Eifelium
| ❮ | System | Serie | Stufe | ≈ Alter (mya) |
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| rowspan="7" style="Vorlage:Erdzeitalter/Farbstil;text-align:center;" | D e v o n |
rowspan="2" style="Vorlage:Erdzeitalter/Farbstil;" | Oberdevon | style="Vorlage:Erdzeitalter/Farbstil;" | Famennium | Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert! ⬍ Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert! | |
| style="Vorlage:Erdzeitalter/Farbstil;" | Frasnium | Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert! ⬍ Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert! | |||
| rowspan="2" style="Vorlage:Erdzeitalter/Farbstil;" | Mitteldevon | style="Vorlage:Erdzeitalter/Farbstil;" | Givetium | Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert! ⬍ Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert! | ||
| style="Vorlage:Erdzeitalter/Farbstil;" | Eifelium | Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert! ⬍ Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert! | |||
| rowspan="3" style="Vorlage:Erdzeitalter/Farbstil;" | Unterdevon | style="Vorlage:Erdzeitalter/Farbstil;" | Emsium | Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert! ⬍ Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert! | ||
| style="Vorlage:Erdzeitalter/Farbstil;" | Pragium | Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert! ⬍ Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert! | |||
| style="Vorlage:Erdzeitalter/Farbstil;" | Lochkovium | Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert! ⬍ Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert! | |||
| früher | früher | früher | älter |
Das Eifelium ist in der Erdgeschichte eine chronostratigraphische Stufe des Devons. Es bildet die unterste Stufe des Mitteldevons. Das Eifelium repräsentiert geochronologisch ein vor etwa Erdzeitalter-Vorlage: Unbekannter Parameterwert! Millionen Jahren beginnendes und bis Erdzeitalter−Vorlage: Unbekannter Parameterwert! Millionen Jahre dauerndes Zeitintervall. Es wird vom Emsium unter- und vom Givetium überlagert.
Namensgebung und Geschichte[Bearbeiten]
Die Stufe ist benannt nach der Eifel, einem linksrheinischen Teil des Rheinischen Schiefergebirges. Das Eifelium als stratigraphische Einheit geht direkt auf den von Heinrich Ernst Beyrich 1837<ref name="Beyrich1837"/> zwischen der „Rheinischen Grauwacke“ und dem „Stringocephalen-Kalk“ ausgegliederten „Eifeler Kalkstein“ zurück. Der Begriff „Eifel-Stufe“ konkurrierte lange Zeit mit dem ardennischen Couvinien (Couvin-Stufe) als Name und inhaltliche Definition des unteren Teils eines zweigeteilten Mitteldevons. Während der zweiten Düsseldorfer „Internationalen Richtschnitt-Konferenz“ im Mai 1937 wurde die Anlage eines Richtschnitt genannten Schurfs im Umfeld des jetzigen Stratotyps beschlossen, um weitere litho- und biostratigraphische Daten zur Grenze Unter-/Mitteldevon zu sammeln<ref name="Richter1942" details="S. 360" />. Die internationale „Subkommission für Devonstratigraphie“ empfahl 1982 die Übernahme der inzwischen mit dem Auftreten des Conodonten Polygnathus patulus partitus parallelisierten Untergrenze der Eifel-Stufe als Beginn des Mitteldevons<ref name="WZ1982"/>. Damit hatte sich die ursprüngliche Grenzziehung im Sinne von Ernst Beyrich gegenüber der etwas tiefer liegenden, durch das Einsetzen der markanten orbignyanus-cultrijugatus-alatiformis-Faunengesellschaft ausgezeichneten Couvin-Stufe durchgesetzt.<ref name="Struve1982" details="S. 405–406" /> Während des Geologen-Kongresses 1984 in Moskau wurde diese Grenzziehung durch die endgültige Wahl des jetzigen Stratotyps per Beschluss der Internationalen Union der Geowissenschaften (IUGS) ratifiziert.
Definition und GSSP[Bearbeiten]
Der GSSP (globaler Eichpunkt und Stratotypus) der Eifelium-Basis ist der Wetteldorfer Richtschnitt, der sich ca. 650 m südöstlich der Ortsmitte von Schönecken-Wetteldorf in der Prümer Kalkmulde (Eifel) befindet. Der Grenzpunkt liegt 21,25 Meter oberhalb der Profilbasis im oberen Teil der Heisdorf-Formation<ref name="ZK1985" details="S. 105" />, knapp zwei Meter unterhalb der Basis der Lauch-Formation.<ref name="Werner1990" details="S. 160" /> Die Eifelium-Basis ist dort, weltweit verbindlich, markiert durch das erstmalige Auftreten ({{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Vorlage:lang:103: attempt to index field 'wikibase' (a nil value), FAD) des Conodonten Polygnathus costatus partitus (sogenannte partitus {{Modul:Vorlage:lang}} Modul:Multilingual:153: attempt to index field 'data' (a nil value)). Knapp oberhalb folgt das FAD des Conodonten Icriodus corniger retrodepressus. Als „Parastratotypus“ für die Eifelium-Basis bzw. die partitus boundary gilt der Prastav-Steinbruch im südlichen Prager Vorort Holyně in Tschechien. Die Grenze liegt dort im oberen Teil des Třebotov-Kalksteins, 2,8 Meter unterhalb des Basis des Choteč-Kalksteins.<ref name="ZK1985" details="S. 106" />
Das Ende der Stufe oder vielmehr die Basis des Givetiums wird durch das FAD des Conodonten Polygnathus hemiansatus angezeigt.
Untergliederung[Bearbeiten]
Das Eifelium wird in fünf Conodonten-Biozonen untergliedert:
- Polygnatus xylus ensensis-Zone
- Tortodus kockelianus-Zone
- Tortodus australis-Zone
- Polygnathus costatus costatus-Zone
- Polygnathus costatus partitus-Zone
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references> <ref name="Beyrich1837">Ernst Beyrich (1837): Beiträge zur Kenntniss der Versteinerungen des rheinischen Übergangsgebirges. 44 S., Berlin (F. Dümmler).</ref>
<ref name="Richter1942">Rudolf Richter (1942): Geschichte und Aufgabe des Wetteldorfer Richtschnittes. In: Senckenbergiana. Bd. 25 (4/6): 357-361; Frankfurt am Main.</ref>
<ref name="Struve1982">Wolfgang Struve (1982): The Eifelian within the Devonian frame, history, boundaries, definitions. -- In: Willi Ziegler & R. Werner [Hrsg.]: On Devonian Stratigraphy and Palaeontology of the Ardenno-Rhenish Mountains and related Devonian Matters. Courier Forschungsinstitut Senckenberg, Bd. 55: 401-432, 6 Abb.; Frankfurt am Main. </ref>
<ref name="Werner1990">R. Werner (1990): Schutzhütte über dem Grenzstratotypus Unter-/Mitteldevon in Schönecken-Wetteldorf/Eifel. In: Natur und Museum. Bd. 120 (5): 160-163, 3 Abb.; Frankfurt am Main.</ref>
<ref name="WZ1982">R. Werner & Willi Ziegler (1982): Proposal of a Boundary Stratotype for the Lower/Middle Devonian Boundary (partitus-Boundary). In: W. Ziegler & R. Werner [Hrsg.]: On Devonian Stratigraphy and Palaeontology of the Ardenno-Rhenish Mountains and related Devonian Matters. In: Courier Forschungsinstitut Senckenberg. Bd. 55: 13-84, 17 Abb., 2 Taf.; Frankfurt am Main.</ref>
<ref name="ZK1985">Willi Ziegler und G. Klapper (1985): Stages of the Devonian System. IN: Episodes. Bd. 8 (2): 104-109, 9 Abb.; Ottawa.</ref>
</references>
Literatur[Bearbeiten]
- DSK [Deutsche Stratigraphische Kommission] [Hrsg.] (2002): Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2002. Potsdam (Zentrum für Geoforschung). [= STD 2002]
- Felix M. Gradstein, James G. Ogg und Alan G. Smith: A Geologic Time Scale 2004. Cambridge University Press, 2004 ISBN 978-0-521-78673-7
Weblinks[Bearbeiten]
- International Chronostratigraphic Chart 2012 (PDF)
- Deutsche Stratigraphische Kommission (Hrsg.): Stratigraphische Tabelle von Deutschland 2002. Potsdam 2002 ISBN 3-00-010197-7 (PDF; 6,57 MB)
- Kommission für die paläontologische und stratigraphische Erforschung Österreichs der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Hrsg.): Die Stratigraphische Tabelle von Österreich (sedimentäre Schichtfolgen). Wien 2004 (PDF; 376 kB)