Efeutute
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Goldene Efeutute (Epipremnum aureum) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Epipremnum aureum | ||||||||||||
| (Linden & André) G.S.Bunting |
Die Goldene Efeutute (Epipremnum aureum), oft auch nur Efeutute genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Kulturformen der Art sind populäre Zimmerpflanzen.
Namensgebung[Bearbeiten]
Die Efeutute wurde 1880 von Édouard-François André erstmals<ref>Umberto Quattrocchi: CRC World Dictionary of Medicinal and Poisonous Plants: Common Names, Scientific Names, Eponyms, Synonyms, and Etymology. Epipremnum pinnatum S. 1586. CRC Press, 2016, ISBN 978-1-4822-5064-0.</ref> als Pothos aureus in L'Illustration Horticole, Band 27, Seite 69 erstbeschrieben. André übernahm den Namen von Jean Jules Linden. Die Art wurde 1964 von George Sydney Bunting in Annals of the Missouri Botanical Garden, Band 50, Teil 1, Seite 28 als Epipremnum aureum Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.(Linden ex André) G.S.Bunting in die Gattung Epipremnum gestellt. Epipremnum unterscheidet sich von der genetisch nah verwandten Art Scindapsus pictus dadurch<ref>When Is a Pothos Not a Pothos? New Pro Containers. Plantscaping & Industry Specific Blog</ref>, dass Scindapsus-Arten jeweils nur einen Fruchtknoten in ihrer Samenanlage haben, während Epipremnum-Arten mehrere davon besitzen. In der Zierpflanzenliteratur<ref>Efeutute (Epipremnum) auf www.pflanzenfreunde.com</ref> werden die Bezeichnungen Pothos aureus, Epipremnum pinnatum, Rhaphidophora aurea und Scindapsus aureus jedoch auch häufig synonym verwandt. Epipremnum pinnatum wird heute jedoch wieder als eigenständige Art betrachtet.
Beschreibung[Bearbeiten]
Die Goldene Efeutute ist eine Kletterpflanze, die mittels Luftwurzeln bis in Höhen um 20 Meter an Bäumen oder anderen Stützen emporwächst und dabei bis zu 4 cm dicke Sprossachsen entwickelt. Diese ausdauernde krautige Pflanze ist immergrün. Die wechselständigen Laubblätter sind gestielt und haben eine herzförmige Blattspreite, vollkommen bei Jungpflanzen, bei älteren Pflanzen jedoch unregelmäßig geteilt, bis zu 100 cm lang und 45 cm breit (junge Blätter viel kleiner, typischerweise weniger als 20 cm lang).
Die Blüten werden an einem bis zu 23 cm langen Kolben (Spadix) mit Spatha gebildet (sie blühen aber selten).
Verbreitung[Bearbeiten]
Nach heutiger taxonomischer Auffassung gilt die Insel Moorea von den Gesellschaftsinseln als natürliches Herkunftsgebiet der Goldenen Efeutute.<ref name="boyce-et-al-2012">Boyce, P. C., Sookchaloem, D., Hetterscheid, W. L. A., Gusman, G., Jacobsen, N., Idei, T., & Nguyen, V. D. (2012). Araceae. In Flora of Thailand: Acoraceae & Araceae (Vol. 11, Part 2, pp. 101–321). The Forest Herbarium.</ref><ref name="moodley-et-al-2017">D. Moodley, Ş. Procheş & J. R. U. Wilson: Assessing and managing the threat posed by Epipremnum aureum in South Africa. In: South African Journal of Botany, 109 (2017), 178–188. DOI:10.1016/j.sajb.2016.12.005</ref> Diese Einordnung beruht vor allem auf dem Typusexemplar von Epipremnum mooreense, das in einem natürlichen Wald auf Moorea gesammelt und später taxonomisch E. aureum zugeordnet wurde; die in der ursprünglichen Beschreibung von Pothos aureus genannte Herkunft von den Salomonen ließ sich dagegen nicht bestätigen.<ref name="boyce-2004">Boyce, P. C. (2004). A review of Epipremnum (Araceae) in cultivation. Aroideana, 27, 205–211.</ref> Die Goldene Efeutute kommt aber inzwischen in vielen tropischen Ländern verwildert vor. Als Verbreitungsgebiete werden angegeben: Bangladesch, Indien (Andamanen), Myanmar, Thailand, Vietnam, Volksrepublik China (Hainan, Hongkong), Taiwan, Japan (Ryūkyū-Inseln, Ogasawara-Inseln, Bonin-Inseln), Malaysia (die Halbinsel, Sabah und Sarawak), Singapur, Indonesien (Java, Maluku, Nusa Tenggara, Sulawesi, Sumatra), Philippinen, Salomonen, Vanuatu, Neukaledonien, Neuguinea, Australien (Queensland), Marshallinseln, Palau, Fidschi, Tonga, Cookinseln, Samoa.<ref name="WCSP" />
Verwendung[Bearbeiten]
Die Goldene Efeutute ist eine beliebte Zimmerpflanze, von der einige Sorten mit zusätzlich weißer, gelber oder hellgrüner Blattfärbung (Variegation) existieren. In privaten und öffentlichen Gebäuden wird sie aufgrund ihrer geringen Pflegeansprüche und des attraktiven Laubs oft als Zierpflanze eingesetzt. In tropischen Ländern ist sie in vielen Parks und Gärten zu finden und neigt dort zum Verwildern.
Als Zimmerpflanze kann die Efeutute horizontal oder vertikal wachsen. Die Pflanze gedeiht im Zimmer auch an sehr schattigen Orten, an denen viele andere Zimmerpflanzen wegen Lichtmangels eingehen. Die Efeutute wird meist vegetativ durch Kopf- oder Stammstecklinge oder über Absenker vermehrt.
Die Pflanze kann geringe Mengen an Xylolen, Benzol, Formaldehyd, Trichlorethen, und Toluol eliminieren.<ref name="pot">Pottorff, L. Plants "Clean" Air Inside Our Homes. Colorado State University & Denver County Extension Master Gardener. 2010.</ref><ref name="Wolverton1996">Wolverton, B. C. (1996) How to Grow Fresh Air. New York: Penguin Books.</ref><ref name="Wolverton1993">Wolverton, B. C. and J. D. Wolverton. (1993). Plants and soil microorganisms: removal of formaldehyde, xylene, and ammonia from the indoor environment. Journal of the Mississippi Academy of Sciences 38(2), 11-15.</ref> Diese luftreinigende Wirkung ist jedoch, in Gegensatz zu Behauptungen im Rahmen von Werbung, nicht relevant für die normale Wohnumgebung.<ref>Bryan E. Cummings, Michael S. Waring: Potted plants do not improve indoor air quality: a review and analysis of reported VOC removal efficiencies. Website der Zeitschrift nature. Abgerufen am 21. Februar 2020.</ref>
Verwendung in der Aquaristik[Bearbeiten]
Die Efeutute wird ähnlich wie Fensterblätter (Monstera) oder Dracaena braunii als emerse Pflanze außerhalb des Beckens eingesetzt, deren horizontal und vertikal wachsende<ref>So nutzen Sie Efeutute im Aquarium. Gartenbista - Pflanzen</ref> Wasserwurzeln als Starkzehrer dem Aquarienwasser überschüssige Phosphate und Nitrate<ref>Aquarien mit Efeutute Epipremnum aureum auf www.einrichtungsbeispiele</ref> entziehen, die Algenbildung<ref>Efeutute im Aquarium - das müssen Sie wissen. Nadine Ranger. Focus Online, 20. Mai 2019</ref> hemmen und die Wasserqualität somit entscheidend verbessern. Ein weiterer positiver Nebeneffekt ist, dass geschlüpfte Fischbrut und Jungfische in dem dichten Wurzelwerk Nahrung, Schutz und Unterschlupf finden.
Toxizität[Bearbeiten]
Epipremnum aureum ist giftig für Katzen und Hunde, und es sollte darauf geachtet werden, dass Haustiere keine Pflanzenteile konsumieren. Mögliche Symptome können Reizungen im Mundraum, Erbrechen und Schluckbeschwerden beinhalten.
Epipremnum aureum ist für den Menschen leicht giftig. Mögliche Folgen des Verzehrs von Epipremnum aureum sind atopische Dermatitis (Ekzem) sowie Brennen oder Schwellung der Region innerhalb und außerhalb des Mundes. Übermäßiger Kontakt mit der Pflanze an empfindlichen Hautregionen kann zu leichten Hautreizungen führen.
Pflege als Zimmerpflanze[Bearbeiten]
Die Efeutute steht am besten an einem halbschattigen Ort. Dabei sollte direktes Sonnenlicht und Zugluft vermieden werden. Bei Temperaturen von 20 Grad Celsius fühlt sich die Pflanze am wohlsten. Die Efeutute ist nicht winterfest, die Temperaturen sollten im Winter nicht unter 16 Grad sinken. Sorten mit Variegation brauchen mehr Licht als dunkle einfarbige Sorten. Das Badezimmer eignet sich gut als Standort, da die Pflanze eine hohe Luftfeuchtigkeit bevorzugt<ref>Eva Monning: Efeutute. 24. August 2020, abgerufen am 13. September 2020 (deutsch).</ref>. Die Luftfeuchtigkeit im Raum sollte möglichst 50–60 % betragen, da sich die tropische Pflanze so am besten entwickelt.<ref>Johannes Haller: Das Grosse Buch der Zimmerpflanzen. In: Flora. VEMAG Verlags- und Medien Aktiengesellschaft, Köln 1995, ISBN 3-625-10680-9, S. 192.</ref>
Wichtig ist, dass die Erde der Efeutute immer feucht, aber nicht nass gehalten wird. Ein heller Standort begünstigt das Pflanzenwachstum. Wenn die Efeutute zu groß wird, sollte sie umgetopft werden, damit die Nährstoffzufuhr weiterhin gewährleistet ist. Wichtig ist es zudem, die Pflanze regelmäßig zu düngen. Dies sollte möglichst einmal im Monat erfolgen.<ref>Nadine Ranger: Efeutute: Alles zur richtigen Pflege. 26. Mai 2019, abgerufen am 13. September 2020 (deutsch).</ref>
Quellen[Bearbeiten]
- Umfangreiche Informationen zur Art (englisch)
- Informationen der Amerikanische Gesellschaft zur Verhütung von Tierquälerei (ASPCA) (englisch)
Weblinks[Bearbeiten]
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="WCSP"> Rafaël Govaerts (Hrsg.): Epipremnum - World Checklist of Selected Plant Families des Royal Botanic Gardens, Kew. Zuletzt eingesehen am 17. Juni 2018. </ref> </references>