Zum Inhalt springen

Eichen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Eichenrinde)

Vorlage:Hinweisbaustein Die Seite Vorlage:Taxobox/styles.css hat keinen Inhalt.

Eichen
Datei:Illustration Quercus robur0.jpg

Stieleiche (Quercus robur), Illustration

Systematik
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Buchenartige (Fagales)
Familie: Buchengewächse (Fagaceae)
Gattung: Eichen
Wissenschaftlicher Name
Quercus
L.

Die Eichen (Quercus), von althochdeutsch eih („Eiche, Eichbaum, Eichenbaum“,<ref>Vgl. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 22., völlig neu bearbeitete Auflage, besorgt von Elmar Seebold unter Mitwirkung von Max Bürgisser und Bernd Gregor. De Gruyter, Berlin / New York 1989, S. 167.</ref> gelegentlich auch „Eichelbaum“) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Buchengewächse (Fagaceae).

Beschreibung[Bearbeiten]

Datei:Quercus petraea 04.jpg
Blütenstände von Quercus petraea
Datei:Quercus ithaburensis ssp.macrolepis MHNT.BOT.2004.0.80.jpg
Eichel mit Cupula von Quercus ithaburensis subsp. macrolepis

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Eichen-Arten sind sommergrüne oder immergrüne Bäume, seltener auch Sträucher. Die wechselständig und spiralig an den Zweigen angeordneten Laubblätter sind meist in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die dünnen bis ledrigen, einfachen Blattspreiten sind gelappt oder ungelappt. Die Blattränder sind ganz oder teils stachel- oder grannenspitzig, gezähnt bis gekerbt. Die unscheinbaren, extrapetiolaren Nebenblätter fallen früh ab (nur bei Quercus sadleriana sind sie auffälliger).<ref name="FoC" /> Bei einigen Arten kommt Marzeszenz bei den Blättern vor.

Je nach Standort und Sorte kann eine Eiche etwa 30 bis 50 Meter hoch und in manchen Fällen über 1000 Jahre alt werden.<ref>Entdecke den Wald. Die kleine Waldfibel. Die Eiche. Seite 12 Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, aufgerufen am 15. April 2022</ref>

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Eichen-Arten sind einhäusig gemischtgeschlechtig (monözisch). Die meist zu mehreren an der Basis junger Zweige sitzenden Blütenstände sind eingeschlechtig. Die Blüten sind sehr einfach gebaut, wie es bei windbestäubten (anemophilen) Taxa häufig der Fall ist. Die männlichen Blüten sind in hängenden Blütenständen (Kätzchen) zusammengefasst.<ref name="FoC" /> Die Blütenhüllblätter sind verwachsen. Die männlichen Blüten enthalten meist sechs (zwei bis zwölf) Staubblätter, es sind manchmal reduzierte Pistillode (sterile Stempel), in Form von Haarbüscheln, vorhanden. Die weiblichen Blüten enthalten meist drei (bis sechs) Fruchtblätter und einen Stempel mit mehreren Griffeln. Jede Cupula (Fruchtbecher, Hütchen) enthält nur eine weibliche Blüte.

Eichen sind insbesondere an ihrer Frucht, der Eichel (von althochdeutsch eihhila „das Junge der Eiche“<ref>Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20. Auflage. Hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin / New York 1967; Neudruck („21. unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 154.</ref>), früher auch Aichel, Ecker und lateinisch glans<ref>Gundolf Keil Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 349 (Aichel, glans: Frucht von Quercus petraea Liebl. oder Quercus robur L.)</ref><ref>Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 169 („Castanea – und glans“: Castanea sativa Mill.; „kunne [Geschlecht] der glandium id est eckeren“: Früchte von Quercus spec. oder Fagus spec.).</ref> genannt, zu erkennen und in den einzelnen Arten zu unterscheiden. Die Eichel ist eine Nussfrucht. Sie reifen im ersten oder zweiten Jahr nach der Bestäubung. Jede Nussfrucht ist von einem Fruchtbecher umgeben.

Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 12.<ref name="FoNA" />

Ökologie[Bearbeiten]

Schon von Alters her ist den Menschen aufgefallen, dass Eichen eine ungewöhnliche Vielfalt von Insekten beherbergen (bis zu 1000 Arten in einer Krone<ref>Das Kosmos Wald- und Forstlexikon, 2016, S. 212</ref>). Die Spezialisierung zahlreicher Insekten-Arten auf Quercus-Arten gilt als ein Zeichen des hohen entwicklungsgeschichtlichen Alters (Koevolution).<ref name="Bußler2014InsektenAnTraubeneiche" />

Eichen reagieren auf einen starken Schwammspinner-Raupenbefall im Vorjahr, indem sie ihren Blattaustrieb im darauffolgenden Frühjahr gezielt um drei Tage verzögern. Wenn die Bäume im Vorjahr massiv von diesen wärmeliebenden Nachtfaltern angefressen wurden, nutzen sie im nächsten Frühling eine zeitliche Verzögerungstaktik. Viele Insektenraupen schlüpfen im Frühjahr exakt zu dem Zeitpunkt, an dem die Baumblätter jung und weich sind. Durch das dreitägige Aufschieben des Austriebs bleiben die Blätter jedoch fest in den Knospen verborgen. Die frisch geschlüpften Raupen finden keine Nahrung vor („leere Teller“), was ihre Überlebensrate massiv senkt. Diese flexible Reaktion reduziert den gesamten Fraßschaden am Baum um 55 %. Sie ist für die Eiche deutlich energieeffizienter als eine chemische Abwehr (wie die Produktion bitterer Gerbstoffe). Zudem ist die Taktik umkehrbar: Die Bäume treiben nur nach einem tatsächlichen Befall später aus, wodurch sich die Schädlinge evolutionär nicht dauerhaft anpassen können.<ref>ks: Eichen tricksen ihre Fressfeinde aus / Wenn Eichen stark von Raupen angefressen werden, treiben sie im nächsten Frühjahr später aus. Diese Strategie wirkt gegen die Fressfeinde, wie ein Forschungsteam herausfand. In: Wochenblatt für Landwirtschaft und Landleben 21/2026, Seite 46</ref><ref>Himanshu Nitnaware: Oak trees delay leafing to outmanoeuvre caterpillars. 7. Mai 2026, abgerufen am 29. Mai 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref><ref>Robert Emmerich: How oak trees outwit their predators. In: uni-wuerzburg.de. 5. Januar 2026, abgerufen am 29. Mai 2026 (Lua-Fehler in Modul:Multilingual, Zeile 153: attempt to index field 'data' (a nil value)).</ref>

Viele Eichenarten (vor allem Korkeichen und mediterrane kalifornische Eichenarten) sind durch ihre dicke und gut regenerationsfähige Rinde gut an Brände angepasst. Zudem keimen ihre Eicheln gut und gern auf abgebranntem, konkurrenzfreiem Boden,<ref>Hermann Remmert: Ökologie. Ein Lehrbuch. 5. Auflage. Berlin Heidelberg 1992, ISBN 3-540-54732-0. S. 63.</ref> was sie zu typischen Arten von Feuerökosystemen der Subtropen macht.

Eichen-Arten sind Nahrungshabitat der Raupen von vielen Schmetterlingsarten. Sie wird in Mitteleuropa nur von der Salweide übertroffen. Beide beherbergen über 100 Arten.<ref name="Hintermeier2008Imkerzeitung" />

Standorte der Eichen-Arten in Mitteleuropa[Bearbeiten]

In Deutschland nehmen die Eichen nach der Vierten Bundeswaldinventur (2022) mit einer Fläche von 1,3 Millionen Hektar einen Anteil von 12 Prozent an der Waldfläche ein.<ref>Der Wald in Deutschland - Ausgewählte Ergebnisse der vierten Bundeswaldinventur. In: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Abgerufen am 10. April 2025 (deutsch).</ref> Die Eichenfläche in den deutschen Wäldern hat sich zwischen 2002 und 2012 um 70.000 Hektar vergrößert.<ref>Ergebnisdatenbank der Dritten Bundeswaldinventur (2012). Abgerufen am 11. November 2024.</ref> Die Eichen sind damit nach der Rotbuche die zweithäufigste Laubbaumgattung in Deutschland. Es handelt sich dabei hauptsächlich um die einheimischen Eichenarten Stieleiche und Traubeneiche. Die aus Nordamerika eingeführte Roteiche nimmt mit einer Fläche von 55.000 Hektar nur einen Anteil von 0,5 Prozent ein.<ref>F. Kroiher, A. Bolte: Naturschutz und Biodiversität im Spiegel der BWI 2012. in AFZ-Der Wald 21/2015.</ref>

Eichen-Arten traten bereits im Tertiär auf. Sie finden sich fossil schon vor zwölf Millionen Jahren, etwa in Sedimenten der Niederrheinischen Bucht. Das im oligozänen/eozänen baltischen Bernstein sehr häufige Sternhaar wird ebenfalls Eichen zugeschrieben. Auch Eichenblüten sind im baltischen Bernstein nicht selten.<ref name="Wichard1998" /> Sehr gut belegt sind Eichen durch fossile Pollen (u. a. aus dem Miozän Österreichs<ref name="Grímsson2016" />, Islands<ref name="Denk2010Iceland" />, und dem Eozän Grönlands<ref name="Grímsson2015" /> und der Vereinigten Staaten<ref name="Bouchal2016" />), die auf Grund ihrer Ornamentierung bestimmten Sektionen bzw. evolutionären Linien zugeordnet werden können<ref name="Denk2009" />. Aus der Verbreitung von fossilem Pollen und darauf basierenden molekularen Uhren kann geschlossen werden, dass die heutigen Hauptabstammungslinien der Eichen im unteren Eozän entstanden und diversifizierten<ref name="Hubert2014" /><ref name="Denk2010" />. Im Paleozän Grönlands sowie der Oberen Kreide der Vereinigten Staaten konnten verschiedenste Pollen von sowohl ausgestorbenen als auch noch lebenden Fagaceae (Buchengewächse) nachgewiesen werden, Eichen fehlen jedoch<ref name="Grímsson2016c" />. Die Zuordnung einiger kreidezeitlicher Pflanzenfossilien zu Quercus bzw. Quercophyllum ist indes umstritten.<ref name="Gothan1954" />

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Datei:2516-Quercus faginea-Arb.Brno-8.12.JPG
Sektion Quercus: Portugiesische Eiche (Quercus faginea)
Datei:Quercus macrocarpa - Fruits.jpg
Sektion Quercus: Großfrüchtige Eiche (Quercus macrocarpa) – Früchte (mit Laub)
Datei:Quercus nigra USDA.jpg
Sektion Lobatae: Wasser-Eiche (Quercus nigra)
Datei:Q.palustris-frutos-1.JPG
Sektion Lobatae: Sumpf-Eiche (Quercus palustris)
Datei:Kostelec nad Orlicí-zámecký park-listy.jpg
Sektion Lobatae: Roteiche (Quercus rubra)
Datei:Quercus pontica.jpg
Sektion Ponticae: Armenische Eiche (Quercus pontica)
Datei:Washington-oak-hampton-sc1.jpg
Sektion Virentes: Virginia-Eiche (Quercus virginiana)
Datei:Alcornoque -Quercus suber-Cork oak.jpg
Sektion Cerris: Kork-Eiche (Quercus suber)
Datei:Quercus trojana5.jpg
Sektion Cerris: Mazedonische Eiche (Quercus trojana)
Datei:Chinese evergreen oak (Quercus myrsinifolia) (22245673008).jpg
Sektion Cyclobalanopsis: Bambusblättrige Eiche (Quercus myrsinifolia)
Datei:Quercus coccifera acorns 1.jpg
Sektion Ilex: Kermes-Eiche (Quercus coccifera)

Bei dem römischen Autor Quintus Ennius (239–169 v. Chr.) findet sich der früheste literarische Beleg für den lateinischen Namen einer Quercus-Art, 'quercus'.<ref name="Genaust1983" /> Die Gattung Quercus wurde durch Carl von Linné 1753 in Species Plantarum, Tomus II, S. 994<ref name="FoC" /> und 1754 in Genera Plantarum, 5. Auflage, S. 431 aufgestellt.

Die Gattung Quercus wird bei Denk et al. 2017 in die (primär) neuweltliche Untergattung Quercus (Diversitätsmaximum in Nord- und Mittelamerika, ~ 30 Arten in Europa und Asien) mit fünf Sektionen, Quercus (Weißeichen im engeren Sinne), Lobatae (Roteichen), Ponticae, Protobalanus und Virentes (Engl. live oaks), und die altweltliche Untergattung Cerris mit drei Sektionen, Cerris (Zerreichen im engeren Sinne), Cyclobalanopsis und Ilex, unterteilt.<ref name="Denk2017" /> Die klassische Unterteilung des letzten Jahrhunderts in zwei Untergattungen (oder Gattungen<ref name="FoC" />), zurückgehend auf Andres Sandø Ørsted, Cyclobalanopsis (sektion Cyclobalanopsis) und Quercus (alle anderen Eichen) fand keine Entsprechung in molekular-phylogenetischen Stammbäumen.<ref name="Hubert2014" /><ref name="Denk2010" /><ref name="Hipp2020" />

Quercus-Arten gibt es in Nordamerika, Mexiko, auf den Karibischen Inseln, in Zentralamerika, in Südamerika nur in Kolumbien, in Eurasien und in Nordafrika.<ref name="FoNA" /> Quercus ist die wichtigste Laubbaumgattung der Nordhalbkugel. Ein Schwerpunkt der Artenvielfalt ist Nordamerika.

Die Gattung Quercus enthält 400 bis 600 Arten, davon mindestens 280 in der Untergattung Quercus und mindestens 140 in der Untergattung Cerris. Hier eine Arten-Auswahl:

Untergattung Quercus Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.L.[Bearbeiten]

Untergattung Cerris Die Seite Vorlage:Person/styles.css hat keinen Inhalt.Oerst.[Bearbeiten]

Informationen zu den in Mitteleuropa häufig zu findenden Arten[Bearbeiten]

Datei:Mae Miri Mes yn ôl It’s time for some Acorn Antics!.webm
Eicheln ernten und pflanzen: ein kurzes Video aus Wales.

Die in Mitteleuropa heimische Stiel- und Traubeneiche sind typische Arten der Weißeichen, wobei diese beiden Arten in weiten Bereichen gemeinsam vorkommen und zur Bastardisierung neigen, daher häufig nicht eindeutig zu differenzieren sind. Sie sind sogenannte Lichtbaumarten, das heißt, sie benötigen im Wachstum mehr Licht als etwa die Rotbuche und bilden selbst offene, lichte Kronen. Die Nutzung von Wäldern zur Waldweide (Hutewald) hat deshalb die Ausbildung von Eichenwäldern gefördert, weil die weidenden Tiere den Nachwuchs der Rotbuchen gehemmt haben, da dieser schlechter mit Verbiss zurechtkommt und ein geringeres Ausschlagvermögen aufweist. Das verkernende Holz der Weißeichen ist sehr dauerhaft und wurde viel im Schiffbau verwendet. Die beiden in Mitteleuropa heimischen Arten bieten weit über 500 Insektenarten einen Lebensraum.<ref name="Böhm2018">Carsten B. Böhm: Zum Management von Eichenwäldern. (PDF) In: bdf-online.de. 5. Mai 2018, archiviert vom Vorlage:IconExternal (nicht mehr online verfügbar) am 7. Februar 2019; abgerufen am 6. Februar 2019.</ref> Weitere Informationen siehe Hauptartikel dieser beiden Arten.

Zur ursprünglich im östlichen Nordamerika heimischen Roteiche, die in den Gemäßigten Gebieten angepflanzt wird, siehe Hauptartikel.

Kultur[Bearbeiten]

Religion[Bearbeiten]

In den alten Religionen, Mythen und Sagen war die Eiche ein heiliger Baum. Häufig wurde sie mit blitztragenden Göttern oder Götterfürsten in Verbindung gebracht.<ref>Forstbotanischer Garten und Pflanzengeographisches Arboretum der Universität Göttingen: Im Reich der Bäume. Quercus robur / Stiel-Eiche, Q. petraea – Trauben-Eiche: Mythologie und Brauchtum, abgerufen am 1. August 2019</ref>

  • Christentum: Die Eiche gilt als Lebensbaum, sie steht in ihrem dauerhaften Holz und dem langen Leben des Baumes für das ewige Leben und das ewige Heil. Auch wurde der Baum mit der glaubensstarken Heiligen Maria in Verbindung gebracht. Die Eiche findet sich in der Gotik und der frühen Neuzeit etwa auf Bibeleinbänden.
  • Antikes Griechenland: dem Zeus geweiht bei den Griechen (Eichenorakel von Dodona)
  • Rom: dem Jupiter geweiht bei den Römern,
  • Kelten: Dem Himmelsherrscher und Wettergott Taranis gewidmet. Durch den römischen Geschichtsschreiber Plinius dem Älteren ist überliefert, dass die Kelten ohne Eichenlaub keine kultischen Handlungen vollzogen. Nach einer Herleitung könnte das Wort Druide für Priester von der festlandkeltischen Wurzel dru abgeleitet sein.
  • Germanen: dem Gewittergott Donar (= Thor) geweiht. Der Legende nach fällte der heilige Bonifatius (Apostel der Deutschen) im Jahr 723 die Donareiche bei Geismar, um den zu bekehrenden Heiden zu beweisen, dass ihr Gott ein ohnmächtiges Wesen sei, das nicht einmal seinen Baum schützen könne.

Recht[Bearbeiten]

Symbolik[Bearbeiten]

Datei:Wappen Kirchardt.svg
Eichen und Eicheln werden auch oft in Wappen verwendet. Hier das Gemeindewappen von Kirchardt.
Datei:DEU Berga (Berga-Wünschendorf) COA.svg
Den Eichenbaum findet man im Wappen von Berga/Elster.
Datei:Waa-widerstandseiche-in-pfreimd.jpg
Anti-Wiederaufarbeitungsanlage-Wackersdorf-Gedenktafel in Pfreimd

Lieder[Bearbeiten]

  • Auch im deutschen Liedgut kommt der Eiche eine herausragende Bedeutung bei, wie etwa beim Niedersachsenlied: „(…) Fest wie uns’re Eichen halten allezeit wir stand, wenn Stürme brausen über’s deutsche Vaterland.“
Datei:Zweig Eiche.jpg
Zweig einer Eiche im Querschnitt
Datei:Dendrochronologie.jpg
Balkenprobe aus dem Rathaus von Gödenroth (Eichenholz)
Datei:Eiche-querschnitt-2.jpg
Großaufnahme Eichenquerschnitt
Datei:Mooreiche Holz.JPG
Holz der Mooreiche
Datei:Traubeneiche.JPG
Holz der Trauben-Eiche
Datei:11-11-24-basel-by-ralfr-079.jpg
Schwere Tür aus Eichenholz in Basel

Sonstiges[Bearbeiten]

Nutzung[Bearbeiten]

Eichenholz (Stiel- und Traubeneiche)[Bearbeiten]

Eichenstämme haben in ihrer Mitte das graubräunliche Kernholz, welches durch die eingelagerte Gerbsäure den typischen sauer-würzigen Eichengeruch erhält; zur Rinde hin und scharf abgegrenzt sind zwei bis fünf Zentimeter helles, junges, noch saftdurchflossenes Holz, das Splintholz.

Das Holz der Stiel- und Traubeneiche hat eine Rohdichte bei Darrfeuchte (p0) von 0,39 bis 0,93 g/cm³, im Mittel 0,65 g/cm³, es ist hart und gut spaltbar.<ref name="LWF2014">Gabriele Ehmcke, Dietger Grosser: Das Holz der Eiche – Eigenschaften und Verwendung. In: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (Hrsg.): LWF Wissen. Band 75, 2014. Online (PDF 0,9 MB), abgerufen am 1. August 2019.</ref>

Weitere technische Daten:<ref name="LWF2014" />

  • Elastizitätsmodul aus Biegeversuch E: 13.000 N/mm²,
  • Zugfestigkeit längs Sigma ZB: 110 N/mm²,
  • Druckfestigkeit längs Sigma DB: 52 N/mm²,
  • Biegefestigkeit längs Sigma BB: 95 N/mm²,
  • Bruchschlagarbeit Omega 60–75 kJ/m²,
  • Härte nach Brinell: längs 64–66 N/mm², quer 34–41 N/mm²

Das wertvolle Hartholz gut gewachsener Stämme wird bevorzugt zu Furnieren verarbeitet. Eichenes Kernholz hat eine hohe Verrottungsbeständigkeit und wird selten von Wurmfraß befallen. Splint dagegen sehr schnell. Das Kernholz von Stiel- und Traubeneiche wird einer höheren Dauerhaftigkeitsklasse zugeordnet als die heimischen Nadelhölzer und die meisten Laubhölzer wie etwa Ahorn, Birke, Buche, Erle, Esche, Linde, Meranti, Roteiche und Ulme. Das Holz von Eiche und Esche ähnelt sich in Färbung und Maserung und ist leicht zu verwechseln.

Eichenholz wird für Möbel, Treppen, Fußböden, Außentüren und Fenster, Fachwerk und im Wasserbau eingesetzt. Von allen Eichenarten eignen sich nur ungefähr 180 zur Herstellung von Weinfässern, siehe auch Barrique. Eichenholzchips werden zur Aromatisierung von Wein verwendet.

Eichenholz ist ein gutes Brennholz mit geringem Funkenflug. Sein Flammenbild ist jedoch nicht so schön wie bei Buchen- und Birkenholz oder bei Obsthölzern; außerdem ist der Heizwert etwas niedriger als bei der Rotbuche.<ref>Holz-Brennwert: Tabellen-Werte für alle Brennholzarten. In: energie-experten.org, 21. Juni 2018, abgerufen am 1. August 2019.</ref>

Mooreiche[Bearbeiten]

Datei:Naturerlebnisraum Burg Mooreichen IMG 8760.JPG
Mooreichen im Naturerlebnisraum Burg (Dithmarschen) am Waldmuseum
Informationen zum Alter dieser Stämme

Eine Besonderheit stellt die Mooreiche dar. Dabei handelt es sich nicht um eine Baumart, sondern um Eichenstämme, die über Jahrhunderte in Mooren, Sümpfen oder in Flussufern gelegen hatten und ausgegraben wurden. Die Gerbsäure des Eichenholzes verbindet sich mit den Eisensalzen des Wassers, wodurch das Holz sehr hart wird und sich stark verfärbt. Die Verfärbung kann sehr unregelmäßig sein und variiert von hellgrau über dunkelgelb, dunkelbraun, blaugrau bis tiefschwarz. Diese subfossilen Eichen können 600 bis 8500 Jahre alt sein.

Eicheln[Bearbeiten]

Die Früchte (Eicheln) sind reich an Kohlenhydraten und Proteinen und wurden zur Eichelmast genutzt. Man trieb die Schweine zur Waldweide in die Wälder, die häufig als Mittelwald betrieben wurden. In ur- und frühgeschichtlicher Zeit sowie in Notzeiten wurden Eicheln von Menschen als Nahrungsmittel genutzt.<ref>Carl Bolle: Die Eichenfrucht als menschliches Nahrungsmittel. In: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde. 1, 1891, S. 138–148.</ref> Von nordamerikanischen Indianern (z. B. den Maidu) wurden Eicheln regelmäßig als Grundnahrungsmittel genutzt.<ref name=":0">Marie Potts: The Northern Maidu. Naturegraph Publishers Inc., Happy Camp, California 1977, ISBN 0-87961-071-9, S. 34–35.</ref>

Zur Verwendung als Nahrung müssen die geschälten und zerstoßenen Eicheln durch mehrmaliges Baden in Wasser allmählich von den wasserlöslichen Gerbstoffen befreit werden, was sich durch die ausbleibende Verfärbung des Wassers leicht erkennen lässt, wobei eine höhere Temperatur den Vorgang beschleunigt. Sie enthalten in hohen Mengen Tannine.<ref>Swantje Bergmann: Eicheln als Nahrungsmittel – Alltägliches Nahrungsmittel oder Indikator für Nahrungsknappheiten? In: Frank M. Andraschko, Barbara Kraus, Birte Meller (Hrsg.): Archäologie zwischen Befund und Rekonstruktion: Ansprache und Anschaulichkeit; Festschrift für Prof. Dr. Renate Rolle zum 65. Geburtstag. Kovač, Hamburg 2007, ISBN 978-3-8300-2711-9, S. 327–338.</ref> Danach können sie, zum Beispiel als Mehlersatz für Breie und Kuchen oder als Kaffeeersatz „Muckefuck“, verarbeitet werden. Bei letzterer Verwendung wird die Gerbsäure teilweise auch im Mehl belassen, etwa aus medizinischen Gründen.<ref>Erika Lüders: 10 Pfund Eicheln sind 7 Pfund Eichelmehl. In: Institut für Ernährung und Verpflegungswissenschaft (Hrsg.): Wiederaufbau der deutschen Ernährung. Heft 4, Linde, Berlin 1946.</ref> In Korea wird die rohe Eichelnpaste zu Dotori-muk ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)) verarbeitet, ein Eichengelee, eine Form davon ist Dotori-muk muchim ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), auch Eichennudeln werden hergestellt; eine koreanische Form ist Dotori-guksu ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)), in Japan gibt es ähnliche.

Datei:Eichel Stärke Quercus rubra.jpg
Stärkekörner in einer Eichel der Roteiche
(Mikroskopische Aufnahme im polarisierten Licht)

Eichel-Malz eignet sich zur Bierherstellung.<ref>https://braumagazin.de/article/projekt-eichelbier/</ref>

Rinde[Bearbeiten]

Die den Gerbstoff Tanninsäure<ref>Rudolf Fritz Weiss: Lehrbuch der Phytotherapie. 5. Auflage. Stuttgart 1982, S. 364 und 386.</ref> enthaltende Eichenrinde, etwa von Quercus robur, wurde seit der Antike zum Färben bzw. zur Herstellung von Textilfarben<ref>Franz Maria Feldhaus: Die Technik. Ein Lexikon der Vorzeit, der geschichtlichen Zeit und der Naturvölker. Reprint der 1914er Ausgabe. 2. Auflage. München 1965; Neudruck München 1970, S. 1163.</ref> benutzt und fand auch Verwendung in der Heilkunde.<ref>Sebastian Kneipp: Meine Wasser-Kur. Kösel, Kempten 1886; 56. Auflage ebenda 1895, S. 126.</ref> Aus der jungen, glatten Rinde wurden Gerbstoffe für die Lohgerberei gewonnen (Eichenschälwald).<ref>Lexikon der Biologie: Eichenschälwald, abgerufen am 1. August 2019.</ref> Die in der Eichenrinde enthaltene Gallussäure wurde in Verbindung mit Eisensalzen zur Herstellung von Eisengallustinte verwendet.<ref>Gerhard Madaus: Lehrbuch der Biologischen Heilmittel. Leipzig 1938; Neudruck Ravensburg 1987, S. 2274.</ref>

Die Borke der Korkeiche (Quercus suber) wird als Kork zur Herstellung von Korken, Korkfußböden und mehr verwendet.<ref>BauNetz Wissen: Die Korkeiche, abgerufen am 1. August 2019.</ref>

In der Volksheilkunde wurde borkenlose Eichenrinde (die „innere Rinde“;<ref>vgl. etwa Andreas Mettenleiter: Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte. Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital Würzburg anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital Würzburg (Druck: Bonitas-Bauer), Würzburg 2001, ISBN 3-933964-04-0, S. 801: „Die Jnnere Rindten Von Eichbaumen“, in Oeconomia von 1579.</ref> vgl. Bast und Kambium) genutzt, um Entzündungen der Schleimhäute zu heilen.<ref>Martina Melzer: Eiche, Eichenrinde. In: Apotheken-Umschau, 22. Dezember 2016, abgerufen am 1. August 2019.</ref>

Gallen[Bearbeiten]

Aus den Galläpfeln (Knoppern, lateinisch gallae), die von der gemeinen Eichengallwespe hervorgerufen werden, hat man früher dokumentenechte Eisengallustinte gewonnen oder sie zum Färben und Gerben verwendet.<ref>Scriptorium am Rheinsprung: Eisengallustinte, abgerufen am 1. August 2019.</ref>

Fruchtbecher[Bearbeiten]

Die Fruchtbecher (Cupulae, hier Eichelkelche<ref>Vgl. Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 137 (Capsulae glandium).</ref>) einiger Arten (auch Wallonen, Valonen, Valonea, Acker-, Eckerdoppen, manchmal auch Knoppern, Trillo; die Schuppen) wurden früher zum Gerben verwendet.<ref>Meyers Großes Konversations-Lexikon. Band 11, Leipzig 1907, S. 189.: Knoppern bei Zeno.org.</ref>

Medizin und Pharmakologie[Bearbeiten]

Alle Teile der Eiche (früher lateinisch auch Arbor glandis, „Eichelbaum“, von lateinisch glans für ‚Eichel‘, genannt und meist auf die Traubeneiche bezogen<ref>Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 158.</ref>) sind wegen der enthaltenen Gerbstoffe leicht giftig und können zu gastrointestinalen Symptomen (Magenschleimhautreizung, Erbrechen, Durchfälle) führen (siehe dazu den Artikel: Liste giftiger Pflanzen). Als Heilpflanze wurde<ref>Joachim Telle: Altdeutsche Eichentraktate aus medizinischen Handschriften. Beiträge zur pharmazeutischen Kleinliteratur im ausgehenden Mittelalter. In: Centaurus. Band 13, 1968, S. 37–61.</ref><ref>Vgl. auch Annelore Högemann, Gundolf Keil: Der ‚Straßburger Eichentraktat‘. Ein zum Wunderdrogen-Text gewordenes Albertus-Magnus-Kapitel. In: Helmut Engelhart, Gerda Kempter (Hrsg.): Diversarum artium studia. Beiträge zur Kunstwissenschaft, Kunsttechnologie und ihren Randgebieten. Festschrift Heinz Roosen-Runge. Wiesbaden 1982, S. 267–276.</ref> und wird die Eiche allerdings geschätzt. Als harntreibend<ref>Petrus Uffenbach (Hrsg.): Pedacii Dioscoridis Anazarbaei Kraeuterbuch … (ins Deutsche übersetzt von Johannes Danzius), Frankfurt am Main (bei Johann Bringern) 1610, S. 67.</ref> geltende Eicheln fanden früher bei der Behandlung der „Harnwinde“ (Strangurie) eine heilkundliche Anwendung.<ref>Vgl. Trude Ehlert: Die (Koch-)Rezepte der Konstanzer Handschrift A I 1: Edition und Kommentar. In: Ingrid Kühn, Gotthard Lerchner (Hrsg.): Von wyßheit würt der mensch geert. Festschrift für Manfred Lemmer. Frankfurt am Main / New York 1993, S. 39–64, hier: S. 50.</ref> Die Triebspitzen (lateinisch summitates<ref>Vgl. Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 480 (Wacholdergüpflin, von güpflin für mittellateinisch summitates ‚Triebspitzen‘).</ref>) und die Eichenblätter (folia quercus) fanden ebenfalls Anwendung.<ref>Vgl. etwa Andreas Mettenleiter: Das Juliusspital in Würzburg. Band III: Medizingeschichte. Herausgegeben vom Oberpflegeamt der Stiftung Juliusspital Würzburg anlässlich der 425jährigen Wiederkehr der Grundsteinlegung. Stiftung Juliusspital Würzburg (Druck: Bonitas-Bauer), Würzburg 2001, ISBN 3-933964-04-0, S. 801: „Eichen fürschläg Summitat: fol: quærcus“, in Oeconomia von 1579.</ref> Auch die bis ins Mittelalter für die Frucht der Eiche gehaltene Eichenmistel fand magische und therapeutische Verwendung.<ref>Wolfgang Wegner: ‚Eichentraktat‘. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 338.</ref>

Die im Eichenholz enthaltenen Tannine und Aldehyde können beim Einatmen allergische Reaktionen (Rhinitis, Asthma) hervorrufen.<ref>Vgl. Roland Irion: Hölzer. In: Alles zur Allergologie, online, 2009 (21. Februar 2015).</ref>

Bekannte Eichen[Bearbeiten]

Datei:Bühleiche Plochingen-Stumpenhof.jpg
Bühleiche in Plochingen-Stumpenhof (Traubeneiche mit über 1,7 Meter Durchmesser)
Datei:Eichenallee Egglsee-02a.JPG
Allee aus Eichen
Datei:Eiche Berteroda, 2.jpg
Dicke Eiche (Eisenach) in Berteroda
Datei:Eiche in der Kreuzwiese.jpg
Eiche als Naturdenkmal – Eiche in der Kreuzwiese in Engelrod

Informationen zu Eichenexemplaren, die aufgrund ihres überdurchschnittlichen Stammumfangs bemerkenswert sind, können in den beiden folgenden Listen nachgelesen werden:

Ergänzend dazu werden hier weitere Eichen aufgelistet.

Die Dicke einer Eiche wird auch oft verwendet, um deren Alter grob zu schätzen. Eine weitere Methode ist die Schätzung anhand von geschichtlichen Überlieferungen. Da das älteste Holz aus dem Zentrum des Stammes fehlt, ist weder eine Jahresringzählung noch eine Radiokohlenstoffdatierung möglich.

Die älteste Eiche Deutschlands soll die Femeiche in Raesfeld-Erle im Kreis Borken sein, deren Alter aufgrund der Dicke auf 600 bis 850 Jahre geschätzt wird.<ref>Bernd Ullrich, Stefan Kühn, Uwe Kühn: Unsere 500 ältesten Bäume: Exklusiv aus dem Deutschen Baumarchiv. BLV Buchverlag GmbH & Co. KG, München 2009, ISBN 978-3-8354-0376-5.</ref> Für die älteste Eiche Europas kommen drei Exemplare in Frage, da die Altersschätzungen sehr ungenau sind. Die 1000-jährige Eiche Bad Blumau (Oststeiermark) wird auf über 1200 Jahre geschätzt, eine Stieleiche in Bulgarien im Ort Granit, Bezirk Stara Zagora auf 1640 Jahre und die Königseiche in Dänemark im Naturschutzgebiet Jægerspris Nordskov auf der Halbinsel Hornsherred wird auf 1400 bis 2000 Jahre taxiert.

Weitere bekannte Eichen:

Siehe auch[Bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten]

Der Asteroid (8643) Quercus wurde nach dem wissenschaftlichen Namen Quercus für die Eichen benannt.

Quellen[Bearbeiten]

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Carl August Bolle: Die Eichenfrucht als menschliches Nahrungsmittel. In: Zeitschrift des Vereins für Volkskunde. Band 1, 1891, S. 138–148.
  • T. Denk, G. W. Grimm, P. S. Manos, M. Deng, A. L. Hipp: An Updated Infrageneric Classification of the Oaks: Review of Previous Taxonomic Schemes and Synthesis of Evolutionary Patterns. Oaks Physiological Ecology. Exploring the Functional Diversity of Genus Quercus L. Springer International Publishing, 2017.
  • Joachim Krahl-Urban: Die Eichen. Forstliche Monographie der Traubeneiche und der Stieleiche. Parey, Hamburg 1959.
  • Wolf Dieter Becker: Von verkohlten Nahrungsvorräten, geheimnisvollen Wällen und bitteren Mahlzeiten – Archäobotanische Untersuchungen in Westfalen. (S. 191–194) In: Ein Land macht Geschichte Archäologie in Nordrhein-Westfalen. Köln 1995, ISBN 3-8053-1801-4.

Weblinks[Bearbeiten]

Wiktionary: Eiche – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Eichen (Quercus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references> <ref name="WCSP"> Vorlage:WCSP </ref> <ref name="Hipp2020"> Andrew L. Hipp, Paul S. Manos, Marlene Hahn, Michael Avishai, Cathérine Bodénès, Jeannine Cavender-Bares, Andrew A. Crowl, Min Deng, Thomas Denk, Sorel Fitz-Gibbon, Oliver Gailing, M. Socorro González-Elizondo, Antonio González-Rodríguez, Guido W. Grimm, Xiao-Long Jiang, Antoine Kremer, Isabelle Lesur, John D. McVay, Christophe Plomion, Hernando Rodríguez-Correa, Ernst-Detlef Schulze, Marco C. Simeone, Victoria L. Sork, Susana Valencia-Avalos: Genomic landscape of the global oak phylogeny. In: New Phytologist. Band 226, Nr. 4, Oktober 2020, ISSN 1469-8137, S. 1198–1212, doi:10.1111/nph.16162. </ref> <ref name="Mittelmeerflora"> Peter und Ingrid Schönfelder: Die Kosmos Mittelmeerflora. In: Peter und Ingrid Schönfelder (Hrsg.): Kosmos. 2. Auflage. Kosmos, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-440-15405-2, S. 240–241. </ref> <ref name="Denk2017"> Thomas Denk, Guido W. Grimm, Paul S. Manos, Min Deng, Andrew L. Hipp: An Updated Infrageneric Classification of the Oaks: Review of Previous Taxonomic Schemes and Synthesis of Evolutionary Patterns. In: Oaks Physiological Ecology. Exploring the Functional Diversity of Genus Quercus L. Band 7. Springer International Publishing, Cham 2017, ISBN 978-3-319-69098-8, S. 13–38, doi:10.1007/978-3-319-69099-5_2. </ref> <ref name="Bouchal2016"> Johannes Martin Bouchal, Reinhard Zetter, Thomas Denk: A combined light and scanning electron microscopy study. In: Grana. Band 55, Nr. 3, 2. Juli 2016, ISSN 0017-3134, S. 179–245, doi:10.1080/00173134.2015.1108362. </ref> <ref name="Grímsson2016c"> Friðgeir Grímsson, Guido W. Grimm, Reinhard Zetter, Thomas Denk: Cretaceous and Paleogene Fagaceae from North America and Greenland: evidence for a Late Cretaceous split between Fagus and the remaining Fagaceae. In: Acta Palaeobotanica. Band 56, Nr. 2, 1. Dezember 2016, ISSN 2082-0259, S. 247–305, doi:10.1515/acpa-2016-0016 (sciendo.com). </ref> <ref name="Grímsson2016"> Friðgeir Grímsson, Guido W. Grimm, Barbara Meller, Johannes M. Bouchal, Reinhard Zetter: Combined LM and SEM study of the middle Miocene (Sarmatian) palynoflora from the Lavanttal Basin, Austria: part IV. Magnoliophyta 2 – Fagales to Rosales. In: Grana. Band 55, Nr. 2, 2. April 2016, ISSN 0017-3134, S. 101–163, doi:10.1080/00173134.2015.1096566. </ref> <ref name="Grímsson2015"> Friðgeir Grímsson, Reinhard Zetter, Guido W. Grimm, Gunver Krarup Pedersen, Asger Ken Pedersen: Fagaceae pollen from the early Cenozoic of West Greenland: revisiting Engler’s and Chaney’s Arcto-Tertiary hypotheses. In: Plant Systematics and Evolution. Band 301, Nr. 2, Februar 2015, ISSN 0378-2697, S. 809–832, doi:10.1007/s00606-014-1118-5, PMID 25620836, PMC 4299674 (freier Volltext). </ref> <ref name="Cavender‐Bares2015"> Jeannine Cavender‐Bares, Antonio González‐Rodríguez, Deren A. R. Eaton, Andrew A. L. Hipp, Anne Beulke: Phylogeny and biogeography of the American live oaks (Quercus subsection Virentes): a genomic and population genetics approach. In: Molecular Ecology. Band 24, Nr. 14, 2015, ISSN 1365-294X, S. 3668–3687, doi:10.1111/mec.13269. </ref> <ref name="Bußler2014InsektenAnTraubeneiche"> Heinz Bußler: Käfer und Großschmetterlinge an der Traubeneiche. In: Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (Hrsg.): LWF Wissen. Band 75, 2014. (PDF 0,3 MB) </ref> <ref name="Hubert2014"> François Hubert, Guido W. Grimm, Emmanuelle Jousselin, Vincent Berry, Alain Franc: Multiple nuclear genes stabilize the phylogenetic backbone of the genus Quercus. In: Systematics and Biodiversity. Band 12, Nr. 4, 2. Oktober 2014, ISSN 1477-2000, S. 405–423, doi:10.1080/14772000.2014.941037. </ref> <ref name="Deng2013"> Min Deng, Qiansheng Li, Allen James Coombes, Jin Xu: Typification of Quercus acuta Thunb. and Q. glauca Thunb. (Fagaceae). In: Phytotaxa, Volume 137, 2013, S. 27–34. doi:10.11646/phytotaxa.137.1.3 </ref> <ref name="Denk2010"> Thomas Denk, Guido W. Grimm: The oaks of western Eurasia: Traditional classifications and evidence from two nuclear markers. In: Taxon. Band 59, Nr. 2, 2010, ISSN 1996-8175, S. 351–366, doi:10.1002/tax.592002. </ref> <ref name="Denk2010Iceland"> Thomas Denk, Friðgeir Grímsson, Reinhard Zetter: Episodic migration of oaks to Iceland: Evidence for a North Atlantic “land bridge” in the latest Miocene. In: American Journal of Botany. Band 97, Nr. 2, Februar 2010, S. 276–287, doi:10.3732/ajb.0900195. </ref> <ref name="Denk2009"> Thomas Denk, Guido W. Grimm: Significance of Pollen Characteristics for Infrageneric Classification and Phylogeny in Quercus (Fagaceae). In: International Journal of Plant Sciences. Band 170, Nr. 7, September 2009, ISSN 1058-5893, S. 926–940, doi:10.1086/600134. </ref> <ref name="Hintermeier2008Imkerzeitung"> Helmut Hintermeier: Der Liguster und seine Gäste. In: Allgemeine Deutsche Imkerzeitung. November 2008, S. 30 f. </ref> <ref name="Stein2003"> John D. Stein, Denise Binion, R. E. Acciavatti: Field guide to native oak species of eastern North America. 2003 (gpo.gov [PDF]). </ref> <ref name="FoC"> Chengjiu Huang, Yongtian Zhang, Bruce Bartholomew: Fagaceae Dumortier. In: Wu Zheng-yi, Peter H. Raven (Hrsg.): Flora of China, Volume 4 – Cycadaceae through Fagaceae, Science Press und Missouri Botanical Garden Press, Beijing und St. Louis, 1999, ISBN 0-915279-70-3: Quercus, S. 370 – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Wichard1998"> W. Weitschat, W. Wichard: Atlas der Pflanzen und Tiere im Baltischen Bernstein. München 1998. </ref> <ref name="FoNA"> Kevin C. Nixon: Fagaceae. In: Flora of North America Editorial Committee (Hrsg.): Flora of North America North of Mexico, Volume 3 – Magnoliidae and Hamamelidae, Oxford University Press, New York und Oxford, 1997, ISBN 0-19-511246-6: Quercus – textgleich online wie gedrucktes Werk. </ref> <ref name="Genaust1983"> Helmut Genaust: Etymologisches Wörterbuch der botanischen Pflanzennamen. 2., verbesserte Auflage. Birkhäuser, Basel/Boston/Berlin 1983, ISBN 3-7643-1399-4. </ref> <ref name="Gothan1954"> W. Gothan, H. Weyland: Lehrbuch der Paläobotanik. Berlin 1954. </ref> </references> Vorlage:Hinweisbaustein