Ellen Schulz
Ellen Schulz (nach Eheschließung Ellen Schulz-Krandick, * 1957 in Köln) ist eine deutsche Schauspielerin, Regisseurin und Sprecherin.
Leben[Bearbeiten]
Ellen Schulz übernahm bereits als Schülerin Gastrollen am Kölner Schauspielhaus. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie am Kölner Theater der Keller. Ihre Bühnenlaufbahn begann sie in der Spielzeit 1980/81 am Theater Ulm.<ref>Ellen Schulz. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1981. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 89. Jg., Hamburg 1981, S. 431 und S. 975 (Register).</ref> Zur Spielzeit 1985/86<ref>Ellen Schulz. In: Genossenschaft Deutscher Bühnen-Angehöriger (Hrsg.): Deutsches Bühnenjahrbuch 1986. Theatergeschichtliches Jahr- und Adreßbuch. Theater – Film – Funk – Fernsehen. 94. Jg., Hamburg 1986, S. 156 und S. 1015 (Register).</ref> wechselte sie an Frankfurter Schauspielhaus, wo sie vor allem mit Dietrich Hilsdorf intensiv zusammenarbeitete. So gehörte sie im Oktober 1985 zum Ensemble seiner skandalumwitterten Uraufführung von Rainer Werner Fassbinders Theaterstück Der Müll, die Stadt und der Tod. Weitere Rollen unter Hilsdorfs Regie waren: Abigail in Hexenjagd, Irma in Die Irre von Chaillot, Klärchen in Egmont, das Das Käthchen von Heilbronn, Iokaste in König Ödipus und die Eve in Der zerbrochne Krug.
Es folgten zahlreiche Gastengagements unter anderem am Staatstheater Wiesbaden, am Theater Bonn, in Zürich und am Theater Oberhausen. 1990 spielte sie die Frau Capulet in Romeo und Julia am Theater Bonn in einer Inszenierung von Jaroslav Chundela. Am Staatstheater Wiesbaden folgten in der Spielzeit 1991/92 die Elmire in Tartüffe und die Stella in Endstation Sehnsucht. Am Schauspielhaus Zürich gastierte sie in der Spielzeit 1994/95 als Marion in Dantons Tod.
Neben ihrer Theatertätigkeit wirkte sie in zahlreichen TV-Produktionen mit<ref>Ellen Schulz Rollenverzeichnis Film und Fernsehen in der Internet Movie Database</ref> und arbeitete als Dozentin an der Frankfurter Hochschule für Musik und darstellende Kunst.
Als Sprecherin war und ist sie die Stimme zahlreicher Werbekampagnen unter anderem für Bayer, Ferrero, L’Oréal und Citroën. Große Bekanntheit erlangte der von ihr gesprochene Slogan „nichts bewegt Sie wie ein Citroën“.
Im Jahr 2001 las sie die Hörbuchversion von Cornelia Funkes Roman „Hinter verzauberten Fenstern“. Als Regisseurin inszenierte sie u. a. bei den Burgfestspielen Bad Vilbel und bei den Märchenfestspielen Hanau.<ref>Kein Kinderteller in: Frankfurter Rundschau vom 26. Mai 2010</ref>
Ellen Schulz ist in Frankfurt am Main als Coach für Charisma, Ausstrahlung und Durchsetzungskraft tätig.<ref>https://ellenschulz.de/</ref>
Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]
- 1983–1984: 6 Richtige (TV-Serie, 26 Folgen)
- 1991: Hausmänner (Fernsehfilm)
- 1992: Liebesreise (Fernsehfilm)
- 1993: Christinas Seitensprung (Fernsehfilm)
- 1994–2003: Ein Fall für zwei (TV-Serie, 8 Folgen, verschiedene Rollen)
- 1994: Die letzte Präsentation
- 1996: Ausweg Mord
- 1997: Der kalifornische Traum
- 1997: Das Paar
- 1999: Tod eines Hackers
- 2001: K.O.-Girls
- 2002: Zum Schweigen verurteilt
- 2003: Bremsversagen
- 1994: Tatort: Der Rastplatzmörder (Fernsehreihe)
- 1996: Kurklinik Rosenau (TV-Serie, eine Folge)
- 1997: Post Mortem – Der Nuttenmörder (Fernsehfilm)
- 1997: Ein Schloß für Rita (Fernsehfilm)
- 1997: Polizeiruf 110: Feuertod (Fernsehreihe)
- 2002: Tatort: Schlaf, Kindlein, schlaf (Fernsehreihe)
- 2003: ABC des Lebens (Fernsehfilm)
- 2004: Tatort: Janus (Fernsehreihe)
- 2004: Polizeiruf 110: Der Prinz von Homburg (Fernsehreihe)
- 2005: Blindes Vertrauen (Fernsehfilm)
- 2006: Die Kommissarin (TV-Serie, eine Folge)
- 2007: Vater auf der Flucht (Fernsehfilm)
- 2007: Späte Aussicht (Fernsehfilm)
- 2009, 2012: Der Staatsanwalt (TV-Serie, zwei Folgen)
- 2011: Die geerbte Familie (Fernsehfilm)
- 2014: Im Labyrinth des Schweigens
Hörspiele (Auswahl)[Bearbeiten]
- 1993: Jim Thompson: Der Mörder in mir (Joyce Lakeland, Lou Fords Geliebte) – Bearbeitung und Regie: Norbert Schaeffer (Hörspielbearbeitung, Kriminalhörspiel – SWF/HR/NDR)
- 1996: Alfred Marquart: Sherlock Holmes und die Whitechapel-Morde (Mary Kelly) – Regie: Patrick Blank (Hörspiel – SWF)
- 2006: Ed McBain: Hitze (Jessica Herzog) – Regie: Ulrich Lampen (Kriminalhörspiel – HR)
Literatur[Bearbeiten]
- Wilhelm Kosch (Hrsg.): Deutsches Theater Lexikon. Band III: Pallenberg – Singer. de Gruyter, Berlin u. a. 1971, ISBN 3-907820-29-0, S. 2119. (abgerufen über De Gruyter Online).
- Wilhelm Kosch (Hrsg.): Deutsches Theater Lexikon. Nachtragsband 6. Schae – Sr. Seite 236. De Gruyter, Berlin [u. a.] November 2017, ISBN 978-3-11-044283-0 (abgerufen über De Gruyter Online).
Weblinks[Bearbeiten]
- Vorlage:IMDb/1
- Ellen Schulz bei filmportal.de
- Ellen Schulz – Internetpräsenz
Einzelnachweise[Bearbeiten]
<references />
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schulz, Ellen |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schauspielerin, Regisseurin und Sprecherin |
| GEBURTSDATUM | 1957 |
| GEBURTSORT | Köln |
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