstwerke von Edward Dwurnik abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>: Die Stiftung baut eine repräsentative Sammlung der Kunstwerke von Edward Dwurnik auf, die verschiedenen Themen und Motive seines Schaffens umfasst.

Tod[Bearbeiten]

Datei:Edward Dwurnik (grób) 02.jpg
Das Grab von Edward Dwurnik

Edward Dwurnik starb am 28. Oktober 2018 in seinem Haus im Warschauer Stadtteil Sadyba an den Folgen einer Lungenkrebserkrankung. Die Beerdigung des Künstlers fand am 5. November 2018 statt. Der Maler wurde in der Allee der Verdienten auf dem Militärfriedhof in Warschau-Powązki (Abteilung G, Reihe Tuje, Platz 41) beigesetzt.<ref>Trauerrede abgerufen am 2. Februar 2026.</ref><ref>Edward Dwurnik ist tot, er wurde 75 Jahre alt. Abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Kulturpreis der Gewerkschaft „Solidarność“ (1983)<ref>Edward Dwurnik. Od grudnia do czerwca, ebenda, S. 179, ISBN 83-86580-80-1</ref>

Orden der Wiedergeburt Polens (2014)<ref>Entschließung des Präsidenten der Republik Polen abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>

Gloria-Artis-Goldmedaille für kulturelle Verdienste (2015)<ref>Goldmedaillen für Verdienste um die Kultur Gloria Artis abgerufen am 2. Februar 2026.</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Commons: Edward Dwurnik – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />

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