Egbert Picker
Egbert Picker (* 15. Februar 1895 in Nürnberg; † 27. März 1960 in Ingolstadt) war ein deutscher Offizier, zuletzt Generalleutnant der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg.
Leben[Bearbeiten]
Picker trat am 10. August 1914 als Fahnenjunker in das Königlich Bayerische 11. Infanterie-Regiment „von der Tann“ ein. Er diente im Ersten Weltkrieg und wurde mehrfach verwundet. In der Zwischenkriegsphase schloss sich Picker dem Freikorps „Amberg“ an. Er wurde in die Reichswehr übernommen.
Während des Unternehmens Barbarossa und im Deutsch-Sowjetischen Krieg kommandierte Picker das Gebirgsjäger-Regiment 98 der 1. Gebirgsdivision, das er bis in den Kaukasus geführt hatte. Picker wurde ausgezeichnet beurteilt. Bedingt durch die Kriegsstrapazen und seelisch durch die sehr hohen Verluste des Regiments belastet, erkrankte er und musste im August 1942 das Kommando abgeben. Am 20. Juli 1943 wurde er zum Generalmajor befördert. Ab dem 10. August 1943 kommandierte er, mit Unterbrechung, die 3. Gebirgs-Division während 35 Tagen am Mius, wobei Pickers Kampfgruppe nahezu vollständig aufgerieben wurde. Ab dem 17. Juli 1944 bis Kriegsende übernahm Picker die Führung des Deutschen Verbindungskommandos (DVK) 183 bei der auf dem Truppenübungsplatz in Münsingen aufgestellten und dort während etwa fünf Monaten ausgebildeten italienisch-faschistischen Alpini-Division Monterosa der Italienischen Sozialrepublik.<ref></ref>
1947 wurde Picker aus der US-amerikanischen Kriegsgefangenschaft entlassen.<ref name="Kaltenegger" details="S. 144">Roland Kaltenegger: Ritterkreuzträger – Generalleutnant Egbert Picker, 2013.</ref>
Auszeichnungen[Bearbeiten]
- Eisernes Kreuz (1914) II. und I. Klasse<ref name="Kaltenegger" details="S. 146" />
- Verwundetenabzeichen (1918)<ref name="Kaltenegger" details="S. 146" />
- Bayerischer Militärverdienstorden IV. Klasse mit Schwertern am 1. Januar 1918<ref name="Kaltenegger" details="S. 146" />
- Ehrenkreuz für Frontkämpfer<ref name="Kaltenegger" details="S. 146" />
- Dienstauszeichnung II. Klasse<ref name="Kaltenegger" details="S. 146" />
- Medaille zur Erinnerung an den 13. März 1938 auch Ostmark-Medaille<ref name="Kaltenegger" details="S. 146" />
- Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938 auch Sudetenland-Medaille<ref name="Kaltenegger" details="S. 146" />
- Infanterie-Sturmabzeichen<ref name="Kaltenegger" details="S. 146" />
- Medaille Winterschlacht im Osten 1941/42 auch Ost-Medaille<ref name="Kaltenegger" details="S. 146" />
- Wiederholungsspange zum Eisernen Kreuz II. und I. Klasse<ref name="Kaltenegger" details="S. 146" />
- Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes am 18. November 1941<ref></ref><ref name="Kaltenegger" details="S. 146" />
Literatur[Bearbeiten]
- Roland Kaltenegger: Ritterkreuzträger – Generalleutnant Egbert Picker – Vom Gebirgsjägeroffizier der Wehrmacht zum Kommandeur des deutschen Verbindungskommandos bei Mussolini, Flechsig Verlag, Würzburg, 2013. ISBN 978-3-8035-0035-9
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Picker, Egbert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Offizier, zuletzt Generalleutnant im Zweiten Weltkrieg |
| GEBURTSDATUM | 15. Februar 1895 |
| GEBURTSORT | Nürnberg |
| STERBEDATUM | 27. März 1960 |
| STERBEORT | Ingolstadt |
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- Generalleutnant (Heer der Wehrmacht)
- Kommandeur einer Gebirgs-Division (Heer der Wehrmacht)
- Freikorps-Mitglied
- Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)
- Person im Zweiten Weltkrieg (Deutsches Reich)
- Deutscher Kriegsgefangener der Vereinigten Staaten
- Träger des Eisernen Kreuzes I. Klasse
- Träger des Bayerischen Militärverdienstordens (IV. Klasse)
- Träger des Ritterkreuzes des Eisernen Kreuzes
- Deutscher
- Geboren 1895
- Gestorben 1960
- Mann