Egbert Greven
Egbert Greven (* April 1941 in Neustadt, Oberschlesien; † 1. Februar 2018 in Murnau am Staffelsee) war ein deutscher Karikaturist, Grafiker und Galerist.
Leben[Bearbeiten]
Egbert Greven stammt aus Oberschlesien, seine Familie musste im Zweiten Weltkrieg von dort fliehen, kam nach Niederbayern und weiter nach Nordrhein-Westfalen. Nach seiner Schulausbildung begann er im Alter von 13 Jahren eine Ausbildung zum Plakat- und Dekorationsmaler in einem Kaufhaus. Nach drei Jahren folgte ein Studium an der Werkkunstschule Dortmund im Fach Gebrauchsgrafik.<ref name="rede-2014" />
Nachdem er 1976<ref name="bezirk-2010">Ganz schlicht zum Wesentlichen. In: bezirk-oberbayern.de. 21. März 2010, abgerufen am 27. Oktober 2022.</ref> oder 1977<ref>„Ich würde nichts anders machen“. In: dasgelbeblatt.de. 8. April 2011, abgerufen am 3. Februar 2018.</ref> ins oberbayerische Penzberg geheiratet hatte, arbeitete er im dortigen Boehringer-Werk im Ausstellungsbau und mit zunehmender Häufigkeit als freiberuflicher Illustrator<ref name="rede-2014" /> sowie später bis 1997 beim Rundschau-Verlag.<ref>Ein analoger Dinosaurier. In: dasgelbeblatt.de. 2. Februar 2018, abgerufen am 3. Februar 2018.</ref>
Im Jahr 1990 begründete er mit den Iffeldorfer Kulturbegegnungen die Iffeldorfer Meisterkonzerte, deren Leiter er bis 2014 war. Im selben Jahr zog er auch nach Iffeldorf. 1998 gründete er dort die Galerie „schön+bissig“, mit der er 2015 nach Penzberg zurückkehrte.<ref>Neue Heimat gefunden. In: dasgelbeblatt.de. 21. Juli 2015, abgerufen am 3. Februar 2018.</ref>
Im Jahr 2004, als Greven zum zweiten Mal nach 2002 am Internationalen Cartoon-Wettbewerb im japanischen Kyōto teilnahm und eine Bronzemedaille erhielt, bekam er das Angebot einer Gastprofessur an der dortigen Seiko-Universität, das er jedoch aufgrund seines Engagements in Iffeldorf ablehnte.<ref name="merkur-180203" /><ref>Einladung zur Ausstellung „Kunststücke“. In: komische-pinakothek.de. Juni 2016, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 3. Februar 2018; abgerufen am 3. Februar 2018.</ref>
Bereits im Jahr 2001 erhielt er eine Krebsdiagnose. Am 1. Februar 2018 starb Greven in der Unfallklinik Murnau. Er hinterließ zwei Töchter und drei Enkelkinder.<ref name="merkur-180203">Wolfgang Schörner: Trauer um einen Meister des Floretts: Egbert Greven ist tot. In: Merkur.de. 2. Februar 2018, abgerufen am 3. Februar 2018.</ref>
Greven arbeitete nie am Computer, sondern ausschließlich analog.<ref name="rede-2014" />
Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten]
- 1989, 1990: Erste Preise bei der Auswahl des Münchner Faschingsplakats<ref name="rede-2014" />
- 2002: Bundesverdienstkreuz
- 2004: Bronzemedaille beim Internationalen Cartoon Wettbewerb in Kyōto<ref name="rede-2014" />
- 2008: Bezirksmedaille in Gold des Bezirks Oberbayern<ref>Iffeldorfer Egbert Greven erhält Bezirksmedaille. In: kreisbote.de. 21. Oktober 2008, abgerufen am 3. Februar 2018.</ref>
- 2010: Kulturpreis der Gemeinde Iffeldorf<ref>Iffeldorf verleiht Meisterkonzerte-Initiator Egbert Greven den Kulturpreis. In: Merkur.de. 18. April 2010, abgerufen am 3. Februar 2018.</ref>
- 2014: Kulturpreis der Stadt Penzberg<ref name="rede-2014">Rede zur Kulturpreisverleihung am 23. Oktober 2014 im Sitzungssaal des Rathauses. (PDF; 56,7 kB) In: penzberg.de. 23. Oktober 2014, abgerufen am 3. Februar 2018.</ref>
Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]
- 1988: Mensch Umwelt, Düsseldorf
- 1989: Cartoon-Ausstellung 2000 Jahre Bonn
- 1989: 16. Internationale Ausstellung Humor Brasilien
- 1992: Hilfe, wir leben noch, Schloss Benrath, Düsseldorf
- 1996: Musiker sind auch nur Menschen, Berliner Philharmonie
- 2002: König Ludwig – „Nie sollst Du mich befragen“, Sommerhausen / Würzburg
- 2003: Einzelausstellung, Museum Penzberg
- 2004: Musiker-Portraits, Schloss Cappenberg
- 2006: Mozart – Szenen aus dem Leben eines Genies, Bayerischer Rundfunk
- 2007: Ich hasse die moderne Kunst, Weilheim in Oberbayern
- 2016: Kunststücke, Komische Pinakothek, München
Weblinks[Bearbeiten]
- Literatur von und über Egbert Greven im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Greven, Egbert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Karikaturist, Grafiker und Galerist |
| GEBURTSDATUM | April 1941 |
| GEBURTSORT | Neustadt, Oberschlesien |
| STERBEDATUM | 1. Februar 2018 |
| STERBEORT | Murnau am Staffelsee, Oberbayern |