Zum Inhalt springen

Latwerge

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Electuarium)

Vorlage:Hinweisbaustein Die Latwerge (auch das Elektuarium, lateinisch Electuarium, deutsch auch Leckmittel) ist eine eingedickte Saft-Honig-Zubereitung von dick-zähflüssiger Konsistenz und fand als haltbare Arzneiform besonders in der Medizin des Mittelalters Verwendung.

Zubereitung und Geschichte[Bearbeiten]

Latwergen (früher auch Elektuarien bzw. lateinisch Electuaria) enthalten als Arzneimischung bzw. sirupartige Drogenmischung<ref>Bernhard Schnell: Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben. Niemeyer, Tübingen 2003 (= Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen. Band 50), ISBN 3-484-36050-X, S. 386 (electuaria: ‚Latwerge, sirupartige Drogenmischung‘) und 391 (zum Synonym latwârje).</ref> in Form eines steifen Breis oder Teigs zur oralen Einnahme neben den verschiedenen Arzneidrogen als Konservierungsmittel Honig. In der Volkssprache des 19. und 20. Jahrhunderts steht Latwerge (von mittelhochdeutsch Latwarje, mit dialektalen Formen wie Latwäre und ähnlich sowie<ref>Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 370 (electuarium, lectuarie).</ref> lectuarie) hingegen oft für Süßspeisen von latwergenähnlicher Konsistenz wie Pflaumenmus<ref>Vorlage:Deutsches Wörterbuch</ref> oder anderes Fruchtmus oder für sirupartig eingekochten Saft von Früchten,<ref>Latwäri. In: Schweizerisches Idiotikon, Band III, Spalte 1486 (Latwäri).</ref> ja sogar für (ältere Formen der) Marmelade („Quetschmarmelade“).<ref>Vgl. Sprachatlas der deutschen Schweiz, Band V, Karte 191 sowie Christoph Landolt: Konfitüre – einst und heute. «Wortgeschichte» vom 26. Oktober 2016, hrsg. von der Redaktion des Schweizerischen Idiotikons.</ref>

Das Wort, mittelhochdeutsch latwārje, latwērje u. ä., kommt von lateinisch ēlect(u)ārium, das seinerseits von griechisch ἐκλεικτόν ekleiktón ‘(weiche) Arznei (Leckmittel)’, wörtlich: „was aufgeleckt wird“, stammt<ref>Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. Bearbeitet von Elmar Seebold. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, S. 561. Vergleiche ferner Rudolph Weinberger: Latwerge/Electuarium. In: Arznei-Verordnungslehre und vollständiges Recept-Taschenbuch. Wien 1857, S. 70 (google.de/books). Latwerge. In: Wahrig Lexikon, Fremdwörterlexikon und Herkunftswörterbuch. wissen.de, abgerufen am 10. Juni 2014.</ref> und auf Griechisch leíchein „lecken, auflecken“ zurückgeht.

Es handelte sich ursprünglich um ein aufzuleckendes Drogenpulver, dem zur Geschmacksverbesserung Honig zugefügt wurde. Der Honig wird seit dem Mittelalter hierbei als Konservierungsmittel eingesetzt.<ref>Erika Hickel: Arzneimittel in Apotheke und Haushalt des 16. und 17. Jahrhunderts. In: Joachim Telle (Hrsg.): Pharmazie und der gemeine Mann. Ausstellungskatalog der Herzog August Bibliothek Nr. 36. Wolfenbüttel 1982, ISBN 978-3-88373-032-5, S. 21–26, hier: S. 22.</ref><ref>Peter Schantz: Weißdorn und Herzgespann. Medizinhistorische Untersuchungen zur europäischen Tradition dieser Arzneipflanzen vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Kassel 2009, S. 46.</ref> Später fand auch Zuckersirup Verwendung.<ref>Willem Frans Daems: Arzneiformen. In: Lexikon des Mittelalters. München/Zürich 1978 ff., hier: Band 1 (1980), Sp. 1094–1095.</ref> Bisweilen haben Leckmittel, bestehend aus Pulvern und weichen oder flüssigen Komponenten (Sirup, Honig oder Mus), eine dem Mus ähnliche Konsistenz.<ref name="Geuther-04">Annette Geuther: Naturwissenschaftler in ihrer Zeit: Justus von Liebig (1803–1873) und Hildegard von Bingen (1098–1179). Gießen 2004, S. 31.</ref> Eine sehr dünnflüssige Latwerge wurde als Linctus (Lecksaft) bezeichnet und entsprach der antiken Arzneiform eclegma. Eine gebräuchliche Latwerge war der Theriak, eine weitere Latwerge der mittelalterlichen Pharmazie die Rosenblättersaftlatwerge electuarium de succo rosarum,<ref>Vgl. etwa Wouter S. van den Berg (Hrsg.): Eene Middelnederlandsche vertaling van het Antidotarium Nicolaï (Ms. 15624–15641, Kon. Bibl. te Brussel) met den latijnschen tekst der eerste gedrukte uitgave van het Antidotarium Nicolaï. Hrsg. von Sophie J. van den Berg, N. V. Boekhandel en Drukkerij E. J. Brill, Leiden 1917, S. 60–63.</ref> die (etwa nach der Vorschrift des Antidotarium Nicolai<ref>Vgl. Carolus Clusius: Antidotarium sive De exacta componendorum miscendorumque medicamentorum ratione libri tres […]. Antwerpen (Christopher Plantin) 1561; Neudruck, hrsg. von Leo Jules Vandewiele und Dirk Arnold Wittop Koning, Gent 1972 (= Opera pharmaceutica rariora. Band 3), Blatt 77.</ref>) aus Rosensaft (succus rosarum), getrocknetem Purgierwindensaft, Sandelhölzern, Knochenasche, Kampfer und Zucker hergestellt wurde.<ref>Werner Dressendörfer: Spätmittelalterliche Arzneitaxen des Münchner Stadtarztes Sigmund Gotzkircher aus dem Grazer Codex 311. Ein Beitrag zur Frühgeschichte des süddeutschen Apothekenwesens. Königshausen & Neumann, Würzburg 1978 (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. Band 15), S. 217 und 294.</ref> Hinzu kamen bis in die Neuzeit eine Vielzahl mit Dia-<ref>Vgl. Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 141 („Dia... Bedeutet: mit einer Droge hergestellt, zum Beispiel: Dia-calamenthum“).</ref> bezeichnete Latwergen wie Diacitoniton (Quittenlatwerge), Diagentiana (Enzianlatwerge, Gelben Enzian enthaltend) oder Diamargariton (Perlenlatwerge)<ref>Jörg Mildenberger: Anton Trutmanns 'Arzneibuch', Teil II: Wörterbuch. Königshausen & Neumann, Würzburg 1997 (= Würzburger medizinische Forschungen. Band 56), ISBN 3-8260-1398-0, S. 443–453.</ref> und Diaprunis (Pflaumenlatwerge)<ref>Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes (= Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes), S. 364.</ref> sowie als Hiera („heilig“), auch Yera, bezeichnete Latwergen wie Hiera fortissima Galeni, Hiera logadion, Hiera picra Abbatis, Hiera picra Constantini, die am meisten gebrauchte Hiera picra Galieni (von griechisch pikros „bitter“)<ref>Vgl. auch Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 144 (Hiera: Gegengift).</ref> und Hiera Rufi<ref>Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 153 (Rufus Menius aus Ephesus, überliefert durch Oribasius).</ref> bzw. Hiera Rufini.<ref>Wouter S. van den Berg (Hrsg.): Eene Middelnederlandsche vertaling van het Antidotarium Nicolaï (Ms. 15624–15641, Kon. Bibl. te Brussel) met den latijnschen tekst der eerste gedrukte uitgave van het Antidotarium Nicolaï. Hrsg. von Sophie J. van den Berg, N. V. Boekhandel en Drukkerij E. J. Brill, Leiden 1917, S. 217 f. (Yera […].)</ref> Eine iustinum genannte Latwerge des Antidotarium Nicolai bezeichnet ein Hiera des im 4. Jahrhundert lebenden „Iatrosophisten“ Justus.<ref>Gundolf Keil: Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes. 1961, S. 370 (zu Electuarium) und 406 (zu Iustinum, „daz electuarium, daz da haisset iustinum“).</ref> In früheren Apotheken wurde eine als Tryphera persica bezeichnete persische Latwerge angeboten.<ref>Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. Hrsg. vom österreichischen Apothekerverein und der Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Deutscher Apotheker-Verlag Hans Hösel, Berlin 1938, S. 158.</ref>

Latwergen finden sich unter anderem<ref>Thomas Sänger, Christian Tenner: Ein Beipackzettel zu einer Pestlatwerge aus dem 15. Jahrhundert. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 2, 1984, S. 19–28.</ref> bei Marcellus Empiricus (4.–5. Jahrhundert), im Lorscher Arzneibuch (um 795), im fünften Buch von Avicennas Kanon der Medizin (um 1030), im Antidotarium Nicolai (11. Jahrhundert), bei Hildegard von Bingen († 1179) und im als erstes bekanntes Apothekerbuch bzw. Apotheker-Lehrbuch<ref>Ulrich Stoll: Kräuter-Sammel-Kalender. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin / New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 787 f., hier: S. 787.</ref> geltenden um 1442 entstandenen Compendium aromatariorum des italienischen Arztes Saladin Ferro von Ascoli<ref>Bernhard Schnell: Der deutsche „Macer“: Vulgatfassung. Mit einem Abdruck des lateinischen Macer floridus ‘De viribus herbarum’ kritisch herausgegeben (= Texte und Textgeschichte. Würzburger Forschungen. Band 50). Niemeyer, Tübingen 2003, ISBN 3-484-36050-X, S. 22.</ref> (Bologna, 1488<ref>Otto Beßler: Prinzipien der Drogenkunde im Mittelalter. Aussage und Inhalt des Circa instans und Mainzer Gart. Mathematisch-naturwissenschaftliche Habilitationsschrift, Halle an der Saale 1959, S. 103.</ref>)<ref name="Geuther-04" /><ref>Bernward Notker Zorn: Wirkung und Anwendung von Hyssopus officinalis L. – eine medizinhistorische Studie. Würzburg 2012, S. 46.</ref> sowie bei dem durch al-Kindī<ref>Alfred Siggel: Al-Kindī’s Schrift über die zusammengesetzten Heilmittel. In: Sudhoffs Archiv. Band 37, 1953, S. 389–393.</ref> beeinflussten Wundarzt oder Laienarzt Albert Birchtel (Ende des 15. Jahrhunderts).<ref>Gerhard Eis: Albert Birchtels Traktat von den sechszehn Latwergen. In: Medizingeschichte in unserer Zeit. Festschrift Edith Heischkel-Artelt und Walter Artelt. Hrsg. von Hans-Heinz Eulner u. a., Stuttgart 1971, S. 111–117; auch in: Gerhard Eis: Medizinische Fachprose des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit. Amsterdam 1982 (= Amsterdamer Publikationen zur Sprache und Literatur. Band 48), S. 130–136.</ref><ref>Wolfgang Wegner: Birchtel, Albert. In: Werner E. Gerabek u. a. (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. 2005, S. 183–184.</ref> Die nach einer älteren Rezeptur namens Electuarium Karoli so genannte Kaiser-Karl-Latwerge,<ref>Gundolf Keil: Ein Rezept mit dem Namen Karls des Großen. In: Zeitschrift für deutsche Philologie. Band 81, 1962, S. 329–337.</ref><ref>Gundolf Keil: Kaiser Karls Latwerge. In: Werner E. Gerabek, Bernhard D. Haage, Gundolf Keil, Wolfgang Wegner (Hrsg.): Enzyklopädie Medizingeschichte. De Gruyter, Berlin/New York 2005, ISBN 3-11-015714-4, S. 714.</ref><ref>Gundolf Keil: Das Krebs-Pulver-Rezept für Karl den Großen. In: Würzburger medizinhistorische Mitteilungen. Band 3, 1985, S. 243–255, hier: S. 245–247.</ref> die unter anderem bei Heiserkeit eingesetzt wurde, war eine im Mittelalter in vielen Arzneibüchern verbreitete Rezeptur.<ref>Gerhard Eis: König Karls Latwerge. In: Korrespondenzblätter des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung. Band 59, 1952, S. 41–42.</ref><ref>Hans Wiswe: König Karls Latwerge. In: Korrespondenzblätter des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung. Band 68, 1961, S. 62 f.</ref><ref>Hartmut Broszinski: Kaiser Karls Latwerge. In: Verfasserlexikon. 2. Auflage. Band 4, Sp. 944–945; vgl. auch Hartmut Broszinski: Zwei Rezepte mit dem Namen König Karls. In: Medizinische Monatsschrift. Band 29, 1975, S. 397–401.</ref> In der Klosterheilkunde werden Latwergen auch heute noch verwendet.<ref>Die Seite Vorlage:Webarchiv/styles.css hat keinen Inhalt.Bittere Medizin aus Wein und Honig. (Memento vom 13. Januar 2014 im Webarchiv archive.today) auf echo-online.de, 27. Juli 2010.</ref> Weitere, häufig in der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Medizin angewandte Latwergen, deren Wirkung meist auf einer „Reinigung“ von überschüssigen bzw. verdorbenen Körpersäften im humoralpathologischen Sinne<ref>Vgl. etwa Volker Zimmermann: Die Heidelberger Arzneibücher Ysack Leujs. Beiträge jüdischer Ärzte zur Heilkunde des Mittelalters. Franz Steiner, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-515-12174-3, S. 62–63 („Tritt die kalte Feuchte in den Nieren und im Genitalbereich auf, so wird im achten Rezept eine Latwerge zur Reinigung empfohlen: […]“).</ref> angesehen wurde, waren die abführend wirkende, aus der Salerner Tradition stammende Heilig-Bitter-Latwerge (Hiera picra)<ref>Gundolf Keil: „blutken – bloedekijn“. Anmerkungen zur Ätiologie der Hyposphagma-Genese im ‚Pommersfelder schlesischen Augenbüchlein‘ (1. Drittel des 15. Jahrhunderts). Mit einer Übersicht über die augenheilkundlichen Texte des deutschen Mittelalters. In: Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. Band 8/9, 2012/2013, S. 7–175, hier: S. 18.</ref> und das auch im Antidotarium Nicolai<ref>Wouter S. van den Berg (Hrsg.): Eene Middelnederlandsche vertaling van het Antidotarium Nicolaï (Ms. 15624–15641, Kon. Bibl. te Brussel) met den latijnschen tekst der eerste gedrukte uitgave van het Antidotarium Nicolaï. Hrsg. von Sophie J. van den Berg, N. V. Boekhandel en Drukkerij E. J. Brill, Leiden 1917, S. 64–67.</ref> aufgeführte, seinem angeblichen Erfinder, dem am Hof des Herzogs Roger Borsa, Sohn des Robert Guiskard, lebenden Abbas Curiae, gewidmete<ref>Paul Diepgen (Hrsg.): Gualteri Agilonis Summa medicinalis, nach den Münchener Cod. lat. Nr. 325 und 13124 erstmalig ediert mit einer vergleichenden Betrachtung älterer medizinischer Kompendien des Mittelalters. Leipzig 1911, S. 63.</ref><ref>Wortliste zum Antidotarium Nicolai.</ref> Electuarium ducis, die gegen Harnsteinleiden eingesetzte „Herzogslatwerge“ (die gemäß dem Circa instans auch durch eine ebenso wirksame Latwergenzubereitung aus der Zwergföhre ersetzt werden konnte).<ref>Konrad Goehl: Beobachtungen und Ergänzungen zum ‘Circa instans’. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015 (2016), S. 69–77, hier: S. 71.</ref> Eine Art Electuarium war gemäß Zekert auch die Michleta bzw. Micleta (lateinisch für „erprobte Arznei“).<ref>Otto Zekert (Hrsg.): Dispensatorium pro pharmacopoeis Viennensibus in Austria 1570. 1938, S. 147.</ref>

Überliefert ist auch der Einsatz von elementarem (weißem) Phosphor zur Schädlingsbekämpfung in Form von Phosphorlatwergen.<ref>zeno.org</ref>

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Dietlinde Goltz: Mittelalterliche Pharmazie und Medizin, dargestellt an Geschichte und Inhalt des Antidotarium Nicolai. Mit einem Nachdruck der Druckfassung von 1471. Stuttgart (1977) 1976 (= Veröffentlichungen der Internationalen Gesellschaft für Geschichte der Pharmazie. Neue Folge, Band 44), S. 161–170.
  • Franz-Josef Kuhlen: Elektuarien. In: Lexikon des Mittelalters (LexMA). Band 3. Artemis & Winkler, München/Zürich 1986, ISBN 3-7608-8903-4, Sp. 1798.

Weblinks[Bearbeiten]

Wiktionary: Latwerge – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references responsive />